Heilwolle: Babys wunder Po & Mamas Brust – so hilft´s!

Dein Baby hat einen wunden Po, deine Brustwarzen schmerzen vom Stillen? Unser Tipp: Heilwolle! Die naturbelassene Schafschurwolle wird schon seit der Antike für ihre wärmende und heilende Wirkung geschätzt. Lies hier, wie du Heilwolle anwendest, wobei und warum sie hilft, wie lange sie haltbar ist, welche die beste ist – und unsere Empfehlung und Erfahrungen dazu!

1. Das Wichtigste auf einen Blick

  • Heilwolle, auch Rohwolle oder Fettwolle, besteht aus naturbelassener Schafschurwolle mit Restfett.
  • Inhaltsstoffe wirken entzündungshemmend, pflegend und beruhigend.
  • Besonders gut geeignet für Babys wunden Po und Mamas schmerzende Brust. Aber auch ein bewährtes Hausmittel bei Husten, Ohrenschmerzen und Verspannungen.
  • Anwendung: Wolle direkt auf die betroffenen Hautstellen legen – die Fasern wirken durchblutungsfördernd.
  • Bitte nicht waschen, keine Cremes verwenden und nach jeder Benutzung wegwerfen.
  • No-Go bei Neurodermitis, offenen Wunden und Allergien!

2. Was ist Heilwolle?

Heilwolle ist naturbelassene Schafschurwolle, die noch das Wollwachs, auch Wollfett oder Lanolin genannt, enthält. Das Wollwachs ist ein Sekret, das von den Talgdrüsen der Schafe gebildet wird und sich in ihrer Wolle verteilt. Dieses Sekret hat eine pflegende Wirkung und wird daher oft in der Kosmetikindustrie verwendet.

Herkömmliche Schafschurwolle enthält dieses Wollfett nicht mehr. Es wird entfernt, indem die Wolle mit heißem Wasser gewaschen wird. Bei der Herstellung von Heilwolle wird die Wolle natürlich auch gewaschen – allerdings in viel kälterem Wasser. So bleibt das Wollfett erhalten. Aus dieser Wolle wird schließlich ein weiches Vlies hergestellt, das von der Konsistenz an Watte erinnert.

Übrigens: Heilwolle ein geschützter Begriff – nicht nur die Herstellung der Wolle, auch die Schafzucht muss zertifiziert sein. Im Handel wird die Wolle manchmal auch als Fettwolle bezeichnet.

3. Wie wirkt Heilwolle?

Dass Schafwolle nicht nur wunderbar wärmt, sondern zudem eine heilende Wirkung hat, ist schon seit Tausenden von Jahren bekannt. Auch heute empfehlen viele Hebammen diese naturbelassene Wolle für die zarte und empfindliche Haut – nicht nur von Babys und Kindern, sondern auch von erwachsenen Menschen.

Die feinen Härchen regen die Durchblutung an, während die Wolle wärmt und Feuchtigkeit aufsaugt. Und das enthaltene Fett (Lanolin) pflegt die wunden Stellen.

Vorteile – warum sie hilft:

  • Pflegt und beruhigt die Haut
  • Fördert die Durchblutung
  • Hemmt Entzündungen
  • Saugt Feuchtigkeit auf
  • Ist atmungsaktiv

Auch schmerzstillend und stoffwechselanregend soll das Heilmittel wirken – wissenschaftlich bewiesen ist das zwar nicht, Ausprobieren lohnt trotzdem allemal. Viele Mamas sind begeistert!

Laura Rohmann-Höhn empfiehlt Heilwolle zum Beispiel bei wunden Brustwarzen:

4. Heilwolle Anwendung: Wofür und wie du sie benutzt

Besonders bei Babys und Kleinkindern ist Heilwolle nützlich, da sie auf schonende und natürliche Weise die Haut pflegt und beruhigt. Doch die Wirkung beschränkt sich nicht nur auf die Haut; Auch bei anderen Schmerzen und Entzündungen kann die Wolle helfen.

Heilwolle – wofür sie gut ist:

  • Wunder Po beim Baby
  • Wunde Brustwarzen bei Mama
  • Wunden
  • Kaiserschnittnarbe
  • Verspannungen
  • Ohrenschmerzen, Halsschmerzen und Husten

So wendest du sie an:

  1. Säubere Vorsicht die betroffene Stelle.
  2. Lege ein Stückchen Fettwolle direkt auf die wunde Stelle.
  3. Fixiere die Stelle mit einem Tuch – oder eben der Windel.
  4. Nutze bitte keine zusätzlichen Cremes.
  5. Nach der Anwendung wegwerfen. Und: Nicht waschen, da sonst der Lanolin-Gehalt verloren geht.

Heilwolle für Babys wunden Po

Jedes Baby hat mal einen wunden Po oder durch die Windel gereizte Haut. Dagegen helfen zahlreiche Wundcremes – oder eben Heilwolle. Diese kann die Feuchtigkeit absorbieren, ohne dabei die Haut auszutrocknen. Die entzündungshemmenden Eigenschaften beruhigen die gereizte Haut und pflegen sie zusätzlich.

Außerdem ist die Wolle ein komplett natürliches Produkt, das im Gegensatz zu Cremes keinerlei schädliche Zusatzstoffe enthält.

Wie du Heilwolle beim Baby anwendest und auf den wunden Po aufträgst:

  1. Säubere die Haut.
  2. Lege etwas Wolle auf die geröteten Stellen und verschließe die Windel.
  3. Verwende keine zusätzliche Babycreme, da die Wolle ansonsten die Feuchtigkeit schlechter aufnehmen kann.
  4. Wenn du die Windel wechselst, tausche die alte unbedingt durch frische aus.

Heilwolle auf die Brust von Mama: Erste Hilfe bei wunden Brustwarzen

Auch bei gereizten Brustwarzen hilft Heilwolle. Ebenso wie beim Babypo wirkt sie beruhigend, pflegend und entzündungshemmend.

Natürlich kannst du eine Creme benutzen, ein kleines Stück Rohwolle im BH ist aber eine wirkungsvolle, gut verträgliche und komplett natürliche Alternative.

Verwende auch hier die Heilwolle ohne weitere Creme!

Kaiserschnittnarbe

Oft von Hebammen empfohlen: Ein Stück auf deine Narbe legen und ggf. mit einem Band fixieren; das schützt die empfindliche Wunde vor der Berührung mit Kleidung!

Verspannte Muskeln und Gelenkschmerzen

Die entzündungshemmende Wirkung kommt auch bei Muskel- und Gelenkschmerzen zugute. Die Wolle auf der Haut wärmt, regt die Durchblutung an und wirkt entspannend. Aus der Wolle kannst du Umschläge formen und an den entsprechenden Stellen befestigen.

Heilwolle bei Halsschmerzen, Husten und Bronchitis

Selbst bei Halsschmerzen und Bronchitis kann Heilwolle hilfreich sein. Durch ihre wärmende, entzündungshemmende und durchblutungsfördernde Wirkung lindert sie Schmerzen und regt die Heilung an – perfekt also für Kinder!

So wendest du Heilwolle bei Halsschmerzen und Husten an:

  1. Lege die Heilwolle bei Halsschmerzen direkt auf die schmerzenden Stellen und befestige sie dann mit einem Schal.
  2. Bei Husten und Bronchitis, verteile die Wolle auf der Brust und fixiere sie mit einem Tuch oder Verband. Die Wirkung entfaltet sich noch besser, wenn du zusätzlich etwas ätherisches Öl auf die Wolle tropfst.

Heilwolle gegen Ohrenschmerzen

Bestimmt kennst du Zwiebelwickel bei Ohrenschmerzen, aber auch Heilwolle kann helfen. Durch ihre entzündungshemmende Wirkung lindert sie Schmerzen und ist eine wertvolle Hilfe für kleine und große Patienten.

So geht´s:

  1. Lege ein Stück Heilwolle über das Ohr und befestige es mit einem Tuch oder Schal.
  2. Du kannst auch ein Stück Wolle zu einem Stöpsel drehen und vorsichtig (und nicht zu weit!) ins Ohr stecken. Vergiss nicht, diesen Ohrstöpsel alle paar Stunden zu entfernen und ggf. durch frische Wolle zu ersetzen.
  3. Sollten sich die Beschwerden nach ein paar Tagen nicht bessern, wende dich unbedingt an einen Arzt.

Heilwolle richtig benutzen: Das solltest du beachten

Wenn du Heilwolle kaufst, erhältst du nicht etwa ein Wollknäuel oder eine Wolldecke, sondern ein watteähnliches, weiches Vlies, das du mit den Händen teilen kannst.

Je nach Bedarf kannst du gleich das Vlies verwenden oder Stücke der Wolle abzupfen und formen.

Damit die Wolle ihre heilende Wirkung entfalten kann, muss sie direkt auf die Haut gelegt werden. Bei der Anwendung kommt es zu einem leicht kribbelnden Gefühl und einer Wärmeentwicklung, da die feinen Härchen der Wolle die Durchblutung anregen. Ein gutes Zeichen – denn so kann das Lanolin richtig wirken. Auch ein leichtes Jucken ist normal.

Wie oft kann ich Heilwolle verwenden?

Bereits benutzte Wolle solltest du entsorgen und – der Hygiene zuliebe – nicht ein zweites Mal benutzen.

Kann ich Heilwolle waschen?

Nein, sie darf nicht gewaschen werden, da das Wollfett entfernt wird und die Wolle dadurch ihre Wirkung verliert.

Wie schnell wirkt Heilwolle?

Sofort! Die Fasern regen sofort die Durchblutung an, die Wolle nimmt die Feuchtigkeit auf. Das wärmt und tut einfach gut!

Benutze ich Heilwolle mit oder ohne Cremes?

Bitte verwende das Hausmittel nicht in Kombination mit anderen Cremes. Sonst kann die Wolle die Feuchtigkeit nicht mehr aufnehmen – und somit auch nicht mehr wirken.

Kann das Naturprodukt Nebenwirkungen haben?

Heilwolle ist ein sanftes und natürliches Mittel, kann aber dennoch Allergien auslösen oder zu Unverträglichkeiten führen. Das ist bei ca. 1,4 Prozent der Bevölkerung der Fall, also sehr selten.

Wenn du Symptome einer Allergie, wie zum Beispiel Hautausschlag, bei dir oder deinem Baby bemerkst, verwende die Wolle nicht mehr. Sollten die Symptome nicht von alleine abklingen, suche unbedingt einen Arzt auf.

Außerdem solltest du sie nicht bei Neurodermitis verwenden, da die Haut empfindlich auf das Lanolin reagieren könnte. Auch bei akuten Entzündungen oder fieberhaften Erkrankungen solltest du sie nicht benutzen. Bei Unsicherheiten sprich am besten mit deinem Arzt.

5. Wo kann ich Heilwolle kaufen? Unsere Empfehlung

Heilwolle kannst du hauptsächlich in Apotheken und Reformhäusern kaufen. Mit etwas Glück findest du sie sogar in gut sortierten Drogeriemärkten (DM oder Rossmann) oder Bio-Märkten wie Alnatura. Natürlich kannst du sie auch ganz bequem online auf Amazon bestellen.

Damit du ein hochwertiges und wirkungsvolles Produkt erhältst, stelle beim Kauf unbedingt sicher, dass es sich um echte, also zertifizierte, Heilwolle handelt.

Worauf du außerdem achten solltest:

  • Naturbelassener Lanolingehalt der Wolle
  • Kontrolliert biologischer Anbau
  • Pestizidfreies Produkt

Welche ist die beste? Unsere Empfehlung

An und für sich machst du bei keinem Anbieter etwas falsch, wenn du auf die oben genannten Punkte achtest. Die Fettwolle von Grünspecht beispielsweise kannst du bequem online bestellen – sie ist komplett natürlich und kommt in der praktischen Spender-Box daher, die kein Plastik enthält und wieder verwendbar ist.

Heilwolle online kaufen - unsere Empfehlung

Heilwolle online kaufen – unsere Empfehlung. Foto: Amazon

Was kostet Heilwolle?

Der Preis variiert je nach Menge der Wolle, beginnt aber bei ca. 8 € pro 100 g. Eine Packung, die du in der Apotheke bekommst, ist ziemlich ergiebig und reicht für lange Zeit.

 

Heilwolle wirkt schnell und ist vielseitig verwendbar, ist aber kein Wundermittel. Sollten sich die Beschwerden trotzdem nicht bessern oder sogar verschlechtern, wende dich unbedingt an einen Arzt.

Hast du schon Erfahrungen mit Heilwolle gemacht? Würdest du sie ausprobieren?

Schreib es in die Kommentare – wir freuen uns auf deine Meinung!

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Laura Dieckmann

Als waschechte Hamburgerin lebe ich mit meiner Familie in der schönsten Stadt der Welt – Umzug ausgeschlossen! Bevor das Schicksal mich zu Echte Mamas gebracht hat, habe ich in verschiedenen Zeitschriften-Verlagen gearbeitet. Seit 2015 bin ich Mama einer wundervollen Tochter.

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