Ärzte und Pfleger bitten um Vernunft: „Ich kann nicht mehr!“

Es ist voll in Deutschlands Parks und Cafés. Die Menschen genießen das Wetter… Dabei wäre es doch so wichtig, dass wir alle zu Hause bleiben! Es gilt aktuell, das Corona-Virus an einer rasanten Ausbreitung zu hindern – damit diejenigen, für die das Virus zur echten Gefahr wird, geschützt werden. Hauptziel ist es aktuell, zu verhindern, dass Menschen, die eine intensive medizinische Unterstützung brauchen, keinen Platz mehr im Krankenhaus finden. Weil zu viele von ihnen auf einmal schwer krank werden.

Das scheint aber eine Menge Leute nicht zu interessieren. Sie genießen ihr Leben und ihre Freizeit.

Davon können Ärzte und Pfleger derzeit nur träumen. Sie arbeiten Tag und Nacht, um unser Gesundheitssystem am Laufen zu halten und Menschen, die es brauchen, zu helfen.

Und aus diesem Grund melden sich viele von ihnen jetzt zu Wort. Berichten von ihrem erschöpfenden Alltag in der Corona-Krise und appellieren an die Vernunft ihrer Mitmenschen.

„Heute hatte ich den schlimmsten Dienst in meinem Leben.  In einem Kleinstadtkrankenhaus.  Ich kann nicht mehr.“ Das schreibt „Dr. Ela“ auf Instagram. Die Hamburger Ärztin wurde von panischen Menschen angeschrien, weil sie diese nicht auf Covid-19 testen wollte, und von Patienten, die nicht verstehen, warum sie Schutzkleidung trägt – wenn sie selbst doch hoffentlich gesund ist! „Ich trage eine Schutzausrüstung, damit ich mich auch noch in zwei, vier, sechs und acht Wochen um kranke Menschen kümmern kann und nicht selbst in Quarantäne bin!“ Ihr Appell : „Bleibt cool und gebt Acht auf alte und kranke Mitmenschen. Bleibt Ihnen zur Liebe zu Hause.“

 

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Heute hatte ich den schlimmsten Dienst in meinem Leben • in einem Kleinstadtkrankenhaus • ich kann nicht mehr • ich bin echt fix und fertig • nach nur einem KV-Dienst in der Notaufnahme • 14 Stunden panische Menschen • Menschen, die mich anschreien, weil ich sie nicht auf Covid teste • Menschen, die mich fragen warum ich nicht meine Schutzausrüstung ablege, wenn ich keine Angst vor Covid hätte • Menschen, die panische Angst haben um ihre Gesundheit • junge Menschen •••• Wir schließen Grenzen, öffentliche Einrichtungen und Schulen nicht, weil Covid eine tödliche Seuche ist, sondern weil wir die Rasanz der Ausbreitung bremsen wollen. Wir wollen vermeiden viele krankenhauspflichtige Patienten gleichzeitig zu haben um die wir uns nicht gleichzeitig kümmern können. Ich trage eine Schutzausrüstung damit ich mich auch noch in 2,4,6 und 8 Wochen um kranke Menschen kümmern kann und nicht selbst in Quarantäne bin. Wir können nicht alle Menschen mit Erkältungssymptomen auf einmal testen. Dafür ist unser Gesundheitssystem nicht ausgelegt und selbst wenn man heute noch negativ ist, kann man morgen schon positiv sein + weniger als 20 % junger gesunder Erwachsener haben Symptome. Kinder sind fast immer asymptomatisch •••• bitte lasst uns gemeinsam die schnelle Ausbreitung von Covid verhindern • bleibt cool und gebt Acht auf alte und kranke Mitmenschen • bleibt Ihnen zur Liebe zu Hause • helft mit und teilt meinen Beitrag • für Fragen stehe ich selbstverständlich zur Verfügung #fightagainstcorona #fightagainstcovid #covid_19 #covid #coronavirus #notaufnahmelive #panik #aufklärung #robertkochinstitut #coronafacts #helftmit #stayhome #staycool #staysave #weare #antivirus #ärzte #doctorsdiary #doktorela #atwork #womeninmedicine @womeninmedicine

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Warum wir zu Hause blieben sollten, erklärt auch Martin Spengel auf seinem Facebook-Profil.

„Das Virus ist für normal immunkompetente Menschen harmlos wie eine Erkältung.“, schreibt der Arzt. Aber: „Die wenigen Menschen, die es voll erwischt, weil sie alt, krank oder immungeschwächt sind, brauchen gegebenenfalls intensivmedizinische Betreuung. Diese ist stark limitiert und eine Überflutung der Kliniken mit zu vielen schwer kranken Patienten auf einmal würde für viele dieser Risikopatienten den Tod bedeuten.“

Und auch Krankenpfleger Ricardo Lange bittet: „Jeder kann mithelfen, diese Pandemie zu verlangsamen. Aufhalten werden wir sie nicht. Aber verlangsamen ist schon viel wert, so können die Krankenhäuser sich um die Erkrankten kümmern, ohne überrannt zu werden.“

Um die Welt gehen berührende Posts wie dieser:

Bitte, lasst uns alles tun, um die wahren Helden unser Zeit, das medizinische Personal, zu entlasten. Tun wir es für sie, für unsere Lieben, für unsere Mitmenschen – meiden wir soziale Kontakte, so oft es geht!

 

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Laura Dieckmann

Als waschechte Hamburgerin lebe ich mit meinem Freund und unserer fünfjährigen Tochter in der schönsten Stadt der Welt – Umzug ausgeschlossen! Bevor das Schicksal mich zu Echte Mamas gebracht hat, habe ich in verschiedenen Zeitschriften-Verlagen gearbeitet. Ich mag leckeres Essen, laute Rockmusik und ab und zu sogar ein bisschen Sport.

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