Mittelohrentzündung – Inhalieren hat meinem Kind geholfen!

Eine Mittelohrentzündung ist für unsere Kinder richtig schlimm, denn sie ist furchtbar schmerzhaft. Ich litt selbst regelmäßig unter Ohrenschmerzen als Kind und erinnere mich noch sehr gut daran, wie ich mit Zwiebelsäckchen auf den Ohren neben einer Rotlichtlampe gesessen und Märchenschallplatten gehört habe.

Umso mehr leide ich mit, wenn ich Geschichten wie die von Claudia, Mama von zwei Mädchen, höre. Ihre jüngere Tochter hatte als Baby und Kleinkind eine chronische Mittelohrentzündung, die beinahe böse Folgen gehabt hätte – denn dauerhafte, schwere Entzündungen im Mittelohr können zu Hörschäden führen. Hier erzählt sie von der schweren Zeit und was ihren Kindern geholfen hat:

Akute Mittelohrentzündung – und ich hatte nichts gemerkt

Dass meine jüngere Tochter Wanda eine schwere Mittelohrentzündung hatte, ist zwar schon ein paar Jahre her. Trotzdem sind die Bilder in meinem Kopf noch so lebendig, als sei es gestern gewesen. Sie war ungefähr sieben Monate alt, als sie plötzlich sehr hohes Fieber bekam, es stieg auf über vierzig Grad. Sie war total apathisch und weinerlich.

Ich fuhr sofort zu unserem Kinderarzt. Der stellte nach einem kurzen Blick in die Ohren die Diagnose: akute Mittelohrentzündung! Ich war schockiert: Ich hatte überhaupt nichts gemerkt.

Wanda hatte in den Tagen vorher kein einziges Mal geweint, was bei den starken, pulsierenden Schmerzen, die so eine Mittelohrentzündung verursacht, wirklich verwunderlich ist. Eigentlich hätte sie wie am Spieß schreien müssen. Sie hatte sich auch nicht an die Ohren oder ins Gesicht gefasst. Trotzdem machte ich mir natürlich riesige Vorwürfe“, erinnert sich Claudia.

„Wanda hatte vergrößerte Rachenmandeln, umgangssprachlich Polypen genannt. Das ist eine körperliche Gegebenheit, die manche Kinder einfach mitbringen. Die großen Rachenmandeln sorgen aber oft dafür, dass die Verbindung zum Mittelohr verengt ist und gerade bei Schnupfen nicht genug belüftet werden kann. Dann ist es darin schön warm und feucht und die Erreger vermehren sich leicht.

Gerade bei diesen Kindern ist es noch wichtiger, die Atemwege frei zu halten. Der Kinderarzt riet uns, von jetzt an regelmäßig zu inhalieren, um die Gänge zwischen Nase, Ohren und Rachen frei zu halten, und auch zu versuchen, eine Nasendusche anzuwenden.“

Ich machte mir ernsthaft Sorgen

„Nicht nur die Ohrenschmerzen sind schlimm fürs Kind: Eine Mittelohrentzündung kann sogar zu Taubheit führen und dazu, dass die Sprachentwicklung beeinträchtigt wird. Tatsächlich musste ich mit Wanda später zur Logopädin, weil sie sprachlich Nachholbedarf hatte“, so Claudia.

Mein Tipp: Auf die Art des Inhalationsgeräts kommt es an!

Wir nahmen die Warnung vom Kinderarzt, Wanda regelmäßig mit isotonischer Kochsalzlösung inhalieren zu lassen, also sehr, sehr ernst. Es war aber leider ein täglicher Kampf. Denn wie bekommt man einen Säugling oder ein kleines Kind dazu, vier bis sechs Mal am Tag für zehn Minuten zu inhalieren? Leider gab es zur damaligen Zeit nur laute, große Inhalatoren, die Kindern Angst machen. Der Arzt riet uns, sie dabei festzuhalten. Einer von uns hielt also die weinende, sich wehrende Wanda im Arm, während der andere ihr die Maske aufs Gesicht drückte. Das war für uns alle ein Graus“, erinnert sich Claudia.

Super für die Kleinen - der Schnullermasken-Aufsatz zum Inhaliergerät

Super für die Kleinen: der Schnullermasken-Aufsatz zum MicroAir U100. Foto: Norbert Kniat

Hätten wir damals ein kindgerechteres Gerät gehabt, wäre vieles leichter gewesen … Heute würde ich einen kleinen, leisen Vernebler wie den MicroAIR U100 von OMRON verwenden. Für den gibt es sogar einen optionalen Schnullermasken-Aufsatz für Babys. Wanda hat ihren Nucki geliebt und hätte damit wahrscheinlich ständig freiwillig inhaliert!“

Jetzt ist es so viel besser – so konnten wir weitere Mittelohrentzündungen vermeiden

„Mit vier Jahren kamen dann in einer größeren Operation die Rachenmandeln raus und Wanda wurden sogenannte Paukenröhrchen ins Trommelfell eingesetzt. Diese haben dann über ein Jahr lang für die ausreichende Belüftung des Mittelohrs gesorgt, bis sie wieder herausgefallen sind. Wanda musste in diesem Jahr auf eine ihrer liebsten Beschäftigungen verzichten: schwimmen gehen! Denn leider dürfen Kinder in dieser Zeit nicht mit dem Kopf unter Wasser tauchen.

Durch das Inhalieren haben wir es aber zum Glück geschafft, diese Operation bis zu ihrem vierten Lebensjahr hinauszuzögern. Sobald sie leicht verschnupft war, haben wir inhaliert. Sie hatte in den ganzen Jahren insgesamt nur zwei weitere Mittelohrentzündungen.

Bis zu ihrem zehnten Lebensjahr haben wir das Inhalieren durchgezogen, damit es nicht nochmal zu einer Entzündung der Ohren kommt. Inzwischen inhaliert unsere ganze Familie bei Erkältungssymptomen mit Kochsalzlösung. Damit konnten wir schon einige fiese Erkältungen – und Schlimmeres – abwenden“, ist Claudia überzeugt.

Mittelohrentzündung bei Kindern –  das sind die Symptome

Typischerweise sind die Symptome:

  • Fieber
  • starkes Weinen wegen der Schmerzen, sehr unruhig
  • Babys fassen sich immer wieder an die Ohren oder ins Gesicht
  • vermindertes Trinken
  • manchmal kommen Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall dazu

Warum haben kleine Kinder so oft Mittelohrentzündungen?

Innerhalb der ersten drei Lebensjahre erkranken zwei von drei Kindern an Mittelohrentzündungen. Sie kommen so häufig vor, weil bei Babys und Kleinkindern die Verbindung zwischen Mittelohr und Rachenraum (Ohrtrompete) noch sehr kurz ist. Oft folgen die Ohrenschmerzen auch auf einen eher harmlosen Schnupfen, weil die Viren und Bakterien, die den Schnupfen ausgelöst haben, nur einen kurzen Weg haben, um vom Nasen-Rachenraum in Richtung Mittelohr aufzusteigen.

Bei älteren Kindern und Erwachsenen läuft die Eustachische Röhre, die das Mittelohr mit den Nasengängen verbindet und den Luftdruck im Mittelohr regelt, relativ senkrecht und ist weit und starr: Sekrete fließen ungehindert ab. Bei Säuglingen und Kleinkindern ist sie beinahe horizontal, enger, flexibler und kürzer – und dadurch anfälliger für Verstopfungen. Es gelangt keine Luft mehr ins Mittelohr, Sekrete mit Viren oder Bakterien vermehren sich und führen zu einer Infektion. Dazu kommt, dass kleine Kinder durch ihr noch nicht voll ausgebildetes Immunsystem generell anfälliger für Infekte sind.

Achtung: Eine Mittelohrentzündung kann schwere Folgen haben

Unbehandelt kann die Entzündung auf das Gleichgewichtsorgan übergreifen, den Gesichtsnerv schädigen oder zu einer Mastoiditis (Abszess im Warzenfortsatz des Ohrs) führen, die operiert werden muss. Dringt die Entzündung ins Innenohr, kann es zum Verlust des Hörvermögens kommen. Ein Durchbruch bis ins Gehirn ist sogar lebensbedrohlich. Eine schreckliche Vorstellung!

Außerdem bildet sich bei starken, chronischen Entzündungen im Ohr Flüssigkeit, die dazu führt, dass die Kinder nicht mehr so gut hören. Das kann die Sprachentwicklung verzögern – mit Folgen, die schwer wieder gutzumachen sind. Vereinfacht gesagt bilden sich die Synapsen im Gehirn, die für die Sprachentwicklung zuständig sind, nicht aus. Sie können im späteren Leben nicht nachträglich verknüpft werden. Daher müssen zum Beispiel taube Kinder das Cochlea-Implantat früh bekommen.

Wie wird eine Mittelohrentzündung behandelt?

Der Kinderarzt verschreibt häufig zunächst fiebersenkende und schmerzstillende Mittel wie Paracetamol oder Ibuprofen und abschwellende Nasentropfen. Nur, wenn sich die Mittelohrentzündung nicht bessert oder chronisch wird, sind Antibiotika nötig. Meist sind sie aber nicht erforderlich: Etwa ein Viertel der Entzündungen im Ohr werden von Viren verursacht, gegen die Antibiotika nicht wirken. In schweren Fällen oder bei einer eitrigen Mittelohrentzündung ist allerdings ein operativer Eingriff nötig.

Viele Mamas setzen auf bewährte Hausmittel wie Zwiebelsäckchen und Rotlichtlampe. Sanft, aber effektiv, ist ein 2-in-1-Vernebler, also ein Inhalationsgerät mit Nasendusche. Das C102 Total von OMRON kombiniert beides: Lasst eure Kinder erstens mehrmals täglich mit Kochsalzlösung inhalieren, das befeuchtet die Schleimhäute. Zweitens hilft die Nasendusche dabei, die Nasenschleimhäute freizumachen. Dazu schiebt ihr eurem kleinen Patienten einfach sanft eine Art dicken Stift ins Nasenloch. Angenehmer Nebel strömt hinein. Kein Vergleich zu herkömmlichen Nasenduschen, bei denen man mit Druck Wasser in die Nase geschoben bekommt – was Kindern noch weniger als Erwachsenen gefällt!

Nasendusche beim Kind - mit dem C102 Total von OMRON kinderleicht

Nasendusche beim Kind – mit dem C102 Total von OMRON kinderleicht. Foto: Norbert Kniat

Wie Inhalieren wirkt

„Inhalieren ist wie Hände eincremen: Es schützt und pflegt unsere Schleimhäute“, so Prof. Dr. Herth. Der Lungenfacharzt an der Thoraxklinik Heidelberg kennt sich bestens mit Erkältungskrankheiten aus und hat uns im Echte Mamas-Podcast wertvolle Tipps gegeben.

Wer sein Kind mit einem speziellen Vernebler Kochsalzlösung inhalieren lässt, kann einer Mittelohrentzündung vorbeugen – oder sie lindern, falls das Kleine bereits erkrankt ist. Beim Inhalieren wird der natürliche Atemvorgang genutzt, um feine Nebeltröpfchen zu therapeutischen Zwecken direkt in die Atemwege zu bringen. Diese befeuchten die Schleimhäute und fördern ihre Durchblutung. Die Atemwege können sich dann besser reinigen und vor Viren schützen – die Erreger werden durch Husten, Niesen und Naseputzen nach draußen befördert. Salz hat außerdem eine entzündungshemmende und antibakterielle Wirkung.

Inhalieren mit Babys und kleinen Kindern –  so geht’s!

Wir aus der Echte Mamas-Redaktion haben gute Erfahrungen mit dem MicroAIR U100 von OMRON gemacht. Der Membranvernebler ist im Gegensatz zu vielen Kompressor-Inhalatoren handlich klein, mobil und durch die ausgeklügelte Technologie sehr leise. Da der Inhalator mit Batterien betrieben wird, ist er so gut wie in allen Positionen einsetzbar. Du kannst dich beim Inhalieren also mit deinem Kind ins Bett kuscheln. Die Inhalationszeit ist durch die Membran-Technologie kürzer: Schon fünf Minuten reichen, um eine Wirkung zu erzielen. Den MicroAIR U100-Inhalator bekommst du hier.

Was wir ganz neu entdeckt haben: Nasenduschen! Aber nicht so eine, an die ihr jetzt vielleicht denkt, nicht diese großen Teile, mit denen man umständlich über dem Waschbecken die Nase spült und die Hälfte daneben geht. Das versuchen die meisten von uns wohl nur ein einziges Mal mit ihren Kleinen: für uns Mamas stressig, für kleine Kinder beängstigend. Nein danke.

Es gibt ein Inhalationsgerät mit zusätzlicher Nasendusche, das auch für kleine Rotznasen einfach in der Anwendung und hygienisch ist: Das C102 Total von OMRON sprüht feinen Nebel ins Nasenloch und fängt Sekret direkt in seinem Behälter auf. So können unsere Kinder sogar inhalieren oder die Nasendusche anwenden, während wir auf dem Sofa einen kurzen Film gucken. Und eine sich anbahnende Erkältung ist wie weggeblasen.

Gute Besserung an alle kleinen Mäuse, die gerade Ohrenschmerzen haben!

Corinna Siemokat

Ich bin Mama und Journalistin aus Leidenschaft und freue mich, bei Echte Mamas Beruf & Berufung miteinander verbinden zu können. Hier schreibe ich über den bunten Alltag mit meinem Sohn (zwei Jahre) und die kleinen (und großen) Herausforderungen, die das Mamasein so mit sich bringt.

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