Das erste Mal ein wunder, roter Po? So kannst du vorbeugen!

Was habe ich mir Gedanken gemacht, als meine Maus das allererste Mal einen wunden und roten Po hatte: Völlig aus dem Nichts war über Nacht ihr Windelbereich knallrot geworden. Ich war ziemlich verunsichert. Das muss doch wehtun! Was habe ich falsch gemacht?

Als ich die Symptome bei Google suchte, bekam ich einen Schreck: Ich las, dass sich auf den entzündeten Stellen Bakterien oder Hefepilze ansiedeln können. Ich bin direkt zum Arzt gegangen. Meine Tochter war noch so klein und ich als Neu-Mama unerfahren und besorgt.

Der Kinderarzt beruhigte mich: So ein Ausschlag, auch Windeldermatitis genannt, kommt bei Säuglingen häufig vor. Der Begriff Windeldermatitis heißt so, weil die wunden Stellen im Windelbereich vorkommen – nicht etwa, weil sie durch Windeln entsteht. Sie heilt in der Regel schnell wieder ab, muss aber behandelt werden: „Sonst kann es neben der Rötung auch noch zu Pickeln, Bläschen und möglicherweise sogar zu offenen, nässenden oder gar blutenden Hautstellen kommen“, erläutert Kinderärztin und Pampers-Expertin Dr. Schütt.

Also, was tun?

Wie kommt es überhaupt zu einem wunden, roten Po?

Fangen wir erstmal von vorne an und sehen wir uns die Ursachen an: Im Urin ist Ammoniak enthalten, der die Haut angreifen kann. Die zarten Hautschichten weichen auf, die Oberfläche ist gereizt – das feucht-warme Klima ist idealer Nährboden für Keime. Windel-Herstellern wie Pampers liegt es daher am Herzen, dass der Baby-Po möglichst lange angenehm trocken bleibt. Der kraftvolle Saugkern von Pampers Windeln, wie etwa der Pampers Baby-Dry Windeln, nimmt Flüssigkeit sofort auf und schließt sie ein. Ein wunder Windelbereich ist unangenehm für deine kleine Maus. Doch wenn du folgende Punkte beachtest, kannst du der Sache prima vorbeugen. Und wenn dein kleiner Schatz doch mal einen roten Po hat, gibt es ebenfalls ein paar Dinge, die helfen.

5 Tipps für einen gesunden Baby-Po

1. Das beste Mittel: Viel frische Luft untenrum

Nichts beugt solch unangenehmen Entzündungen besser vor als frische Luft. Ich habe meine Tochter deshalb jeden Tag mindestens zehn Minuten nackig strampeln lassen. Damit es nicht zu einem kleinen Pipi-Malheur kam, habe ich eine Wickelunterlage unter sie gelegt. Mit dieser Routine habe ich, auf Anraten meiner Hebamme, nach der ersten Entzündung angefangen. Es wirkt: Seitdem hatten wir viel seltener Probleme mit einem wunden Po. Als meine Tochter später anfing zu krabbeln und nicht mehr auf ihrer Wickelunterlage liegen geblieben ist, habe ich sie nach dem Baden ausgiebig auf dem Wickeltisch massiert. So kam frische Luft an den Windelbereich.

Also: In kälteren Monaten Heizung an, Klamotten aus! Und im Sommer gilt sowieso: Als Nackedei fühlt sich dein Baby am wohlsten. Achte außerdem darauf, dass du Windeln wählst, in denen Luft zirkulieren kann.

2. Regelmäßiges Wickeln beugt einem roten Po vor

Stuhl und Urin sind aggressive Reizstoffe. Wenn dein kleiner Schatz regelmäßig rote Stellen am Po hat, wechsle ihm häufiger die Windel. Bei meiner Tochter war es so, dass sie als Neugeborene alle zwei bis drei Stunden eine neue Windel brauchte, mit etwa drei bis vier Monaten benötigte sie etwa fünf bis sechs Windeln täglich.

Dr. Schütt meint: „Wie oft du die Windel wechseln musst, ist von vielen Faktoren abhängig, allem voran natürlich dem Trinkverhalten deines Babys. Einige der gestillten Babys haben mehrmals täglich Stuhlgang und einige nur alle zwei bis drei Tage. Beides ist normal und dennoch ist der jeweilige Bedarf an Windeln natürlich ein ganz anderer. Das wichtigste Signal für den Wunsch nach einer neuen, frischen Windel, geben die meisten Babys übrigens selbst.“

Unsicher? Mir hilft dabei der Urin-Indikator, den zum Beispiel die Pampers Premium Protection Windeln haben. Färbt sich der gelbe Streifen blau, weiß ich, dass meine Maus eine neue Windel braucht. Und im Zweifel: lieber einmal mehr wickeln als einmal zu wenig. Die Haut deines Babys wird es dir danken!

Achte außerdem darauf, ob du wirklich saugfähige Windeln zuhause hast, damit der Babypo trocken bleibt und nicht durch in der Windel verbleibenden Urin gereizt wird. Denn tagsüber scheidet ein Baby rund 120 ml Urin aus, nachts sogar bis zu 200 ml. Hier ist maximale Windel-Power gefragt. Eine Pampers Windel schafft es beispielsweise, das bis zu dreißigfache ihres Eigengewichts aufzusaugen. Starke Leistung!

3. Immer gut abtrocknen

Bei rotem Po bitte besonders gut alles abtrocknen!

Bei rotem Po bitte besonders gut alles abtrocknen! Foto: Bigstock

Im Eifer des (Bade- oder Wickel-)Gefechts vergisst du bestimmt auch manchmal, ganz genau in die kleinen Speckfältchen hinein zu schauen. Aber gerade da sammelt sich schnell Feuchtigkeit und die süßen Babyspeckröllchen sind leider prädestiniert für Entzündungen. Deswegen fahre ich mit einem weichen Tuch bei jedem Wickeln einmal durch die Speckfältchen und trockne den Po gut ab. Manchmal föhne ich auch ein wenig den Windelbereich. Wenn du das machst, beachte bitte zwei Dinge: Prüfe immer zuerst die Temperatur an deiner eigenen Hand, bitte nicht zu heiß! Und, wenn du einen Jungen hast: Vorsicht, Pipi-Alarm. Ein plötzlicher Urinstrahl, der den Föhn trifft, ist gefährlich! Lege daher immer ein kleines Handtuch über die Genitalien, welches die Flüssigkeit im Fall der Fälle aufsaugt.

4. Bei Pflegeprodukten ist weniger mehr

Am Wickeltisch habe ich immer eine Thermoskanne mit lauwarmem Wasser, etwas Mandelöl und einen Waschlappen zur Hand, oder benutze die Pampers Aqua Pure Feuchttücher. Auch für unterwegs sind die Feuchttücher wirklich praktisch und durch nichts zu ersetzen. Mit 99% purem Wasser und Bio-Baumwolle bieten sie Schutz für zarte Babyhaut. Die restlichen 1% bestehen aus dermatologisch getesteten, milden Inhaltsstoffen mit dem bewährten pH-Ausgleich von Pampers. Dieser stellt den natürlichen pH-Wert der Babyhaut wieder her und schützt vor Reizungen. Sie sind sicher für die Haut von Neugeborenen und geeignet für empfindliche Bereiche.

„Bei der Pflege gilt: Je weniger Inhaltsstoffe, desto besser! Denn einige Produkte versprechen zwar viel, können bei der langfristigen Anwendung jedoch mehr schaden als nutzen und z.B. Kontaktallergien hervorrufen“, bestätigt Dr. Schütt.

5. Die richtige Ernährung für stillende Mamas

Ganz klar: Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist bei stillenden Mamas sehr wichtig, du brauchst Vitamine und Kraft. Aber hat dein Speiseplan auch Auswirkungen auf den Windelbereich deines Babys?

Eine allgemeine Regel gibt es hierbei nicht: „Einige Mütter bemerken, dass der Po ihres Babys wund wird, wenn sie etwas Bestimmtes gegessen haben, etwa Zitrusfrüchten oder andere säurehaltige Lebensmittel – bei anderen Müttern und Kindern hat das wiederum keine Windeldermatitis zur Folge. Ich rate daher sowohl stillenden Müttern als auch Kleinkindern, die eine Windel tragen, grundsätzlich immer zu einer gesunden Mischkost. Wenn du jedoch einen Auslöser für wiederholte Entzündungen im Windelbereich ausfindig machst, genieße das Produkt mit Vorsicht oder verzichte vorübergehend ganz darauf und behalte den Windelbereich besonders im Auge“, so die Pampers-Expertin.

4 Tipps, um einen roten Po zu lindern

1. Tea time!

Gegen einen wunden Po kann ein entspanntes Bad mit Kamille helfen. Das wirkt beruhigend auf die gereizte Haut. Gieße einfach einen Liter Kamillentee ins Badewasser und lass dein Baby darin planschen. Oder tupfe die wunden Stellen mit schwarzem Tee ab, dieser enthält nämlich entzündungshemmende Stoffe. Lass den Tee lange ziehen und abkühlen, und tunke dann Mullkompressen hinein. Bitte achte darauf, dass der Tee in Bio-Qualität ist und möglichst keine Zusatzstoffe hat.

2. Die richtigen Salben helfen

Die richtigen Salben können wunden Baby-Pos Linderung verschaffen. Achte aber darauf, nur dünn zu cremen und überschüssige Salbenreste zu entfernen.

Zink wirkt Entzündungen auf der Haut entgegen und fördert die Wundheilung. Außerdem wird die Feuchtigkeit auf der Haut gebunden, sodass sie nicht weiter aufweicht und sich keine zusätzlichen Erreger niederlassen können. So vermeidest du, dass aus einer Windeldermatitis noch eine Pilzinfektion oder ähnliches wird.

3. Sanfte Reinigung

Roter Po? Beim Planschen braucht dein Baby keine Seife!

Roter Po? Beim Planschen braucht dein Baby keine Seife! Foto: Bigstock

Die Haut deines Babys ist besonders empfindlich, weil die Hautschutzbarriere noch nicht ausgereift ist. Das heißt, dass die Haut durchlässiger ist und weniger Wasser binden kann. Auch wenn wir Mamas oft glauben, dass viel auch viel bringt: Reize die Haut nicht zusätzlich, und setze auf Wasser zur Reinigung.

Ist die Haut deines Babys wund, achte ganz besonders auf eine milde Reinigung, verzichte auf Shampoos und Seife. Wasche die Kleidung deines kleinen Schatzes nur mit parfümfreiem Waschmittel.

4. Allzweckwaffe Muttermilch

Muttermilch gilt ja gemeinhin als Allheilmittel. Auch bei Windeldermatitis soll sie helfen! Gib ein paar Tropfen auf die betroffenen Stellen, lass sie einziehen und lege dann die Windel an.

Windeldermatitis: Wann zum Arzt?

Die Pampers-Expertin rät: „Zum Kinderarzt solltest du dann gehen, wenn die Windeldermatitis stark ausgeprägt ist bzw. mit den oben genannten Maßnahmen oder mit den frei verkäuflichen Produkten aus Apotheken oder Drogerien nicht abheilt. Auch wenn dein Kind in schlechtem Allgemeinzustand ist, Schmerzen oder weitere Symptome wie Fieber, Durchfall o.ä. hat, solltest du zum Arzt gehen“.

Rückblickend hätte ich damals mit meiner Kleinen vermutlich erst einmal diese Tipps ausprobieren können, bevor ich mit ihr zum Arzt gegangen bin. Aber wenn sich das Mama-Herz Sorgen macht, beruhigt mich der Gang zur Sprechstunde einfach.

Lena Lang

Lena Lang wohnt mit ihrem Mann und ihrer knapp einjährigen Tochter im Herzen Hamburgs. Ihr Mantra für ein entspanntes Leben mit Kleinkind lautet: „Alles ist nur eine Phase“.

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