Zweitname vs. Doppelname: Was ist der Unterschied?
Wenn ihr euch überlegt, eurer Tochter zwei Vornamen zu geben, ist es wichtig, zwischen einem Doppelnamen und einem Zweitnamen zu unterscheiden. Denn Doppelnamen werden meistens mit einem Bindestrich geschrieben, also z. B. Anna-Sophie. In diesem Fall ist der komplette Name der Rufname – und deine Tochter muss bei offiziellen Anlässen immer den kompletten Namen angeben und auch so unterschreiben.
Bei einem Zweitnamen werden beide Namen ohne Bindestrich geschrieben, also Anna Sophie. Welcher der beiden Namen der Rufname ist, kannst du entscheiden – oder deine Tochter selbst. Dabei spielt es keine Rolle, welcher der beiden Namen zuerst in der Geburtsurkunde steht. Bei Formularen und Co. reicht es im Normalfall, mit dem Rufnamen (plus Nachnamen) zu unterschreiben.
Was sollte ich beim Zweitnamen für mein Mädchen beachten? 9 Tipps
Kann jeder Vorname als Zweitname für Mädchen gewählt werden? Wie sieht es eigentlich mit geschlechtsneutralen Namen aus? Wir geben dir hier neun Hinweise, die du bei einem zweiten Vornamen für deine Tochter beachten solltest:
- Tatsächlich kannst du deiner Tochter so viele Vornamen geben, wie du möchtest. Im deutschen Gesetz ist bislang keine offizielle Begrenzung verankert.
- Natürlich sollten beide Namen zueinander passen und miteinander harmonieren. Du kannst am besten einmal testen, ob sich die Kombination flüssig und einfach aussprechen lässt – auch zusammen mit dem Nachnamen.
- Oft klingt es besser, wenn der kürzere Name am Anfang steht.
- Reime solltest du am besten vermeiden.
- Wenn beide Vornamen mit dem gleichen Buchstaben anfangen, könnte das komisch klingen.
- Der Zweitname für Mädchen (sowie Jungen) muss klar als Vorname erkennbar sein und darf für Außenstehende nicht mit dem Nachnamen verwechselt werden.
- Wünschst du dir für deine Tochter einen Unisex-Namen, musst du generell keinen Zweitnamen wählen, der auf das Geschlecht hindeutet. Dies hat das Bundesverfassungsgericht im Dezember 2008 in einer Entscheidung noch einmal verdeutlicht.
- Bei der Schreibweise des Zweitnamens für Mädchen sind zwar gewisse Sonderwünschen möglich, sie muss sich aber grundsätzlich an den Regeln der deutschen Rechtschreibung orientieren.
- Wie auch der Vorname, sollte der Zweitname deine Tochter ebenfalls nicht ins Lächerliche ziehen
Wichtig: Vielleicht gibt es für bestimmte Sachverhalte keine Normen im deutschen Namensrecht. Dennoch sind die Standesbeamten*innen bei uns gewissen Dienstanweisungen unterlegen. Und deshalb wird bei der Eintragung des Zweitnamens von Fall zu Fall unterschieden.
20 beliebte Zweitnamen für Mädchen
Es gibt so viele wunderschöne Zweitnamen für Mädchen, die schon fast ein wenig zu schade sind, um nur auf Platz zwei zu landen. Wir haben dir hier unsere 20 Favoriten und deren tolle Bedeutung aufgelistet. Und wenn du einen Sohn erwartest, findest du hier 20 schöne Zweitnamen für Jungen.
1. Anna
Als Zweitname für Mädchen ist Anna ein zeitloser Klassiker. Die Kurzform von Hannah stammt aus dem Hebräischen und bedeutet „die Begnadete“, „die Anmutige“ und „die Liebreizende“.
2. Amelie
Wunderschön weich klingt der altnordische Mädchenname Amelie, der mit der Übersetzung „die Tüchtige“, „die Vorantreibende“ und „die Fleißige“ auch toll als Zweitname funktioniert.
3. Charlotte
Ähnlich wie Amelie trägt auch der schöne Vorname Charlotte unter anderem die Bedeutung „die Tüchtige“. Zusätzlich heißt er übersetzt ebenso „die Freie“ und „die Geliebte“.
4. Christin
Die weibliche Form von Christian ist als Zweitname für Mädchen ebenfalls sehr beliebt. Die Bedeutungen „christliche Frau“ sowie „die von Gott erwählte“ stellen einen religiösen Bezug dar.
5. Emma
Emma („die Allumfassende“ und „die Große“) ist ein Mädchenname, welcher es seit Jahren immer wieder in die Top-Listen der beliebtesten Vornamen schafft. Als Zweitname ist er für Mädchen natürlich ebenso eine tolle Wahl.
6. Emilia
Findest du italienische Mädchennamen als Zweitnamen besonders schön, bietet sich Emilia fabelhaft an. Die weibliche Variante von Emilio steht für „die Eifrige“, „die Fleißige“ und „die Nachahmende“.
7. Elisa
Ein lieb gewonnener Zweitname für Mädchen mit hebräischen Wurzeln ist die Kurzform von Elisabeth. Elisa weist einen biblischen Bezug auf und bedeutet „mein Gott schwört“ und „mein Gott ist Fülle“.
8. Frieda
Althochdeutsche Mädchennamen sind seit Jahren beliebt wie nie zuvor – unter anderem auch Frieda, was übersetzt „die Friedliche“ oder auch „die Friedensreiche“ heißt.
9. Ida
Nicht nur in Skandinavien ist Ida ein süßer und vor allem gern gewählter Vorname. Auch bei uns kommt er mittlerweile oft vor. Kein Wunder! Der Mädchenname mit der Interpretation „die Arbeitende“, „die Jungfrau“ und „die göttliche Seherin“ ist aber auch einfach zu schön.
10. Klara
Eine ganz besonders liebevolle Übersetzung wird dem weiblichen Vornamen Klara zugeschrieben – nämlich „die Strahlende“, „die Leuchtende“ und „die Schöne“.
11. Linn
Linn ist die Kurzform vieler althochdeutscher Vornamen wie zum Beispiel Linnea, Linda oder auch Rosalinde. Der Mädchenname besitzt nicht nur einen melodischen Klang, sondern auch gleich mehrere ausdrucksstarke Bedeutungen: „die Milde“, „die Sanfte“, „helles Licht“, „helle Sonne“ sowie „kleiner Wasserfall“.
12. Luise
Als weibliche Form von Ludwig steht Luise für „die berühmte Kämpferin“ oder auch „die Beschützerin“. Super stark!
13. Marie
Neben Maria ist auch Marie ein niedlicher Zweitname für Mädchen, der wunderbar als Ergänzung zum ersten Vornamen funktioniert. Übersetzt bedeutet Marie „die Widerspenstige“ und „die von Gott Geliebte“.
14. Mathilda
„Die mächtige Kämpferin“ sowie „die mächtige Heldin“ machen Mathilda zu einem charakterstarken Zweitnamen für Mädchen.
15. Mia
Dem weiblichen Vornamen Mia werden zwei Ursprünge nachgesagt: Zum einen soll er aus dem Hebräischen und zum anderen aus dem Aramäischen stammen. Interpretiert wird die Kurzform von Maria vorrangig mit „das Geschenk Gottes“, „die Widerspenstige“ sowie „die Geliebte“.
16. Pauline
Pauline kommt aus dem Lateinischen und heißt übersetzt unter anderem „die Kleine“ oder auch „die Liebliche“ sowie „die Jüngere“.
17. Rosa
Dieser lateinische Mädchenname mit persischer Herkunft ist die Kurzform von Rosalinde sowie Rosemarie und besitzt eine blumige Übersetzung – „die Rose“.
18. Sophie
Ziemlich beliebt ist ebenso dieser tolle Mädchenname mit S. Sophie kommt aus dem Altgriechischen und bedeutet übersetzt „die Weise“ und „die Wissende“.
19. Tabea
Tabea ist Aramäisch und gilt als Kurzform von Tabitha. Die tierisch schöne Bedeutung des Namens lautet „die Gazelle“.
20. Valentina
Ebenfalls eine lateinische Herkunft weist die weibliche Form von Valentin auf. Seit 2011 ist Valentina bei uns ziemlich gefragt und besitzt mit „die Kräftige“, „die Starke“ und „die Gesunde“ Bedeutungen, die deiner Tochter einen starken Lebensweg ebnen sollen.
Soll dein Mädchen einen Zweitnamen bekommen?
Schon die Suche nach einem einzigen Vornamen gestaltet sich bei vielen Paaren schwierig. Noch einen zweiten Namen zu finden, kann manchmal eine noch größere Herausforderung sein. Allerdings ist ein Zweitname für dein Mädchen vielleicht ein guter Kompromiss, wenn ihr euch nicht auf einen Namen einigen könnt. Oder vielleicht möchtet ihr auch einen traditionellen Namen aus der Familie geben, der nicht unbedingt als Rufname verwendet wird? So oder so: Wir würden sehr gern wissen, ob ihr euch einen Zweitnamen für eure Tochter wünscht? Und habt ihr vielleicht sogar schon einen (bzw. Zwei) Favoriten?
Du bist noch auf der Suche nach dem perfekten Vornamen für deine Tochter? Schau mal hier:
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Zweitnamen für Mädchen: 20 tolle zweite Vornamen
Von
Wiebke Tegtmeyer
31. März 2023