Shopping mit festem Termin? Was das soll – und wie das geht

Aus Kundensicht ist die wochenlange Schließung in einigen Fällen (meinem zum Beispiel) eher ein so genanntes „Luxusproblem“: Es ist einfach zu schön, mal durch die Läden zu schlendern, oder? Natürlich ist es aber auch einfach richtig doof: Denn einige Dinge benötigt man dringend! Und jaaaa, irgendwie gibt es fast alles irgendwo im Internet zu bestellen – aber z. B. Schuhe, vor allem für Kinder, probiert man ja irgendwie doch besser an…. Und so gibt es einige Dinge, die man lieber und besser persönlich im Geschäft besorgt.

Wirklich dramatisch sind die wochenlangen Schließungen aber für den Einzelhandel selbst.

Auch „die Politik“ weiß, dass hier etwas passieren muss. Aber: Aller Aussicht nach werden auch heute abend beim Corona-Gipfel nicht die Öffnung des Einzelhandels beschlossen.

Stattdessen kommt im vorliegenden Beschlusspapier eine Idee auf, die es bei uns bisher noch nicht so gab: „Click & Meet“. In einigen Bundesländern gibt es das schon, in anderen könnte es in den nächsten Wochen kommen.

Das Konzept steht für „Einkaufen mit Termin“. Per App, online oder telefonisch wird ein Zeitfenster gebucht, in dem Kunden dann in der Filiale einkaufen können. Wie groß dieses Fenster ist, entscheidet der Laden selbst. Je kleiner das Geschäft, desto geringer ist in der Regel auch das Zeitfenster. Es wird auf Express-Einkäufe hinauslaufen, die zwischen 15 und 60 Minuten dauern.

Wie BUNTE berichtet, gibt es dieses Konzept bereits in Rheinland-Pfalz. Wie das Magazin berichtet, gehen die Meinungen darüber weit auseinander. Die einen finden es gut, die anderen weniger hilfreich.

Klar ist natürlich: Ein gemütliches Shoppingbummel-Feeling kommt hier nicht auf.

Und viele Kunden sind von dem Angebot anscheinend noch ein wenig überfordert. „Wenn Kunden einen Termin von 11 Uhr bis 12 Uhr haben, dann kommen viele erst um 11.45 Uhr und wundern sich, warum sie dann nur 15 Minuten Zeit zum Einkaufen haben“, sagt Buchladen-Inhaber Bernd H. gegenüber BUNTE. Viele würden nicht verstehen, dass es bei den Angaben um feste Uhrzeiten – und nicht um einen Richtwert, handelt.

Worauf sollte man also achten, wenn „Click&Meet“ eingeführt wird?

Klar ist natürlich: Das Konzept ist auch nicht für ausgedehnte Shoppingtouren gedacht. Vielmehr sollen Händler wieder Umsätze machen können und ihre vollen Lagerräume leerbekommen.

Daher ist es sicher eine gute Idee, wenn man sich vor dem Termin eine Einkaufsliste macht, wenn man mehrere Teile benötigt. Was braucht man wirklich, wie soll es am besten aussehen? Für wen soll es sein? etc. pp. Das kann eine Menge Stress vermeiden.

Wie findet ihr denn dieses Konzept? Klar, wir alle werden erleichtert sein, wenn die Läden wieder „ganz normal“ geöffnet haben – aber ist dies eine gute Idee als Übergang? Würdet ihr „Click& Meet“ machen? Und was denken die EinzelhändlerInnen darüber?

Laura Dieckmann

Als waschechte Hamburgerin lebe ich mit meiner Familie in der schönsten Stadt der Welt – Umzug ausgeschlossen! Bevor das Schicksal mich zu Echte Mamas gebracht hat, habe ich in verschiedenen Zeitschriften-Verlagen gearbeitet. Seit 2015 bin ich Mama einer wundervollen Tochter.

Alle Artikel

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
0 Comments
Inline Feedbacks
Alle Kommentare ansehen
0
Tausch dich dazu mit anderen Mamas aus!x
()
x