Händewaschen mit Kindern: So klappt´s richtig gut!

„Händewaschen, Händewaschen, muss ein jedes Kind…..“ Kennt ihr? (Und habt jetzt nen Ohrwurm? Sorry, he, he, he….) Es gab Zeiten, da schmetterte meine Tochter dieses Lied den ganzen Tag voller Inbrunst – wenn es dann allerdings wirklich ans Händewaschen ging, war die Begeisterung nicht mehr ganz so groß…. Händewaschen bei Kindern, das ist in vielen Familien ein Dauerthema. Ist es wirklich so wichtig, dass es all die Diskussionen, Überredungsversuche und Streitigkeiten wert ist?

Warum ist Händewaschen mit Kindern so wichtig?

Händewaschen ist der beste Schutz vor vielen, vielen übertragbaren Erkrankungen – natürlich gilt das auch bei uns „Großen“!

Überall dort, wo Menschen zusammenkommen, tummeln sich Millionen von Keimen. In der Kita, der Schule, in der Straßenbahn, im Supermarkt, auf öffentlichen Toiletten… Hier befinden sich auf den Oberflächen u.a. Magen-Darm-KeimeErkältungs- oder Grippeviren. Diese gehen bei Berührung auf die Hände über.

Und dann? Menschen – und vor allem Kinder – fassen sich am Tag einige Hundert Mal unbewusst mit den Händen ins Gesicht. So gelangen dann Keime über die Schleimhäute in Mund und Nase.

Nur richtiges Händewaschen kann diesen Ansteckungsweg unterbrechen und verhindern, dass sich Keime weiter ausbreiten.

Okay, aber wie erkläre ich das meinem Kind?

Um kleinen Kindern, deren Gedanken schon bei der ersten Erklärung mit Keimen und Viren zu wichtigeren Dingen wie Paw Patrol oder dem „versteckten“ Schokoriegel im obersten Küchenregal wandern, die „Dramatik“ des Themas etwas näher zu bringen, darf man ruhig tief in die Fantasiekiste greifen… Kennt ihr Karius und Baktus, die im Mund ihr Unwesen treiben? Hier sind es dann eben kleine Dreckmonster oder winzige Schmiertierchen, die unbedingt abgewaschen werden müssen, bevor sie uns krank machen.

Wann sollten wir Händewaschen?

Es ist keine gute Idee, sich ständig die Hände zu waschen! Das schadet am Ende tatsächlich mehr, als dass es gut tut. Zu viel macht die Haut an den Händen nämlich trocken und rissig.

Es gibt aber Situationen, in denen es unbedingt nötig ist, sich die Hände zu waschen:

  • vor der Zubereitung von Essen
  • vor dem Essen
  • nach dem Toilettengang
  • nach dem Naseputzen, Niesen oder Husten
  • nach dem Streicheln von Tieren
  • beim Nachhausekommen

Diese Situationen sollten der Gesundheit zuliebe Pflichttermine zum Händewaschen sein – natürlich auch für uns Eltern, die mit gutem Beispiel vorangehen.

Was brauchen wir zum Händewaschen, außer Wasser?

1. Seife:

Erst in der Kombination mit Seife lösen sich Keime! Kleine Seifenstücke sind oft hübsch anzusehen, duften gut und Kinder lieben sie. Doch sie können leicht aus der Hand flutschen. Und gerade da, wo mehrere Menschen zusammentreffen, ist ein Seifenspender viel hygienischer als ein Seifenstück, auf dem sich Keime sammeln können.

2. Handtuch:

Den perfekten Abschluss bietet ein sauberes Handtuch! An Orten, wo sich viele Menschen die Hände waschen, sind Einmal-Handtücher perfekt. Für zu Hause wäre das auf Dauer aber natürlich zu teuer und auch nicht sehr nachhaltig. Hier sollte jedes Familienmitglied sein eigenes Handtuch haben. Dieses sollte mindestens einmal wöchentlich gewechselt werden. Ist es sehr nass oder riecht sonderbar, unbedingt früher! Und: Hat der Nutzer gerade einen Infekt überstanden, sollte das Handtuch danach auch direkt ausgetauscht werden.

Händewaschen mit Kindern: So geht´s richtig

Wenn meine Tochter sich die Hände wäscht, so wie sie will, sieht das so aus: Der Wasserhahn wird minimal aufgedreht, Wasser berührt die Fingerspitzen, Wasserhahn wieder aus.

Nun, darüber lachen die Keime sich natürlich scheckig und gratulieren sich gegenseitig zu ihrem gemütlichen Schmuddel-Domizil.

Wir müssen unseren Kindern zeigen, wie es richtig geht. Immer und immer wieder.

Das sind die nötigen Schritte:

1. Anfeuchten

Hände mit möglichst warmem Wasser großzügig abwaschen.

2. Einseifen

Schaum etwa 20 Sekunden lang einreiben, die Hände dabei viel bewegen. Der Schaum muss auch zwischen die Finger und unter die Nägel gelangen, wo sich Keime besonders gerne aufhalten. Die Handgelenke bitte nicht vergessen!

Diese Anleitung zeigt Schritt für Schritt, wie Händewaschen mit Kindern richtig funktioniert

Diese Anleitung zeigt Schritt für Schritt, wie Händewaschen mit Kindern richtig funktioniert. Grafik: Bigstock

3. Abspülen

Seife sehr gründlich abspülen.

4. Abtrocknen

Mit einem sauberen Handtuch (siehe auch weiter oben) abtrocknen, bis die Hand komplett trocken ist – auch zwischen den Fingern.

Ein toller Tipp, um die 20 Sekunden des Reibens etwas interessanter zu gestalten (sie können sich nämlich wirklich seeeeeeeeeeeehr lang anfühlen): Miss doch einmal nach, wie lange eine Strophe des Lieblingsliedes deines Kindes dauert – kommt ihr damit auf etwa 20 Sekunden? Oder ihr denkt euch zusammen ein, „euer“ Händewaschlied aus!

Und was mache ich unterwegs?

Wenn es unterwegs keine Möglichkeit zum Händewaschen gibt, sind Feuchttücher eine gute Möglichkeit. Es muss nicht alle fünf Minuten gewischt werden – aber zumindest vor einem Snack. Spezielle antibakterielle Tücher sind übrigens nicht nötig! Viel wichtiger: Zu Hause angekommen, werden die Hände dann nach allen Regeln der Kunst richtig gewaschen.

Alles, was Kinder zum Thema Händewaschen wissen müssen, zeigt auch dieses tolle Video von der Sendung mit der Maus:

Laura Dieckmann

Als waschechte Hamburgerin lebe ich mit meinem Freund und unserer fünfjährigen Tochter in der schönsten Stadt der Welt – Umzug ausgeschlossen! Bevor das Schicksal mich zu Echte Mamas gebracht hat, habe ich in verschiedenen Zeitschriften-Verlagen gearbeitet. Ich mag leckeres Essen, laute Rockmusik und ab und zu sogar ein bisschen Sport.

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Kommentare

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  3. […] Wie gesagt müssen nicht alle Symptome bei jedem Corona-Infizierten auftreten. In vielen Fällen bemerken sie auch gar nicht, dass sie sich mit dem Virus angesteckt haben. Oder es kommt nur zu leichten Symptomen. Deshalb ist es umso wichtiger, darauf zu achten, ob man in einem Risikogebiet war und Kontakt zu einer infizierten Person hatte, sich an das Kontaktverbot und den vorgegebenen Mindestabstand zu halten und unbedingt häufig und richtig die Hände zu waschen. […]

  4. […] Leider nein. Auch kleine Babys können sich mit Krankheiten infizieren. Der Nestschutz ist keine 100%-Immunität. Deswegen sollten Erwachsene kleine Babys auch lieber mit Distanz bewundern, wenn sie beispielsweise erkältet sind. Zwar lässt sich Kontakt mit Krankheitserregern, die es ja überall gibt, nie ganz vermeiden. Nur sollte man mit Neugeborenen zum Beispiel nicht unbedingt U-Bahn fahren oder unter viele Menschen gehen. Größere Geschwister sollten sich vor dem Kuscheln regelmäßig die Hände waschen. […]

  5. […] Ein Community-Maske, oder ein Mundschutz ist in erster Linie nicht dazu da, um sich selbst zu schützen, aber es schützt andere, sollte dein Kind mit dem Corona-Virus infiziert sein, und es nicht wissen. Die Masken verhindern, dass dein Kind beispielsweise durch Husten oder Sprechen, viele Tröpfchen weitergibt. Einen Selbst-Schutz können sie nicht bieten, da sie nicht partikel-filternd sind. Und Tröpfchen von anderen können beispielsweise auch durch die Augen aufgenommen werden. Und bitte denkt daran, dass Masken nur ein Teil der Maßnahmen gegen Corona sind. Wichtig ist weiterhin: Abstand halten und regelmäßiges Hände waschen. […]

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