Zu viele Frauen sind im Alter arm – so leicht lässt sich vorsorgen:

Lass uns über Altersvorsorge sprechen. Stopp. Lies weiter, es lohnt sich. Ich verspreche dir, ich kann deine Gedanken lesen. Du glaubst mir nicht? Denkst du vielleicht…

„Damit beschäftige ich mich demnächst, aber jetzt gerade passt es noch nicht?“

„Mein (Teilzeit-)Gehalt reicht doch eh nicht, um zu sparen?“

„Meine Familie geht vor?“

Oder vielleicht, dass du erst einmal noch dein Leben genießen möchtest?

Vielleicht denkst du aber auch, dass das, was du vom Staat bekommst, ja vielleicht reichen könnte?

All diese Gedanken hatte ich auch, bis ich vor einiger Zeit meine Zukunft selbst in die Hand nehmen wollte.

Lasst uns über Geld sprechen

Wir sind das starke Geschlecht, das steht für mich fest. Wir sind eigenständig und gut ausgebildet. Wir schaukeln – scheinbar! – mühelos Familie, Homeschooling und Job. Wahre Multitalente also. Und unabhängig sind wir sowieso. Wie ist es also möglich, dass sich 31 Prozent (!) aller Frauen noch nicht mit dem Thema Altersvorsorge beschäftigt haben?

Viel zu oft höre ich den Spruch “Über Geld spricht man nicht” und möchte deutlich widersprechen. Ich finde, wir müssen endlich mehr über Geld sprechen, damit sich etwas ändert.

Wir stolpern über systemische Steine

Ich bin alleinerziehende Mutter und bin durch diese Steine ausgeknockt. Denn Altersvorsorge ist immer noch auf den Mann und eine dauerhafte Arbeitsleistung von 40 Stunden pro Woche ausgelegt. Den Mann, auf den ich mich hierbei verlassen könnte, gibt es in meinem Leben nicht. Und selbst gäbe es Mister Right, ich möchte auf eigenen Beinen stehen.

Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass wir Frauen wesentlich weniger Rente bekommen. Während Frauen 2018 mit 711 Euro pro Monat durchschnittlich 38% weniger Rente bekamen, waren es 2019 immerhin 768 Euro Rente monatlich und somit „nur noch“ 35% weniger. Der Trend geht in die richtige Richtung, aber wirklich Mut machen diese Zahlen immer noch nicht.

Doch damit nicht genug, Frauen bekommen – Gender Pay Gap sei Dank – 2021 durchschnittlich 19% weniger Gehalt als ein Mann. Mit 47% wechselt fast die Hälfte aller Frauen bei Geburt eines Kindes in Teilzeit, was das Sparen fast unmöglich macht. Von schwindenden Karrierechancen brauche ich gar nicht erst anzufangen.

Vermutlich erschrecken dich diese Zahlen genau so wie mich. Und dass das, was wir vom Staat später einmal bekommen werden reicht, glaube ich spätestens jetzt nicht mehr. Höchste Zeit also, etwas gegen die drohende Altersarmut zu unternehmen.

Es ist wichtig, an sich selbst zu denken – und an die eigene Altersvorsorge!

Es ist wichtig, an sich selbst zu denken – und an die eigene Altersvorsorge! Foto: Bigstock

Altersarmut muss nicht sein

Eines vorab: Wir haben so viel mehr Möglichkeiten der Altersvorsorge, als wir glauben. Doch eben auch die Qual der Wahl. Pauschal lässt sich nicht sagen, welche Altersvorsorge die Beste ist. Denn am besten ist die, die zu dir und deiner Situation passt:

Mit der fondsgebundenen Privatrente hast du in den aktuellen „Null-Zins-Zeiten“ hohe Renditechancen. Deine Beiträge fließen in den Kapitalmarkt, denn es werden Fondsanteile davon gekauft. Dadurch hast du Flexibilität und eine höhere Chance auf Renditen, aber auch keine Garantie. Auf Letzteres solltest du in diesem Fall auch verzichten, da sonst nicht mehr so viel von der Rendite übrig bleibt. Auch wenn für uns Laien das Auf und Ab an der Börse unsicher wirkt, so zeigt der Trend langfristig (meist) nach oben. Wenn dir Sicherheit für deine Altersvorsorge wichtig ist, kannst du auch eine Garantie einbauen. Diese Privatrente bringt dir Steuervorteile bis zum Rentenbeginn und eine sichere, lebenslange Altersrente.

Außerdem sind Kapitalanlagen, also fondsgebundene Rentenversicherungen, für deine Altersvorsorge definitiv eine Überlegung wert. Die Anlage von Einmalbeiträgen werden hier für die Altersvorsorge genutzt. Die Provinzial bietet für Kapitalanlagen oder zum laufenden Sparen beispielsweise die Fonds- und GarantRente Vario an.

Hinter der FondsRente Vario steckt eine Kombination aus Rentenversicherung und Investmentsparplan. Das heißt, du bist direkt an der Wertentwicklung deiner gewählten Fonds beteiligt. Du hast hohe Renditechancen, bist sehr flexibel und eine Garantie ist für dich nicht wichtig.

Mit der GarantRente Vario gehst du zu Anfang ein höheres Risiko ein, dafür wirst du aber im besten Fall mit hohen Gewinnen belohnt, die dir dann sicher sind. Je näher du an das Rentenalter kommst, desto niedriger wird das Risiko – und somit auch die “neuen” Gewinne. Hier kombinierst du also Garantie mit hohen Renditechancen.

Du hast vielleicht schon mal von der Riester Rente gehört. Der Staat unterstützt dich hier mit jährlichen Zulagen und Steuervorteilen, außerdem ist diese Form der Altersvorsorge HartzIV-sicher und insolvenzgeschützt. Mit diesen Goodies sollen wir Bürger*innen animiert werden, privat vorzusorgen. Aus der Riester Rente bekommst du eine lebenslange garantierte Rente. Und zum Rentenbeginn sind dir mindestens die eingezahlten Beträge und die erhaltenen Zulagen garantiert. Die Riester Rente ist das am besten geförderte Produkt zur privaten Altersvorsorge. Für jedes Kind gibt es pro Jahr eine Kinderzulage von bis zu 300 EUR (bis zu 185 EUR, wenn vor 2008 geboren). Deshalb ist riestern für uns Mamas und Familien besonders interessant. Wenn du eine Steuererklärung machst, prüft das Finanzamt automatisch, ob du auch noch eine Steuererstattung bekommst.

Dann gibt es noch die Rürup Rente, auch als BasisRente bekannt. Diese ist sogar steuerlich absetzbar und für Selbstständige und Freiberufler*innen besonders attraktiv. Denn in der Regel sind Selbständige nicht in der gesetzlichen Rentenversicherung versichert und können somit die geförderte BasisRente für ihre Altersvorsorge nutzen. Es können aktuell 92% der Beiträge von der Steuer abgesetzt werden. Ziel der Rürup Rente ist die lebenslange, monatliche finanzielle Versorgung im Rentenalter – deshalb kann man sich auch kein Kapital auszahlen lassen oder den Vertrag vorher kündigen.

Für Arbeitnehmer*innen bietet sich die Betriebliche Altersvorsorge an. Denn dort zahlt der Arbeitgeber in der Regel aus deinem Bruttogehalt in einen Vorsorgevertrag ein. So kannst du Steuern und Sozialabgaben sparen. Zusätzlich gut für dich: Viele Arbeitgeber geben selber noch etwas dazu.

Die klassische Private Rente bietet dir ab dem vertraglich vereinbarten Zeitpunkt eine garantierte lebenslange Rente oder einen garantierten Kapitalbetrag. Zusätzlich bekommst du noch Überschüsse. Allerdings ist der Garantiezins mittlerweile so gering (ab nächstem Jahr 0,25 %), dass diese Altersvorsorge dir immer weniger Renditechancen bieten kann. Mit derfondsgebundenen Privatrente hast du deutlich mehr Renditechancen, mehr Flexibilität und wenn du möchtest, kannst du auch eine Garantie wählen.

Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber ich fühle mich bei der Vielzahl der Möglichkeiten überfordert. Lass dich am besten von einem Finanz- oder Vorsorge-Experten beraten.

Zum Beispiel von der Provinzial. Sie haben sich mit ihrem Angebot auf Frauen spezialisiert und sind Profis, wenn es darum geht, Wege aus der drohenden Altersarmut aufzuzeigen. Ihr Angebot ist maßgeschneidert, die Beratung auf Augenhöhe. Das heißt, du kannst alles detailliert nachfragen, dir erklären lassen und vergleichen, und so die beste Entscheidung für deine Zukunft treffen.

Provinzial-Beratungszentren findest du in Schleswig Holstein, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Westfalen.

Ich bin mittlerweile überzeugt und werde nun meine eigene Chefin, als zukünftige Riester-Rentnerin.

Und du kannst das auch, denn egal ob du 21, 31 oder 51 bist, der optimale Zeitpunkt, dich mit deiner Zukunft zu beschäftigen, ist genau jetzt.

Judith Sylla

Ich habe zwei Kinder (2015 und 2019 geboren). Als Mama habe ich eines früh gelernt: Vorsätze sind da, um sie wieder über Bord zu werfen. Intuitiv handeln, statt nach Prinzipien, macht so ziemlich alles und alle entspannter.

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