Darf man Muskat in der Stillzeit essen?

Große Mengen Muskat können menstruationsfördernd sein oder schlimmstenfalls sogar zu einer Vergiftung führen. Deshalb ist der Verzehr von Muskatnuss in der Schwangerschaft auch nur eingeschränkt zu empfehlen. Ist das Verfeinern mit dem Gewürz nach der Geburt aus diesem Grund ebenfalls problematisch? Wir beantworten dir, ob du bei Muskat in der Stillzeit aufpassen musst oder genüsslich zugreifen darfst!

1. Das Wichtigste auf einen Blick

Diplom-Ökotrophologin Pamela Koch hat diesen Artikel inhaltlich geprüft.

  • Nach der Geburt darfst du Muskat essen – auch in der Stillzeit.
  • In üblicher Menge geht für stillende Mütter und Babys keine Gefahr von dem Gewürz aus.
  • Bei einer Überdosierung kann eine halluzinogene Wirkung drohen.
  • Generell ist Muskatnuss während der Stillzeit nicht ungesund. Das Gewürz enthält neben Kupfer, Magnesium und Mangan ebenso die Vitamine A, C sowie Folat.
  • Beim Verzehr in der Stillzeit solltest du immer darauf achten, wie dein Kind auf Muskat reagiert und gegebenenfalls (vorerst) auf das Gewürz verzichten.

2. Muskat in der Stillzeit: ja oder nein?

Magst du deine Gerichte gerne etwas würziger, kannst du dafür in der Stillzeit gerne eine Prise Muskat verwenden. Mehr als vier Gramm sollten es aber besser nicht sein, da der Verzehr von ein bis zwei ganzen Muskatnüssen eine berauschende Wirkung haben kann. 15 Gramm Muskat sind für Erwachsene sogar lebensgefährlich.

3. Ist Muskat in der Stillzeit gesund?

Die Muskatnuss ist reich an Vitaminen und Mineralstoffen wie zum Beispiel Vitamin A, Vitamin C, Folat oder auch Kupfer, Magnesium und Mangan. Gleichzeitig wirkt Muskat aufgrund der 8 bis 15 Prozent enthaltenen ätherischen Öle (Myristicin, Elemicin, Eugenol sowie Safrol) unter anderem:

  • antibakteriell
  • antidepressiv
  • antidiabetisch
  • entspannend
  • entzündungshemmend
  • schlaffördernd
  • schmerzlindernd

Als Muskatnussöl lässt sich das Gewürz auch äußerlich zur Schmerzlinderung anwenden – zum Beispiel bei einem Muskelkater oder rheumatischen Beschwerden.

4. Kann Muskat beim Stillen auch Nebenwirkungen haben?

Expert*innen raten dazu, die übliche Verzehrmenge nicht zu überschreiten. Denn Muskat enthält My­ris­ti­cin und El­micin. Diese Inhaltsstoffe sind nicht nur für den Geschmack verantwortlich, sondern haben gleichzeitig eine halluzinogene Wirkung. Diese äußerst sich häufig in Form von Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen oder auch Herz-Kreislauf-Beschwerden.

Ab einer Menge von circa fünf Gramm kann Muskat eine berauschende Wirkung haben. Das sind ein bis zwei ganze Muskatnüsse. Verwendest du hingegen nur eine kleine Menge Muskat zum Würzen von Speisen, musst du dir in der Stillzeit in der Regel keine Sorgen machen.

Hinweis: Bei Erwachsenen können 15 g geriebene Muskatnuss (circa drei bis vier Muskatnüsse) sogar zu einer Vergiftung führen und lebensgefährlich sein.

5. Worauf sollte ich als Stillende bei dem Verzehr von Muskat achten?

Hast du die übliche Verzehrmenge im Blick und dosierst das Gewürz nicht über, musst du grundsätzlich nichts weiter beim Verzehr von Muskat in der Stillzeit beachten.

Aber es empfiehlt sich natürlich immer, auf dein Baby zu schauen, sobald du es gestillt hast – egal, was du vorab gegessen hast. Reagiert dein Kind mit Bauchschmerzen, Blähungen oder einem wunden Po, streiche Muskat erst einmal von deinem Speiseplan und probiere es zu einem späteren Zeitpunkt erneut.

6. Rezept: Tortellini in Brühe mit Muskatnuss für die Stillzeit

Nudeln gehen einfach immer – auch in der Stillzeit. Besonders gut schmeckt uns die „Tortellini in brodo“. Mit dem Rezept von foodboom.de kannst du die leckere Pasta direkt selber ausprobieren. Guten Appetit!

Das brauchst du für vier Portionen:

  • 300 g Weizenmehl (Typ 505)
  • drei Eier (Größe M)
  • 100 g Schweinelende
  • 100 g Parmaschinken
  • 100 g Mortadella
  • 150 g Parmesan (gerieben)
  • etwas Salz und Muskat
  • 1 l Gemüsebrühe

Und so geht’s:

  1. Knete Mehl und Eier in einer ausreichend großen Schüssel zu einem homogenen Pastateig.
  2. Jetzt stellst du den Teig für circa 30 Minuten kalt.
  3. In der Zwischenzeit geht es an die Füllung. Dafür zerkleinerst du Schweinelende, Parmaschinken und Mortadella in einem Fleischwolf.
  4. Anschließend gibst du Parmesan und Muskat hinzu.
  5. Mit Salz verfeinern, abschmecken und gut vermengen.
  6. Jetzt die Gemüsebrühe in einem Topf zum Kochen bringen.
  7. Währenddessen rollst du den Nudelteig auf einer bemehlten Arbeitsplatte dünn aus und schneidest ihn in 5 x 5 cm große Quadrate.
  8. Gib auf jedes Quadrat einen Teelöffel von der Füllung und forme Tortellini.
  9. Sind alle Tortellini befüllt, kommen diese in die Gemüsebrühe.
  10. Lasse die Nudeln so lange in der Brühe köcheln, bis sie an der Oberfläche schwimmen (rund drei Minuten). Fertig!
Welches ist dein Lieblingsrezept mit Muskat in der Stillzeit? Schreib uns deine Tipps einfach in die Kommentare!
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Sind alle Gewürze in der Stillzeit unbedenklich?

Ja, auf die meisten Gewürze musst du als stillende Mama tatsächlich nicht verzichten. Beachte jedoch, dass einige von ihnen von Expert:innen nur in üblicher Menge empfohlen werden. Mehr dazu haben wir im Folgenden für dich zusammengefasst:

Unsere Expertin

Diplom-Ökotrophologin Pamela Koch hat diesen Artikel inhaltlich geprüft.Pamela Koch ist Diplom-Ökotrophologin und Ernährungstherapeutin. Seit 14 Jahren berät sie Familien und Multiplikator*innen wie Erzieher*innen zu den Themen Allergieprävention, Ernährung in der Schwangerschaft und Stillzeit sowie von Säuglingen und Kindern.

In Zusammenarbeit mit niedergelassenen Kinderärzten und Hebammen hat sie in Ihrer Praxis mittlerweile mehr als 2.000 Familien beraten. Als dreifache Mutter liegen ihr die gesunde Ernährung und die therapeutische Unterstützung von Familien besonders am Herzen.

Hier findest du noch mehr Wissenswertes rund um die Themen Ernährung in der Schwangerschaft, Stillen sowie Babyernährung » 

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Wiebke Tegtmeyer

Nordisch bei nature: Als echte Hamburger Deern ist und bleibt diese Stadt für mich die schönste der Welt. Hier lebe ich zusammen mit meinem Mann und unseren beiden Kindern.

Seit 2015 sind wir Eltern einer zauberhaften Tochter. Zwei Jahre später kam ihr kleiner Bruder auf die Welt, und unsere Familie war komplett. Zusammen sind die beiden ein unschlagbares Team, das sich nur allzu gern gegen Mama und Papa verbündet.

Abgesehen von meiner Familie liebe ich den Hafen, fotografiere gern und gehe gern zu Konzerten und zum Fußball. Bei Echte Mamas kann ich meine Leidenschaft für SEO und Social Media ausleben – und darüber freue ich mich sehr.

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