Spezielle Wäschepflege für Kinder: Unbedingt oder völlig unnötig?

Hilfe, was ist denn das für ein Ausschlag? Als mein Sohn morgens mit unerklärlichen Rötungen auf den Wangen aufwachte, dachte ich erst an eine Lebensmittelallergie, obwohl er doch seit Stunden nichts gegessen hatte und der gestrige Brei doch der selbstgekochte Lieblings-Möhrenbrei war. Dann kam der zweite Gedanke: Könnte es an der Bettwäsche meiner Schwiegermutter liegen, bei der wir übernachtet hatten? Natürlich wusch sie ihre Wäsche nicht mit babyhautfreundlichem sensitiven Waschmittel. Warum auch – ohne Kinder im Haushalt. Als ich sie darauf ansprach, erntete ich direkt ein: „Spezielle Waschmittel für Kinderhaut hatten wir damals auch nicht. Das ist völlig unnötig!“

Werde ich etwa zur überfürsorglichen Helikoptermama? Höchste Zeit, eine Expertin zur richtigen Wäschepflege bei Kleinkindern zu befragen.Babyhaut ist empfindlicher gegenüber äußeren Reizen, weil ihre Schutzbarriere noch nicht vollständig ausgebildet ist, sie muss noch reifen. Deshalb ist es wichtig, Babykleidung richtig zu waschen und zu pflegen da, diese in direktem Kontakt zur sensiblen Babyhaut steht“, sagt Dr. Katharina Marquardt, Wäsche-Expertin bei Lenor und Leiterin der Wissenschaftskommunikation bei Procter & Gamble. Ha!

Übrigens: Bedenklichen Inhaltsstoffen wie Stabilisatoren, Palmöl oder pflanzlichen Alkohol gehe ich mittlerweile aus dem Weg. Das gesundheitsschädliche Formaldehyd darf höchstens in einer Konzentration von 0,2 Prozent enthalten sein. Auch Konservierungsstoffe wie Isothiazolinone, insbesondere Methylisothiazolinon sollen Allergien auslösen können.

Katharina hat mir übrigens auch bei Euren Community-Fragen rund um die Wäschepflege bei Kleinkindern Rede und Antwort gestanden…

Was ist mit Duftstoffen?

Katharina empfiehlt: „Für die Pflege von Baby- und Kinderkleidung sind Waschmittel mit besonders mildem Duft geeignet. Unser Lenor Sensitiv Waschmittel zum Beispiel wurde speziell für sensible Haut von Babys und Kleinkindern entwickelt. Es wurde dermatologisch getestet und von der gemeinnützigen Europäischen Stiftung für Allergieforschung (ECARF) zertifiziert.“ So wie auch der hypoallergene Lenor Sensitiv Weichspüler, der sich wie ein Schutzfilm um die Textilfasern legt. „So wird Wäsche super weich und anschmiegsam. Und das sorgt auch dafür, dass Kleidung weniger Reibung auf der Haut deines Babys verursacht,“ so die Expertin.

Die Lenor Sensitiv-Reihe wurde speziell für Kinderkleidung entwickelt.

Die Lenor Sensitiv Kollektion wurde speziell entwickelt für Kinderkleidung & sensible Haut.

Wenn wir schon mal eine Expertin da haben, stellen wir ihr auch gleich einige Fragen aus der Echte Mamas-Community:

Wie oft sollte neue Kleidung gewaschen werden?

Einmal sollten die Sachen vor dem ersten Tragen mindestens in der Maschine ihre Runden gedreht haben. Um die Minis vor eventuellen Hautreizungen zu schützen, rät die Fachfrau: „Viele Textilien enthalten Zusätze oder werden vor der Auslieferung imprägniert. Deshalb neue Babykleidung immer waschen, bevor sie getragen wird. Immer! Das Waschen vor dem ersten Tragen ist der beste Schutz gegen eventuelle Hautreizungen. Gleiches gilt auch für neue Kleidung der Eltern, weshalb man Babykleidung nicht zusammen mit neugekaufter Kleidung anderer Familienmitglieder waschen sollte. Beim Neukauf übrigens immer auf den Öko-Tex Standard 100 achten. Das Siegel wird für schadstoffgeprüfte Textilien vergeben.“

Und was ist mit Babyklamotten vom Flohmarkt?

Praktisch: Gebrauchtes schont den Geldbeutel. Die Schadstoffe, die beim Färben oder Imprägnieren neuer Kleidung noch am Stoff haften können, sind hier bereits vom Vorbesitzer gekillt worden. Trotzdem sagt die Expertin: „Auch Babykleidung aus dem Freundeskreis oder Gebrauchtes vom Flohmarkt könnt ihr ganz normal waschen. Aber packt sie auf jeden Fall vor dem ersten Tragen nochmal in die Waschmaschine.“

Was auch noch die Energiekosten schont und die süße Garderobe eurer Mäuse: Babykleidung bei 30 Grad zu waschen, reicht laut Katharina Marquardt mit Lenor Sensitiv völlig aus. Bitte nur heißer waschen, wenn die Kleinen krank waren (vor allem die Bettwäsche und Spucktücher). Es spricht auch nichts dagegen, Babykleidung mit der Alltagswäsche der Eltern zu waschen.

Was tun bei hartnäckigen Flecken wie Sonnencreme, Karotte & Co.?

Die dreckige Kleidung vor dem Waschen immer 1-2 Stunden einweichen und den Fleck vorher mit Flüssigwaschmittel einreiben oder mit Gallseife. Bei Sonnencreme-Flecken (die übrigens fetthaltig sind) mit fettlösendem Spülmittel einreiben und dann erst in die Waschmaschine werfen. Wie andere hartnäckige Verfärbungen wie Spinat oder Karotte verschwinden, erfahrt ihr im Q&A-Video mit noch mehr Fragen aus der Community an die Lenor-Expertin.

Was mache ich mit müffelnden Kuscheltieren?

Sie landen im Dreck, auf der Straße und im Mund von anderen Kindern – oder sogar Haustieren. Daher sollten die felligen Freunde der Kleinen regelmäßig in der Waschmaschine landen. Wenn es noch ein Etikett gibt, sollte man unbedingt die Waschhinweise beachten. Ich habe dem Hund meines Kleinen quasi das Genick gebrochen, da sich nach dem (falschen) Waschgang die Wolle aus dem Hals in den Bauch verabschiedete und er seitdem den Kopf hängen lässt. Ups! Also, falls kein Waschzettel mehr da sein sollte, gilt: Stofftiere aus Frottee und Mikrofaser können bedenkenlos in die Waschmaschine – bei niedrigen Temperaturen und niedrigen Schleuderzahlen.Bei allen anderen Materialien – oder wenn ihr unsicher seid – den Plüschfreund mit Flüssigwaschmittel shampoonieren und ihn anschließend mit der Hand auswaschen.

Tipp: Ist der Teddy nicht schmutzig, sondern riecht nur etwas nach seinen Aufenthalten im Matsch oder auf dem Mittagsteller, eliminiert eine Nacht im Gefrierfach sämtliche Bakterien, die der Auslöser für die Gerüche sind.

Judith Sylla

Ich habe zwei Kinder (2015 und 2019 geboren). Als Mama habe ich eines früh gelernt: Vorsätze sind da, um sie wieder über Bord zu werfen. Intuitiv handeln, statt nach Prinzipien, macht so ziemlich alles und alle entspannter.

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