Wassermelone fürs Baby: Ab wann ist das Obst okay?

An heißen Sommertagen geht doch nichts über ein Stück saftige Wassermelone. Die rote Frucht schmeckt nicht nur super lecker, sondern sieht auch noch toll aus – vor allem für die Kleinen. Aber ist Wassermelone fürs Baby erlaubt? Oder noch ein No-Go? Erfahre bei uns, ab wann das beliebte Obst auf dem Speiseplan deines Kindes landen darf.

1. Das Wichtigste auf einen Blick

  • Wassermelone ist saftig, schmeckt herrlich süß und enthält zudem zahlreiche Vitamine sowie Mineralstoffe.
  • Für Babys ist Wassermelone laut WHO erst mit dem Start der Beikost zu empfehlen, also ab dem sechsten Monat,
  • Nicht selten führt der Genuss von Wassermelone aufgrund des hohen Säuregehaltes bei den Kleinen zu einem ungefährlichen Hautausschlag an Mund, Oberkörper oder am Po.
  • Große Mengen von Wassermelone können hin und wieder auch Durchfall oder Bauchschmerzenverursachen.
  • Damit dein Kind die Kerne der Wassermelone nicht verschluckt, solltest du diese vorher unbedingt entfernen.
  • Ein Fruchtsauger für die Wassermelone kann zwar praktisch sein, sollte aber keinesfalls mit kernreichen Obstsorten verwendet werden.

2. Ab wann dürfen Babys Wassermelone essen?

Wassermelone schmeckt nicht nur super gut, sondern enthält dazu auch noch jede Menge Vitamin A, Vitamin C, Calcium und Beta-Carotin. Das klingt doch ziemlich vielversprechend! Für Säuglinge ist Wassermelone allerdings noch nicht zu empfehlen. Experten sowie auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) raten, Babys ab der Beikosteinführung die Frucht hin und wieder anzubieten. Während du deinen Schatz in den ersten sechs Monaten idealerweise ausschließlich stillen oder mit Pre-Nahrung versorgen solltest, kannst du anschließend mit geeigneter Beikost und eben auch mit Wassermelone starten.

Hinweis: Wegen der Gefahr des Verschluckens solltest du vor dem Servieren die Kerne aus der Wassermelone entfernen oder generell lieber eine kernarme Sorte kaufen. Dadurch verhinderst du, dass die winzigen Kerne die Luftröhre blockieren und schwere Entzündungen oder Schlimmeres verursachen.

Wassermelone ist perfekt für Baby-led Weaning

Falls du dich entscheidest, deinem Baby Fingerfood anzubieten, ist Wassermelone übrigens eine tolle Option. Denn sie ist so fest, dass sie sich gut in Streifen schneiden lässt, die die kleinen Finger gut halten können, ohne sie zu zerdrücken. Und gleichzeitig weich genug, um sie auch ohne Zähne am Gaumen zu zerdrücken. Wichtig ist nur auch hier: Bitte die Kerne vorher entfernen!

3. Wie viel Wassermelone darf ich meinem Baby geben?

Generell dürfen Babys so viel Obst essen, wie sie vertragen. Du solltest allerdings darauf achten, dass keine anderen Speisen dafür ersetzt werden. Ein ausgewogener Speiseplan ist gerade für die Kleinen enorm wichtig. Zudem solltest du auch das Anbieten von Obst möglichst abwechslungsreich gestalten.

4. Bekommt mein Baby von Wassermelone einen wunden Po?

Das muss nicht sein, kann aber durchaus passieren. Einige Babys bekommen von dem Genuss von Wassermelone Ausschlag. Oftmals um den Mund herum. Aber auch am Oberkörper oder in der Windelregion sind juckende Ekzeme möglich. Ursache ist hierfür der hohe Säuregehalt ungekochter Früchte. Eine Allergie gegen Wassermelone kannst du in der Regel bedenkenlos ausschließen.

Tipp: Starte idealerweise mit klitzekleinen Stückchen Wassermelone, die du deinem Baby zum Probieren anbietest, und achte darauf, wie der Körper reagiert. Grundsätzlich sollten mögliche Symptome nach kurzer Zeit aber von alleine wieder verschwinden.

5. Kann Wassermelone bei meinem Baby Durchfall verursachen?

Tatsächlich kann der übermäßige Verzehr von Wassermelone sowohl bei Babys als auch bei Erwachsenen teilweise zu Durchfall und Bauchschmerzen führen. Der Grund ist simpel: Die beliebte Frucht enthält vergleichsweise viel Fruchtzucker (deshalb auch der süße Geschmack), der in großen Mengen abführend wirken kann. Zu viel Wassermelone sorgt also nicht selten für dünnen Stuhl oder Bauchweh.

6. Wie sinnvoll ist ein Baby-Fruchtsauger für Wassermelone?

Geht so. Grundsätzlich ist ein Fruchtsauger für Obst durchaus praktisch und als Hilfsmittel für Babys super beliebt. Allerdings bietet sich das Tool vor allem für Früchte an, die ohne Kerne auskommen. Wassermelone gehört in der Regel nicht unbedingt dazu. Hier besteht die Gefahr, dass sich die Kleinen an den Kernen verschlucken.

Fruchtsauger: Sinnvoll oder unnötig? Hier erfährst du alles, was du über das Baby-Gadget wissen musst.

7. Rezepte: Babybrei mit Wassermelone ganz einfach selber machen

Saftige Wassermelone lässt sich nicht nur pur genießen, sondern auch in Form von Brei servieren. Hier sind zwei Rezepte, die wir für unseren Nachwuchs am liebsten selbst sofort nachmachen möchten.

Keksbrei mit Wassermelone und Haferflocken

Ein sättigender Nachmittagsbrei ganz ohne Milch für Babys ab dem achten Monat – gefunden auf eatsmarter.de!

Das brauchst du dafür:

  • 100 g Wassermelone
  • 15 g zarte Haferflocken
  • zwei Butterkekse aus Vollkorn
  • etwas Rapsöl
  • 100 ml Wasser

Zubereitung in 15 Minuten:

  1. Bringe in einem ausreichend großen Topf das Wasser zum Kochen.
  2. Nutze die Wartezeit und gib die Butterkekse in einen Gefrierbeutel. Mit einem klassischen Nudelholz möglichst fein zerbröseln.
  3. Gemeinsam mit den Haferflocken kommen die Kekskrümel in das kochende Wasser.
  4. Nun entkernst du die Wassermelone und zerdrückst das Fruchtfleisch ganz easy mit einer Gabel.
  5. Jetzt nur noch das Obstmus aus der Wassermelone sowie das Öl unter den Haferflocken-Keks-Mix rühren. Fertig!

Trinkbrei mit Wassermelone

In nur zehn Minuten lässt sich der Trinkbrei mit Wassermelone und Milch von chefkoch.de für dein Baby ab dem Beikostalter zubereiten.

Diese Zutaten werden benötigt:

  • 200 ml Milch (auch pflanzliche Alternative möglich)
  • 20 g Reisflocken
  • 50 g Wassermelone

Kinderleichte Zubereitung:

  1. Gib etwa 100 ml Milch in einen kleinen Topf und bringe diese zusammen mit den Reisflocken zum Kochen. Rühren nicht vergessen!
  2. Alles für ein bis zwei Minuten kochen lassen.
  3. Jetzt entkernst du die Wassermelone und zerkleinerst diese grob.
  4. Nimm den Topf vom Herd, gibt die restliche Milch und die Wassermelone dazu.
  5. Nun den Trinkbrei mit einem Mixer fein pürieren.

Tipp: Achte darauf, dass der Brei nicht aufgeschäumt ist, wenn du diesen deinem Baby anbietest. Sonst können unter Umständen Blähungen die Folge sein.

Auf der Suche nach noch mehr Tipps und Hinweisen zur Babyernährung? Dann bist du bei uns genau richtig:

Ist Wassermelone bei euch schon ein Thema? Oder: Welches Obst mag dein Nachwuchs am liebsten? Wir freuen uns über deine Erfahrungen in den Kommentaren!

Wiebke Tegtmeyer

Nordisch bei nature: Als echte Hamburger Deern ist und bleibt diese Stadt für mich die schönste der Welt. Hier lebe ich zusammen mit meinem Mann und unseren beiden Kindern.

Seit 2015 sind wir Eltern einer zauberhaften Tochter. Zwei Jahre später kam ihr kleiner Bruder auf die Welt, und unsere Familie war komplett. Zusammen sind die beiden ein unschlagbares Team, das sich nur allzu gern gegen Mama und Papa verbündet.

Abgesehen von meiner Familie liebe ich den Hafen, fotografiere gern und gehe gern zu Konzerten und zum Fußball. Bei Echte Mamas kann ich meine Leidenschaft für Texte und Social Media ausleben – und darüber freue ich mich sehr.

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