Einnistung fördern: So hilfst du deinem Körper

Du wirst einfach nicht schwanger? Vielleicht liegt es daran, dass sich die befruchtete Eizelle nicht in die Gebärmutterschleimhaut einnistet. Eine Einnistungsstörung ist einer der häufigsten Gründe bei einem unerfüllten Kinderwunsch. Wir möchten dir erklären, was du tun kannst, um die Einnistung zu fördern und wie du deinem Körper optimal helfen kannst.

1. Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Eine Einnistungsstörung ist einer der häufigsten Gründe für einen unerfüllten Kinderwunsch.
  • Damit eine Einnistung stattfinden kann, muss die Gebärmutterschleimhaut zwei Schichten und eine Dicke von 8-14 mm haben.
  • Du kannst die Einnistung fördern, wenn den Aufbau deiner Gebärmutterschleimhaut unterstützt, dich gesund ernährst und dich ausreichend bewegst.
  • Auch Zyklus- und Kinderwunschtees haben positive Auswirkungen auf die Umgebung in der Gebärmutter.
  • Wenn du dir ein Kind wünschst, solltest du außerdem darauf achten, Stress zu vermeiden und ausreichend zu schlafen.
  • Zigaretten, Kaffee, Alkohol, Stress und Hochleistungssport hindern die Eizelle bei der Einnistung.
  • Symptome einer erfolgreichen Einnistung können Einnistungsschmerzen, und/oder eine Einnistungsblutung sein.

2. Was passiert bei der Einnistung?

Die Eizelle wandert nach der Befruchtung zur Gebärmutter und nistet sich dann in die Gebärmutterschleimhaut ein. Das Wandern der Eizelle kann mehrere Tage dauern, deswegen findet die Einnistung meistens 6-8 Tage nach der Befruchtung statt (natürlicher Zyklus). Die Gebärmutterschleimhaut muss für die Einnistung ausreichend aufgebaut sein, um die Zelle aufzunehmen: So sollte aus zwei Schichten bestehen, die per Ultraschall dreischichtig aussehen und sie sollte eine Dicke von 8-14 mm haben. Nur dann kann sich der Embryo festbeissen und richtig entwickeln.

Deinen Körper kannst du während der Einnistungszeit am besten vorbereiten, wenn du auf deinen allgemeinen Gesundheitszustand achtest. Spätestens, wenn du schwanger werden möchtest, gilt es daher, eine gesunde Lebensweise zu führen. Dazu zählen eine ausgewogene Ernährung, ein abgedeckter Bedarf an allen Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen, aber auch ausreichend Schlaf und Bewegung.

Bei künstlichen Befruchtungen kommt es besonders auf eine erfolgreiche Einnistung an, da es in diesem Fall der letzte Schritt zur Schwangerschaft ist. Bei einer IVF oder ICSI werden Eizellen außerhalb des Körpers befruchtet und anschließend in die Gebärmutter zurückgeführt.

3. Tipps, wie du die Einnistung natürlich fördern kannst:

Viele Menschen denken leider immer noch, dass es das leichteste auf der Welt ist, schwanger zu werden. Dabei ist eine Schwangerschaft ein überaus komplexer Vorgang im weiblichen Körper. Es müssen viele Schritte gegangen werden, die letztendlich hoffentlich zum Wunschkind führen. Die Einnistung ist der Schritt nach der Befruchtung und es gibt glücklicherweise einige Wege, wie du sie fördern kannst:

1. Gebärmutterschleimhaut aufbauen

Deine Gebärmutterschleimhaut spielt bei der Einnistung eine sehr große Rolle. Damit die Gebärmutterschleimhaut die befruchtete Eizelle aufnehmen kann, muss sie gut durchblutet, zweischichtig aufgebaut und mindestens 8 mm dick sein.

Den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut unterstützen kannst du, indem du:

  • deinen Bedarf an Vitamin C, D3, E, Eisen und L-Arginin abdeckst
  • die Durchblutung des Unterleibs durch mehr Bewegung und weniger Sitzen förderst
  • auf Rauchen, Alkohol und Kaffee verzichtest
  • deinen Zyklus mit Zyklustees unterstützt
  • dich ausgewogen ernährst
  • Stress meidest
  • ausreichend schläfst

Wie deine Gebärmutterschleimhaut aufgebaut ist, kann der Frauenarzt über Ultraschall bestimmen. Kommt es zu Einnistungsproblemen, wird meistens hier angesetzt. Es gibt beispielsweise Medikamente, die den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut fördern. Dein Arzt wird dich dann diesbezüglich aufklären.

Wenn du bereits eine oder mehrere erfolglose künstliche Befruchtungen hinter dir hast, kann dir eventuell ein ERA Test Auskunft darüber geben, an welchem Tag dein persönliches Einnistungsfenster ist.

2. Diese Lebensmittel unterstützen die Einnistung

Unsere Ernährung wirkt sich immens auf die Vorgänge in unserem Körper aus. Somit kann sie auch die Chancen, schwanger zu werden, beeinflussen. Ausgewogen ernähren sollte man sich immer – ob vor, während oder auch nach der Schwangerschaft.

Um die Einnistung zu fördern und deine Gebärmutter zu unterstützen, binde folgende Lebensmittel in deinen Ernährungsplan ein:

  • Ananas
  • Walnuss
  • Schwarzer Sesam
  • Blattgemüse (Grünkohl, Brokkoli, Mangold, Bok Choi etc.)
  • Beeren (Himbeeren, Brombeeren, Goji-Beeren, Granatapfel)
  • Vollkornprodukte
  • Seetang, Algen
  • Rüben
  • Datteln
  • Bohnen
  • Eier
  • Hochwertiges (Bio-)Fleisch und Fisch

Verzichten solltest du möglichst auf stark verarbeitete Produkte sowie solche, die viel Zucker oder Fett enthalten. Auch Lebensmittel mit vielen künstlichen Zusätzen wie etwa Farb- oder Konservierungsstoffen können deine Gesundheit beeinflussen. Ein wichtiger Tipp: Vergiss nicht, ausreichend Wasser zu trinken. Täglich sollten es mindestens 2-3 Liter sein.

3. Sport hilft beim Schwanger werden

Regelmäßige Bewegung ist für wichtig für einen gesunden Körper. Sie regt den Kreislauf an und reduziert Stress. Übertreiben musst du es dabei allerdings nicht. Schon moderate Bewerbung hat eine große Wirkung. So zum Beispiel:

  • Spazieren gehen
  • Wandern
  • Joggen
  • Radfahren
  • Schwimmen
  • Gymnastik
  • Yoga
  • Leichte Fitnessübungen

Und bitte hab keine Angst: Während der Einnistungsphase kannst du deine Sportroutine ganz normal weiterführen. Nur bei sehr intensivem Sport bzw. Leistungssport ist Vorsicht geboten. Dieser bedeutet nämlich Stress für den Körper, auch wenn es sich nicht so anfühlt. Dieser Stress kann die Einnistung möglicherweise hindern.

4. Was fördert die Einnistung noch?

Zusätzlich zu den oben genannten Methoden kannst du auf weitere Mittel setzen, um deinen Körper vor und während der Schwangerschaft zu unterstützen. Diese Mittel ersetzen eine gesunde Lebensweise bzw. medizinische Behandlung nicht, sind aber eine gute Ergänzung.

Bei Frauen mit Kinderwunsch sind sogenannte Zyklus- oder Kinderwunschtees sehr beliebt. Diese pflanzlichen Mittel können auf natürliche Weise deinen Körper dabei unterstützen, sich auf die Schwangerschaft vorzubereiten. Somit verbessern sie die Chance darauf, dass die Eizelle sich erfolgreich einnistet.

Nahrungsergänzungsmittel sollten Frauen mit Kinderwunsch am besten schon vor der Schwangerschaft einnehmen. Besonders wichtig ist dabei Folsäure, die für eine richtige Entwicklung des Kindes sorgt. Aber natürlich sollte dein Bedarf an allen Vitaminen, Nährstoffen und Spurenelementen gedeckt sein. Da es schwierig sein kann, den Bedarf nur über Lebensmittel zu decken, sind Nahrungsergänzungsmittel eine große Hilfe.

Ob Akupunktur der Eizelle helfen kann, sich einzunisten, ist nicht wissenschaftlich bewiesen. Sie eignet sich jedoch gut als unterstützende Methode. Viele Frauen setzen auf Akupunktur, da sie Stress und Anspannungen lösen kann, was sich positiv auf den Körper auswirkt.

Ein nicht zu unterschätzender Punkt bei der Einnistung ist ausreichend Schlaf. Täglich 7 bis 8 Stunden Schlaf und eine regelmäßige Schlafroutine sind für die Gesundheit unglaublich wichtig. Stress und andere seelische Belastungen wirken sich in vielen Fällen auf den Körper aus. Versuche daher, Stress möglichst zu meiden. Atemübungen, Yoga oder Meditation sind gute Hilfsmittel, um Stress im Alltag zu reduzieren.

4. Diese Dinge hindern die Einnistung der Eizelle

Es geht nicht nur darum, die Einnistung zu fördern, sondern auch, sie nicht zu behindern. Folgende Dinge solltest du dabei vermeiden:

  • Zigaretten
  • Alkohol
  • Kaffee
  • Stress
  • Hochleistungssport

Um die Einnistung kreisen – wie auch um die Schwangerschaft allgemein – viele Mythen. Daher möchten wir nun kurz aufklären, was sich wirklich auf die Einnistung auswirkt und was nicht.

  1. Geschlechtsverkehr: Auch wenn einige Menschen davon abraten – es gibt keine wissenschaftliche Grundlage dafür, dass Sex die Einnistung beeinflussen kann. Jede Frau sollten nach der Befruchtung ganz normal weiterleben.
  2. Verstopfung: Manche Frauen sorgen sich darum, dass das Pressen beim erschwerten Stuhlgang sich auf die Gebärmutter auswirken könnte. Das kann nicht passieren. Die Gebärmutter ist verschlossen und die Eizelle wird sich nicht lösen.
  3. Stürze und Verletzungen: Solange es kein schlimmer Unfall ist, wird ein Sturz oder eine Verletzung die Eizelle nicht daran hindern, sich einzunisten.
  4. Heiße Bäder: Ein kurzes Bad wird die Eizelle wahrscheinlich nicht beeinflussen. Untersuchungen zu diesem Thema gibt es allerdings nicht. Möchtest du ganz sicher gehen, dann verzichte auf Sauna oder Whirlpool oder befolge die Anweisungen, die auch für schwangere Frauen gelten – moderate Wärme (nicht über 39 Grad), regelmäßig (alle 10 Minuten) eine Pause machen und nicht an der Warmwasserquelle sitzen.

5. Was sind die Symptome einer Einnistung?

Jeder Körper ist individuell und deswegen gibt es keine einheitlichen Einnistungssymptome. Manche Frauen sagen aber, dass sie die Einnistung sehr deutlich gespürt haben. Andere hingegen gar nicht.

Das sind die häufigsten Beschreibungen von Einnistungssymptomen:

Einnistungsschmerz:

Die Einnistung ist nicht schmerzhaft, daher ist dieser Begriff nicht ganz korrekt. Dennoch fühlen viele Frauen durch ein leichtes Ziehen im Unterleib, dass sich die Eizelle eingenistet hat.

Einnistungsblutung:

Ein kleiner, heller Blutfleck in der Unterwäsche kann darauf hinweisen, dass sich die Eizelle eingenistet hat. Diese kleine Blutung ist ganz normal. Solltest du allerdings stärker und über eine längere Zeit bluten (und es ist nicht deine Periode), dann such bitte schnell deinen Frauenarzt auf.

Bei diesen Symptomen gibt es kein richtig oder falsch – daher ist es kein Grund zur Sorge, wenn du keine Anzeichen der Einnistung bemerkst. Außerdem sind die Symptome leicht zu verwechseln mit z. B. der Regelblutung und daher kein eindeutiges Anzeichen für den Beginn einer frühen Schwangerschaft.

Ob die Einnistung stattgefunden hat und du schwanger bist, kann dir nur ein Blut- oder Urintest verraten. Dieser ermittelt nämöich auf hCG, das der Körper sofort produziert wenn du schwanger bist. Übrigens solltest du den Urintest möglichst sofort nach dem Aufstehen machen, da der Morgenurin die höchsten hCG-Werte aufweist.

Wir wünschen dir viel Erfolg für deinen Kinderwunsch!

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Der lange Weg zur Schwangerschaft – im Echte Mamas Podcast

Du wünschst dir ein Baby, aber es will einfach nicht klappen? Damit bist du nicht allein! Viele Frauen und Paare kommen trotz Kinderwunsch ihrem Traum von einer Familie nicht näher – sie werden einfach nicht schwanger! Wie belastend und frustrierend das sein kann, weiß auch Schauspielerin Lilli Hollunder. Im Echte Mamas-Podcast spricht sie über ihren langen und schwierigen Weg zur Schwangerschaft:

Wiebke Tegtmeyer

Nordisch bei nature: Als echte Hamburger Deern ist und bleibt diese Stadt für mich die schönste der Welt. Hier lebe ich zusammen mit meinem Mann und unseren beiden Kindern.
Seit 2015 sind wir Eltern einer zauberhaften Tochter. Zwei Jahre später kam ihr kleiner Bruder auf die Welt, und unsere Familie war komplett. Zusammen sind die beiden ein unschlagbares Team, das sich nur allzu gern gegen Mama und Papa verbündet.

Abgesehen von meiner Familie liebe ich den Hafen, fotografiere gern und gehe gern zu Konzerten und zum Fußball. Bei Echte Mamas kann ich meine Leidenschaft für Texte und Social Media ausleben – und darüber freue ich mich sehr.

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