Zahnfee: Was bringt sie, wann & wie oft kommt sie? So funktioniert´s!

Der erste Milchzahn, der ausfällt, ist für die Kleinen Aufregung pur – und bereitet manchen von ihnen auch Sorge. Wie positiv das Spektakel für Kinder aufgenommen wird, beeinflussen letztlich die Eltern. Lies hier, wie du diesen Moment zu etwas Besonderem machst: Wir verraten, wie das mit der Zahnfee funktioniert, wann sie kommt und wie oft, was mit den ausgefallenen Zähnen passiert, welche Geschenke sie bringt und wie es beim zweiten oder dritten Milchzahn aussieht.

1. Was ist das Geheimnis der Zahnfee? Alle Antworten

Selbstverständlich bist du selbst – oder liebe Freunde und Verwandte von dir – die fleißige Zahnfee. Falls dein Kind also von dir wissen will, wie oft die Zahnfee vorbeikommt, wie sie aussieht und wo die ausgefallenen Zähnchen hingebracht werden, kannst du ihm nach Belieben antworten.

Falls du etwas Hilfe brauchst, kommen hier unsere besten Ideen – und auch einige Bücher, die dir helfen können!

Tipp: Die Fee kann nicht nur ein Zauberwesen sein, das einen Milchzahn gegen ein Geschenk tauscht, sondern auch allerhand Wissenswertes über Zahnhygiene mitbringt: Zahnarzt, Zähneputzen und Zahnwechsel, all das erklärt das Märchenwesen beispielsweise in einem Brief, der unter dem Kopfkissen liegt, und macht den Kleinen damit richtig Lust auf das Thema – oder nimmt ihnen die Angst.

Wer ist die Zahnfee – und wann kommt sie?

Bei der Zahnfee handelt es sich um ein bei Kindern und Erwachsenen bekanntes Fabelwesen. Sie kommt, sobald die kleinen Sprösslinge ihren ersten wackeligen Milchzahn verlieren. Dieser wird abends vor dem Schlafengehen in feierlicher Atmosphäre unter das Kopfkissen gelegt.

Die kleine Fee fliegt nachts ins Zimmer, klaubt sich sanft das Wackelzähnchen, verschwindet unbemerkt mit diesem Zahn und lässt stattdessen eine großartige Überraschung zurück.

Wie oft kommt die Zahnfee zu Besuch?

Manchmal kommen Zahnfeen bei jedem Milchzahn, der herausfällt. Andere schauen lediglich nach dem ersten verlorenen Milchzahn vorbei.

Da dein Kind bis zu 20 Milchzähne verliert, sollte der Besuch der Zahnfee etwas Besonderes bleiben. Schließlich könnte das geheimnisvolle magische Wesen irgendwann seine Anziehungskraft verlieren, wenn es bei jedem Milchzahn zur Stelle ist.

Vielleicht kann die Zahnfee zu speziellen Anlässen – oder auch vor oder nach ihrem Ehrentag am 22. August – zu Besuch kommen, damit die Überraschung gewahrt bleibt?

Hör hier aber auf dein Gefühl: Wenn bei jedem Wackelzahn ein kleines Geschenk unterm Kopfkissen wartet und es dich und dein Kleines glücklich macht – warum nicht?

Was bringt die Zahnfee an Überraschungen mit? Tolle Geschenk Ideen

Die Zahnfee hat viele Ideen, wie sie den Kindern eine große Freude bereiten kann. Meistens bringt sie ein Geschenk mit, das sich das jeweilige Kind schon sehnsüchtig wünscht.

Geschenke gesucht? Zu den besten gehören beispielsweise

Süßigkeiten aller Art bringt eine Zahnfee natürlich besser nicht mit, da zuckerhaltige Süßspeisen ja bekanntlich den Zähnen schaden.

Alternativen gesucht? Unsere besten Tipps und Rezepte:

Oft lässt die Zahnfee auch einen Brief für die stolzen Zahnlückenträger da. Das passende Briefpapier und eine tolle Urkunde kannst du dir hier herunterladen:

Eine Urkunde von der Zahnfee
Zahnfee Briefpapier

Wie macht sich das Fabelwesen noch bemerkbar?

Sie lässt nicht nur Geschenke da – sie kann den neugierigen Kleinen auch einen Brief schreiben! Darin ist beispielsweise viel Lob enthalten, sofern der Nachwuchs seine Zähne gut gepflegt hat.

Auch mit einer schönen (ausgedachten) Geschichte rund um die Abenteuer der Zahnfee kannst du dein Kind begeistern.

Was passiert mit dem abgeholten Zahn – und wo bringt sie die Zähne hin?

Falls dein Kind neugierig ist, fragt es dich sicher, was die liebe Zahnfee mit den ausgefallenen Zähnen macht. Bei deiner Antwort kannst du deiner Fantasie ruhig freien Lauf lassen.

Wir haben einige kreative Antworten für dich parat:

  • Sie schenkt deine Zähne anderen, jüngeren Kindern, die noch Milchzähne benötigen.
  • Deine Zähnchen verwendet die Zahnfee für ihr wunderschönes Schloss im Zahnfeeland.
  • Deine gute Fee nimmt deine Zähnchen gar nicht mit, sondern tauscht sie nur gegen eine Überraschung aus und gibt sie deinen Eltern als Erinnerung mit.
  • Verlorene Milchzähne verarbeiten die fleißigen Helferlein der Fee zu Gebissen, die an ältere Leute gespendet werden.

Natürlich verstaut die Zahnfee das kostbare Gut in einem edlen Beutel. Vielleicht hat sie auch eine Box dabei oder kommt sogar auf einem Roller mit Anhänger, in dem jeder Zahn seinen eigenen Platz hat …

Wie sieht die Zahnfee eigentlich aus?

Meistens kommt sie, die Frage, wie das Märchenwesen eigentlich aussieht. Nicht schlecht, wenn wir Eltern dann eine gute Antwort parat haben und uns nicht etwas aus den Fingern saugen müssen (außer dir fällt das leicht, natürlich).

Hier unsere Ideen:

  • Die Zahnfee ist klein und hat wunderschöne zarte Flügel, mit denen sie nachts unbemerkt ins Schlafzimmer fliegen kann.
  • Vielleicht sieht eure Zahnfee aus wie bei Peter Pan – mit grünem oder gelbem Kleidchen, einer Blume im Haar und einem kecken Lächeln im Gesicht.
  • Eventuell ist eure Zahnfee aber auch wie eine echte Prinzessin gekleidet, mit einem funkelnden, langen Kleid voller Edelsteine und einer goldenen Krone im Haar?
  • Oder sie hat einen Blumenkranz im Haar und ein blühendes Gewand an.
  • Alternative zur Zahnfee: Eine Maus oder ein anders Lieblingstier deines Kindes.

Hat die Fee Schuhe an?

Ist sie eine Prinzessin, wahrscheinlich schon. Schöne, schmale Stöckelschuhe. Ist sie eher eine Blumen-Elfe fliegt sie wahrscheinlich barfuß – Schühchen braucht sie womöglich eh nicht, da ihre Flügel sie tragen.

Schöne Bücher über die Zahnfee, die auch dir helfen

In folgenden Büchern findest du viel zur Zahnhygiene, und auch das Thema Zahnfee kommt nicht zu kurz. Toll als Geschenk unterm Kopfkissen oder auch als Gutenachtgeschichte, um sich gemeinsam so richtig auf den ersten Wackelzahn einzustimmen!

2. Bis zu welchem Alter bzw. wie lange kommt die Zahnfee?

Den ersten Zahn verlieren die meisten Kinder um den 6. Geburtstag herum, manche schon ein bis zwei Jahre früher, manche später. Der gesamte Zahnwechsel kann dann schon einmal sechs weitere Jahre dauern. Solange kann natürlich auch die Zahnfee kommen.

Am Ende triffst du die Entscheidung, und auch dein Kind! Du wirst merken, wenn das sagenumwobene Geheimnis keine große Bedeutung mehr hat und seine Magie verliert.

3. Zahnfee: Videos und Filme

Ob du die folgenden Geschichten für dich als Anregung nutzt oder sie mit deinem Kind schaust, ist natürlich deine Entscheidung. Wir hoffen, du kannst ein paar schöne Ideen mitnehmen:

Witzige und liebevolle Videos über die Zahnfee

„The tooth fairy“ auf Deutsch – das Märchen auf YouTube.

Cailou und die Zahnfee

Folge – Peppa Wutz und die Zahnfee:

Ein kleiner Live-Erfahrungsbericht als Anregung:

4. Wie reagieren, wenn das Kind keinen Besuch haben möchte?

Mitunter kommt es vor, dass einige Kinder beim Gedanken an den Besuch Angst bekommen. Sie freuen sich nicht darüber, ihre lieb gewonnenen Zähne abzugeben. Natürlich solltest du den Wunsch deines Kindes ernst nehmen und offen darüber sprechen.

Wahrscheinlich findet ihr gemeinsam ein tolles Plätzchen für die Milchzähne, die dann eben nicht abgeholt werden. Dafür gibt es zum Beispiel liebevoll gestaltete Kästchen.

Oder ihr überlegt euch ein anderes Ritual, das deinem Kind hilft, den Wackelzahn zu feiern. Anregungen dazu kommen gleich, bei Traditionen aus anderen Ländern.

5. Wann wurde die Fee erfunden – und woher kommt sie?

In Amerika trieb die Zahnfee zuerst „ihr Unwesen“, ehe es sie auch nach Europa verschlug. Höchstwahrscheinlich galt sie im Mittelalter als magisches Wesen, das den Kindern beim Erwachsenwerden half.

Skandinavische Heldensagen erwähnten solche Rituale bereits im 13. Jahrhundert. Zu dieser Zeit schützten sich die Menschen vor diesen gefährlichen Hexen, indem sie ihre Zähne oder Haare verbrannten.

Erst ab dem 19. Jahrhundert wandelte sich das gesellschaftliche Bild, das die Menschen von der Zahnfee hatten. Dann tauchte die Fee zusammenhängend mit goldenen Münzen auf, die sie im Gegenzug zu verlorenen Milchzähnen eintauschte.

Endgültig etabliert hat sich der Mythos der „guten Zahnfee“ allerdings erst 1949 dank der amerikanischen Geschichte „The Tooth Fairy“.

6. Die Zahnfee in anderen Ländern: Welche Traditionen sind verbreitet?

Inzwischen ist die Zahnfee überall auf der Welt zu Besuch – wobei sie an jedem Ort in etwas anderer Gestalt auftritt. Nachfolgend findest du eine kleine Auswahl an Ländern, welche die Zahnfee anders als in Deutschland begrüßen:

  • Die Franzosen kennen die Zahnfee nur in Form einer kleinen, niedlichen Maus. Diese Tradition geht auf das dort bekannte Märchen „gute kleine Maus“ zurück. Auch im spanischen Land kennen die Menschen „ihre“ Zahnfee als El Ratón.
  • Bei den Schweizern ist die Zahnfee lustigerweise in Gestalt einer Ameise, die nachts den Zahn mitnimmt und eine goldene Münze zurücklässt, bekannt.
  • Die Polen kennen keine fleißige Zahnfee, die nachts die Milchzähne der Kinder abholt und gegen eine Überraschung eintauscht. Stattdessen werden die Kids selbst aktiv, indem sie ihre Zähne im Garten vergraben. Dieses Ritual soll die neuen Zähne dabei unterstützen, zu wachsen.
  • In Rumänien und Asien ist es üblich, ausgefallene Zähne über Hausdächer zu werfen. Dabei sollten Menschen laut sagen, dass sie sich einen gesunden neuen Zahn herbeiwünschen.

7. Worauf gilt es generell beim Zahnwechsel zu achten?

Als große Richtlinie verlieren Kinder, die zwischen vier und sieben Jahren alt sind, ihre Milchzähne. Sobald diese über einen wackeligen Zahn berichten, spricht nichts dagegen, diesem ein wenig nachzuhelfen.

Es ist in Ordnung, wenn dein Kind mit seiner Zunge locker gegen den Zahn drückt, solange dies nicht gewaltsam geschieht. Grundsätzlich sollten sich sowohl du, als auch dein Kind in Geduld üben. Mitunter können bis zu sechs Jahre vergehen, ehe alle vorhandenen Milchzähne erwachsenen Zähnen weichen.

In jedem Fall ist es ratsam, deinem Kind zusammenhängend mit dem Besuch der Zahnfee den Wechsel von Milchzähnen zu Erwachsenenzähnen genau zu erklären.

Vermittle deinem Kind auch, dass die neuen Beißerchen möglicherweise anders aussehen als die gewohnten Milchzähne.

Sobald die neuen Zähne durchbrechen, sollte dein kleiner Schatz noch etwas gründlicher putzen. Leiste deinem Kind dabei gern Gesellschaft oder zeige locker, wie es seine Zähne das restliche Leben bestmöglich pflegen kann. Hierbei empfiehlt sich auch, zu einer Zahncreme mit höherem Fluoridanteil zu wechseln, frag am besten euren Zahnarzt.

8. Fazit: Zahnfee – ja oder nein?

Für viele Kinder gehen körperliche Veränderungen mit Angst einher, dazu gehören auch die Wackelzähne. Klar, sie wissen nicht, was los ist, wenn die Zähne plötzlich anfangen locker zu werden und schließlich herausfallen.

Die Fee ist da ein zauberhaftes Mittel, um die Trennung vom Milchzahn zu erklären, in etwas Positives umzuwandeln – und den Kleinen die Angst davor zu nehmen.

Das ist sogar wissenschaftlich bewiesen: Eine Studie hat gezeigt, dass Kinder, deren körperliche Veränderung mit Ritualen gefeiert werden, besser mit Verlusten – wie denen eines Milchzahns – umgehen können und dabei Stolz und Freude empfinden.

Ob das nun durch die Zahnfee passiert, oder rational erklärt und zelebriert wird, ist am Ende wohl egal. Es kommt darauf an, worauf du Wert legst und wie auch dein Kind Veränderungen am besten aufnimmt.

 

Wir wünschen viel Freude mit den neuen Zähnchen und freuen uns über deinen Kommentar, wie dein Kind den Besuch der kleinen Fee aufgenommen hat!

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Laura Dieckmann

Als waschechte Hamburgerin lebe ich mit meiner Familie in der schönsten Stadt der Welt – Umzug ausgeschlossen! Bevor das Schicksal mich zu Echte Mamas gebracht hat, habe ich in verschiedenen Zeitschriften-Verlagen gearbeitet. Seit 2015 bin ich Mama einer wundervollen Tochter.

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