Homeoffice durch Corona: Mamas, passt auf euch auf!

Was für eine verrückte Zeit gerade, oder? Fast stündlich kann man Neuigkeiten über das Corona-Virus lesen, neue Erkenntnisse und neue Bestimmungen der Regierung, die das schnelle Ausbreiten des Virus verhindern sollen. Das alles führt zu großer Unsicherheit und vielen Sorgen. Kein Wunder: Schließlich ist das eine Situation, die wir so noch nie erlebt haben! All die (sinnvollen und nötigen!) Einschränkungen unseres Alltags führen uns vor Augen, wie frei wir sonst sind. Und wie schrecklich es sich anfühlt, wenn es auf einmal nicht mehr so ist.

Für viele von uns Mamas ist aber besonders eines eine echte Herausforderung:

Die Kitas und Schulen haben geschlossen. Außer in Ausnahmefällen bleiben unsere Kinder jetzt für eine Weile zu Hause. Von den Großeltern sollten sie nämlich wegen der Ansteckungsgefahr auch nicht betreut werden.

Nun könnte man sagen, wie „traurig“ es sei, dass Deutschlands Mamas sich darüber beschweren, dass ihre Kinder zu Hause bleiben müssen. Dass sie mal ganz viel Zeit als Familie haben. Aber das ist ja gar nicht der Punkt: Wir alle lieben unsere Kinder und lieben es ebenso, Zeit mit ihnen zu verbringen. Nur: Viele von uns müssen und/oder wollen eben auch arbeiten. Und haben sich ihren Alltag mit ganz viel Planung und Mühe so organisiert, dass sie ihre Familien, ihren Arbeitgeber und wahrscheinlich auch noch ihre Freunde nicht nur „irgendwie unter einen Hut“ bekommen, sondern sogar allen gerecht werden.

Mit der Kinderbetreuung fällt jetzt ein riesiges Standbein dieses Konstrukts weg. Und ja, da darf man schon mal „jammern“. Und zwar besten Gewissens, weil das rein gar nichts mit der Liebe zu unseren Kindern oder mit „mimimi“ zu tun hat.

Und genau deswegen sollten wir uns selbst den Gefallen tut, unser Projekt „Homeoffice mit Kind“ nicht in eine Art Challenge ausarten zu lassen!

Was jetzt gerade zählt?

Die Ausbreitung dieses miesen Virus zu stoppen. So gut es geht, seinen Arbeitgeber zu unterstützen – denn auch Firmen haben es in der Krise nicht leicht. Und seine kleinen Mäuse gut durch diese Wochen zu bringen.

Was unsere Kinder am meisten brauchen, ist unsere Liebe. Unser Verständnis und unseren Trost, wenn sie sich sorgen oder traurig sind, weil sie ihre Freunde nicht sehen dürfen. Unsere Aufmerksamkeit.

Und genau da fängt unser schlechtes Mama-Gewissen an: Wir schaffen es im Home-Office einfach nicht, ein paar Mal am Tag neue Spielideen aus dem Hut zu zaubern. Macht es uns zu schlechten Eltern, wenn wir uns manchmal wünschen, dass sich „dieses Kind jetzt nur mal eine halbe Stunde alleine beschäftigt!!!“? – weil dann die Präsentation fertig wäre und wir den Kopf frei hätten für eine Runde Lotti Karotti? Und warum nur haben wir keine Bügelperlen mehr im Haus? Wetten, jede andere Mutter hat für solche Situationen noch Berge von Bügelperlen gebunkert?

Und genau das muss gar nicht sein. Atme tief ein und aus.

Hier geht es nicht um einen Wettbewerb, wer die beste Mutter ist.

Es geht darum, diese Krise gemeinsam gut zu überstehen. Und das funktioniert nur, wenn es auch uns Eltern gut geht. Denn vielleicht brauchen wir alle noch einen langen Atem.

Kennst du den Spruch: „Besondere Situationen erfordern besondere Maßnahmen“? Er hätte für diese Wochen erfunden werden können. Denn wenn wir gerade keine besondere Situation haben, weiß ich es auch nicht…

Deswegen: Liebe Mamas (und natürlich Papas), achtet auch auf euch.

Teilt euch eure Energie gut ein. Und setzt euch nicht unter mehr Stress als nötig.

Es ist zur Zeit völlig okay, wenn eure Kinder länger fernsehen als sonst.

Es ist okay, wenn sie danach sogar noch ein Computerspiel daddeln dürfen.

Es ist okay, wenn ihr außer Malbuch und Knete keine weiteren Programmpunkte „zu bieten“ habt. Wenn ihr keine Lust, Kraft oder Zutaten habt, all die tollen, kreativen Spielideen der Instagram-Blogger umzusetzen.

Kein Kind braucht jeden Tag etwas Neues, eine noch nie dagewesene Aktivität!

Ihr wisst am besten, was euer Kind braucht. Und wenn Basteln mit buntem Papier sein absoluter Favorit ist, dann darf es das auch ruhig ein paar Tage lang bleiben. Pickt euch aus all den Spielideen heraus, was für euch passt. Nix passt? Dann bleibt bei euren bewährten Spielen.

Ihr seid wunderbar, ihr seid die besten Eltern, die euer Kind haben kann. Deswegen wird es es auch prima überstehen, Mama für einige Zeit mit der Arbeit zu teilen. Wenn natürlich auch meckernderweise.

Und wie schaffe ich es, überhaupt mal zum Arbeiten zu kommen?

Erkläre deinem Kind in Ruhe, dass und warum du arbeiten musst. Mit größeren Kindern kann man gemeinsam einen Plan aufstellen, wer sich wann alleine beschäftigt und wann gemeinsame Zeiten sind, z. B. die Mahlzeiten und Spielpausen. Oftmals geht es Kindern doch hauptsächlich darum, in Mamas Nähe zu sein. Wunderschön! Dann richte deinem Schatz doch einen „Büro-Arbeitsplatz“ neben deinem ein, dort kann es Malen, Kleben….. und mit dir gemeinsam Zeit verbringen.

Wir von Echte Mamas wünschen euch (natürlich aus dem Homeoffice 😉 ) viel Kraft für die kommenden Wochen. Bleibt gesund, habt euch lieb und schon bald kommen auch wieder andere Zeiten!

Laura Dieckmann

Als waschechte Hamburgerin lebe ich mit meinem Freund und unserer fünfjährigen Tochter in der schönsten Stadt der Welt – Umzug ausgeschlossen! Bevor das Schicksal mich zu Echte Mamas gebracht hat, habe ich in verschiedenen Zeitschriften-Verlagen gearbeitet. Ich mag leckeres Essen, laute Rockmusik und ab und zu sogar ein bisschen Sport.

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