Abstillen mit Tee: So funktioniert es

Manche Mamas fiebern auf den Zeitpunkt hin, andere werden wehmütig und traurig: Das Abstillen ist ein großer Einschnitt für die Beziehung zwischen dir und deinem Baby. Aber früher oder später ist es soweit, und dann stellt sich oft die Frage: Was mache ich, damit meine Brust nicht weiterhin soviel Milch produziert? Eine gute Möglichkeit ist das Abstillen mit Tee. Wir sagen dir, welcher Tee zum Abstillen funktioniert, und wie du ihn ganz einfach selber machen kannst.

Wie Salbei-Tee dir beim Abstillen hilft

So gern ich meine Kinder gestillt habe: Irgendwann kam der Zeitpunkt, an dem es einfach nicht mehr ging. Wir haben die Stillmahlzeiten nach und nach reduziert, und irgendwann wollten sie selbst nicht mehr bei Mama trinken. Meine Brust hat natürlich fleißig weiter Milch produziert – bis meine Hebamme mir mit einem Tipp geholfen hat: Salbeitee.

Salbeitee hemmt die Ausschüttung von des Hormons Prolaktin und damit auch die Milchbildung, außerdem ziehen sich die Milchdrüsen in der Brust zusammen. Gleichzeitig hat er eine entzündungshemmende und antibakterielle Wirkung. Wenn du abstillen möchtest, solltest du allerdings mit einer kleinen Menge Tee starten, damit deine Milch nicht direkt komplett wegbleibt. Ein guter Richtwert sind zwei bis vier Tassen Salbeitee am Tag, die du am besten direkt nach dem Stillen trinkst.

Salbei-Tee zum Abstillen selber machen

Wenn du das Abstillen mit dem Tee unterstützen möchtest, bekommst du den fertigen Salbeitee im Beutel in jeder Drogerie oder im Supermarkt. Alternativ kannst du den Tee mit frischem Salbei oder getrockneten Salbeiblättern auch ganz einfach selber machen:

1. Abstillen mit Tee aus frischem Salbei

Frischen Salbei bekommst du inzwischen in fast jedem größeren Supermarkt, er liegt meistens in der Obst- und Gemüseabteilung bei Petersilie und Co. Am besten ist natürlich Bio-Salbei, da er keine Pestizide enthält. Für eine Tasse Salbeitee nimmst du drei bis fünf der Blätter und übergießt sie mit heißem, aber nicht mehr kochendem Wasser. Dann deckst du die Tasse zu und lässt das Ganze für etwa zehn Minuten ziehen.

2. Abstillen mit Tee aus getrockneten Salbeiblättern

Getrocknete Salbeiblätter kannst du in der Apotheke kaufen bzw. bestellen, im Internet* oder in einem speziellen Kräuterhaus. Am besten achtest du auch hier auf Bio-Qualität, damit keine Pestizide in den Blättern enthalten sind. Für eine Tasse Tee benötigst du fünf bis sieben der getrockneten Blätter oder alternativ einen Teelöffel voll. Die übergießt du ebenfalls mit heißem Wasser und lässt den Tee zehn bis 15 Minuten ziehen.

Mama stillt ihr Baby

Irrgendwann ist für stillende Mamas der Zeitpunkt zum Abstillen gekommen – Tee kann dir dabei helfen.
Foto: Bigstock

Abstillen: Welchen Tee du auch trinken kannst

Auch wenn Salbei am bekanntesten ist, wenn es um das Abstillen mit Tee geht, gibt es trotzdem einige andere Kräuter, die die Milchbildung reduzieren. Viele davon sind häufig auch in fertigen Abstilltees enthalten:

Pfefferminztee

Genau wie Salbeitee wird auch Pfefferminztee von vielen Hebammen zur Unterstützung beim Abstillen empfohlen. Er hat die gleiche Wirkung, schmeckt vielen Mamas allerdings deutlich besser. Auch Pfefferminztee sorgt dafür, dass dein Körper weniger Milch produziert, und wirkt gleichzeitig entzündungshemmend und antibakteriell.

Du bekommst Pfefferminztee fertig im Beutel, als getrocknete Blätter in Apotheke, Internet* oder Kräuterhaus oder frisch in vielen Supermärkten. Wenn du frische Petersilie verwendest, nimm sechs bis sieben Blätter, übergieße sie mit heißem Wasser und lasse den Tee abgedeckt fünf Minuten lang ziehen. Für eine Tasse Tee aus getrockneter Pfefferminze brauchst du fünf bis sieben Blätter oder alternativ einen Teelöffel voll. Die übergießt du ebenfalls mit heißem Wasser und lässt den Tee zehn Minuten ziehen.

Walnussblätter-Tee

Walnüsse sind nicht nur lecker und gesund, die Blätter des Walnussbaums sind auch gut als Tee zum Abstillen geeignet und deshalb in vielen fertigen Abstilltees enthalten. Ähnlich wie Salbei sorgen sie dafür, dass sich deine Milchdrüsen zusammenziehen, und deine Brust weniger Milch produziert.

Getrocknete Walnussblätter bekommst du ebenfalls in der Apotheke, Internet* oder einem Kräuterladen. Für eine Tasse Tee nimmst du einen bis zwei Teelöffel der Walnussblätter, übergießt sie mit kochendem Wasser und lässt den Tee zehn Minuten ziehen. Ein bis drei Tassen kannst du beim Abstillen täglich von diesem Tee trinken.

Hopfenzapfen-Tee

Genau wie die Walnussblätter sind auch Hopfenzapfen Bestandteil einiger Abstilltees. Aus gutem Grund, denn Hopfen enthält sogenannte Phytoöstrogene. Das sind Wirkstoffe, die dem weiblichen Östrogen ähnlich sind, und dadurch die Milchbildung unseres Körpers reduzieren. Gleichzeitig hat Hopfen eine beruhigende Wirkung. Auch nicht schlecht, wenn das Abstillen uns gerade genug Stress bereitet, oder?

Für einen Hopfenzapfentee gibst du einen Teelöffel Hopfenzapfen in eine Tasse, übergießt den Hopfen mit kochendem Wasser und lässt ihn fünf bis zehn Minuten ziehen. Wegen seiner beruhigenden Wirkung ist Hopfenzapfentee besonders für abends geeignet. Die Teeblätter bekommst du in der Apotheke, im Internet* oder einem Kräuterladen

Petersilientee

Klingt erst einmal gewöhnungsbedürftig, kann dir aber wirklich beim Abstillen helfen: Tee aus Petersilie. Die hemmt bei einigen Frauen nämlich ebenfalls die Milchbildung. Für einen Petersilientee schneidest du einfach frische Petersilie klein, übergießt einen oder zwei Teelöffel mit kochendem Wasser und lässt es etwa zehn Minuten ziehen. Zwei bis drei Tassen Petersilientee kannst du pro Tag trinken, mehr lieber nicht. Denn Petersilie kurbelt auch die Darm- und Blasentätigkeit an.

Mönchspfeffer-Tee

Wenn du vor deiner Schwangerschaft unter einer unregelmäßigen Periode oder starkem PMS gelitten hast, kennst du vielleicht Mönchspfeffer oder auch Agnus Castus. Er wird oft eingesetzt, um den Hormonspiegel wieder ins Gleichgewicht zu bringen, und er kann dir helfen, wenn du an einer Gelbkörperschwäche leidest.

Wenn du beim Abstillen Tee aus Mönchspfeffer trinkst, senkt er deinen Prolaktinspiegel und reduziert dadurch die Milchbildung. Die getrockneten Samen bekommst du in der Apotheke oder im Internet*, für eine Tasse benötigst du etwa ein bis zwei Teelöffel davon. Die übergießt du mit kochendem Wasser, rührst um und deckst die Tasse zu. Nach zehn bis 15 Minuten kannst du den Tee trinken, allerdings nicht mehr als drei Tassen pro Tag.

Abstillen mit fertig gemischtem Tee aus Teebeuteln

Die einfachste Variante ist und bleibt natürlich Abstilltee als fertige Mischung in Teebeuteln. Die bekommst du inzwischen in fast jeder Drogerie, im Supermarkt, Internet* oder auch in der Apotheke. In den meisten Abstilltees sind Salbei und Pfefferminze enthalten, je nach Hersteller kommen auch Walnussblätter, Hopfenzapfen oder andere Kräuter dazu. Über die Dosierung brauchst du dir bei dieser Variante auch keine Gedanken zu machen. Ein Beutel pro Tasse, kochendes Wasser drüber, ziehen lassen – fertig!

Abstilltee selbermachen – so einfach geht‘s

Wenn du dich beim Abstillen nicht auf fertigen Tee aus Teebeuteln verlassen möchtest, oder du den Geschmack der einzelnen Kräuter nicht magst, kannst du dir auch eine Teemischung selbst zusammenstellen. Dafür brauchst du:

  • 50 g Salbeiblätter
  • 30 g Hopfenzapfen
  • 20 g Walnussblätter

Die getrockneten Kräuter bekommst du alle in der Apotheke, im Internet oder einem Kräuterhaus. Für eine Tasse Tee übergießt du zwei Teelöffel der Mischung mit heißem Wasser und lässt das Ganze für zehn bis 15 Minuten zugedeckt stehen.

Wir hoffen, unsere Tipps haben dir geholfen – und wünschen dir viel Erfolg beim Abstillen mit Tee!

 

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Wiebke Tegtmeyer

Nordisch bei nature: Als echte Hamburger Deern ist und bleibt diese Stadt für mich die schönste der Welt. Hier lebe ich zusammen mit meinem Mann und unseren beiden Kindern. Ich liebe den Hafen, fotografiere gern, gehe gern zu Konzerten und zum Fußball. Bei Echte Mamas kann ich meine Leidenschaft für Social Media und Texte ausleben – und darüber freue ich mich sehr.

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