Maskenpflicht im Supermarkt: Kommt sie bald auch bei uns?

Neben Klopapier sorgt kaum etwas für solchen Gesprächsstoff wie das Thema Mundschutz. Die Masken werden scheinbar ohne schlechtes Gewissen aus Krankenhäusern entwendet. Zahnärzte müssen ihre Arbeit herunterfahren, aufgrund von mangelnder Ausstattung. Diskussionen, ob und wem die Masken während Corona helfen, häufen sich. Vielerorts helfen sich die Menschen bereits selbst, umgehen den Mangel mit selbstgenähten Schutzmasken. Doch trotz des Mangels legte Österreich nun fest: Schon bald herrscht eine Maskenpflicht im Supermarkt.

Maskenpflicht im Supermarkt als weitere Maßnahme

Der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz verkündete am Montagmorgen, dass eine Maskenpflicht in Supermärkten eingeführt wird. Start sei vermutlich am Mittwoch, sobald genug Mund-Nasen-Schutzmasken in den Supermärkten verteilt werden können. Dadurch soll verhindert werden, dass sich das Virus weiter verbreitet und sich noch mehr Menschen infizieren. „Die Maßnahmen müssen die Ausbreitung weiter drücken. Der Replikationsfaktor muss in Richtung Null verlaufen“, sagte Bundeskanzler Kurz zu der Entscheidung.

Damit kommt Kurz wahrscheinlich dem gesellschaftlichen Druck nach: Experten forderten die „längst überfällige Maskenpflicht“ wiederholt.

Gilt die Maskenpflicht auch bald bei uns?

Hierzulande sind sich Experten einig, dass die Masken uns nicht vor einer Infektion schützen können. Aber sie können andere schützen, sollte man selbst das Virus in sich tragen und es eventuell nicht merken. Denn zumindest die größeren Tröpfchen, die wir vor allem beim Husten und Niesen, aber auch beim Sprechen ausatmen, verbleiben in der Maske.

Wäre eine Maskenpflicht ein guter Kompromiss, wenn die Kontaktverbote irgendwann wieder gelockert werden?

Obwohl Deutschland und China die Herstellung von Schutzmasken erhöht haben, stellt sich nach wie vor die Frage, ob die medizinischen Schutzmasken nicht lieber im Gesundheitssystem bleiben sollten. Krankenhäuser und Arztpraxen haben sie dringend nötig. Besonders deshalb, weil das Schlimmste wohl noch nicht hinter uns liegt. Um andere Menschen zu schützen, kann also gut und gerne eine Maske selbstgenäht werden. Um diesen Gedanken voranzutreiben, rufen Prominente wie Lena Meyer-Landrut und Joko Winterscheidt derzeit mittels der Kampagne #maskeauf dazu auf, sich Masken selbst zu basteln. So überlassen wir die medizinischen Masken der Medizin.

Wenn du das auch für eine gute Idee hälst, findest du hier eine Anleitung zum Nähen der Universität Hong Kong – Shenzhen Hospital. Diese selbst gemachten Masken erreichen wohl 90 Prozent der Filterfunktion von OP-Masken:

Was allerdings gegen eine Maskenpflicht sprechen könnte, ist das falsche Gefühl der Sicherheit. Dadurch kann es passieren, dass beispielsweise eine gute Händehygiene vernachlässigt wird, wie es auf der Website des Robert Koch Instituts heißt.

Regelmäßiges Händewaschen, das Einhalten der Husten- und Niesetikette, sowie des Mindestabstandes sind also nach wie vor die wirksamsten Methoden, um sich vor einer Ansteckung zu schützen. Zudem sollte derzeit im normalen Leben ohnehin jeglicher unnötiger Kontakt zu anderen Menschen vermieden werden.

Bleibt also nur abzuwarten, welche Entscheidung die deutsche Regierung diesbezüglich treffen wird.

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Tamara Müller

Als süddeutsche Frohnatur liebe ich die Wärme, die Berge und Hamburg! Letzteres brachte mich vor vier Jahren dazu, die Sonne im Herzen zu speichern und den Weg in Richtung kühleren Norden einzuschlagen. Ich liebe die kleinen Dinge im Leben und das Reisen. Und auch wenn ich die einzige Nicht-Mama im Team bin, verbringe ich liebend gerne Zeit mit Kindern.

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