Wie finde ich die passende Windelgröße für mein Kind?

Windeln begleiten uns und unser Kind durch die ersten gemeinsamen Jahre.

Damit unser Schatz unbeschwert die Welt erobern kann und unsere Wäscheberge nicht noch mehr in Richtung Zimmerdecke wachsen, ist es wichtig, dass die Hightech-Wunder aus Watte und Zellstoff seinem kleinen Popo auch richtig gut passen. Denn während Stoffwindelnoftmals Einheitsgrößen haben oder zumindest über eine längere Zeit gut sitzen, müssen Einmalwindeln schneller mitwachsen.

Hier beantworten wir die wichtigsten Fragen zum Thema Windelgröße:

Welche Windelgröße sollte ich wählen?

Eine erste Richtline: Die Windelhersteller unterteilen ihre Größen grundsätzlich nach dem Körpergewicht des Kindes. Wichtig dabei: Die genauen Empfehlungen und natürlich auch die Schnitte unterscheiden sich von Marke zu Marke. Wenn du also ein neues Produkt testen möchtest, greife lieber nicht automatisch zur aktuellen Windelgröße deines Kindes. Um auf Nummer sicher zu gehen, schaue immer auf die jeweilige Kiloangabe des Herstellers.

Und darauf kann ich mich verlassen?

Nun ja… ehrlich gesagt nein. Zumindest nicht blind. Denn welche Windel deinem Kind perfekt passt, ist von vielen Faktoren abhängig. Es kann ohne Weiteres sein, dass dein Kind eine kleinere oder größere Windel braucht, als es die Gewichtstabelle besagt. Die Passform hängt natürlich auch vom Körperbau deines Schatzes ab. Ist er zum Beispiel bei sieben Kilo Körpergewicht sehr schmal, kann es sein, dass ihm eine Windel passt, die für vier bis sechs Kilo empfohlen wird. Andersherum, bei etwas stämmigeren Kindern, kann es natürlich auch sein.

Ich bin mir so unsicher: Soll ich zur nächsten Größe wechseln oder nicht?

Ich denke – etwas peinlich berührt – an den Tag zurück, an dem mich die Krippenerzieherin mit den Worten empfing: „Nun gönn deiner Maus doch mal eine 4er-Windel – sie ist doch schon ein großes Mädchen!“ Bis dato war ich gar nicht auf die Idee gekommen, dass meiner Tochter diese Größe nicht mehr passen könnte.

Ganz klar, eine größere Windel ist natürlich spätestens immer dann fällig, wenn die Windel am Bauch kaum noch zuzukriegen ist, sehr spannt oder die Beinchen deines Babys „abgeschnürt“ werden. Das hätte aber sogar ich gemerkt, denn zu enge Windeln hinterlassen meist Druckstellen oder rote Striemen an den Beinen oder der Hüfte.

Aber auch, wenn du schon ziemlich viel an der Windel herumzuppeln musst, damit sie sicher sitzt (soll heißen: damit der Po komplett eingepackt ist), kann sie zu klein sein. Das ist seitdem mein persönliches Signal, um es mit einer Nummer größer zu probieren.

Selbst wenn es widersprüchlich erscheint: Läuft die Windel regelmäßig bei normalem Pipi und Stuhlgang aus, kannst du die nächste Größe testen – auch dann, wenn die aktuelle nicht zu eng ist. Denn mit der Windelgröße steigt in der Regel auch die Saugkraft. Oft überschneiden sich die empfohlenen Kiloangaben verschiedener Windelgrößen eines Herstellers – wähle eher die größere, um ein Auslaufen zu verhindern.

Was ist die wichtigste Regel bei der Wahl der richtigen Windel?

Am Ende findet man die richtige Windel für sein Kind doch nur durch Ausprobieren heraus. Ich kenne alle Irrungen und Wirrungen: Nun hatte ich eine gefunden, die prima passte und dicht hielt – zumindest so lange, bis meine Kleine mobiler wurde. Die dann von mir ausgesuchte und angeblich so perfekte Krabbel-Windel vertrug meine Tochter so gar nicht, der Po blühte nach kurzer Zeit richtig auf.

Zwei kleine Tipps am Rande, falls du bisher noch nicht darauf geachtet hast:

In Drogerien gibt es Testpackungen einiger Marken, die zwei, drei Windeln enthalten. Superpraktisch, um mehrere Größen zu testen. Viele Drogerien haben außerdem einen Wickeltisch (toller Service, oder?), an dem Mamas ihre Kinder frischmachen können. Dort sind meist netterweise Windeln in allen Größen bereitgestellt, von denen man eine nutzen darf. Teste doch einfach mal hier das nächstgrößere Modell.

Laura Dieckmann

Als waschechte Hamburgerin lebe ich mit meiner Familie in der schönsten Stadt der Welt – Umzug ausgeschlossen! Bevor das Schicksal mich zu Echte Mamas gebracht hat, habe ich in verschiedenen Zeitschriften-Verlagen gearbeitet. Seit 2015 bin ich Mama einer wundervollen Tochter.

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