Fakten zu Corona, die Hoffnung geben

Es fühlt sich an, wie in einem schlechten Film: Läden schließen, Landesgrenzen werden dicht gemacht, Flüge werden gestrichen, Kitas bleiben geschlossen. Wenn möglich, soll man auch die eigenen vier Wände lieber nicht verlassen. Täglich gibt es neue Fakten zu Corona und zu der Zahl der Infizierten, die uns nur schwer davon abhalten, nicht durchzudrehen. Doch schaut man genau hin, gibt es in dieser Lage auch Dinge, die Hoffnung machen. 

Ja, die Lage ist ernst. Und das sollte auch niemand auf die leichte Schulter nehmen. Gerade jetzt ist es wichtig, sich an die „Regeln“ zu halten. Nicht nur für uns, sondern auch für unsere Mitmenschen. Dennoch braucht jeder Mensch auch gute News, Grashalme, an denen wir uns in dieser nervenaufreibenden Zeit festhalten können. Und die gibt es!

Deshalb haben wir für euch Fakten zu Corona gesammelt, die Hoffnung geben:

1. In Deutschland überwiegend leichte Krankheitsverläufe

Im besten Fall möchte und sollte man sich nicht anstecken, logisch. Doch Fakt ist: Die meisten Infizierten in Deutschland berichten von einem sehr milden Krankheitsverlauf. Vier von fünf haben kaum Symptome, das entspricht 80 Prozent. Vielleicht hilft diese Erfahrung, die Angst vor einer Infektion zu verringern.

Deshalb ist es allerdings auch umso wichtiger, möglichst nicht vor die Tür zu gehen, da man vielleicht nicht mal merkt, dass man den Virus in sich trägt. So kannst du auf jeden Fall verhindern, dass andere angesteckt werden. Denn besonders gefährdet sind Ältere, sowie Menschen mit Vorerkrankungen. Bei einem Drittel der übrigen 20 Prozent der Infizierten kann das Coronavirus nämlich lebensbedrohlich sein. Zeig dich also solidarisch, meide Kontakt zu anderen Personen, die nicht mit dir zusammenleben und bleibe, wenn irgend möglich, in deinen eigenen vier Wänden.

2. In China kaum Neuinfektionen

Laut des „Center for Systems Science and Engineering“ der John Hopkins Universität gehen die Neuinfektionen in China immer mehr zurück. Die letzten drei Tage zusammengerechnet, waren es nicht mehr als 100 Menschen. Das ist für ein derart großes Land wie China sehr wenig! Zudem sind in China bereits 69.755 Menschen von derzeit 81.102 Fällen wieder gesund (Stand: 18.03.2020). Die Zahl der Genesungen in China wächst stetig und deutlich schneller, als die Zahl der Neuinfizierten. Wir können die Corona-Krise also überstehen, es gibt Hoffnung, dass es nicht so schlimm wird wie befürchtet.

Das sollte uns aber nicht in falscher Sicherheit wiegen… Nur, wenn wir besonnen und verantwortungsbewusst handeln, können wir Neuinfektionen vermeiden und dem Ganzen entgegenwirken. Dafür sorgen, dass es nicht in einer Katastrophe endet.

3. Sich selbst zu schützen, ist gar nicht schwer

Abstand halten zu Personen, mit denen man nicht zusammenwohnt, soziale Kontakte auf das Nötigste minimieren, regelmäßiges Händewaschen mit Seife, mindestens 20 bis 30 Sekunden lang, und es vermeiden, sich ständig ins Gesicht zu fassen – beachtet man diese einfachen Regeln, schützt man sich und seine Mitmenschen am besten vor dem Coronavirus.

Man muss sie nur, bitte, bitte auch einhalten.

Regelmäßiges Händewaschen ist besonders zu Zeiten des Coronavirus unabkömmlich.

Regelmäßiges Händewaschen ist besonders zu Zeiten des Coronavirus unabkömmlich. Foto: Clay Banks via Unsplash

4. Menschen unterstützen sich gegenseitig

Viele Menschen denken aktuell leider nur an ihr eigenes Wohl, Stichwort Hamsterkäufe. Diese Meldungen machen unendlich wütend. Aber es besteht noch Hoffnung an das Gute im Menschen! In Italien haben beispielsweise Fans ihr Geld, welches sie für die Europapokalspiele zurückbekommen haben, an Krankenhäuser gespendet. Andere bitten lokale Theater beispielsweise nicht um eine Erstattung ihres Ticketpreises, sondern um eine Gutschrift für ein nächstes Event. So werden auch die lokalen Unternehmen in dieser wirtschaftlich schwierigen Situation unterstützt. Menschen kaufen für Ältere mit ein, Nachbarn bieten Familien ein, bei der Kinderbetreuung einzuspringen.

Diese Krise bringt egoistische und unangenehme Züge der Menschen ans Licht – aber eben auch ganz viel Herz, Mitgefühl und kreative Ideen, wie man anderen jetzt helfen kann. Corona kann uns also auch Hoffnung geben: Wir Menschen können zusammenhalten!

5. Luxuskonzern macht Desinfektionsmittel

Ein toller Schritt, der trotz Corona Hoffnung macht: Der französische Luxuskonzern LVMH, unter anderem bekannt für Kosmetikmarken wie Christian Dior Parfums und Benefit Cosmetics, hat angekündigt, seine Kosmetik- und Parfümfabriken für die Herstellung von Desinfektionsmitteln zu nutzen. Diese sollen dann gratis für Krankenhäuser zur Verfügung gestellt werden.

6. Unsere Umwelt atmet auf

Die Pandemie hat einen unerwarteten Effekt auf unsere Umwelt. Während wir Menschen Schnappatmung bei dem Gedanken an den Virus bekommen, atmet unsere Umwelt seit langem mal wieder richtig auf. Das gibt uns trotz Corona Hoffnung. Denn die häusliche Isolation und die ausbleibenden Touristenmassen sorgen aktuell in Venedig dafür, dass das sonst schmutzige Wasser in den Kanälen erstmals kristallklar ist. Sogar Fische seien zu sehen und Schwäne kehren zurück. Ein Sprecher des venezianischen Bürgermeisters teilte auch mit, dass sich die Luftqualität bereits verbessert habe.

7. Solidarität in Facebook-Gruppen

Wir lieben unsere sozialen Kontakte. Uns nun zu isolieren und freiwillig in Quarantäne zu stecken, fällt uns also besonders schwer. Dabei ist es so wichtig! Und wer sagt denn, dass uns das nicht näher zusammenrücken kann? Virtuell natürlich. Wir leben in einem digitalen Zeitalter, sind eine digitale Gemeinschaft. Einige gehen da schon mit tollem Beispiel voran: es gibt inzwischen einige Facebook-Gruppen, die als Schwarzes Brett funktionieren. Schaut euch einfach in euren örtlichen Facebook-Gruppen um. Wer kann helfen? Wer braucht Hilfe? Gemeinsam allein sein. Sich gegenseitig supporten und helfen ist Balsam für die Seele.

Nutze dafür auch gerne unsere regionalen Echte Mamas Städte-Gruppen auf Facebook! Ob es auch eine Gruppe in deiner Nähe gibt, kannst du hier nachschauen.

8. Zeit für sich und seine Familie

Der stressige Alltag bestimmt unser Leben. Wir haben kaum Zeit für Dinge, die uns guttun, oder wir nehmen sie uns nicht. Statt sich also zu fragen, wie man diese furchtbare Zeit hinter sich bringt, sollten wir anfangen, diese „geschenkte“ Zeit zu nutzen. Lest das Buch, dass ihr schon letzten Sommer lesen wolltet, probiert Neues aus, lernt neue Fähigkeiten, wagt euch an neue Gerichte, neue Hobbies, tanzt laut zu eurer Lieblingsmusik und lacht auch mal von Herzen. Wachst als Familie noch näher zusammen und vor allem: Nutzt diese Qualitytime mit euren Kindern! Auch, wenn wir natürlich wissen, dass es nicht ohne ist, sie neben dem Homeoffice o.ä. noch komplett zu betreuen! Sie wachsen viel zu schnell, sind viel zu schnell eigenständig und plötzlich dann erwachsen.

Also, vergesst nicht: Wir sitzen alle im selben Boot. Lasst uns also diese furchtbare Situation nutzen, um uns zu besinnen und unsere Mitmenschen zu unterstützen. Nur gemeinsam können wir stark durch diese Krise gehen und sie überwinden.

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Tamara Müller

Als süddeutsche Frohnatur liebe ich die Wärme, die Berge und Hamburg! Letzteres brachte mich vor vier Jahren dazu, die Sonne im Herzen zu speichern und den Weg in Richtung kühleren Norden einzuschlagen. Ich liebe die kleinen Dinge im Leben und das Reisen. Und auch wenn ich die einzige Nicht-Mama im Team bin, verbringe ich liebend gerne Zeit mit Kindern.

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