So schläft dein Baby sicher

Liegt mein Baby richtig? Ist ihm vielleicht zu kalt? Oder zu warm? Atmet es noch? Zumindest ich habe mich mit solchen Gedanken nach der Geburt meines Sohnes verrückt gemacht. Schließlich wollte ich alles „richtig“ machen. Doch was ist in Sachen Babyschlaf „richtig“ und was gilt als „falsch“? Das Wichtigste seht ihr in der Grafik:

Sicherer Babyschlaf alles was du zum Thema beachten musst.

Die wichtigsten Tipps für einen sicheren Babyschlaf.

Und ein Nestchen? Irgendwie soll es das Baby doch gemütlich haben … Mein Sohn bewegte sich ab dem 6. Monat immer so im Bettchen, dass er oft mit dem Kopf an den harten Gitterstäben lag. Ich wollte aber kein klassisches Nestchen um die Stäbe wickeln und war froh, als ich gepolsterte Hüllen gefunden habe, die einzeln um die Stäbe angebracht wurden – so konnte die Luft weiter zirkulieren.

Dreamguard Dräger Babyphone mit Bewegungssensor

Der Dreamguard der Firma Dräger hat einen Bewegungssensor, der die Atmung überwacht.

Ein spezielles Babyphone, das im Bett die Atmung überwacht

Meine Hebamme hat mir damals den Dreamgaurd der Firma Dräger empfohlen. Der Grund: Er ist mehr als „nur“ ein Babyphone. Wie ein Schlaf-Bodyguard überwacht er auch die Atmung eines Babys. Direkt auf Bauchhöhe am Schlafoutfit angebracht, erfasst der Sensor die Bewegung des Brust- und Bauchbereichs. Erkennt er länger als 20 Sekunden keine Bewegung, schlägt er Alarm. Ich hatte also eine direkte Verbindung vom Wohnzimmer zur Atmung meines Babys. Beruhigt die Nerven ungemein, kann ich euch sagen.

Außerdem erkennt der Dreamguard die Schlafposition eines Babys – ein tolles Extra, wie ich finde. Wenn sich das Baby auf den Bauch dreht, sendet der Dreamguard umgehend ein Signal. Denn laut offiziellen Empfehlungen schlafen Babys am sichersten auf dem Rücken.

Was, wenn manche Schlaftipps nicht umsetzbar sind?

Schlaftipps für Babyschlaf

Nicht alle Schlaftipps sind immer so einfach umzusetzen.

Das optimale Schlafklima für Babys liegt zwischen 16 bis 18 Grad. Das mag ja im Winter noch einigermaßen funktionieren, aber im Sommer?! Keine Panik! Es genügt, wenn ihr dem Baby dann einfach weniger anzieht: Ein Body (je nach Temperatur auch kurzärmelig) und ein leichter Sommerschlafsack reichen in warmen Sommernächten meist aus.

Tipp: Wenn sich der Nackenbereich eures Babys warm und trocken anfühlt, ist alles okay.

Und was ist mit Schnulli? Ein Schnuller zum Schlafen trägt, wie das Stillen auch, zu einem sicheren und ruhigen Babyschlaf bei. „Einige Babys haben ein sehr ausgeprägtes Saugbedürfnis. Sie wollen nach dem Stillen oder der Flasche weiter saugen“, sagt Hebamme Kristina. „Mit einem Schnuller findet ein Baby nach dem Trinken wieder schneller in den Schlaf.“

Familienbett ja oder nein?

Am sichersten schläft ein Kind im ersten Lebensjahr im eigenen Bett im Schlafzimmer der Eltern. Der Grund: Durch die Schlafgeräusche der Eltern werden Babys in der eigenen Atmung angeregt. Die ist in den ersten Lebensmonaten durchaus unregelmäßig und mit längeren Pausen verbunden, die wir Mütter schnell als gefährliche Atemaussetzer interpretieren.

Schlafgeräusche gibt es im Elternbett natürlich auch. Doch leider birgt dieser Ort gewisse Risiken. Die Matratzen sind oft weicher, ein Baby kann darin leichter versinken. Außerdem kann es im Elternbett zu warm sein. Auch die Eltern können zur Gefahr werden: Das Kind kann durch die Schlafbewegungen der Erwachsenen eher in eine ungünstige Lage kommen, in der es schlecht Luft bekommt. Übrigens: Eltern sollten niemals alkoholisiert neben ihrem Kind schlafen – oder, wenn sie Raucher sind!

Familienbett darauf ist beim Co-Sleeping zu achten

So schläft das Baby gut im Familienbett.

Das Kind im Elternbett mitschlafen zu lassen, ist letztendlich wohl Ermessenssache. Ein Pro-Argument ist nicht abzustreiten: „Ganz nah an der Mutter schläft das Baby am liebsten und auch am ruhigsten“, erklärt Hebamme Kristina. „Solltet ihr euch dafür entscheiden, schläft das Baby am besten in der Bettmitte oder an einer Wand, damit es keinesfalls aus dem Bett herauspurzeln kann.“ Ein guter Kompromiss ist ein Beistellbett, als Erweiterung des Elternbetts.

Unser Sohn schlief die ersten vier Monate tatsächlich zwischen uns – allerdings geschützt in einem speziellen Co-Sleeper, wie er in Skandinavien zur Erstausstattung gehört. Sieht aus wie ein gepolstertes Schlauchboot. Wie in unserer Grafik liegt das Baby darin geschützt und ist gleichzeitig begrenzt, ähnlich wie beim Pucken.

Ich hoffe, diese Tipps zum sicheren Babyschlaf haben euch etwas beruhigt und ihr könnt eure Abende und Nächte nun etwas entspannter angehen.

Jennifer Meerkamp

Als Kind der 80er habe ich Kinderkassetten geliebt. Schnell war mir klar: Karla Kolumna ist immer dort, wo was los ist. Deswegen wollte ich Journalistin werden. Seit 2019 bin ich Mama und freue mich, heute Teil des Echte Mamas Teams zu sein und über Kinder zu schreiben. Die sind nämlich genau so spannend wie Schauspieler und Politiker.

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