Darf ich Dill in der Stillzeit essen?

Dill gilt als wertvoller Lieferant für Kalzium und Eisen und ist deshalb in der Schwangerschaft äußerst empfehlenswert. Auch nach der Geburt kannst du als stillende Mama von der gesundheitlichen Wirkung des Gurkenkrautes profitieren. Worauf du bei Dill in der Stillzeit achten solltest, verraten wir dir jetzt!

1. Das Wichtigste auf einen Blick

Diplom-Ökotrophologin Pamela Koch hat diesen Artikel inhaltlich geprüft.

  • In der Stillzeit darfst du weiterhin Dill essen.
  • Das Gurkenkraut ist besonders reich an Eisen und Kalzium und lindert unter anderem Blähungen.
  • Frischer Dill sollte nicht mitgekocht, sondern vor dem Servieren über das Essen gestreut werden.
  • Gegen Blähungen, Magenkrämpfe und zur Milchförderung kannst du auch Dillsamen verwenden.
  • Bei einem niedrigen Blutdruck ist der Verzehr von Dillsamen nicht zu empfehlen.

2. Dill in der Stillzeit: ja oder nein?

Ja! Auch während der Stillzeit darfst du Dill ohne Bedenken zu dir nehmen und von seinen gesunden Eigenschaften profitieren. Mit dem aromatischen Gewürz lassen sich nicht nur Suppe, Salate, Fischgerichte & Co. verfeinern, Dill weist auch zahlreiche gesunde Eigenschaften auf. So soll das Gurkenkraut zu Beispiel bei Schlafstörungen helfen, Kopfschmerzen lindern oder auch Blähungen reduzieren.

3. Wie viel Dill darf ich in der Stillzeit essen?

Es gibt keine explizite Mengenangabe, wie viel Dill du während deiner Stillzeit höchstens essen darfst. Allerdings empfehlen wir, immer darauf zu achten, es nicht zu übertreiben. Am besten genießt du Dill in normalen Mengen und nicht in Massen. Dadurch bist du auf der sicheren Seite. Auch wenn für Dill in der Stillzeit kaum (bis keine) Nebenwirkungen bekannt sind.

Tipp: In der Stillzeit kannst du Dill als frisches Gewürz oder auch in Form von Dillsamen zu dir nehmen.

4. Wie gesund ist Dill beim Stillen?

Nicht nur in der Schwangerschaft gilt Dill als gesund, sondern auch während der Stillzeit. Ausschlaggebend dafür sind das reichlich enthaltene KalziumEisen, Mangan, Zink sowie Vitamin C und A. Zudem sind in Dill ebenso Folsäure oder auch Mangan zu finden. Letzteres unterstützt unter anderem die normale Funktion des Gehirns und des Nervensystems.

Zu guter Letzt enthält Dill jede Menge Ballaststoffe, die den Darm in der Stillzeit optimal unterstützen und gegen Verdauungsbeschwerden, Blähungen sowie Bauchschmerzen helfen können.

5. Fördert Dill in der Stillzeit die Milchbildung?

Ebenso wie beispielsweise Anis, Basilikum, Bockshornklee, Brennnessel, Fenchel, Gartenraute, Kümmel, Majoran und Zitronenverbene gehört auch Dill zu den milchbildenden Kräutern. Daher sind Dillsamen auch hin und wieder auf der Zutatenliste von sogenannten Milchbildungstees zu finden. Wissenschaftlich belegt ist die milchfördernde Wirkweise allerdings bislang noch nicht.

6. Worauf sollte ich achten, wenn ich Dill in der Stillzeit essen möchte?

Generell solltest du darauf achten, Dill während der Stillzeit in der üblichen Menge zu konsumieren und auf hochkonzentrierte Essenzen sowie Öle erst einmal zu verzichten. Verwendest du für deine Speisen frischen Dill, dann koche diesen nicht mit, sondern streue ihn vor dem Essen über das Gericht, dadurch kann das Gurkenkraut sein intensives Aroma entfalten, und Vitamine und Co. bleiben erhalten.

Leidest du unter einem niedrigen Blutdruck, sprich bitte mit deinem Arzt bzw. deiner Ärztin, ob du Dill essen darfst. Denn der regelmäßige Verzehr von Dill kann die Blutgefäße erweitern, was nicht selten zu einem starken Druckabfall führt, sodass unter anderem Schwindel, Übelkeit oder auch Kreislaufproblemen die Folge sein können.

Natürlich ist Dill bei einer Allergie oder Unverträglichkeit ebenfalls zu meiden.

7. Rezept: Tee mit Dill für die Stillzeit selber machen

Schnell gemacht ist der Milchbildungstee für die Stillzeit mit dem Rezept von chefkoch.de. Viel Spaß beim Nachmachen!

Diese Zutaten (jeweils 10 g) brauchst du für eine Portion:

  • Dillsamen
  • Anis
  • Schwarzkümmel
  • Fenchelsamen
  • Majoran
  • Melisse
  • Geißraute

So wird der Tee zubereitet:

  1. Vermenge alle Zutaten miteinander.
  2. Gib einen Teelöffel Tee in eine Tasse.
  3. Kochendes Wasser darüber gießen und den Stilltee rund zehn Minuten ziehen lassen.
  4. Fertig!

Hinweis: Pro Tag solltest du während der Stillzeit nicht mehr als einen Liter von dem Stilltee zu dir nehmen.

Welches Stilltee-Rezept kannst du uns empfehlen? Schreib uns deine Tipps gerne in die Kommentare. Wir freuen uns!
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Worauf sollte ich bei meiner Ernährung in der Stillzeit achten?

Solange du bestimmte Lebensmittel nicht übermäßig konsumierst, ist in der Stillzeit nichts verboten. Schau gerne mal hier:

Unsere Expertin

Diplom-Ökotrophologin Pamela Koch hat diesen Artikel inhaltlich geprüft.Pamela Koch ist Diplom-Ökotrophologin und Ernährungstherapeutin. Seit 14 Jahren berät sie Familien und Multiplikator*innen wie Erzieher*innen zu den Themen Allergieprävention, Ernährung in der Schwangerschaft und Stillzeit sowie von Säuglingen und Kindern.

In Zusammenarbeit mit niedergelassenen Kinderärzten und Hebammen hat sie in Ihrer Praxis mittlerweile mehr als 2.000 Familien beraten. Als dreifache Mutter liegen ihr die gesunde Ernährung und die therapeutische Unterstützung von Familien besonders am Herzen.

Weitere Tipps und hilfreiche Informationen rund um Ernährung in der Schwangerschaft, Stillen und Babyernährung sowie leckere Rezepte zum Ausprobieren findest du auch hier »

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Wiebke Tegtmeyer

Nordisch bei nature: Als echte Hamburger Deern ist und bleibt diese Stadt für mich die schönste der Welt. Hier lebe ich zusammen mit meinem Mann und unseren beiden Kindern.

Seit 2015 sind wir Eltern einer zauberhaften Tochter. Zwei Jahre später kam ihr kleiner Bruder auf die Welt, und unsere Familie war komplett. Zusammen sind die beiden ein unschlagbares Team, das sich nur allzu gern gegen Mama und Papa verbündet.

Abgesehen von meiner Familie liebe ich den Hafen, fotografiere gern und gehe gern zu Konzerten und zum Fußball. Bei Echte Mamas kann ich meine Leidenschaft für SEO und Social Media ausleben – und darüber freue ich mich sehr.

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