Was dürfen Babys nicht essen? Praktische Liste & alle Infos

Der Start der Beikostphase ist nicht nur für die Kleinen eine besonders aufregende Zeit. Auch als Eltern begeben wir uns oftmals auf neues Terrain. Viele Mamas und Papas stellen sich deshalb die Frage: Was dürfen Babys nicht essen? Wir haben für dich eine praktische Checkliste und jede Menge Tipps für eine gesunde sowie ausgewogene Babyernährung.

1. Ungeeignete Lebensmittel: Was dürfen Babys unter 1 nicht essen?

Mmh, das schmeckt aber gut! Sobald Babys feste Nahrung zu sich nehmen dürfen, wird eifrig ausprobiert und der Speiseplan kunterbunt gestaltet. Allerdings sind tatsächlich nicht alle Lebensmittel für Kleinkinder im Beikostalter geeignet. Teilweise sind die Produkte einfach super ungesund oder zu klein, um schon von Babys gegessen zu werden.

Zur besseren Übersicht haben wir dir hier eine Liste mit Lebensmitteln zusammengestellt, die dein Baby vorerst lieber noch nicht essensollte:

Obst und Gemüse

Sind Heidelbeeren für mein Baby gesund oder gefährlich? Leider Letzteres. Wie bei Nüssen können auch Beeren & Co. beim Verschlucken gefährlich werden. Vor dem Anbieten daher unbedingt klein schneiden. So oder so sind ungeschältes Obst und rohes Gemüse für Babys ohne Zähnchen super schwer zu essen. Grundsätzlich solltest du das Obst immer von der Schale befreien und das Gemüse zur besseren Verdauung garen. Auch Blattsalate lassen sich von Babys nur schwer kauen und kleben dann oftmals unangenehm am Gaumen fest. Das Grünzeug daher immer püriert in Brei, Smoothie oder Soße anbieten.

Fleisch und Fisch (roh)

Auch von diesen Nahrungsmitteln für dein Baby solltest du grundsätzlich Abstand nehmen. Die Gefahr, dass Salmonellen oder andere Bakterien enthalten sind, ist einfach zu hoch. Laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) sollten Kinder unter fünf Jahren auf rohes Fleisch verzichten (ja, auch Salami!).

Milchprodukte

Ab wann darf mein Baby Käse essen? Noch nicht. Experten empfehlen den Verzehr von Rohmilchprodukten für Babys, wie Weich- oder Frischkäse etc. aus Rohmilch, erst ab dem fünften Lebensjahr. Denn Rohmilchprodukte können unter Umständen Listerien enthalten. Diese Bakterien können zu einer Listeriose führen, die wiederum Durchfall, Erbrechen und Fieber zur Folge hat. Im ersten Lebensjahr sollten auch Kuhmilch sowie aus Kuhmilch hergestellte Produkte noch nicht serviert werden. Vielfach belastet Kuhmilch den Darm und durch den hohen Eiweiß- und Mineraliengehalt ebenso die Nieren.

Eier

Aufgrund von Salmonellengefahr sind rohe und weichgekochte Eier für Babys nicht geeignet. Ab etwa neun Monaten darfst du deinem Baby allerdings auch mal etwas Ei zum Probieren geben. Aber bitte nur hart gekocht. Auch Rührei ist grundsätzlich erlaubt. Als Faustformel gilt: nicht mehr als zwei Eier pro Woche.

Getreide

Vor allem Amaranth, Quinoa und Buchweizen sind nicht für Babys geeignet. Zwar enthalten die Produkte viel hochwertiges Eiweiß und Mineralien, aber auch schädliche Substanzen. In Amaranth sind beispielsweise Gerbstoffe zu finden, welche die Aufnahme von Mineralien und Vitaminen hemmen. Babys und Kleinkinder unter zwei Jahren sollten auch noch kein Quinoa essen. Hier sind in der Schale Saponine enthalten, welche die Darmschleimhaut stark reizen können. Durch den hohen Puringehalt können zudem die Nieren deines Würmchens geschädigt werden.

Nüsse

Zwar sind Nüsse durchaus gesund. Allerdings lassen sich diese von den Kleinen noch zu schlecht kauen, sodass die Gefahr des Verschluckens sowie Erstickens einfach zu groß ist. Wichtige Tipps und Hinweise zur Nussallergie beim Kind findest du hier.

Honig, Zucker & Co.

Wusstest du, dass Lebensmittel wie Honig und Ahornsirup Bakterien enthalten können, die Botulinumgift bilden? Gruselig. Aktiviert werden die Bakterien im Darm des Babys aufgrund von fehlender Magensäure. Anschließend vermehren sie sich, bilden im Dünndarm Toxine und führen zur Vergiftung. Die Folge: Der Darm deines Babys wird gelähmt und im schlimmsten Fall ist sogar die Atemmuskulatur betroffen. Deshalb bitte: Keinen Honig oder Ahornsirup fürs Baby! Auf klassischen Süßstoff oder Stevia sollte ebenfalls verzichtet werden. Hier sind oftmals verschiedene Zusatzstoffe enthalten, die zu Bauchschmerzen und Durchfall führen können. Sehr zuckerreiche Lebensmittel sind für Babys ebenfalls ein No-Go. Bestenfalls bietest du diese deinem Kind erst an, wenn es mit einem Jahr selbst danach verlangt. Leckere Rezeptideen für gesunde Süßigkeiten findest du übrigens hier.

Salz

Ab wann darf mein Baby Salz essen und wie viel? Vor dem ersten Geburtstag raten wir von zu viel Salz für deinen Nachwuchs ab, da dies die Nieren zu stark belasten kann. Tatsächlich braucht dein Baby im ersten Lebensjahr nicht mehr als ein Gramm Salz pro Tag.

2. Was dürfen Babys mit Unverträglichkeiten nicht essen?

In der Regel sind Lebensmittelallergien bei Babys und Kleinkindern eher selten. Allerdings kann der kleine Körper auf bestimmte Nahrungsmittel Reaktionen einer Unverträglichkeit zeigen, wie zum Beispiel Übelkeit, Erbrechen, Durchfall oder auch Hautausschlag. Gerade bei den folgenden drei Unverträglichkeiten solltest du darauf achten, was bei deinem Spatz auf dem Speiseplan steht:

Glutenunverträglichkeit (Zöliakie)

Eine Zöliakie bei Kindern kann bereits ab zwölf Monaten auftreten. Ist dein Würmchen von dieser chronischen Erkrankung des Dünndarms betroffen, sind glutenhaltige Lebensmittel absolut zu vermeiden. Dazu zählen vor allem natürlich sämtliche Produkte mit Roggen, Hafer, Weizen, Gerste oder verwandten Getreidesorten (wie Dinkel oder Grünkern), aber auch diverse Brotaufstriche, Fertiggerichte oder einzelne Wurstwaren. Noch mehr Tipps in Sachen Ernährung bei einer Glutenunverträglichkeit bekommst du hier ➤ Kinder glutenfrei ernähren: Rezepte und Tipps

Laktoseintoleranz

Bei einer Laktoseintoleranz kann der Milchzucker vom menschlichen Organismus nicht richtig verdaut werden. Ist also logisch, dass bei einer Laktoseintoleranz deines Babys auf das Servieren von Milchprodukten verzichtet werden sollte. Eine leckere Alternative sind zum Beispiel Produkte mit Sojaproteinen. Zudem ist nicht nur in herkömmlichem Milchbrei Laktose enthalten. Auch in Keksen sowie Joghurt lässt sich Milchzucker finden.

Histaminintoleranz

Ist dein Baby von einer Histaminintoleranz betroffen, kann der Körper den Botenstoff Histamin aus den jeweiligen Nahrungsmitteln nicht oder nicht schnell genug abbauen. Dadurch gelangt dieser über die Darmschleimhaut ins Blut. Die Folge: Hautausschlag, Juckreiz oder, oder, oder. Die Liste ist lang. Zwar gibt es einige Lebensmittel, welche bei einer Histaminunverträglichkeit ohne Probleme gegessen werden können – an den Rest muss sich dein Würmchen langsam herantasten. Besonders viel Histamin steckt etwa in Spinat, Tomaten, Avocado sowie Weizen, Erdbeeren, Zitrusfrüchten, Bananen oder auch Produkten mit Soja … um nur einige zu nennen.

3. Was dürfen Babys mit Neurodermitis nicht essen?

Leidet dein Würmchen unter Neurodermitis, solltest du noch verstärkter auf die Ernährung achten und einen Arzt/Ärztin aufsuchen. Zudem können vor allem folgende Lebensmittel zur Verstärkung der Hauterkrankung sowie zu allergischen Reaktionen führen:

  • Kuhmilch-, Hühner- und Sojaprotein
  • Produkte aus Weizen
  • Zitrusfrüchte
  • Nüsse und Erdnüsse
  • Möhren, Paprika, Sellerie sowie Tomaten
  • Fisch und Fleisch (vor allem Schweinefleisch und Geflügel)
  • industriell stark verarbeitete Lebensmittel

4. Was dürfen Babys nicht essen, wenn man stillt?

Wenn du dein Würmchen stillst, sollte es in den ersten sechs Lebensmonaten nichts anderes bekommen. Außer eben deine Muttermilch oder Pre-Nahrung. Anders sieht es aus, wenn dein Baby schon im Beikostalter ist und nur noch hin und wieder an die Brust möchte. Hier darf dein Nachwuchs grundsätzlich alles essen, was auf den Esstisch kommt. Was Babys generell noch nicht essen sollten, verraten wir dir ja hier im Artikel. ?

Während der Stillzeit musst du ebenfalls nicht auf bestimmte Lebensmittel verzichten. Jedenfalls nicht, wenn dein Baby keine Reaktionen aufweist, wie einen wunden Po oder Blähungen. Auch der Verzicht von Kuhmilch, Eiern, Fisch und Nüssen beugt laut verschiedenen Studien keine Allergie bei deinem Nachwuchs vor.

5. Was dürfen Babys nicht essen: Liste von A bis Z

Damit du auf einen Blick siehst, welche Lebensmittel für dein Baby nicht geeignet sind, haben wir sie hier noch einmal als Liste für dich zusammengefasst:

  • Ahornsirup
  • Alkohol
  • Eier (roh und weichgekocht)
  • Fisch (roh)
  • Fleisch (roh)
  • Fruchtsaft
  • Gemüse (roh)
  • Getreide
  • Gewürze (scharf)
  • Grüntee
  • Honig
  • Kaffee
  • Kuhmilch
  • Nüsse
  • Obst (ungeschält)
  • Rohmilchkäse
  • Salz
  • Stevia
  • Süßigkeiten
  • Süßstoff
  • Schwarztee
  • Wurst
  • Zucker

Jede Menge weitere Tipps für eine gesunde Ernährung deines Nachwuchses findest du hier:

Was isst dein Würmchen eigentlich am liebsten? Oder hast du sogar ein Lieblingsrezept, welches der ganzen Familie schmeckt? Wir freuen uns über deinen Vorschlag in den Kommentaren!

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Wiebke Tegtmeyer

Nordisch bei nature: Als echte Hamburger Deern ist und bleibt diese Stadt für mich die schönste der Welt. Hier lebe ich zusammen mit meinem Mann und unseren beiden Kindern.

Seit 2015 sind wir Eltern einer zauberhaften Tochter. Zwei Jahre später kam ihr kleiner Bruder auf die Welt, und unsere Familie war komplett. Zusammen sind die beiden ein unschlagbares Team, das sich nur allzu gern gegen Mama und Papa verbündet.

Abgesehen von meiner Familie liebe ich den Hafen, fotografiere gern und gehe gern zu Konzerten und zum Fußball. Bei Echte Mamas kann ich meine Leidenschaft für Texte und Social Media ausleben – und darüber freue ich mich sehr.

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