10 Tipps, um das Immunsystem deines Kindes zu stärken

Jetzt geht es wieder los… Der Herbst ist da. Und mit ihm auch Schnupfen und Husten bei unseren Kindern …  Erkältungen bei Babys und Kindern sind von Oktober bis März oft nerviger Dauerzustand. Das Immunsystem der Kleinen ist noch nicht voll ausgebildet und so nimmt dein Kind fast jede Erkältung mit. Zeit, Viren einen Riegel vorzuschieben! Wir verraten dir Tipps, die das Immunsystem stärken und Erkältungen lindern. 

Als Mama eines Sohnes im Krippenalter ist die Zeit von Oktober bis März für mich eine echte Herausforderung. Seit mein Sohn in die Krippe geht, bringt er nicht nur selbstgebastelte Laternen, sondern auch jede Menge fiese Kita-Erreger mit nach Hause. Bruno hat fast alles mitgenommen, was in der Kita kursierte. Magen-Darm, Mundfäule, Erkältungen… Ich pushe daher Brunos Immunsystem durch die Klassiker: frische Luft, viel trinken, reichlich Vitamine.

Aber es gibt noch mehr, was wir Mamas tun können, um Infekten vorzubeugen! Hier kommen meine zehn Tipps, wie du das Immunsystem von deinem Schatz zusätzlich unterstützen kannst.

1. Salzige Luft: Schnupfnase adé!

Ein Tag am Meer mit Kindern ist auch im Herbst ein riesiger Spaß – und heilsam: Salzige Luft wirkt entzündungshemmend und antibakteriell. Mit jedem Atemzug strömen wertvolle Mineralien sowie Magnesium, Calcium, Kalium, Eisen und Jod in die Atemwege. Dort wirken sie sekretlösend und schleimhautabschwellend. 

Nun wohnen wir ja (leider) nicht alle direkt am Meer oder haben gerade Zeit für einen Familienurlaub an der Küste. Aber: Der Besuch einer Salzgrotte hat einen ähnlichen Effekt. Häufig werden dem Salz dort zusätzliche heilende Minerale und Spurenelemente beigemischt. Viele Salzgrotten-Betreiber haben sich sogar auf Familien und Kinder spezialisiert. Du kannst deinem Kleinen also gemütlich ein Buch vorlesen, während ihr gemeinsam die heilsame Luft atmet und euer Immunsystem stärkt.

2. Nasendusche ­– das geht auch schon bei den Kleinsten!

Was Erkältungen so gemein macht, ist dass die Erholung gerade nachts zu kurz kommt: Da wird geschnieft, der Hals ist trocken, weil das Kleine nicht durch die Nase atmen kann und mit offenem Mund schläft – und die ganze Familie leidet mit dem kleinen Patienten. Medikamente oder Nasenspray gibt man der kleinen Schniefnase allerdings einfach nicht gerne. Mein Tipp: Vorm Schlafengehen eine Nasendusche anwenden. Das befreit die Nase und befeuchtet die Nasenschleimhäute.

Diese neue Nasendusche lässt sich sogar bei kleinen Patienten easy anwenden.

Diese neue Nasendusche lässt sich sogar bei kleinen Patienten easy anwenden. Foto: Nobert Kniat

Der 2-in-1-Vernebler C102 Total von OMRON ist ein Vernebler inklusive Nasendusche. Die Anwendung ist supereinfach: Kochsalzlösung einfüllen, Nasenstück in ein Nasenloch halten, anderes Nasenloch leicht zudrücken, feinen Nebel einatmen. Mit diesem modernen Gerät muss euer Kleines nicht kompliziert über dem Waschbecken die Nase ausspülen, das geht auch bequem auf dem Sofa oder kuschelnd im Bett: Freigesetztes Nasensekret wird direkt im Behälter der Nasendusche eingesammelt. Mehr Infos zum C102 Total findet ihr hier, kann ich euch wirklich ans Herz legen!

3. Erkältungs-Bad: Entgiften und Immunsystem stärken mit Spaß

Planschen eure Kinder auch so gerne? Dann probiert doch mal diesen Tipp aus.

Ein Entgiftungsbad eignet sich prima dazu, den Körper stark zu machen gegen Erreger. Wieso? Ganz einfach: Wir alle haben Giftstoffe aus der Umwelt in uns, die den Organismus schwächen können. Ein Entgiftungsbad entzieht diese schädlichen Stoffe, Leber und andere Organe können wieder effektiv arbeiten und der Körper kann Infekte besser abwehren. Bade dein Kind etwa 40 Minuten bis zu einer Stunde, ein- bis zwei Mal in der Woche. Der perfekte Zeitpunkt für ein solches Bad ist vor dem Schlafengehen, da es die Mäuse häufig schläfrig macht. Achtung: Während und nach dem Bad sollte dein Kleinkind trinken, damit es nicht dehydriert.

So stellst du das Badesalz für euer Erkältungs-Bad her:
1/2 Tasse Bittersalz
1/2 Teelöffel pulverisierten oder frischen Ingwer (bringt ins Schwitzen)
2 Esslöffel Backpulver für Kinder
3-4 Tropfen Kamillenöl

Achtung: Ätherische Öle wie Kampfer, Eukalyptus, Menthol oder Pfefferminzöl dürfen selbst in verdünnter Form nicht für kleine Kinder benutzt werden. Selbst in stark verdünnter Form können sie die kleinen Atemwege reizen und im schlimmsten Fall zu Atemnot führen.

4. Abwehrkräfte pushen mit Probiotika

Wusstest du, dass 80 Prozent der Immunzellen im Darm angesiedelt sind? Durch schlechte Ernährung, Krankheiten oder Stress können sich schädliche Bakterien ausbreiten. Stopp! Probiotika können helfen, diese zu bekämpfen: Diese isoliert lebenden Mikroorganismen (Bakterien oder Hefepilze) setzen sich auf der Darmwand fest. Die positive Wirkung von Probiotika ist zwar wissenschaftlich nicht eindeutig belegt, viele Mamas schwören jedoch darauf, um das Immunsystem ihrer Kinder zu stärken. In unserer Nahrung kommen Probiotika in milchsauren Produkten wie Kefir, Joghurt oder Buttermilch vor. Es gibt auch Lebensmittel mit probiotischen Zusätzen, wie zum Beispiel Actimel oder Yakult. Aber Achtung: Solche Drinks enthalten häufig viel Zucker. Am besten besorgst du dir Präparate speziell für Babys und kleine Kinder. Es gibt Probiotika zum Beispiel als Pulver, Saft oder Kautabletten.

5. Gesundheit beginnt im Mund (und im Zahnputzbecher)

Immunsystem staerken Zahnhygiene

Plaque schadet nicht nur den Zähnen, sondern auch dem Immunsystem. Foto: Bigstock

Klar, Zähneputzen ist wichtig. Aber wusstest du, dass eine schludrige Zahnhygiene auch Erkältungen & Co begünstigt? Wer nicht regelmäßig oder gründlich genug putzt, riskiert, dass sich am Zahnfleisch Plaque (Zahnbelag mit Mikroorganismen) anreichert. Das wiederum erleichtert die Bildung von Bakterien und begünstigt somit Infektionen. Gründliches Zähneputzen ist immer wichtig, aber in der Erkältungssaison ein absolutes Muss fürs Immunsystem!

Achte auch darauf, dass die verschiedenen Zahnbürsten von Mama, Papa und Kindern nicht zusammen in einem Glas stehen. Wenn sich die Borsten berühren, verteilen sich Bakterien und Viren fröhlich von Bürste zu Bürste. Das ist dann ungefähr so, als würde man in den Mund des kranken Kindes (oder Partners) fassen und danach in den eigenen. Igitt!

6. Inhalieren: Schädliche Bakterien und Viren einfach „wegatmen“

Wenn sich eine Erkältung anbahnt, wirkt Inhalieren wahre Wunder! Seit Bruno in die Kita geht, inhalieren wir regelmäßig. Mit Erfolg: So konnten wir schon den ein oder anderen Infekt abwenden.

Viele Infekte der Kleinen sind durch Viren oder Bakterien ausgelöste Erkrankungen der Atemwege. Inhalieren mit isotonischer Kochsalzlösung (0,9 Prozent) ist eine supersanfte, aber sehr effektive Methode, Atemwege und Immunsystem deines Kindes zu stärken. Beim Inhalieren werden feinste Nebeltröpfchen durch den Atem direkt und hoch konzentriert zu den Schleimhäuten von Nase, Rachen und Bronchien transportiert. Dort regen sie die Durchblutung an und befeuchten die Atemwege. Feuchte Atemwege können sich besser selbst reinigen und schützen. Schleim, der Schadstoffe bindet, wird verflüssigt und zum Beispiel durch Husten nach draußen befördert.

Schon die Kleinsten können mit dem MicroAir U100 von OMRON inhalieren.

Schon die Kleinsten können mit dem MicroAir U100 von OMRON inhalieren. Foto: Norbert Kniat

Für die volle Wirksamkeit solltet ihr mit einem speziellen Vernebler inhalieren, wie dem MicroAIR U100 von OMRON. Der ist im Gegensatz zu vielen Kompressor-Inhalatoren besonders kindgerecht: leise und handlich klein. So kannst du beim Inhalieren dein Kind prima mit einem Buch oder Puzzle ablenken. Für Babys und sehr kleine Kinder gibt es sogar einen Schnullermasken-Aufsatz. Den MicroAir U100 kannst du hier kaufen – übrigens eine Anschaffung, die sich für die ganze Familie und ihre Gesundheit bezahlt macht! Auch mein Mann und ich inhalieren sofort, wenn wir uns mal schlapp fühlen.

7. Immunsystem stärken mit dem Booster Fischöl (Omega 3)

Schon unsere Großeltern wussten, dass Omega 3 gerade in jungen Jahren wichtig für die Immunabwehr ist. Unser Körper kann selbst nämlich keine Omega-3-Fettsäuren herstellen. Er ist darauf angewiesen, dass sie ihm in ausreichender Menge zugeführt werden. Sie kommen zum Beispiel in Nüssen, Samen, Eiern und Lachs vor. Die Aufnahme allein durch die Nahrung ist mühsam, besonders für die Kleinen. Daher gab es für den Nachwuchs früher häufig Lebertran, flüssiges Fischöl und viel Fisch. Eine gut gemeinte Maßnahme, um das Immunsystem der Kleinkinder zu stärken, geschmacklich aber nicht der Hit… Heute gibt es zum Glück spezielle, kindgerechte Präparate, die es uns Mamas leichter machen, zum Beispiel Omega 3-Saft, den du in einen gesunden Smoothie mischen kannst.

8. Apfelessig-Tee: Sauer macht lustig – und gesund

Viele Mamas schwören im Kampf gegen fiese Erreger auf Apfelessig: Die Säure aus dem Essig wirkt desinfizierend, fördert die Durchblutung und reinigt die Lymphknoten. Außerdem unterstützt Apfelessig die Aktivität von Bauchspeicheldrüse und Darm. Perfekt also, um das Immunsystem von Kleinkindern in Schwung zu bringen.

Deinem Kind schmeckt Apfelessig pur nicht? Dann koche einfach einen leckeren Tee damit:
1 Beutel Zitronentee
1 Teelöffel Bio-Rohhonig
1 Teelöffel Bio-Apfelessig
Ein paar Spritzer frische Zitrone

Achtung: Da Honig enthalten ist, eignet sich dieser Tee nicht für Babys beziehungsweise Kinder unter einem Jahr. Achte bitte auch auf die Qualität des Apfelessigs. Er sollte am besten bio, naturtrüb und sehr schonend verarbeitet sein.

9. Luftbefeuchter: Gegen dicke Luft, für ein stärkeres Immunsystem

Während der Heiz- und Erkältungsperiode ist die Luft häufig sehr trocken. Das Problem: Trockene Schleimhäute können sich schlechter gegen Erreger wehren. Zu allem Übel fühlen sich Bakterien und Viren in trockener Luft pudelwohl, sie vermehren sich dann noch ungehemmter. 

Ein Luftbefeuchter oder nasse Handtücher auf der Heizung sind daher gut, um Krankheitsausbrüche zu verhindern. Eine Luftfeuchtigkeit von 40 bis 60 Prozent gilt als ideal. Es gibt sogar spezielle Luftbefeuchter für kleine Kinder, die zum Beispiel ein integriertes Nachtlicht haben und besonders sicher und kindgerecht gestaltet sind.

10. Arztbesuche? Lieber nicht!

Wir Mamas sind manchmal zu schnell besorgt. Dann rennen wir in Windeseile wegen einer leichten Erkältung zum Kinderarzt. Und stehen dann dort, zusammen mit etlichen anderen Müttern, kleinen Schniefnasen und Kindern, die möglicherweise etwas Ansteckendes mit sich herumschleppen, Schlange. Und zack, hat unser Kind durch den Arzt-Besuch die nächsten Viren mitgebracht.

„Keine Sorge! Bis zu zehn oder zwölf Mal Schnupfen im Jahr ist bei kleinen Kindern völlig normal. So bildet das Kind sein Immunsystem aus“, so Prof. Dr. Herth, Spezialist für Atemwegserkrankungen. Also, liebe Mamas: Ruhe bewahren. Viel kuscheln, viel Tee, viel Schlaf und die vielen Tipps in diesem Beitrag ausprobieren.

Zu guter Letzt lege ich dir den Echte Mamas-Podcast ans Herz. In dieser Folge sprechen wir mit dem Experten Prof. Dr. Herth über Erkältungen bei Kleinkindern. Darin erfährst du, wo besonders viele Viren lauern und was du tun kannst, um das Immunsystem deines Kindes auf Vordermann zu bringen. Hör doch mal rein!

Ich hoffe, all diese Tipps helfen dir, Erkältungen vorzubeugen und das Immunsystem deines Kleinkinds zu stärken. Bleibt gesund und munter!

Corinna Siemokat

Ich bin Mama und Journalistin aus Leidenschaft und freue mich, bei Echte Mamas Beruf & Berufung miteinander verbinden zu können. Hier schreibe ich über den bunten Alltag mit meinem Sohn (zwei Jahre) und die kleinen (und großen) Herausforderungen, die das Mamasein so mit sich bringt.

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