Kindern das Naseputzen beibringen? So klappt das spielend!

Noch so etwas, über das ich mir keine Gedanken gemacht habe, bevor ich Mama wurde: Naseputzen kann man nicht automatisch, Naseputzen muss man lernen! Vielen Kindern muss man das Naseputzen beibringen.

Meine kleine Tochter kann das bis heute nicht richtig. Sie schnupft nicht ins Taschentuch aus – sie zieht hoch. Und zwar kräftig. Okay, es gibt Schlimmeres, aber irgendwie wäre es ja doch schöner, wenn der ganze Schnodder auch mal rauskommen würde, oder? Vor allem bei einer dicken Erkältung.

Kindern das Naseputzen beibringen – geht das?

Aber all unsere Bemühungen, ihr den Unterschied zwischen Hochziehen und Ausschnauben zu erklären, sind erfolglos geblieben. Deswegen habe ich mich mal umgehört, wie es andere so machen. Und siehe da: Manche Kinder konnten problemlos von Anfang an die Nase putzen, andere mussten es fleißig üben. Und dazu hab ich einige Ideen gefunden, die sogar richtig Spaß machen!

… und bis es mit dem Selber-Naseputzen richtig gut klappt, hilft Mama gerne dabei. Foto: Bigstock

Mit diesen vier Tricks kann man Kindern das Naseputzen beibringen:

Der Spiegeltrick

Halte einen Taschenspiegel unter die Nase deines Kindes. Dann soll es kräftig durch die Nase ausatmen – wenn dann die „Richtung“ stimmt, beschlägt der Spiegel sichtbar.

Der Fußballtrick

Aus Watte ein kleines Bällchen formen und auf den Tisch legen. Ein kleines Tor (beispielsweise durch ein aufgestelltes Buch) oder eine Ziellinie basteln. Jetzt soll dein Kind sich jeweils einen Nasenflügel zudrücken und durch das freie Nasenloch kräftig gegen das Bällchen pusten, bis es im Tor gelandet ist.

Der Musiktrick

Den größten Spaßfaktor hat mit Sicherheit die Nasenflöte*. Es sieht so schön blöde aus, wenn man sich dieses kleine Instrument unter die Nase hält – und wenn man kräftig durch die Nasenlöcher hineinbläst, kann man verschiedene Töne erzeugen.

Der Kegeltrick

Nimm ein Stück Papiertaschentuch, und rolle es zu einem kleinen Kegel. Stecke diesen vorsichtig einige Millimeter tief in ein Nasenloch deines Kindes, vorsichtshalber sollte dabei ein Ende noch aus dem Nasenloch herausschauen. Jetzt soll es das freie Nasenloch zuhalten, tiieeeef durch den Mund einatmen, und dann den Kegel kräftig aus dem Nasenloch pusten.

Am besten übt man das Ausschnauben „trocken“, also immer mal wieder, wenn das Kind gerade gesund ist!

Nase hochziehen ist sogar ungefährlicher als Naseputzen

Es ist aber übrigens auch gar nicht so schlimm, wie ich dachte, wenn die Kleinen ihre Nase hochziehen. Klar, das Geräusch nervt auf Dauer kolossal, aber aus rein medizinischer Sicht ist Hochziehen sogar „ungefährlicher“ als Nase putzen. Denn beim falschen Ausschnauben kann leicht Schnodder in die Nebenhöhlen geraten und dort für Entzündungen etc. sorgen.

Insofern ist es gar nicht schlimm, wenn es mit den Lernen des Naseputzens ein wenig dauert!

 

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Laura Dieckmann

Als waschechte Hamburgerin lebe ich mit meinem Freund und unserer fünfjährigen Tochter in der schönsten Stadt der Welt – Umzug ausgeschlossen! Bevor das Schicksal mich zu Echte Mamas gebracht hat, habe ich in verschiedenen Zeitschriften-Verlagen gearbeitet. Ich mag leckeres Essen, laute Rockmusik und ab und zu sogar ein bisschen Sport.

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Kommentare

  1. […] Yeah, der Frühling ist da, endlich! Spürt ihr es auch? Vorbei die Zeit des langen Anziehens, der Suche nach dem anderen Handschuh, der kalten Kinderfüße und meiner Unlust, mir stundenlang auf dem Spielplatz einen abzufrieren. Eine Sache begleitet mich trotzdem weiter: die Rotznase meines 3-Jährigen. Denn außer im Hochsommer läuft die Nase eigentlich immer, oder? Und dann wird fleißig hochgezogen, denn Naseputzen müssen Kinder erst lernen. Wie das geht, lest ihr hier. […]

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