Wo kommen eigentlich Babybody und Co. her?

Habt ihr euch auch schon einmal gefragt, wo und wie genau die Kleidung produziert wird, die eure Kinder tragen? Jeden Tag achten wir auf gesunde Lebensmittel, auf natürliche Pflegeprodukte und so vieles mehr. Aber was ist mit den Lieblingsteilen, in denen unsere Kleinen viele Stunden strampeln, krabbeln, toben und die Welt erkunden? Wir sagen euch, wie man ganz easy mehr über Materialien und Herstellung erfährt – und ganz nebenbei etwas für Umwelt und Menschen tun kann.

Neulich habe ich mir eine neue Jeans aus Bio-Baumwolle gekauft. Ehrlich gesagt vor allem, weil mir das coole Design gefiel. Aber es war auch ein gutes Gefühl, auf dem Etikett mehr über die Marke und ihre Gütesiegel zu erfahren. Später habe ich mich gefragt, was eigentlich so in der Lieblingskleidung meiner beiden Jungs drin ist. Wie gut, dass man immer häufiger mehr darüber erfahren kann, was in Stramplern, Schlafanzügen oder Shirts steckt und woher diese kommen. Und das funktioniert in manchen Fällen sogar schnell und easy von zu Hause aus! Bestimmt ist dir in deiner dm-Filiale auch schon die Marke ALANA aufgefallen. Ich bin Fan, seit ich dort einmal einen wunderbar anschmiegsamen blau-weißen Ringelbody entdeckt und eine Kleidergröße größer wieder nachgekauft habe.

Den gestreiften Wickelbody aus Bio-Wolle und Seide gibt es in vielen verschiedenen Farben.

Den gestreiften Wickelbody aus Bio-Baumwolle gibt es in mehreren Farben. Foto: ALANA

Tatsächlich gibt es die Brand schon seit mehr als 35 Jahren, und mittlerweile weiß ich natürlich, dass zum Sortiment nicht nur Erstausstattung gehört, sondern auch Kleidung und Accessoires von Größe 42 bis 140 – fast alles ausschließlich aus Naturmaterialien. Wenn ich meinen kleinen Sohn also wieder einmal beim Einkaufen im Drogeriemarkt „verliere“, dann steht er garantiert bei den aktuellen Looks. Und während er Streifenpulli oder Elefanten-Shirt anhimmelt, schaue ich jetzt automatisch zuerst auf das Etikett.

Gütesiegel als erste Orientierung

Nachhaltigkeit ist in der Mode genauso ein Thema wie bei gesunder Ernährung. Aber ich habe auch das Gefühl, es gibt immer mehr Zertifikate und Gütesiegel, die uns sagen wollen, was gut ist. Oft weiß ich gar nicht, auf welches ich denn jetzt unbedingt achten sollte. Eine gute Orientierung beim Kleiderkauf bietet das GOTS-Siegel. GOTS steht für „Global Organic Textile Standard“ und ist einer der höchsten internationalen Standards, die ein Textil tragen kann. Warum? Weil er für Bio-Qualität entlang der gesamten Produktionskette steht. Das heißt zum Beispiel, dass beim Anbau keine Pestizide und Insektizide verwendet wurden. Und wer will schon, dass derartige Chemikalien auf den Feldern landen oder gar mit der empfindlichen Haut unserer kleinen Schätze in Berührung kommen? Außerdem wird auf die Einhaltung von Sozialstandards geachtet, etwa dass es beim Anbau keine Zwangs- oder Kinderarbeit gibt. Es geht also nicht nur um das Wohl der Natur, sondern auch das der Menschen – und zwar entlang der gesamten Lieferkette! Als ich neulich der Bitte meines Sohnes nachgegeben und ihm ein Sommer-Shirt mit Dschungel-Print gekauft habe, habe ich gesehen, dass ALANA neben dem GOTS- auch das GREEN BRANDS Gütesiegel trägt, das Marken auszeichnet, die sich nachweislich nachhaltig engagieren. An der Kasse wird der Bügel einbehalten, damit er im dm-Markt wiederverwendet werden kann. Die Verkäuferin hat mir erklärt, dass dieser aus Grasfaser und Recycling-Plastik besteht. Das hat mich daran erinnert, dass es auch auf Details ankommt.

Von Bodys, Strampler und Shirts bis hin zu Kinderschlafsäcken – die Auswahl ist super und die Muster und Motive zeitlos.

Von Bodys, Strampler und Shirts bis hin zu Kinderschlafsäcken – die Auswahl ist super und die Muster und Motive zeitlos. Foto: ALANA

Produktweg verfolgen – easy von zu Hause

Transparenz ist wichtig: Es gibt nicht umsonst immer mehr Labels, die darüber aufklären, wo und wie deren Artikel entstehen. Auf den Websites vieler Marken findet man nicht bloß den Online-Shop, sondern unglaublich viele Informationen zur Produktion. Ehrlich? Ich weiß, wie wichtig das alles für unsere Zukunft ist. Aber ich habe keine Ruhe, mich durch lange Nachhaltigkeitsberichte zu ackern, wenn nebenan lautstark gespielt oder einmal wieder mein Typ verlangt wird. Auf den „dm Produktweg“ habe ich mich trotzdem begeben – weil es so herrlich unkompliziert ist. Auf immer mehr dm-Kindertextilien finden sich auf dem Etikett eine Nummer und ein QR-Code. Letzteren kann man scannen, die Kennziffer lässt sich alternativ bei www.dm.de/produktweg eingeben, wenn man mehr über das Teil erfahren will. Ich selbst bin plötzlich auf dem Baumwollfeld in Indien gelandet, habe Fotos von der Garnproduktion gesehen und online den Weg des Kleidungsstücks bis nach Deutschland nachverfolgen können. Was mir besonders gut gefallen hat, waren die sozialen Projekte, die außerdem unterstützt werden.

Für mehr Transparenz in Sachen Produktion und Qualität – der dm Produktweg.

Für mehr Transparenz in Sachen Produktion und Qualität – der dm Produktweg. Foto: ALANA

Langlebig bedeutet nachhaltig

Hab ich bereits erwähnt, dass ich den weichen Babybody, von dem ich vorhin gesprochen habe, längst einer guten Freundin „vererbt“ habe. Mittlerweile trägt ihn schon das dritte Kind. Bei euch im Freundeskreis ist es sicher auch so, dass schöne Kinderkleidung munter weitergegeben wird – natürlich nur, wenn Design und Qualität stimmen. Gut gemacht! Denn auch das bedeutet Nachhaltigkeit. Ich habe mir jedenfalls fest vorgenommen, beim Kauf von Kinderkleidung den Kopf einzuschalten. Lieber ein Lieblingsstück, statt im Vorbeigehen zwei Teile in den Wagen packen. Na gut, zum Dschungel-Shirt habe ich meinem kleinen Fashion-Victim noch die passende bequeme Sweatshorts gekauft. Aber weil ich weiß, wo diese herkommt, habe ich gefühlt alles richtig gemacht. Und meine Freundin hat sich bereits als potenzielle „Zweitbesitzerin“ angemeldet.

Alma Ettwig

Ich bin Mutter zweier Söhne (2010 und 2015 geboren) – und oft ist es nicht so einfach, Job und Familie unter einen Hut zu bekommen. Wie gut, dass ich das, was ich tue, so sehr liebe! Schreiben ist immer auch Ausgleich für mich. Für Abwechslung sorgt außerdem unser Labradoodle Kalle, der uns freudig zu Ausflügen an Alster, Elbe und Ostsee begleitet. Der vierte Mann im ohnehin ziemlich lebendigen Haus. Aber ich find’s herrlich!

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