„Die Antwort auf alle Fragen: Sie braucht mich.“ Eine Mama über kurze Nächte

Oh ja, wir alle kennen sie, die kurzen Nächte mit einem Baby, oder? Ich kann mich so gut erinnern…

So lief es viele, viele Wochen lang bei uns ab: Gerade wieder eingedöst, höre ich meinen kleinen Schatz schon wieder weinen. Ich liebe meine Tochter über alles, würde alles für sie geben. Aber in diesem Moment eben auch einiges für ein paar Stündchen Schlaf… Zu der Müdigkeit kommt die Verzweiflung: Was hat sie denn nur? warum, warum nur weint sie denn nur schon wieder?

Die Mama-Bloggerin Mrs. Mombastic hat zu eben diesem Thema einen wundervollen Text verfasst und auf ihrer Facebookseite veröffentlicht.

 

Lose übersetzt heißt es hier:

„Erwachsene können nachts ein Bein aus der Decke strecken, wenn ihnen zu heiß ist. Oder ein Fenster öffnen. Oder eine Schicht Kleidung ausziehen.

Babys aber nicht. Sie werden weinen.

Erwachsene können aufstehen und nachts etwas Wasser trinken, wenn sie durstig sind.

Babys aber nicht. Sie werden weinen.

Erwachsene können ein Licht anmachen, wenn sie einen schlechten Traum haben oder schlecht schlafen.

Babys aber nicht. Sie werden weinen..

Erwachsene emotionale Bedürfnisse sind komplex. Kompliziert. Vielfältig. Sie können rationalisieren und Dinge durchsprechen.

Babys aber nicht. Sie werden weinen.

Erwachsene können ein Aspirin nehmen, wenn sie Kopfschmerzen haben oder sich unwohl fühlen.

Babys aber nicht. Sie werden weinen.

Weinen ist ihre Art zu kommunizieren.

Und ihre Bedürfnisse schalten sich nachts nicht ab.

Das macht es nicht einfacher. So intensiv gebraucht zu werden, kann überwältigend und harte Arbeit sein.

Die Leute schreiben mir oft und fragen, wie oft meine Tochter nachts aufwacht. Die Wahrheit ist, ich weiß es nicht.

Sie fragen, ob sie jemals durchgeschlafen hat. Ich bin mir da nicht sicher.

Ich könnte mich verrückt machen und fragen, warum sie immer noch aufwacht. Ich könnte zählen wie oft sie nachts Hunger bekommt. Ich könnte auf die Uhr sehen. Ich könnte die  Zeiten, die sie jede Nacht aufwacht, summieren.

Aber das werde ich nicht tun.

Denn die einzige Antwort, die ich habe, ist, dass sie etwas durchmacht und mich braucht.

Der Rest ist nichts als Spekulation.“

So wahre Worte, oder? Wir sollten all das Grübeln, Notieren und Analysieren sein lassen. Denn die einzige Antwort ist: Unsere Babys machen etwas durch und brauchen uns.

Laura Dieckmann

Als waschechte Hamburgerin lebe ich mit meinem Freund und unserer dreijährigen Tochter in der schönsten Stadt der Welt – Umzug ausgeschlossen! Bevor das Schicksal mich zu Echte Mamas gebracht hat, habe ich in verschiedenen Zeitschriften-Verlagen gearbeitet. Ich mag leckeres Essen, laute Rockmusik und ab und zu sogar ein bisschen Sport.

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