Schwangerschaftsübelkeit: Tipps und Hilfe!

Fast jede schwangere Frau kennt sie – das flaue Gefühl im Magen, das dich verlässlich an die Schwangerschaft erinnert. Nicht umsonst ist die Schwangerschaftsübelkeit eines der bekanntesten und häufigsten Symptome der frühen Schwangerschaft. Doch keine Bange! Die Übelkeit mag zwar unangenehm sein, ist aber im Normalfall nicht gefährlich und ein Zeichen für eine gesund verlaufende Schwangerschaft.

Wann tritt Schwangerschaftsübelkeit auf?

70 bis 80 % der schwangeren Frauen berichten, dass sie Schwangerschaftsübelkeit erleben. Bei 50 % kommt sie mit Erbrechen daher. Übrigens tritt die Übelkeit häufig nicht nur am Morgen auf – viele Frauen haben auch zu anderen Tageszeiten einen flauen Magen. Typischerweise tritt Schwangerschaftsübelkeit im ersten Trimester auf. Wann sie genau beginnt und wieder aufhört, lässt sich jedoch nicht genau sagen. Faktoren wie zum Beispiel frühere Schwangerschaften und ethnische Herkunft der Mutter können das Auftreten der Übelkeit stark beeinflussen.

Am häufigsten beginnt die Schwangerschaftsübelkeit in der 5. Schwangerschaftswoche, sie kann jedoch auch etwas früher oder später einsetzen. In den meisten Fällen nehmen die Symptome nach der 10. Woche wieder ab. Doch einige Frauen leiden auch länger an der Schwangerschaftsübelkeit, was normal sein kann und nicht gleich ein Grund zur Sorge ist.

Was verursacht Schwangerschaftsübelkeit?

Was die Übelkeit verursacht, ist noch nicht ganz geklärt. Eine Theorie besagt, dass schwangere Frauen empfindlicher auf Lebensmittel und Gerüche reagieren, um nicht versehentlich verdorbene Nahrung zu sich zu nehmen. Wissenschaftler vermuten auch, dass es an dem Hormon hCG liegt. Dieses steigt zu Beginn der Schwangerschaft an und nimmt ab der 10. Woche wieder ab, was typischerweise etwa dem Auftreten und dem Verlauf der Schwangerschaftsübelkeit entspricht. Ob es jedoch wirklich einen Zusammenhang gibt, konnte noch nicht bewiesen werden.

Ist Schwangerschaftsübelkeit gefährlich?

Übelkeit kann sehr unangenehm sein, ist aber ein ganz natürlicher Prozess und ein Zeichen für eine gesunde Schwangerschaft. Studien zufolge haben Frauen, die an der Schwangerschaftsübelkeit leiden, eine geringere Chance auf Fehlgeburt oder vorzeitige Wehen.

Im Normalfall ist die Übelkeit also nicht gefährlich und du musst dir keine Sorgen machen. Insofern du stets genug Flüssigkeit zu dir nimmst und dich richtig ernährst, haben Übelkeit und Erbrechen keinen Einfluss auf das Baby.

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Insbesondere bei regelmäßigem Erbrechen solltest du darauf achten, deinem Körper ausreichend Wasser und Salz zuzuführen. Mit den richtigen Tipps kannst du die Übelkeit und den Brechreiz mindern – das hilft dir im Alltag und hat auch keinen Einfluss auf das Kind.

Schnell zum Arzt solltest du bei einer schweren oder extremen Schwangerschaftsübelkeit. Diese erkennst du daran, dass du häufiger als 3-4-mal am Tag erbrichst, dein Erbrochenes wie Kaffeesatz aussieht oder blutig ist, du an Gewicht verlierst oder dehydriert bist. Diese Art der Schwangerschaftsübelkeit kommt jedoch nur selten vor.

Was, wenn ich nicht an Schwangerschaftsübelkeit leide?

Wenn bei dir keine Schwangerschaftsübelkeit eintritt, muss das kein Grund zur Sorge sein. 20 bis 30 % von Frauen erleben keine Übelkeit und bringen trotzdem gesunde Babys zur Welt. Auch kann es sein, dass die Übelkeit sich bei dir lediglich etwas verzögert, was ganz normal ist.

Einigen Studien zufolge könnte die Chance auf eine Fehlgeburt ansteigen, wenn die Schwangerschaftsübelkeit komplett ausbleibt. Doch auch das ist nicht ausreichend bewiesen. Solltest du Bedenken haben, sprich es am besten bei deinem Arzt an und lass dich ausführlich beraten.

Trotz Schwangerschaftsübelkeit durch den Tag: Diese Tipps helfen!

Ob gutes Zeichen oder nicht – die Übelkeit kann ganz schön das Leben belasten. Schließlich hat niemand gern einen flauen Magen. Mit folgenden Tipps kannst du die Schwangerschaftsübelkeit mindern, um deinen Alltag zu überstehen.

1. Ruhiger Start in den Tag

Lass dir beim Aufstehen etwas Zeit und springe nicht gleich nach dem Aufwachen aus dem Bett. So kann auch dein Magen mit dir wach werden. Stelle den Wecker lieber auf ein paar Minuten früher und bleibe noch etwas im Bett liegen. Bewege dich nicht zu abrupt und gehe den Morgen langsam an.

2. Kleiner morgendlicher Snack im Bett

Solltest du gleich nach dem Aufwachen ein flaues Gefühl im Magen verspüren, kannst du schon im Bett einen kleinen Snack zu dir nehmen. Gut eignen sich dafür Zwieback, Salzstangen, Brot oder Kekse, die du am Vorabend neben dein Bett stellst. Am besten trinkst du auch gleich ein Glas lauwarmes Wasser.

3. Viel trinken!

Täglich solltest du 2-3 Liter Flüssigkeit zu dir nehmen. Besonders, wenn du erbrichst, ist es wichtig, deinem Körper wieder Wasser zuzuführen. Gut eignet sich stilles, lauwarmes Wasser, doch auch Kräutertees können deinen Magen beruhigen. Empfehlenswert sind Kamille-, Melisse-, Fenchel-, Ingwer-, Anis- oder Pfefferminztee. Kohlensäure und Koffein wird dein Magen wahrscheinlich ablehnen.

4. Zu saure, fettige oder scharfe Speisen meiden

Schwangere Frauen haben eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Lebensmitteln. Bestimmte Speisen können ihnen den Magen verstimmen. Magenfreundliche und gut verdauliche Lebensmittel sollten daher deine erste Wahl sein. Dazu zählen mild gewürzte, fettarme, kohlenhydratreiche Lebensmittel. Warme Speisen mit viel Flüssigkeit wie Suppen oder Milchreis tun deinem Magen ebenfalls gut.

5. Regelmäßige kleine Mahlzeiten

Auch wenn du keinen Appetit verspürst, solltest du regelmäßig etwas essen. Vielen Frauen hilft es, statt großer Mahlzeiten alle 2-3 Stunden eine Kleinigkeit zu sich zu nehmen. Bleibe nach der Mahlzeit am besten ein paar Minuten sitzen, damit die Schwerkraft dir hilft, das Essen im Magen zu behalten und die Verdauung ungestört einsetzen kann.

6. Ingwer gegen Übelkeit und Brechreiz

Ingwer ist ein wirksames Mittel gegen Übelkeit. Die Ingwerwurzel kannst du einfach in dein Essen oder den Tee integrieren. Es gibt auch Ingwerbonbons zum Lutschen, kandierten Ingwer, sowie Ingwertabletten oder -tropfen aus der Apotheke. Doch Vorsicht: Ingwer solltest du nicht gegen Ende (letztes Trimester) deiner Schwangerschaft zu dir nehmen, da es Wehen fördern kann.

7. Bitterstoffe beruhigen den Magen

Bitterstoffe können deinen Magen schnell beruhigen und so gegen Übelkeit helfen. Die Stoffe sind zum Beispiel in Grapefruit, Rucola oder Artischocken zu finden. Auch an einer Zitrone riechen oder an einer (ungespritzten) Zitronenscheibe lutschen kann gegen flauen Magen helfen.

8. Starke Gerüche meiden

Bei vielen schwangeren Frauen wird die Übelkeit durch bestimmte Gerüche ausgelöst. Fastfood-Restaurants oder Küchen, in denen Fleisch oder Fisch gebraten wird, solltest du daher besser meiden. Auch Parfüm oder stark riechende Kosmetik sowie Raumdüfte können Übelkeit verursachen, also besser weg damit. Solltest du hingegen bestimmte Gerüche, wie zum Beispiel Lavendel, besonders beruhigend finden, kannst du sie natürlich gezielt einsetzen.

9. Viel frische Luft

Ein Spaziergang an der frischen Luft hilft nicht nur gegen einen flauen Magen, sondern verbessert das allgemeine Wohlbefinden, hilft gegen Kopfschmerzen, hebt die Laune und entspannt. Neben dem Spazierengehen solltest du auch die Räumlichkeiten, in denen du dich aufhältst, regelmäßig Stoßlüften. Wenn die Jahreszeit und das Wetter es hergeben, hilft es auch, mit offenem Fenster zu schlafen.

10. Ruhe und Entspannung

Der letzte Tipp ist vielleicht der wichtigste – Stress meiden! Stress wirkt sich auf unseren Körper, unsere Seele und nicht zuletzt auch das Kind aus. Wenn du müde bist, mach eine kleine Pause und leg dich für ein paar Minuten hin. Yoga, Akupressur oder Meditation können ebenfalls helfen, mit Stress aktiv umzugehen. Schwimmen in der Schwangerschaft wirkt auch entspannend. Schau doch gleich mal, ob es in deiner Stadt spezielle Kurse für Schwangere gibt!

Keine Schwangerschaft ist wie die andere, denn alle Frauen sind verschieden und unsere Körper auch! Natürlich kannst du auch jederzeit Rat bei deinem Arzt einholen, besonders, wenn die Übelkeit extrem wird, dir erheblich den Alltag erschwert oder ungewöhnlich erscheint.

Die Schwangerschaftsübelkeit kann ganz schön unberechenbar sein. Beobachte dich also genau und finde heraus, zu welchen Zeiten oder in welchen Situationen du Übelkeit verspürst. So kannst du gezielter gegensteuern und dir und deinem Körper helfen. Tee gekocht, Snacks vorbereitet, Ingwer dabei – Halte durch!

Wenn du dich mit anderen Mütter über Tipps gegen Schwangerschaftsübelkeit austauschen möchtest, dann komm doch in unsere Facebook-Gruppe: „Wir sind Echte Mamas“.  Mehr als 95.000 Frauen helfen sich in der Gruppe gegenseitig.

Wiebke Tegtmeyer

Nordisch bei nature: Als echte Hamburger Deern ist und bleibt diese Stadt für mich die schönste der Welt. Hier lebe ich zusammen mit meinem Mann und unseren beiden Kindern. Ich liebe den Hafen, fotografiere gern, gehe gern zu Konzerten und zum Fußball. Bei Echte Mamas kann ich meine Leidenschaft für Social Media und Texte ausleben – und darüber freue ich mich sehr.

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Kommentare

  1. […] Die Schwangerschaftsübelkeit ist wohl das bekannteste frühe Anzeichen einer Schwangerschaft. In Filmen weiß der Zuschauer deshalb sofort: Eine Frau, die in den Mülleimer kotzt, ist schwanger! Auch dieser fiese Brechreiz, der vor allem morgens auftritt, hängt mit den hormonellen Umstellungen im Körper zusammen. Ein Trost: Bei vielen hört die Morgenübelkeit nach der 12. Woche schlagartig auf. […]

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