Dürfen Kinder noch ins Restaurant? Streit um 2G-Regeln in Berlin

Nach Hamburg traf am Dienstag auch Berlin die Entscheidung, ein 2G-Modell einzuführen. Demnach können Gastronomen, Clubbetreiber und Eventveranstalter allen Menschen, die nicht geimpft oder genesen sind, den Einlass verweigern. Allerdings wollte die Hauptstadt noch weitergehen als Hamburg: Denn in Berlin sollte diese Regel auf für Kinder unter 12 Jahren gelten.

Der öffentliche Aufschrei ließ nicht lange auf sich warten, denn für Kinder unter 12 Jahren gibt es bisher noch keine Impfempfehlung von der Stiko. Der Restaurantbesuch wäre für viele Familien nicht mehr möglich gewesen. Kein Wunder also, dass es heftige Kritik an dieser Entscheidung gab, wie verschiedene Medien berichten.

Maßnahmen „weltfremd” und „kritisch”

Die Berliner Zeitung spricht sogar von „massiven Protesten” gegen diesen gesellschaftlichen Ausschluss von Kindern. Und auch von der Bundesregierung gab es Kritik: „Kindern den Zugang zu verwehren, sehe ich kritisch“, sagte Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) der BILD. Die Regelungen in der Corona-Pandemie seien Ländersache, aber der Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz eindeutig gegen den Ausschluss von Kindern.

Auch Virologen, wie der bekannte Experte Hendrik Streeck vom Uni-Klinikum Bonn, bezeichneten die Maßnahme als „weltfremd”.

Ein indirekter Impfdruck auf Eltern und Kinder sei nicht ratsam.
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Berliner Senat knickt ein

Der geballten Wucht an Gegenstimmen gab der Berliner Senat nun nach und einigte sich doch auf Ausnahmen für Kinder. In einer Mitteilung der Gesundheitsverwaltung heißt es, dass das Modell dahingehend geändert wird, „dass eine Ausnahme für Kinder unter zwölf Jahren eingeführt wird. Diese dürfen dann grundsätzlich auch an 2G-Veranstaltungen teilnehmen und 2G-Einrichtungen betreten und nutzen.“

Allerdings bleibt eine Voraussetzung für Kinder bestehen: Die Kinder müssen ein negatives Testergebnis vorweisen. Allerdings: Die allgemeinen Ausnahmen von der Testpflicht für Kinder unter sechs Jahren und Schüler, die im Rahmen des Schulbesuchs regelmäßig getestet werden, würden auch in diesem Fall gelten, so die Gesundheitsverwaltung weiter.

Was haltet ihr von den neuen 2G-Modellen, die immer mehr Länder einführen? Lasst uns gerne einen Kommentar dazu da!

Lena Krause

Ich lebe mit meinem kleinen Hund Lasse in Hamburg und bin dort immer gerne im Grünen unterwegs.

Auch wenn ich selbst noch keine Mama bin, gehören Babys und Kinder zu meinem Leben dazu. Meine Freundinnen machen mir nämlich fleißig vor, wie das mit dem Mamasein funktioniert und ich komme als „Tante Lena“ zum Einsatz.

Seit ich denken kann, liebe ich es, zu schreiben – und bei Echte Mamas darf ich mich dabei auch noch mit dem schönsten Thema der Welt auseinandersetzen. Das passt einfach!

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