10 Tipps, um das Immunsystem deines Kindes zu stärken

Jede Mama weiß es: Gerade im Winter kommt es darauf an, das Immunsystem zu stärken. Denn sonst folgt auf Schnupfen Fieber, darauf Husten – und wieder von vorn. Unsere Tipps helfen, Erkältungen ein Schnippchen zu schlagen!

Erkältungen bei Babys und Kindern sind bei vielen von uns Mamas von Oktober bis März nerviger Dauerzustand. Das Immunsystem unserer Kinder ist noch nicht voll ausgebildet und so nimmt dein kleiner Schatz fast jede Erkältung mit. Zeit, das Immunsystem zu stärken und Viren einen Riegel vorzuschieben! Wir verraten dir Tipps, die das Immunsystem stärken und Erkältungen lindern.

Als Mama eines Sohnes im Krippenalter sind die Monate zwischen September und März für mich eine echte Herausforderung. Bruno hat in den letzten Wochen fast alles mitgenommen, was in der Kita kursierte. Magen-Darm, Mundfäule, Virusinfektionen mit Fieber, Erkältungen… Ist ja auch kein Wunder. In Krippe und Kita wird das noch nicht fertige Immunsystem unserer Kleinen mit fiesen Viren und Bakterien nur so bombardiert. Ich versuche daher, Brunos Immunsystem mit den üblichen Tricks zu pushen und Infekten so vorzubeugen: viel frische Luft, regelmäßiges Händewaschen, viel trinken, reichlich Vitamine. Und ja, ein bisschen besser ist es geworden.

Trotzdem habe ich mich gefragt: Wie kann man das Immunsystem von Kleinkindern noch stärken? Gibt es nicht noch mehr, was ich tun kann? Ja, gibt es! Hier kommen meine zehn Tipps, wie du das Immunsystem von deinem Schatz zusätzlich unterstützen kannst.

1. Erkältungs-Bad: Entgiften und Immunsystem stärken mit Spaß

Mein Sohn liebt es, zu baden. Diesen Tipp werde ich daher auf jeden Fall ausprobieren: Ein spezielles Bad eignet sich prima dazu, den Körper zu entgiften – und somit stark zu machen gegen Erreger und die Abwehr des Kleinkinds zu stärken. Wieso? Ganz einfach: Wir alle haben Giftstoffe aus der Umwelt in uns, die den Organismus schwächen. Ein Entgiftungsbad entzieht diese schädlichen Stoffe. Leber und andere Organe können wieder effektiv arbeiten. Der Körper kann Infekte besser abwehren. Gebadet werden sollte 40 Minuten bis zu einer Stunde, ein- bis zwei Mal in der Woche. Der perfekte Zeitpunkt für ein solches Bad ist vor dem Schlafengehen, da es die Mäuse häufig schläfrig macht. Achtung: Während und nach dem Bad viel Wasser trinken, damit dein Kleinkind nicht dehydriert.

So stellst du das Badesalz für das Erkältungs-Bad her:

1/2 Tasse Bittersalz
1/2 Teelöffel pulverisierten oder frischen Ingwer (bringt ins Schwitzen)
2 Esslöffel Backpulver für Kinder
3-4 Tropfen Eukalyptusöl

2. Abwehrkräfte pushen mit Probiotika

Wusstest du, dass 80 Prozent der Immunzellen im Darm angesiedelt sind? Durch schlechte Ernährung, Krankheiten oder Stress können sich schädliche Bakterien ausbreiten. Stopp! Probiotika können helfen, diese zu bekämpfen. Dabei handelt es sich um isoliert lebende Mikroorganismen (Bakterien oder Hefepilze), die sich auf der Darmwand festsetzen. Die positive Wirkung von Probiotika ist wissenschaftlich nicht eindeutig belegt. Viele Mamas schwören jedoch darauf, um das Immunsystem ihrer Kinder zu stärken. In unserer Nahrung kommen Probiotika in milchsauren Produkten wie Kefir, Joghurt oder Buttermilch vor. Es gibt auch Lebensmittel mit probiotischen Zusätzen, wie zum Beispiel Actimel oder Yakult. Aber Achtung: Diese Drinks enthalten häufig viel Zucker. Am besten besorgst du dir Präparate speziell für Babys und kleine Kinder. Es gibt Probiotika zum Beispiel als Pulver, Saft oder Kautabletten.

3. Gesundheit beginnt im Mund (und im Zahnputzbecher!)

Immunsystem staerken Zahnhygiene

Plaque schadet nicht nur den Zähnen, sondern auch dem Immunsystem. Foto: Bigstock

Klar, Zähneputzen ist wichtig. Das ist uns allen (hoffentlich) bewusst. Aber wusstest du, dass eine schludrige Zahnhygiene auch Erkältungen & Co begünstigt? Wer nicht regelmäßig oder gründlich genug putzt, riskiert, dass sich am Zahnfleisch Plaque (Zahnbelag mit Mikroorganismen) anreichert. Das wiederum erleichtert die Bildung von Bakterien und begünstigt somit Infektionen. Gründliches Zähneputzen ist natürlich immer wichtig. Aber in der Erkältungssaison ein absolutes Muss fürs Immunsystem!

Achte außerdem darauf, dass die verschiedenen Zahnbürsten der Familie nicht zusammen in einem Glas stehen. Wenn sich die Borsten berühren, verteilen sich Bakterien und Viren fröhlich von Bürste zu Bürste. Das ist dann ungefähr so, als würde man in den Mund des kranken Kindes (oder Partners) fassen und danach in den eigenen. Igitt! Bei uns bekommt ab jetzt jeder seinen eigenen Becher.

4. Immunsystem stärken mit dem Booster Fischöl (Omega 3)

Bereits unsere Großeltern wussten, dass Omega 3 gerade in jungen Jahren wichtig für die Immunabwehr ist. Unser Körper kann selbst nämlich keine Omega-3-Fettsäuren herstellen. Er ist darauf angewiesen, dass sie ihm in ausreichender Menge zugeführt werden. Sie kommen zum Beispiel in Nüssen, Samen, Eiern und Lachs vor. Die Aufnahme allein durch die Nahrung ist mühsam, besonders für die Kleinen. Daher gab es für den Nachwuchs früher häufig Lebertran, flüssiges Fischöl und viel Fisch. Das war zwar eine gute Maßnahme, um das Immunsystem der Kleinkinder zu stärken, jedoch zugleich eher ein geschmacklicher Alptraum. Und für die Eltern ein ziemlicher Kampf. Zum Glück gibt es heute spezielle, kindgerechte Präparate, die es uns Mamas leichter machen. Wie zum Beispiel Omega 3-Saft, den du ganz einfach in einen leckeren Smoothie mischen kannst. Oder bunte, lustige Omega 3-Fruchtgummis.

5. Apfelessig-Tee: Sauer macht lustig – und gesund

Viele Mamas schwören im Kampf gegen fiese Erreger auf Apfelessig. Die Säure aus dem Essig wirkt desinfizierend, fördert die Durchblutung und reinigt die Lymphknoten. Außerdem unterstützt Apfelessig die Aktivität von Bauchspeicheldrüse und Darm. Perfekt also, um das Immunsystem von Kleinkindern in Schwung zu bringen.

Deinem Kind schmeckt Apfelessig pur nicht? Dann koche einfach einen leckeren Tee damit (Rezept unten). Achtung: Da Honig enthalten ist, eignet sich dieser Tee nicht für Babys beziehungsweise Kinder unter einem Jahr. Achte bitte auch auf die Qualität des Apfelessigs. Er sollte am besten bio, naturtrüb und sehr schonend verarbeitet sein.

So kochst du deinem Schatz einen leckeren Apfelessig-Tee und beugst Erkältungen vor:

– 1 Beutel Zitronentee
– 1 Teelöffel Bio-Rohhonig
– 1 Teelöffel Bio-Apfelessig
– Ein paar Spritzer frische Zitrone

6. Inhalieren: Schädliche Bakterien und Viren einfach „wegatmen“

Viele Infekte der Kleinen sind durch Viren oder Bakterien ausgelöste Erkrankungen der Atemwege. Inhalieren mit isotonischer Kochsalzlösung (0,9 Prozent) ist eine sanfte, aber effektive Methode, Atemwege und Immunsystem deines Kindes zu stärken. Seit Bruno in die Kita geht, inhalieren wir regelmäßig. Mit Erfolg: So konnten wir schon den ein oder anderen Infekt abwenden. Beim Inhalieren werden feinste Nebeltröpfchen durch den Atem direkt und hoch konzentriert zu den Schleimhäuten von Nase, Rachen und Bronchien transportiert. Dort regen sie die Durchblutung an und befeuchten die Atemwege. Feuchte Atemwege können sich besser selbst reinigen und schützen. Schleim, der Schadstoffe bindet, wird verflüssigt und zum Beispiel durch Husten nach draußen befördert.

Kind beim Inhalieren mit dem Inhalationsgerät von OMRON

Kind beim Inhalieren mit dem Inhalationsgerät von OMRON. Foto: Kapturing

Wichtig ist, für die volle Wirksamkeit mit einem speziellen Vernebler zu inhalieren. Wie dem „MicroAIR U100“-Inhalationsgerät von OMRON. Der Vorteil: Es ist im Gegensatz zu vielen Kompressor-Inhalatoren besonders kindgerecht. Es ist handlich klein, mobil und sehr leise. Beim Inhalieren kannst du dein Kind prima mit einem Buch oder Puzzle ablenken. Für Babys und sehr kleine Kinder gibt es sogar einen Schnullermasken-Aufsatz. Inhalator und spezielle Salzlösung bekommst du in der Apotheke. Tipp: Viele Krankenkassen erstatten die Kosten.

7. Salzgrotten-Besuch: Schnupfnase ade!

Du hast sicher auch schon festgestellt, dass ein Tag am Meer bei Erkältungen & Co. wahre Wunder wirkt. Die salzige Luft wirkt entzündungshemmend, antibakteriell und stärkt das Immunsystem. Mit jedem Atemzug strömen wertvolle Mineralien und Microelemente wie Magnesium, Calcium, Kalium, Eisen und Jod in die Atemwege. Dort wirken sie sekretlösend und schleimhautabschwellend.

Nun wohnen wir ja (leider) nicht alle direkt am Meer. Aber: Der Besuch einer Salzgrotte hat einen ähnlichen Effekt. Häufig werden dem Salz dort noch zusätzliche heilende Minerale und Spurenelemente beigemischt. Viele Salzgrotten-Betreiber haben sich inzwischen auf Familien und Kinder spezialisiert. Du kannst also gemütlich mit deinem Schatz ein Kinderbuch lesen, während ihr gemeinsam die heilsame Luft atmet und euer Immunsystem stärkt.

8. Das bisschen Haushalt? Macht dein Kind gesund!

Seit mein Sohn in die Krippe geht, bringt er nicht nur selbstgebastelte Tischlaternen, sondern auch jede Menge fiese Kita-Erreger mit nach Hause. Nicht immer bricht die Erkrankung bei Bruno auch aus. Manchmal erwischt es stattdessen uns Mamas oder die Papas. Das Blöde ist: Die Erreger verteilen sich fröhlich in der Wohnung. Besonders gerne machen es sich Viren und Bakterien auf Türklinken, Handtüchern, dem Sofa, Lichtschaltern und Fernbedienungen gemütlich. Dort können sie teilweise wochenlang (!) überleben.
Ich wiederhole: w o c h e n l a n g.

Gerade in der Erkältungssaison ist es daher wichtig, die Wohnung gründlich sauber zu halten. Du solltest „gefährliche“ Stellen regelmäßig gründlich abwischen und sogar desinfizieren, Handtücher, Bettzeug und Spielzeug regelmäßig waschen und immer gut lüften.

9. Luftbefeuchter mit ätherischem Öl: Gegen dicke Luft, für ein stärkeres Immunsystem

Die gemeinen Erreger sitzen nicht nur auf Oberflächen. Sie schwirren auch durch die Luft in der Wohnung. Während der Heiz- und Erkältungsperiode ist die Luft häufig sehr trocken. Das Problem: Trockene Schleimhäute können sich schlechter gegen Erreger wehren. Zu allem Übel fühlen sich Bakterien und Viren in trockener Luft wohler. Sie vermehren sich dann noch ungehemmter.

Daher ist ein Luftbefeuchter gut, um Krankheitsausbrüche zu verhindern. Eine Luftfeuchtigkeit von 40 bis 60 Prozent gilt als ideal. Zusätzlich kannst du, wenn dein Kind etwas älter ist, desinfizierende ätherische Öle (zum Beispiel Teebaumöl oder Thymian) mit dem Diffuser verdampfen. Es gibt sogar spezielle Luftbefeuchter für kleine Kinder, die zum Beispiel ein integriertes Nachtlicht haben und besonders sicher und kindgerecht gestaltet sind.

10. Arztbesuche? Lieber nicht!

Wir Mamas sind manchmal zu schnell zu besorgt. Dann rennen wir in Windeseile wegen einer leichten Erkältung zum Kinderarzt. Und warten dann dort, zusammen mit etlichen anderen Müttern, kleinen Schniefnasen und Kindern, die möglicherweise etwas Ansteckendes mit sich herumschleppen, im Wartezimmer. Und zack, hat unser Kind mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit durch den Arzt-Besuch die nächsten Viren mitgebracht.

„Keine Sorge! Bis zu zehn oder zwölf Mal Schnupfen im Jahr ist bei kleinen Kindern völlig normal. So bildet das Kind sein Immunsystem aus“, so Prof. Dr. Herth, Spezialist für Atemwegserkrankungen. Also, liebe Mamas: Ruhe bewahren. Viel kuscheln, viel Tee, viel Schlaf und die vielen Tipps in diesem Beitrag ausprobieren.

Zu guter Letzt lege ich dir den Echte Mamas-Podcast ans Herz. In dieser Folge sprechen wir mit dem Experten Prof. Dr. Herth über Erkältungen bei Kleinkindern. Darin erfährst du, wo besonders viele Viren lauern und was du tun kannst, um das Immunsystem deines Kindes auf Vordermann zu bringen. Hör doch mal rein!

Ich hoffe, all diese Tipps helfen dir, Erkältungen vorzubeugen und das Immunsystem deines Kleinkinds zu stärken. Bleibt gesund und munter!

Corinna Siemokat

Mama und Journalistin aus Leidenschaft. Ich freue mich sehr, bei Echte Mamas Beruf und Berufung miteinander verbinden zu können. Gerade bin ich mit meinem Mann und unserem Sohn (2 Jahre) von Hamburg nach Berlin gezogen.

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