Coronavirus: Darf mein Kind noch auf den Spielplatz?

Das Coronavirus stellt uns alle gerade vor einige Herausforderungen. Viele Eltern haben zusätzlich das Problem, dass sie zwar im Home Office arbeiten können, sollen und dürfen, gleichzeitig aber Kitas und Schulen geschlossen bleiben. Zuhause arbeiten, wenn das Kind (oder die Kinder) auch da ist – das kann das Nervenkostüm ganz schön strapazieren. Da hilft manchmal zwischendurch nur eins: Ab nach draußen! Aber darf ich eigentlich trotz aller Maßnahmen gegen das Coronavirus noch mit meinem Kind auf den Spielplatz? Die Antwort lest ihr hier.

1. Warum gibt es durch das Coronavirus immer mehr Einschränkungen und Verbote?

Das Coronavirus ist hochansteckend und verbreitet sich rasend schnell. Genau das ist auch das größte Problem. Innerhalb kürzester Zeit ist die Zahl der Infizierten in die Höhe geschossen. Krankenhäuser sind jetzt schon überlastet. Auch wenn das Virus in den meisten Fällen nicht schlimmer ist als eine normale Grippe, kann es für Menschen mit Vorerkrankungen und geschwächtem Immunsystem sehr gefährlich werden. Breitet sich der Erreger SARS-CoV-2 weiter so schnell aus wie bisher, müssten viel mehr Menschen gleichzeitig auf den Intensivstationen behandelt werden. Und genau das ist in vielen Kliniken nicht möglich.

Mit ihren „Leitlinien gegen Ausbreitung des Coronavirus“ will die Bundesregierung erreichen, dass die Zahl der Neuninfektionen sinkt – im besten Fall schon in den nächsten zwei Wochen. Die Maßnahmen sollen dazu beitragen, indem sie soziale Kontakte in der Öffentlichkeit so gut es geht begrenzen.

Außerdem wird fieberhaft an der Entwicklung eines Impfstoffs gegen SARS-CoV-2 gearbeitet. Je langsamer das Virus sich ausbreitet, desto mehr Menschen können später durch eine Impfung geschützt werden.

2. Darf ich mit meinem Kind trotz Coronavirus auf den Spielplatz?

Jetzt zu der Frage, die vermutlich alle Eltern interessiert, besonders jetzt, wenn Kitas und Schulen geschlossen sind. Darf ich mit meinem Kind noch auf den Spielplatz gehen? Die Antwort ist: Nein! Auch wenn wir es vielleicht nicht gern hören, gehört auch das „Spielplatz-Verbot“ zu den Maßnahmen, die dabei helfen sollen, die Verbreitung des Coronavirus einzuschränken.

Die Bundesregierung hat neben vielen anderen Maßnahmen auch festgelegt, dass Spielplätze in nächster Zeit nicht mehr besucht werden dürfen. Damit sollen soziale Kontakte so weit wie möglich eingeschränkt werden.

In den nächsten Tagen sollen die Maßnahmen deutschlandweit umgesetzt werden. In vielen Bundesländern treten die neuen Regelungen ab sofort in Kraft.

3. Mein Kind ist nicht mit dem Coronavirus infiziert – warum darf es trotzdem nicht auf den Spielplatz ?

Ob ein Kind mit SARS-CoV-2 infiziert ist oder nicht, spielt in dem Fall keine Rolle. Denn es geht darum, dass sich auf einem Spielplatz viele verschiedene, fremde Menschen treffen. Dadurch steigt das Risiko, dass einer von ihnen mit dem Coronavirus infiziert ist – vielleicht sogar, ohne es zu wissen. Denn gerade bei Kindern verläuft die Infektion häufig ohne Symptome. Übertragen können sie den Erreger aber trotzdem!

4. Ich denke, Kinder sind durch das Coronavirus gar nicht gefährdet?

Wie gesagt sieht es aus, als ob Kinder in den meisten Fällen keine Symptome zeigen, auch wenn sie mit dem Coronavirus infiziert sind. Das bedeutet aber nicht, dass sie sich nicht infizieren können. Sie merken es nur häufig nicht – und wir bekommen deshalb nichts davon mit. Trotzdem können infizierte Kinder andere Menschen anstecken. Und das kann besonders für die bisher bekannten Risikogruppen gefährlich werden.

5. Und wenn wir trotzdem auf den Spielplatz gehen?

Wir könne verstehen, dass die Versuchung groß ist, trotz der Maßnahmen gegen das Coronavirus mit einem (vielleicht quengelnden) Kind auf den Spielplatz zu gehen. Trotzdem: Bitte macht es nicht! Ihr gefährdet damit nicht nur eure eigene Gesundheit und die eures Kindes, sondern bringt auch viele andere Menschen unnötig in Gefahr.

Abgesehen davon werden die Verbote kontrolliert, auch auf den Spielplätzen. Und das kann richtig teuer werden: In Österreich müssen Eltern beispielsweise mir Geldstrafen bis zu 3.600 € rechnen. Ob es hier bei uns in Deutschland die gleichen Summen sein werden, steht aktuell noch nicht fest.

6. Gilt die neue Regelung für ganz Deutschland?

Aktuell noch nicht, auf längere Sicht aber schon. Die Bundesregierung hat die Maßnahmen für ganz Deutschland festgelegt. Die einzelnen Bundesländer können nur selbst bestimmen, wenn sie sie umsetzen. Allerdings wird das vermutlich innerhalb weniger Tage der Fall sein.

Aber selbst, wenn es in deiner Stadt noch kein Spielplatz-Verbot gibt, solltest du dir überlegen, ob ihr euren nicht meidet – aus Solidarität und um dem Virus die Ausbreitung ein wenig zu erschweren.

7. Coronavirus: Welche Alternativen zum Spielplatz habe ich denn?

Auch wenn es manchmal schwerfällt, sollten wir mit unseren Kindern momentan möglichst in der Wohnung bleiben. Ehrlich gesagt gibt es auch nicht viel mehr Möglichkeiten. Denn als Schutz vor dem Coronavirus bleibt ja nicht nur der Spielplatz geschlossen, sondern zum Beispiel auch Kinos, Theater, Freizeitparks, Zoos, Schwimmbäder, Freizeiteinrichtungen und mehr.

Damit unseren Zwergen zuhause trotzdem nicht die Decke auf den Kopf fällt, und sie abends ausgelastet sind, können wir zum Beispiel:

  • für Bewegung sorgen. Das ist nämlich super auch drinnen möglich, zum Beispiel mit einem kleinen Trampolin, einem Springseil oder Spielen wie Gummitwist und Co.
  • eine Schatzsuche in der Wohnung veranstalten
  • mit einem neuen Buch oder Spiel, bei dem das Kind rätseln muss, für Ablenkung sorgen
  • mit Entspannungsübungen oder Yoga dafür sorgen, dass alle Parteien entspannter sind

Probiert es ruhig mal aus – und wenn ihr noch mehr Tipps habt, gern immer her damit!

Mehr Informationen zum Thema Coronavirus für uns Mamas (und alle Papas) findest du übrigens hier:

Statement zur Corona-Krise von Echte Mamas
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Wiebke Tegtmeyer

Nordisch bei nature: Als echte Hamburger Deern ist und bleibt diese Stadt für mich die schönste der Welt. Hier lebe ich zusammen mit meinem Mann und unseren beiden Kindern. Ich liebe den Hafen, fotografiere gern, gehe gern zu Konzerten und zum Fußball. Bei Echte Mamas kann ich meine Leidenschaft für Social Media und Texte ausleben – und darüber freue ich mich sehr.

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