Der 1. Zahn ist da! Worauf du nun achten musst

Rebecca, Mama aus unserer Community, kann sich noch gut erinnern, wie überrascht sie war, als ihr neun Wochen alter Sohn plötzlich anfing, extrem zu sabbern und sich die ganze Mini-Faust in den Mund zu stecken. Gefühlt war ihr Baby doch eben erst auf die Welt gekommen! Konnten das etwa schon die Zähne sein?! „Ich habe es erst gar nicht wahrhaben wollen, weil es mir so früh erschien“, erzählt die 26-Jährige. Bei der nächsten U-Untersuchung hat Rebecca dann den Kinderarzt gefragt, der ihre Vermutung bestätigte. Sogar kleine weiße Stellen konnte er schon entdecken! „Er sagte uns auch, dass es bestimmt noch ein halbes Jahr dauern könne, bis sie durchbrechen.“ Stimmte auch – das erste süße Zähnchen ließ sich erst knapp nach dem ersten Geburtstag blicken.

Wenn die Zähnchen plagen …

Tatsächlich sind die Milchzähne sogar schon vor der Geburt im Kieferknochen angelegt. Und dass sie etwa ab dem sechsten Lebensmonat beginnen, sich ihren Weg durch das Zahnfleisch zu bahnen, ist völlig normal. Auch wenn es Knuddelmonster gibt, die uns noch mit fast einem Dreivierteljahr ihr schönstes zahnloses Lächeln schenken – nicht selten beginnt das Zahnen schon bevor das Baby sechs Monate alt ist! So wie in Rebeccas Fall. Heute – mit 15 Monaten – hat ihr Kleiner bereits sechs Beißerchen. Die Reihenfolge war ganz klassisch: Auf den linken unteren folgte bald der rechte untere Schneidezahn. Und dann ging es munter oben weiter. In der Regel ist es so, dass Kinder bis zum dritten Lebensjahr ihre 20 Milchzähne haben. Zahnen ist natürlich keine Krankheit, sondern eine normale Entwicklungsstufe. Trotzdem setzen vielen Kindern nicht nur die Schmerzen im Mund ordentlich zu. „Fieber oder ähnliches hatten wir zum Glück nie, aber dafür ein großes Problem mit der Verdauung“, sagt Rebecca. „Immer, wenn sich ein neuer Zahn angekündigt hat, bekam beim Sohn schlimmen Durchfall und Bauchschmerzen.“

Das lindert die Beschwerden!

Es gibt einige Wege, um gerade die ganz Kleinen beim Durchbrechen der Zähne zu unterstützen. Ganz viel Liebe und gezielte Ablenkung sind immer eine gute Idee! Aber wenn die Kleinen besonders weinerlich sind, weil es allzu doll drückt, spannt und juckt, dann dürfen Hilfsmittel ran! Das Kauen auf einer Veilchenwurzel ist ein altes Hausmittel, das jedoch aus hygienischen Gründen nicht bei allen Mamas ankommt. Natürlich hilft ab einem gewissen Alter auch der klassische Beißring – da aber bitte prüfen, ob dieser auch schadstofffrei ist! Rebecca war happy über den Tipp des Kinderarztes, ihrem Kleinen einen nasskalten Waschlappen zum Kauen zu geben, um das gerötete und geschwollene Zahnfleisch zu beruhigen. Wirkt wie eine wohltuende Massage. Und wie Mamas so sind – die 26-Jährige wurde selbst schnell erfinderisch: „Wir hatten damals einen Fruchtsauger für den Beikoststart. Wenn es sehr schlimm war, habe ich da im Sommer immer einen Eiswürfel reingemacht. Das fand unser Sohn auch sehr gut!“ Beißring, Beißhandschuhe, Bernsteinkette, Veilchenwurzel – half bei Rebeccas Sohn alles nicht. „Das einzige, was neben den genannten Hilfsmitteln noch wirkte, war ein Schnuller aus dem Kühlschrank.“ Zahnungsbeschwerden können ganz schön aufreibend sein, gerade, wenn das Kind nachts keine Ruhe findet. Nach Rücksprache mit dem Kinderarzt kann man überlegen, ob man in der Apotheke zum Beispiel spezielle Zahnungsgels besorgt oder sich etwas Schmerzlinderndes verschreiben lässt. Im Gespräch merkt man dann auch schnell, dass man nicht allein vor diesem Problem steht!

Ein Beißring kann deinem Baby das Zahnen erleichtern.

Ein Beißring kann deinem Baby das Zahnen erleichtern. Foto: Bigstock

Ab dem 1. Zahn zum Zahnarzt!

Und wo wir schon von Ärzten reden – wenn der erste Zahn einmal da ist, dann steht auch schon der Besuch beim Zahnarzt an. Nicht gewusst? Das geht den meisten Mamas so. Warum das aber so wichtig ist? Weil unsere Kleinen sich so von Anfang an daran gewöhnen, später regelmäßig und ohne Angst auf dem Behandlungsstuhl Platz zu nehmen. Wer wichtige Informationen oder einen Spezialisten mit kindgerechter Praxis in seiner Nähe sucht, der sollte mal auf der Seite der Deutschen Gesellschaft für Kinderzahnheilkunde www.dgkiz.de/kinderzahnarztsuche schauen. Der Experte kann dir auch sagen, wie genau die Zähne gesäubert werden müssen. Zahnpflege beginnt nämlich ebenfalls mit dem ersten Zahn! Wer meint, das sei nicht so wichtig, weil die ersten Zähne ja ohnehin bald wieder ausfallen, der irrt gewaltig: Gesunde Milchzähne unterstützen das Heranwachsen gesunder bleibender Zähne. Studien sagen, dass Kinder mit Milchzahnkaries später bleibende Zähne mit Kariesbefall haben! Und mit fortschreitendem Alter erhöhen eine schlechte Mundhygiene und Zahnfleischerkrankungen sogar die Gefahr für Allgemeinerkrankungen. Das reicht von Diabetes über Herzkreislauferkrankungen bis hin zu Schwangerschaftsrisiken! Deshalb ist es ja so wichtig, den Nachwuchs so früh wie möglich ans Zähneputzen heranzuführen.

Zahnputz-Tricks

Mama Rebecca hat da ihre ganz eigene Strategie entwickelt: „Wirklich in den Mund gucken lässt uns unser Sohn immer noch nicht. Wenn wir es ihm aber vormachen, und er seine eigene Zahnbürste in der Hand hat, dann lässt er uns mit einer Fingerbürste gut putzen.“ Geht doch! Wie immer spielen Mama und Papa eine wichtige Rolle als Vorbild. Geputzt wird zu Beginn bis zu zweimal am Tag mit einer fluoridhaltigen Kinderzahnpasta in Reiskorngröße und einmal täglich eine Tablette mit Vitamin D. Ab einem Alter von zwei Jahren lässt sich die Putzroutine dann erweitern: Morgens und abends sollte mit einem weichen kleinen Bürstenkopf und fluoridhaltiger Kinderzahnpasta in Erbsengröße geputzt werden. Nie mit Gewalt versuchen, das Kind davon zu überzeugen, dass es ohne nicht geht! Lieber eigene Tricks und Ablenkungsmanöver ausdenken – so wie Rebecca das getan hat. Ab einem Alter von drei Jahren sind auch elektrische Zahnbürsten wie die von Oral-B hilfreich. Sehen mit lustigen Comic-Motiven nicht nur super aus, sondern brummen genauso toll wie die von Mama und Papa.

Übrigens: Wer im Zeitraum vom 24. Mai bis zum 30. Juni in teilnehmenden dm-Filialen, auf dm.de oder in der „Mein dm“-App, elektrische Kinderzahnbürsten von Oral-B im „Die Eiskönigin“- oder „Spiderman“-Design kauft, bekommt einen passenden 4-er Pack Aufsteckbürsten gratis dazu. Beim Kauf einer Oral-B Smart Sensitive oder iO gibt es sogar die elektrische Kinderzahnbürste mit Frozen oder Spiderman gratis obendrauf.

Im selben Zeitraum spendet Oral-B im Rahmen der #GemeinsamStärker-Kampagne zwei Euro pro verkaufter elektrischer Kinderzahnbürste an die RTL-Aktion „Wir helfen Kindern“. Dann tut man nebenbei auch einem anderen Kind etwas Gutes. Hier klicken für mehr Infos!

Warum ich persönlich ein großer Fan der elektrischen Bürsten bin? Es gibt da diese tolle „Magic Timer App“, die jeden Kampf am Waschbecken überflüssig macht. Jetzt muss mein Kind nur noch aufhören, die Zahnpasta runterzuschlucken. Ein toller Trick? Macht Spuckmuskeltraining! Erst vormachen, wie man pustet. Dann mit Seifenblasen oder Tröten üben, und später in der Wanne mit Wasser trainieren. Seid laut, macht das Badezimmer nass – aber habt vor allem Spaß! Bestimmt klappt es dann auch mit dem regelmäßigen Zähneputzen.

Judith Sylla

Ich habe zwei Kinder (2015 und 2019 geboren). Als Mama habe ich eines früh gelernt: Vorsätze sind da, um sie wieder über Bord zu werfen. Intuitiv handeln, statt nach Prinzipien, macht so ziemlich alles und alle entspannter.

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