Schlaflieder fürs Baby: Sing deinen Liebling in den Schlaf

Dein Baby will einfach nicht schlafen? Dann versuch es doch unbedingt mal mit einem Schlaflied. Das kann deinen Schatz nämlich beruhigen und entspannen, außerdem stärkst du damit gleichzeitig eure emotionale Bindung zueinander. Was Schlaflieder bei deinem Baby bewirken, warum sie so gut funktionieren, und die beliebtesten Klassiker zu Nachsingen verraten wir dir hier.

1. Das Wichtigste auf einen Blick

  • Schlaflieder können deinem Baby sanft in den Schlaf helfen.
  • Besonders Reime, Harmonien und Melodien entspannen Babys.
  • Schlaflieder helfen dabei, eine starke emotionale Bindung zwischen der Bezugsperson und dem Baby aufzubauen.
  • Sie tragen auch zur Aktivierung des Gehirns des Babys bei, beruhigen, trösten und Vermitteln ein Gefühl der Sicherheit.

2. Schlaflieder fürs Baby – eine Tradition, die funktioniert

Als Eltern von kleinen Babys versuchen wir wirklich (fast) alles, um unserem Schatz beim (Ein-)Schlafen zu helfen. Wir schaukeln, reden beruhigend, tragen, schieben stundenlang den Kinderwagen und vieles mehr. Oft funktioniert das auch sehr gut – zum Glück! Aber manchmal scheint einfach gar nichts zu helfen, das Baby schläft einfach nicht ein. Dann kann etwas helfen, das sich seit Jahrhunderten über alle Kulturen und Traditionen hinweg bewährt hat: Schlaflieder singen. Leider verzichten einer Studie zufolge immer mehr Eltern auf diesen Teil des Abendrituals – dabei haben Schlaflieder so viele Vorteile für dich und dein Baby.

3. Helfen Schlaflieder meinem Baby, sich zu entspannen?

Viele Eltern nutzen Musik, Rhythmus, Gesang und Intonation instinktiv, um ihr Kind in den Schlaf zu wiegen. Denn auch, wenn kleine Babys die Worte noch nicht verstehen, reagieren sie sogar schon lange vor der Geburt schon auf rhythmische Klänge. Wissenschaftler nehmen an, dass Babys schon im Mutterleib ab der 18. SSW hören, was in der Welt herum passiert, und kurz vor der Geburt (ab der 32. SSW) entsprechend darauf reagieren. Sie sind also an bestimmte Geräusche gewöhnt, die dadurch eine beruhigende Wirkung haben können.

4. Warum funktionieren Schlaflieder beim Baby so gut?

Schlaflieder sind gereimte und harmonische Worte, die ein melodiöses und sich wiederholendes Singmuster haben, das für das Kind entspannend ist. Die meisten Mütter singen Schlaflieder leise, während sie ihr Baby wiegen – deshalb nennt man sie auch Wiegenlieder. Jede Mutter (und natürlich auch jeder Vater) singt die Lieder auf eine eigene, einzigartige Weise. Dabei steuert sie Töne, Tonhöhe und die Intensität der Stimme passend zum Rhythmus des Liedes. Auf diese Weise lenkt sie das Baby mit dem Ton ihrer Stimme und sorgt für eine angenehme und vertraute Situation, in der ihr Kleines sich sicher fühlt und gut einschlafen kann. Dazu kommt, dass Schlaflieder eine beruhigende Verbindung zwischen dem Gehirn des Babys und der Außenwelt herstellen. Damit tragen sie ebenso dazu bei, dass dein Schatz sich entspannt und leichter einschlafen kann.

5. Wie wirken sich Schlaflieder auf das Gehirn eines Babys aus?

Wiegenlieder haben eine sehr positive Wirkung auf Babys. Sie helfen nicht nur dabei, eine starke emotionale Bindung zwischen der Bezugsperson und dem Baby aufzubauen, sondern tragen auch zur Aktivierung des Gehirns des Babys bei. Wenn ein Baby die Stimme seiner Mutter in einer Reihe von harmonischen Melodien hört, fühlt es sich beruhigt, getröstet und sicher. All diese Faktoren zusammen bewirken, dass ein Baby ohne zu weinen und ohne zu kämpfen einschläft.

6. Darum solltest du deinem Baby Schlaflieder vorsingen

Abgesehen davon, dass es eine schöne Tradition ist, gibt es auch Studien, die beweisen, dass das Singen von Schlafliedern gut für Babys ist. Dabei haben die Forscher folgende Vorteile festgestellt:

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  1. Die Verwendung von Wörtern in Schlafliedern ist einfach, die Sprache insgesamt ist leicht zu verstehen und die Hintergrundmusik ist melodiös und hat rhythmische Muster. Das macht es den Babys leicht, sie auch über einen längeren Zeitraum schnell zu lernen.
  2. Solange die Mutter mit dem Baby spricht oder singt, werden die auditiven, visuellen und sprachlichen Zentren des Gehirns stimuliert.
  3. Schlaflieder beruhigen die Babys und spenden ihrem oft ängstlichen und verzweifelten Körper Trost. Das entspannt auch das Gehirn und erleichtert so das Einschlafen des Babys.
  4. Schlaflieder, die vor den unruhigen Stunden des Schlafes gesungen werden, geben dem Baby das Gefühl, dass es umsorgt wird. Das hilft, ein Gefühl des Vertrauens und der Sicherheit im Baby zu entwickeln.
  5. Wenn über einen längeren Zeitraum immer wieder die gleichen Schlaflieder für das Baby gesungen werden, entsteht eine Vertrautheit für das Baby. Dies wirkt sich direkt auf die Hirnnerven aus. Die Hörnerven in der Hemisphäre entspannen sich beim Hören von vertrauter Musik.

7. Die schönsten Schlaflieder für dein Baby

Wenn es darum geht, das beste Schlaflied zu finden, solltest du dein Baby genau beobachten. Gibt es ein bestimmtes Lied oder einen Reim, den es mag? Gurrt und gluckst es, wenn du ihm etwas vorsingst? Alles Neuland für dich? Kein Problem, hier findest du erprobte Lieder von echten Mamas und natürlich haben wir für dich auch einige Klassiker zusammengestellt:

1. La Le Lu

La Le Lu, nur der Mann im Mond schaut zu
Wenn die kleinen Babys schlafen
Drum schlaf auch du.

La Le Lu vor dem Bettchen stehn zwei Schuh
Und die sind genau so müde
Gehn jetzt zur Ruh.

Dann kommt auch der Sandmann
Leis‘ tritt er ins Haus
Sucht aus seinen Träumen
Dir den schönsten aus.

La Le Lu nur der Mann im Mond schaut zu
Wenn die kleinen Babys schlafen
Drum schlaf auch du.

Sind alle die Sterne
Am Himmel erwacht
Dann sing ich so gerne
Ein Lied dir zur Nacht

La le lu
Nur der Mann im Mond schaut zu
Wenn die kleinen Babys schlafen
Drum schlaf auch du

La Le Lu vor dem Bettchen stehn zwei Schuh
Und die sind genau so müde
Gehn jetzt zur Ruh.

(Heino Gaze)

2. Schlaf, Kindlein, schlaf

Schlaf, Kindlein, schlaf!
Der Vater hüt die Schaf,
die Mutter schüttel’s Bäumelein,
da fällt herab ein Träumelein.
Schlaf, Kindlein, schlaf!

Schlaf, Kindlein, schlaf!
Am Himmel zieh’n die Schaf:
Die Sternlein sind die Lämmerlein,
der Mond, der ist das Schäferlein.
Schlaf, Kindlein, schlaf!

Schlaf, Kindlein, schlaf!
So schenk ich dir ein Schaf
mit einer goldnen Schelle fein,
das soll dein Spielgeselle sein.
Schlaf, Kindlein, schlaf!

Schlaf, Kindlein, schlaf!
und blök nicht, wie ein Schaf:
Sonst kommt des Schäfers Hündelein
und beißt mein böses Kindelein.
Schlaf, Kindlein, schlaf!

Schlaf, Kindlein, schlaf!
Geh fort und hüt die Schaf,
geh fort, du schwarzes Hündelein,
und weck mir nicht mein Kindelein!
Schlaf, Kindlein, schlaf!

(Johann Friedrich Reichardt)

3. Guten Abend, gute Nacht

Guten Abend, gut‘ Nacht
Mit Rosen bedacht
Mit Näglein besteckt
Schlüpf unter die Deck‘
Morgen früh, wenn Gott will
Wirst du wieder geweckt
Morgen früh, wenn Gott will
Wirst du wieder geweckt

Guten Abend, gut‘ Nacht
Von Englein bewacht
Die zeigen im Traum
Dir Christkindleins Baum
Schlaf nun selig und süß
Schau im Traum ’s Paradies
Schlaf nun selig und süß
Schau im Traum ’s Paradies

Guten Abend, gut‘ Nacht
Mit Rosen bedacht
Mit Näglein besteckt
Schlüpf unter die Deck‘
Morgen früh, wenn Gott will
Wirst du wieder geweckt
Morgen früh, wenn Gott will
Wirst du wieder geweckt

(J. Brahms / J. Johns / Chappell)

4. Weißt du, wie viel Sternlein stehen

Weisst du wieviel Sternlein stehen
an dem blauen Himmelszelt?
Weißt du wieviel Wolken gehen
weithin über alle Welt?
Gott, der Herr, hat sie gezählet,
daß ihm auch nicht eines fehlet,
an der ganzen großen Zahl,
an der ganzen großen Zahl.

Weißt du wieviel Mücklein spielen
in der hellen Sonnenglut?
Wieviel Fischlein auch sich kühlen
in der hellen Wasserflut?
Gott, der Herr, rief sie mit Namen,
daß sie all‘ ins Leben kamen
Daß sie nun so fröhlich sind
Daß sie nun so fröhlich sind.

Weißt du wieviel Kinder schlafen,
heute nacht im Bettelein?
Weißt du wieviel Träume kommen
zu den müden Kinderlein?
Gott, der Herr, hat sie gezählet,
daß ihm auch nicht eines fehlet,
kennt auch dich und hat dich lieb,
kennt auch dich und hat dich lieb.

Weißt du, wieviel Kinder frühe
stehn aus ihrem Bettlein auf,
Daß sie ohne Sorg und Mühe
fröhlich sind im Tageslauf?
Gott im Himmel hat an allen
seine Lust, sein Wohlgefallen,
Kennt auch dich und hat dich lieb.
Kennt auch dich und hat dich lieb.

(Wilhelm Hey)

5. Der Mond ist aufgegangen

Der Mond ist aufgegangen,
die goldnen Sternlein prangen
am Himmel hell und klar;
der Wald steht schwarz und schweiget,
und aus den Wiesen steiget
der weiße Nebel wunderbar.

Wie ist die Welt so stille
und in der Dämmrung Hülle
so traulich und so hold,
als eine stille Kammer,
wo ihr des Tages Jammer
verschlafen und vergessen sollt!

Seht ihr den Mond dort stehen?
Er ist nur halb zu sehen,
und ist doch rund und schön!
So sind wohl manche Sachen,
die wir getrost verlachen,
weil unsre Augen sie nicht sehen.

Wir stolze Menschenkinder
sind eitel arme Sünder
und wissen gar nicht viel;
wir spinnen Luftgespinste
und suchen viele Künste
und kommen weiter von dem Ziel.

Gott, laß dein Heil uns schauen,
auf nichts Vergänglichs trauen,
nicht Eitelkeit uns freun;
laß und einfältig werden
und vor dir hier auf Erden
wie Kinder fromm und fröhlich sein!

Wollst endlich sonder Grämen
Aus dieser Welt uns nehmen
Durch einen sanften Tod!
Und, wenn du uns genommen,
Laß uns in Himmel kommen,
Du unser Herr und unser Gott!

So legt euch denn ihr Brüder
in Gottes Namen nieder.
Kalt ist der Abendhauch.
Verschon uns, Gott, mit Strafen
und laß uns ruhig schlafen
und unsern kranken Nachbarn auch.

(Matthias Claudius)

6. Die Blümelein, sie schlafen

Die Blümelein sie schlafen
Schon längst im Mondenschein,
Sie nicken mit den Köpfchen
Auf ihren Stengelein.
Es rüttelt sich der Blütenbaum,
Er säuselt wie im Traum:
Schlafe, schlafe,
Schlaf du, mein Kindelein!

Die Vögelein, sie sangen
So süß im Sonnenschein,
Sie sind zur Ruh gegangen
In ihre Nestchen klein.
Das Heimchen in dem Aehrengrund,
Es tut allein sich kund:
Schlafe, schlafe,
Schlaf du, mein Kindelein!

Sandmännchen kommt geschlichen
Und guckt durch’s Fensterlein,
Ob irgend noch ein Liebchen
Nicht mag zu Bette sein.
Und wo er nur ein Kindchen fand,
Streut er ihm in die Augen Sand.
Schlafe, schlafe,
Schlaf du, mein Kindelein!

(Anton Wilhelm F. Von Zuccalmaglio)

7. Wer hat die schönsten Schäfchen

Wer hat die schönsten Schäfchen?
Die hat der gold‘ne Mond
Der hinter jenen Bäumen
Am Himmel droben wohnt

Er kommt am späten Abend
Wenn alles schlafen will
Hervor aus seinem Hause
Am Himmel leis‘ und still

Dann weidet er die Schäfchen
Auf seiner blauen Flur
Denn all‘ die weißen Sterne
Sind seine Schäfchen nur

Sie tun uns nichts zuleide
Hat eins das and‘re gern
Und Schwestern sind und Brüder
Da droben Stern an Stern

Und soll ich dir eins bringen
So musst du nicht mehr schrei‘n
Sollst freundlich wie die Schäfchen
Und wie ihr Schäfer sein

(Hoffmann von Fallersleben, Johann Friedrich Reichardt)

8. Funkle, funkle, kleiner Stern

Funkel, funkel, kleiner Stern,
Ach wie bist du mir so fern,
Wunderschön und unbekannt,
Wie ein strahlend Diamant,
Funkel, funkel, kleiner Stern,
Ach wie bist du mir so fern.

Funkel, funkel, kleiner Stern,
Ach was haben wir dich gern,
Strahlend schön am Himmelszelt,
Erleuchtest hell die ganze Welt,
Funkel, funkel, kleiner Stern
Ach was haben wir dich gern.

(Marko Kupfer, Cornelia Kupfer)

Auf der Suche nach noch mehr Inspiration? Weitere Schlaflieder findet ihr in den Kommentaren oder in unserer geschlossenen Facebook-Gruppe „Wir sind Echte Mamas“.

Wiebke Tegtmeyer

Nordisch bei nature: Als echte Hamburger Deern ist und bleibt diese Stadt für mich die schönste der Welt. Hier lebe ich zusammen mit meinem Mann und unseren beiden Kindern.

Seit 2015 sind wir Eltern einer zauberhaften Tochter. Zwei Jahre später kam ihr kleiner Bruder auf die Welt, und unsere Familie war komplett. Zusammen sind die beiden ein unschlagbares Team, das sich nur allzu gern gegen Mama und Papa verbündet.

Abgesehen von meiner Familie liebe ich den Hafen, fotografiere gern und gehe gern zu Konzerten und zum Fußball. Bei Echte Mamas kann ich meine Leidenschaft für Texte und Social Media ausleben – und darüber freue ich mich sehr.

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