Mein Kind hat Karies… Was ich vorher gern gewusst hätte!

Zwei Minuten sind nicht lang? Doch!! Das weiß jede Mama, die zweimal täglich ihren Nachwuchs zum Zähneputzen überreden muss. Diese 120 Sekunden können gerne mal in eine hitzige Diskussion am Waschbecken ausarten – und sich in unerträgliche Längen ziehen. So was kann einen echt fertig machen – besonders abends, wenn alle müde sind. Kennt ihr bestimmt. Natürlich ist es absolut keine Lösung, bombenfest geschlossene Schnuten gegen ihren Willen mit der Bürste zu traktieren. So wird Zähneputzen nie als etwas „Gutes“ akzeptiert! Aber was tun, wenn wir als Eltern in so einer wichtigen Situation mit Worten einfach nichts erreichen? Mit unseren kleinen Tricks klappt es mit dem Zähneputzen jedes Mal ein bisschen besser. Und macht den Kindern am Ende sogar tatsächlich Spaß. Davon haben sie dann sogar als Erwachsene noch etwas, denn eine gute Mundhygiene von Anfang an wirkt sich positiv auf die Zahngesundheit im restlichen Leben aus.

Wo die Zähne geputzt werden ist erst mal egal

Habe ich schon erzählt, dass ich meinem Fünfjährigen zurzeit immer im Bett die Zähne putze? Nach der Gute-Nacht-Geschichte erst, denn das war der einzige Deal, auf den sich der kleine Dickkopf eingelassen hat. Besser als nichts, denke ich mir erschöpft – auch wenn ich natürlich weiß, dass es bald mal losgehen müsste mit der geregelten Zahnpflegeroutine am Waschbecken. Erst neulich habe ich gelesen, dass fast jeder 2. Erstklässler mit durchschnittlich vier kariösen Zähne in die Schule kommt! Zu denken gegeben hat mir auch, dass bereits rund 14 Prozent der Dreijährigen betroffen sind. Klar, dass uns Müttern so viel daran liegt, das Zähneputzen als Routine zu etablieren. Natürlich möglichst stressfrei.

Das Ergebnis zählt, der Weg dorthin darf jedes Mal anders sein

Dafür, dass die Zähne meiner Kinder lange genug gebürstet werden, habe ich mir immer wieder etwas Neues überlegt – und dabei einige meiner Prinzipien über Bord geworfen:

Das Zähneputzen klappt nicht so wie es soll?

Das Zähneputzen klappt nicht so wie es soll? Hier könnt ihr euch Ausmalbilder und Bastelanleitungen herunterladen.

Richtige Bürste und Technik zählen

Auch wenn die süßen 20 Milchzähnchen wieder ausfallen – es ist wichtig, sie wie bleibende Zähne zu behandeln! Und da zählt natürlich nicht nur die Regelmäßigkeit, sondern auch das passende „Werkzeug“. Mein Sohn hat schon zum dritten Geburtstag von der Patentante eine elektrische Zahnbürste mit coolem Disney-Motiv von Oral-B geschenkt bekommen. Bis dahin hatte ich gar nicht gewusst, dass das auch bei den ganz Kleinen funktioniert. Ich hatte immer gedacht, die Borsten seien irgendwie schlecht fürs Zahnfleisch. Sie sind aber extra weich. Der runde Kopf umschließt jeden Zahn einzeln und wirbelt sogar relativ weit in die Zahnzwischenräume. Die Bürste putzt quasi von allein und muss nur von Zahn zu Zahn geführt werden. Nachdem mein Sohn ein paar Runden mit der Bürste im Mund gedreht hat, darf ich putzen. Und zwar nach der „KAI-Zahnputztechnik“. Das bedeutet: Kauflächen – Außenseite – Innenseite. Und weil die Bürste genauso schön brummt wie die von Mama und Papa, fühlt Junior sich richtig groß. Wir Eltern sind nämlich einmal mehr das wichtigste Vorbild! Wenn das Kind sieht, wie wir alle morgens und abends unsere Zähne putzen, dann akzeptiert es auch leichter, dass das Weglassen des Zähneputzens keine Option ist. Bis weit in das Grundschulalter hinein sollten wir ohnehin kontrollieren und zur Sicherheit einfach vor- oder nachputzen. Für meinen Sohn will ich jetzt unbedingt die „Magic Timer App“ herunterladen, die zu seiner elektrischen Bürste gehört. Zugegeben, ist ein bisschen wie Computerspielen im Bad. Aber die Disney-Helden spornen zu längerem Zähneputzen an und helfen ganz easy, die Kinder daran zu gewöhnen.

Übrigens: Wer im Zeitraum vom 24. Mai bis zum 30. Juni in teilnehmenden dm-Filialen, auf dm.de oder in der „Mein dm“-App, elektrische Kinderzahnbürsten von Oral-B im „Die Eiskönigin“- oder „Spiderman“-Design kauft, bekommt einen passenden 4-er Pack Aufsteckbürsten gratis dazu. Beim Kauf einer Oral-B Smart Sensitive oder iO gibt es sogar die elektrische Kinderzahnbürste mit Frozen oder Spiderman gratis obendrauf.

Im selben Zeitraum spendet Oral-B im Rahmen der #GemeinsamStärker-Kampagne zwei Euro pro verkaufter elektrischer Kinderzahnbürste an die RTL-Aktion „Wir helfen Kindern“. Dann tut man nebenbei auch einem anderen Kind etwas Gutes. Hier klicken für mehr Infos!

Löcher tun weh – und sind auch schlecht für später

Bestimmt ging es euch genauso: Der erste Zahn war da, und ich habe direkt die erste softe Zahnbürste angeschafft. Und dann habe ich dem Kleinkind auf meinem Schoß hingebungsvoll mit einer fluoridhaltigen Zahnpasta das Mini-Gebiss poliert – erst einmal und bald zweimal täglich. So weit, so richtig – doch der lautstarke Protest ließ nicht lang auf sich warten. Etwas besser wurde es, nachdem die lustige Zahnfee zum ersten Mal die Kita besucht hatte. Habt ihr euch auch schon gefragt, warum heutzutage schon so früh für das Thema sensibilisiert wird? Klar – aufgrund der speziellen Struktur des kindlichen Zahnschmelzes sind Milchzähne anfälliger für schmerzhafte Löcher, alles schon gehört. Aber kranke Milchzähne können sich auch negativ auf die weitere Gebissentwicklung auswirken. Studien sagen, dass bei Kindern mit unbehandelter Milchzahnkaries später die Wahrscheinlichkeit viermal so hoch ist, mehr bleibende Zähne mit Kariesbefall zu haben! Und mit fortschreitendem Alter erhöhen eine schlechte Mundhygiene und Zahnfleischerkrankungen sogar die Gefahr für Allgemeinerkrankungen. Das reicht von Diabetes über Herzkreislauferkrankungen bis hin zu Schwangerschaftsrisiken! Das wusste ich ehrlich gesagt nicht…

Eine Checkliste für die optimale Mundgesundheit – orientiert an den 4 Säulen der Kinderzahnheilkunde.

Eine Checkliste für die optimale Mundgesundheit – orientiert an den 4 Säulen der Kinderzahnheilkunde.

Zahnarzt – lieber zu früh als zu spät!

Das erste Mal war ich mit meinem Sohn beim Zahnarzt, als er etwa zwei Jahre alt war. Da habe ich erfahren, dass man eigentlich schon dann erscheinen sollte, wenn der allererste Milchzahn da ist. Nicht nur, weil nicht wenige Kleinkinder die sogenannte „Nuckelflaschenkaries“ entwickeln, sondern auch, damit sich das Kind behutsam an den zweimal jährlich anstehenden Zahnarztbesuch gewöhnen kann. Meinem Sohn wurden neulich mit Plaque-Färbe-Tabletten die Zähne eingefärbt, damit er sehen konnte, wo er besser putzen muss. Fand er irre komisch! Er mag unsere Zahnärztin richtig gern. Und sollte später doch mal geröntgt werden müssen, weil Karies zwischen den Zähnen ist, dann kann ich mir gut vorstellen, dass er keine Angst haben wird. Wegen einer dunklen Stelle, die ich neulich an seinem Backenzahn entdeckt habe, habe ich jetzt ein wenig Bammel, dass bald gebohrt werden muss. Aber unsere Zahnärztin erzählte beim letzten Check, dass zur sanften Betäubung mittlerweile Lachgas eingesetzt wird. Sie hat mich auch darüber aufgeklärt, welche Maßnahmen es später noch so gibt, um Kinderzähne zu schützen – professionelle Zahnreinigung etwa oder Zahnversiegelungen. Wer wichtige Informationen oder einen Spezialisten mit kindgerechter Praxis in seiner Nähe sucht, der sollte mal auf der Seite der Deutschen Gesellschaft für Kinderzahnheilkunde www.dgkiz.de schauen. Freundliche Farben und eine gut ausgestattete Spielecke wirken ja manchmal Wunder!

Wenn die Zahnärzte heutzutage schon so viele coole Ideen haben, damit sich kleine Menschen wohlfühlen, dann können wir das auch! Macht das Zähneputzen zum positiven Erlebnis – es zahlt sich für alle aus!

Judith Sylla

Ich habe zwei Kinder (2015 und 2019 geboren). Als Mama habe ich eines früh gelernt: Vorsätze sind da, um sie wieder über Bord zu werfen. Intuitiv handeln, statt nach Prinzipien, macht so ziemlich alles und alle entspannter.

Alle Artikel

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
1 Kommentar
Beliebteste
NeuesteÄlteste
Inline Feedbacks
Alle Kommentare ansehen
1
0
Tausch dich dazu mit anderen Mamas aus!x
()
x