Welcher Tee ist in der Schwangerschaft gesund?

Eine wohltuende Tasse Tee in der Schwangerschaft kann die morgendliche Übelkeit lindern und dir bei den Wehen helfen. Doch während viele Tees unbedenklich sind, gibt es auch einige, die für werdende Mütter gefährlich sein können und daher gemieden werden sollten. Hier erfährst du, welchen Tee du bedenkenlos in der Schwangerschaft trinken darfst – und welchen nicht.

1. Das Wichtigste auf einen Blick

  • Die meisten Tee-Sorten sind in der Schwangerschaft sicher.
  • Besonders gut für dich sind Kräutetees und Rooibostees.
  • Vorsicht bei Schwarzem Tee, Süßholzwurzeltee, Himbeerblättertee und einigen mehr.
  • Allerdings solltest du jede Tee-Sorte nur in Maßen trinken.

2. Ist Tee in der Schwangerschaft gesund?

Wenn du auf der Suche nach einem schwangerschaftssicheren Tee bist, sind Kräutertees die beste Wahl. Kräutertees versorgen deinen Körper mit Flüssigkeit, sie liefern wichtige Nährstoffe für die Schwangerschaft, darunter Kalzium, Magnesium und Eisen. Jedoch gilt für jeden Tee: Bitte nur in Maßen genießen.

3. Dieser Tee ist in der Schwangerschaft erlaubt

Pfefferminztee in der Schwangerschaft

Studien haben gezeigt, dass Pfefferminztee weder der Mutter noch dem Baby schadet. Pfefferminztee kann dir bei Übelkeit helfen, da die ätherischen Öle der Pflanze krampflösend auf Magen, Darm und die Gallenwege wirken.

Allerdings solltest du sehr große Mengen vermeiden und im ersten Trimester noch auf Pfefferminztee verzichten, da er – in großen Mengen getrunken – zu Kontraktionen der Gebärmutter führen kann, was Früh- und Fehlgeburten begünstigt. Außerdem führt übermäßiger Genuss schnell zu Sodbrennen, was gerade in der Schwangerschaft richtig lästig ist.

Übrigens: Auch in der Stillzeit solltest du mit Pfefferminztee vorsichtig sein – er reduziert nämlich die Milchmenge. Damit ist er wiederum ein guter Helfer, wenn du abstillen möchtest.

Ingwertee in der Schwangerschaft

Ingwertee kann ebenso wie Pfefferminztee helfen, Übelkeit zu lindern, da Ingwer dafür bekannt ist, den Magen zu beruhigen. In Maßen ist er sicher, wenn du schwanger bist oder stillst.

Rooibos-Tee in der Schwangerschaft

Rooibos-Tee ist der beste Tee für die Schwangerschaft. Rooibos ist koffeinfrei, enthält Kalzium, Magnesium und jede Menge Antioxidantien. Außerdem hat er positive Auswirkungen auf die Verdauung und kann Koliken und Reflux lindern. Anders als schwarzer Tee enthält Rooibos keine Gerbstoffe, die die Nährstoffaufnahme verringern. Er schmeckt hervorragend mit Milch und ein wenig Honig. Rooibos ist auch eine tolle Basis für koffeinfreien Chai oder Eistee.

Brennnesseltee in der Schwangerschaft

Brennnesselblättertee liefert einen hohen Anteil an wasserlöslichem Eisen, Magnesium und Kalzium. Halte dich an ein bis zwei Tassen pro Tag oder trinke sie in einer Mischung mit anderen Kräutern.

Löwenzahnblättertee in der Schwangerschaft

Löwenzahnblättertee hilft in der Spätschwangerschaft bei Wassereinlagerungen. Der Tee ist reich an Kalium und hat eine sanfte, aber effektive harntreibende Wirkung.
Füge Löwenzahnblatt zu einem anderen Tee wie Minze oder Kamille hinzu, da er einen leicht bitteren, grasigen Geschmack hat.

Kamillentee in der Schwangerschaft

Eine Tasse Kamillentee vor dem Schlafengehen kann dich entspannen. Außerdem hilft er bei Magen-Darm-Erkrankungen sowie bei Sodbrennen.

Salbeitee in der Schwangerschaft

Salbeitee hilft dir in der Schwangerschaft bei Verdauungsbeschwerden und lindert Erkältungen. Bitte auch hier nur in Maßen genießen: Zu viel Salbeitee kann zu Krämpfen und Schwindel führen.

Fenchel Tee in der Schwangerschaft

Fencheltee, manchmal auch Fenchelwasser genannt, wird in der Regel durch Aufgießen von Fenchelsamen in heißem Wasser hergestellt. Fencheltee hilft bei Schwangerschaftsbeschwerden wie Übelkeit, Verdauungsstörungen oder Sodbrennen.

4. Bei diesem Tee ist in der Schwangerschaft Vorsicht geboten

Schwarzer Tee

Schwarzer Tee enthält im Vergleich zu Kaffee etwa halb so viel Koffein pro Tasse, nämlich etwa 47 mg. Trinke nicht mehr als vier Tassen pro Tag und überprüfe, ob du bereits über dein tägliches Koffeinlimit gekommen bist. Die empfohlene Tagesdosis für Schwangere liegt bei 200 mg pro Tag.

Grüner Tee

Gebrühter grüner Tee enthält etwa 28 mg Koffein pro Tasse, deshalb solltest du während der Schwangerschaft und Stillzeit ebenfalls nicht zu viel davon trinken.

Tees mit Süßholzwurzel in der Schwangerschaft

Bekannt ist: Lakritz gilt es in der Schwangerschaft zu vermeiden. Lakritz stammt aus der Süßholzwurzel, die beliebter Bestandteil vieler Kräuterteemischungen ist. Der darin enthaltende Inhaltsstoff Glycyrrhizin erhöht leider das Risiko für eine Frühgeburt.

Keine Sorge, das heißt jetzt nicht, dass du auf Teemischungen, die Süßholzwurzel enthalten in der Schwangerschaft komplett verzichten musst. Trinke solchen Tee jedoch mit Bedacht: Zwei oder drei Tassen pro Tag sind auch hier völlig in Ordnung.

Himbeerblättertee

Manche Frauen trinken im letzten Schwangerschaftsdrittel gern Himbeertee, um sich auf die Geburt vorzubereiten. Himbeerblättertee wirkt Wehen anregend. Deshalb emfiehlt es sich, ihn nur in den letzten Schwangerschaftswochen zu trinken. Zudem unterstützen Himbeerblätter die Muttermilchproduktion. Das Kraut ist reich an Kalzium, Magnesium und Eisen.

Frauenmanteltee in der Schwangerschaft

Frauenmanteltee hat eine durchblutungsfördernde Wirkung auf die Gebärmutter und den Beckenboden als auch wehenfördernde Eigenschaften. Er enthält aber auch pflanzliches Progesteron, welches dabei hilft, die Schwangerschaft in den ersten Wochen aufrechtzuerhalten. Deshalb solltest du Frauenmantelteenur in den ersten 12 Wochen der Schwangerschaft sowie in den letzten Schwangerschaftswochen trinken – und dann auch höchstens ein bis zwei Tassen pro Tag.

Mehr Tipps zum Thema „Ernährung in der Schwangerschaft“ bekommst du hier.

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Ilona Utzig

Ich bin Rheinländerin, lebe aber seit vielen Jahren im Hamburger Exil. Mit meiner Tochter wage ich gerade spannende Expeditionen ins Teenager-Reich, immer mit ausreichend Humor im Gepäck. Wenn mein Geduldsfaden doch mal reißt, halte ich mich am liebsten in Küstennähe auf, je weiter nördlich, desto besser.

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