Zeckenstich beim Kind: Was du tun und wissen solltest

Sie sind winzig klein, braun-schwarz und einfach fiese kleine Plagegeister, auf die wir getrost verzichten könnten: Zecken. In der Regel ist ein Zeckenstich meist harmlos. Wenn man Pech hat und die Zecke jedoch Krankheitserreger überträgt, kann der Kontakt mit dem Parasit durchaus gefährlich werden. Wie du einen Zeckenstich bei deinem Kind richtig behandelst und alles Wissenswerte zu den Blutsaugern erfährst du hier! 

Zeckenbiss oder Zeckenstich?

Obwohl viele umgangssprachlich immer noch von einem Zeckenbiss sprechen, sind sich Wissenschaftler einig, dass es sich vielmehr um einen Stich handelt. Entgegen der weitläufigen Vorstellung, dass sich Zecken wie kleine Vampire festbeißen und Blut saugen, tun sie das nämlich viel eher mit einem kleinen Stechrüssel. Dieser ist aber mit kleinen Widerhaken ausgestattet, wodurch sie sich besonders gut festhalten können. Fies!

Tut ein Zeckenstich weh? Wie bemerke ich den Parasit?

Das tückische an Zeckenstichen ist, dass man sie in der Regel erst einmal gar nicht bemerkt. Während des Stechens sondern Zecken nämlich gleichzeitig so etwas wie ein „Betäubungsmittel“ ab. Deshalb spürt man den Stich im Gegensatz zu einer Mücke z.B. gar nicht. Außerdem sorgen Stoffe im Zeckenspeichel dafür, dass das Blut ihres Opfers nicht gerinnt oder sich die Stelle entzündet. Deshalb kommt es auch nicht zu Jucken oder Ähnlichem.

Wohin stechen Zecken bevorzugt?

In der Regel bleibt deshalb also nur das gründliche Absuchen mit den Augen, um sicherzugehen, dass sich keiner der Parasiten auf dir oder deinem Kind festgesetzt hat. Aber auch das ist oft nicht so leicht, denn Zecken bevorzugen gut versteckte Stellen, wo die Haut eher dünn ist, z.B. am Kopf, hinter den Ohren, am Haaransatz, in den Achselhöhlen, am Bauchnabel, im Intimbereich oder in den Kniekehlen.

Teilweise krabbeln Zecken bis zu einer Stunde über den Körper, bis sie eine geeignete Einstichstelle gefunden haben. Weil sie Enge als Schutz wahrnehmen, stechen sie oft auch gerne unter dem Hosen- oder Sockenbund oder beispielsweise unter einem Uhrenarmband.

So sieht ein Zeckenstich beim Kind aus.

Nicht immer sind Zecken, so wie hier im hellen Kinderhaar, gut sichtbar. Foto: Echte Mamas.

Wann ist Zeckensaison?

Grundsätzlich lässt sich die Zeckensaison auf die Zeit zwischen März und Oktober begrenzen. Entscheidend dafür, wann man mit Zecken rechnen muss, ist dabei allerdings die Temperatur. Ab etwa 7 Grad werden die fiesen Parasiten nämlich nach ihrer Winterruhe munter und lauern auf einen Wirt, also ein Mensch oder ein Tier, von dem sie Blut saugen können. Besonders aktiv sind Zecken im Frühling und Herbst.

Durch den Klimawandel muss in manchen Gebieten jedoch zunehmend ganzjährig an Zeckenschutz gedacht werden. Denn durch die milden Winter sterben viele Zecken nicht mehr so wie früher üblich in der kalten Jahreszeit ab, weshalb es immer mehr von ihnen gibt. Gleichzeitig steigt damit auch das Risiko, dass Zecken gefährliche Krankheitserreger weitergeben. Zudem fühlen sich durch die höheren Temperaturen auch immer mehr tropische Zeckenarten in Europa heimisch, die es bisher nur in anderen Erdteilen gab.

Wo ist das Risiko für Zeckenstiche bei Kindern besonders hoch?

Tendenziell sind Zecken überall in der Natur anzutreffen, sei es in einem Park in der Stadt oder im Wald fernab von Menschen. Es gibt jedoch einige Orte, die die Blutsauger ganz besonders vorziehen. Dazu zählen besonders feuchte und exponierte Stellen, wie lange Grashalme, Büsche, Sträucher oder im Unterholz. Dort warten sie meist auf Knie- oder Hüfthöhe darauf, dass ein Mensch oder Tier vorbeiläuft und sie sich abstreifen lassen können.

Für Kinder bedeutet das also, dass die Zecken auch gerne mal auf Kopfhöhe lauern. Besondere Vorsicht solltest du also walten lassen, wenn dein Kind im Gebüsch oder in einer hohen Wiese spielt. Aber: Lange Zeit hielt sich der Glaube, dass Zecken hoch oben auf Bäumen sitzen und sich von dort auf ihre Opfer fallen lassen. Das stimmt allerdings nicht. Deshalb musst du unter Bäumen auch nicht per se ein höheres Risiko für einen Zeckenstich bei deinem Kind oder dir fürchten.  

Warum ist das Absuchen nach Zecken so wichtig?

Das tückische an Zeckenstichen ist, dass man sie erst einmal gar nicht bemerkt. Ein Stechen, Jucken oder Brennen, wie man das von anderen Insekten kennt, bleibt nämlich aus. Deshalb bleiben nur die Augen, um den eigenen oder den Körper deines Kindes gründlich abzusuchen und sicherzugehen, dass er zeckenfrei ist. Gleichzeitig ist die Zeit, die nach dem Stich und dem Entfernen vergeht, aber auch entscheidend darüber, wie hoch das Risiko der Übertragung eines möglichen Erregers ist.

Deshalb gilt grundsätzlich: Je schneller ihr die Zecke entfernen könnt, desto besser. Vor dem Stechen wandern Zecken außerdem bis zu einer Stunde über den Körper, bis sie eine für sie geeignete Einstichstelle finden. Durch ein gründliches Absuchen nachdem ihr Draußen wart, kannst du Zecken so also vielleicht sogar schon auf Körper oder Kleidung finden, bevor sie zustechen. 

Welche Krankheiten können Zecken übertragen?

Grundsätzlich ist ein Zeckenstich nicht gefährlich und erstmal kein Grund zur Panik, denn nicht jede Zecke überträgt zwangsläufig Erreger. Dennoch sollte man die Gefahr vor Zecken nicht auf die leichte Schulter nehmen, denn Zecken können auch durchaus Bakterien oder Viren übertragen. In Deutschland können Zeckenstiche vor allem die folgenden Krankheiten auslösen:

Borreliose (in voller Länge eigentliche Lyme-Borreliose):

  • Die Erkrankung wird durch ein Bakterium hervorgerufen, das im Darm der Zecke lebt und kann zu Nerven- und Gelenkschäden führen.
  • Der Erreger wird nicht sofort beim Stechen übertragen, sondern erst einige Stunden (bis zu 1 bis 2 Tage) nachdem die Zecke sich festgesaugt hat. Deshalb ist es auch so wichtig, eine Zecke so schnell wie möglich zu entfernen.
  • Das erste Symptom einer Borreliose ist meistens eine Rötung um die Einstichstelle (kann aber auch an einer anderen Körperstelle auftauchen), auch „Wanderröte“ genannt, die über Tage größer wird und sich ausbreitet. Tückisch an der Erkrankung ist jedoch, dass es bis zu vier Wochen dauern kann, bis sich die ersten Symptome zeigen. Auch Fieber, Abgeschlagenheit oder Lymphknotenschwellungen können auf eine Borreliose-Infektion hinweisen. Wenn grippeähnliche Symptome oder die Wanderröte auftauchen, sollte in jedem Fall sicherheitshalber ein Arzt konsultiert werden. In einem zweiten Stadium der Infektion kann es zu Gelenkentzündungen, Gesichtslähmungen oder auch Hirnhaut- oder Herzbeutelentzündung kommen.
  • Eine unbehandelte Borreliose kann in einem späteren Stadium zu bleibenden Schäden und chronischen Gelenkentzündungen führen. Unter Umständen sogar zu Herzproblemen, Beeinträchtigungen der geistigen Leistungsfähigkeit und Lähmungen.
  • In Deutschland sind jedes Jahr schätzungsweise zwischen 40.000 und 120.000 Menschen betroffen
  • Es gibt keine Impfung gegen Borreliose. Wenn man die Infektion aber schnell erkennt, lässt sie sich gut mit Antibiotika behandeln – auch bei Kindern.

Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME):

  • FSME wird von Zecken übertragenen Viren ausgelöst und kann zu Entzündungen des Gehirns, Hirnhaut und Rückenmarks führen.
  • Im Gegensatz zur Borreliose können die FSME-Viren schon unmittelbar nach dem Zeckenstich übertragen werden, da sie im Speichel der Zecken sind.
  • Nach etwa zehn Tagen leiden Betroffene unter grippeähnliche Beschwerden. In schweren Fällen kann die Infektion auch Bewusstseins- und Koordinationsstörungen und epileptische Anfälle auftauchen. In seltenen Fällen kann die Erkrankung auch tödlich verlaufen.
  • Die gute Nachricht: Gegen FSME gibt es seit einigen Jahren eine Impfung – auch für Kinder ab einem Jahr. 
  • Aktuell begrenzen sich die Risikogebiete für FSME noch auf Süd- und Ostdeutschland. Trotzdem sollten mögliche Symptome nach einem Zeckenstich immer genau beobachtet werden, da es auch außerhalb der Risikogebiete zu Infektionen kommen kann. Zudem ist damit zu rechnen, dass der Anteil der mit FSME infizierten Zecken in den nächsten Jahren in Deutschland weiter ansteigt.

Das Robert-Koch-Institut veröffentlicht regelmäßig eine Karte mit den aktuellen FSME-Risikogebieten in Deutschland, in denen man besondere Vorsicht vor Zecken walten lassen sollte.

© Robert Koch-Institut, 2024. Erscheinungsdatum 29. Februar 2024.

© Robert Koch-Institut, 2024. Erscheinungsdatum 29. Februar 2024.

Wichtig: Weder Borreliose-Bakterien noch FSME-Viren werden von Mensch zu Mensch übertragen! 

Wie entferne ich eine Zecke bei meinem Kind? Worauf muss ich achten?

„Am besten nimmt man eine feine Pinzette, fasst die Zecke ganz nahe an der Haut und zieht sie gleichmäßig heraus. Es ist wichtig, nicht zu drehen oder zu quetschen, um Infektionen zu vermeiden“, erklärt uns Dr. Karella Easwaran, Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin aus Köln.

Dr. Karella Easwaran, Kinderärztin, Speakerin und Bestseller-Autorin.

Dr. Karella Easwaran, Kinderärztin, Speakerin und Bestseller-Autorin. Foto: Karella Easwaran.

Die Bakterien, die eine Borreliose verursachen sitzen nämlich im Darm mancher Zecken und werden eigentlich erst nach einigen Stunden übertragen. Quetscht man die Zecke beim entfernen, kann es sein, dass man den Erreger aktiv in die Wunde überträgt. Verfallt nicht in Panik und zieht die Zecke mit ruhiger Hand und nicht ruckartig heraus. Letzteres könnte nämlich dazu führen, dass Teile der Zecke in der Haut stecken bleiben. 

Anleitung: Zeckenstich beim Kind entfernen.

Ganz wichtig: Die Zecke nicht quetschen und so nah wie möglich an der Haut greifen. Foto: Echte Mamas.

Es gibt auch speziell entwickelte Zeckenpinzetten oder Zeckenkarten, mit denen das richtige Entfernen besonders leicht gelingt:

Zeckenkarte mit Lupe, Hülle und Kurzbeschreibung
Im praktischen Kartenformat passt die Zeckenkarte in jede Tasche bzw. Portemonnaie, sodass ihr sie immer dabei habt. Mit zwei unterschiedlich großen V-Aussparungen, um Zecken jeder Größe einfach entfernen zu können. Auch für Tiere geeignet.
Zeckenpinzette im Set aus Edelstahl für Mensch und Tier
Mit diesem 5-teiligen Set in einer praktischen kleinen Dose lassen sich große und kleine Zecken bei Menschen, Tieren und Kindern gut und sicher entfernen.

Nach dem Zeckenstich beim Kind:

Eine ganz kleine Rötung nach einem Zeckenstich kann durchaus vorkommen, je nachdem wie lange die Zecke schon saugen konnte. Wichtig ist es laut unserer Expertin für Kindergesundheit, die Einstichstelle gut zu desinfizieren. Um dafür zu sorgen, dass die Stelle nicht aufgekratzt oder je nach Körperstelle unter Reibung steht, kann auch ein Pflaster helfen. Gegen möglichen Juckreiz helfen die üblichen Sprays oder Gele gegen Insektenstiche, die auch für Kinder empfohlen werden.

Nach einem Zeckenstich kann es übrigens auch sinnvoll sein, den Tetanus-Impfstatus einmal zu überprüfen. 

Was tun mit der entfernten Zecke?

Es klingt brutal, aber ihr solltet Zecken nach dem Entfernen oder wenn ihr sie auf der Kleidung findet unbedingt töten – und zwar richtig. Das ist nämlich gar nicht so einfach, da die fiesen Parasiten unheimlich robust sind. In der Toilette runterspülen oder eine 40 Grad-Wäsche machen ihnen tatsächlich nichts aus. Sie können sogar bis zu 3 Wochen im Wasser überleben, eklig!

Die sicherste Methode ist also, wenn ihr die Zecke in ein Blatt Papier oder Taschentuch einschlagt und unter einem festen Gegenstand, wie einem Wasserglas zerquetscht. Achtet dabei darauf, dass ihr die „Zeckenreste“ nicht mit den Händen berührt. Falls doch Sekret an euch landen solltet, dann wascht die Hände ganz gründlich mit Seife ab. Aus Vorsicht vor eventuellen Erregern, solltet ihr bitte nie mit bloßen Händen eine Zecke zerquetschen! Auch Alkohol mit einem Gehalt von mindestens 40% oder Desinfektionsmittel töten Zecken wirksam ab.

Wann sollte ich mit einem Zeckenstich beim Kind zum Arzt?

„Beim Zeckenstich ist ein Arztbesuch dann empfehlenswert, wenn eine Schwellung, Rötung oder Entzündungszeichen um den Stich herum auftauchen. Manchmal gelingt es auch nicht die ganzen Zecke vollständig zu entfernen. Auch dann wäre ein Arztbesuch erforderlich“, erklärt Dr. Karella Easwaran. Auch falls Fieber oder grippeähnliche Symptome in den Wochen nach dem Stich auftauchen, solltet ihr an Borreliose und FSME denken. Das ist besonders wichtig, wenn ihr in einem FSME-Risikogebiet wohnt oder euch dort aufgehalten habt.

Wie lange muss ein Zeckenstich beobachtet werden?

Eine minimale Rötung der Einstichstelle ist nach einem Zeckenstich normal. Diese verschwindet meist nach wenigen Tagen wieder. Dennoch solltet ihr die Stelle des Zeckenstichs für ein paar Wochen beobachten. Wenn die Rötung kreisförmig größer oder heiß wird (die sogenannte Wanderröte), dann solltet ihr zum Arzt gehen, um abzuklären, ob es sich dabei um Borreliose handelt.

Dasselbe gilt auch, wenn ihr bis zu 14 Tage nach einem Zeckenstich oder nachdem ihr in einem FSME-Risikogebiet wart, grippeähnliche Symptome wahrnehmt. Dazu zählen beispielsweise Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen oder Abgeschlagenheit.

Wie kann ich mein Kind am besten gegen Zeckenstiche schützen?

Der sicherste Schutz vor Zecken ist natürlich möglichst die Orte zu vermeiden, an denen sie sich gerne aufhalten. Da wir aber unsere Kinder nicht permanent davon abhalten können und wollen, auch mal durch hohe Wiesen zu toben oder im Wald zu spielen, gibt es einige Maßnahmen, die ihr treffen könnt, um das Risiko eines Zeckenstichs zu verringern.

  • Tragt lange Kleidung und feste Schuhe: Wenn es für euch in die Natur geht, achtet auf lange, feste Kleidung, die es den Zecken erschwert, nackte Haut zu finden. Zieht ihr die Socken zudem über die Enden der Hosenbeine und steckt das Oberteil fest in den Hosenbund, macht ihr es den Blutsaugern extra schwer.
  • Helle Kleidung: Je heller die Kleidung, desto eher könnt ihr umher krabbelnde Zecken schon entdecken und in die Wüste schicken, bevor sie sich festsaugen konnten.
  • Gründliches Absuchen: Nach jedem Ausflug und Spielen in der Natur, solltet ihr euch gegenseitig absuchen. Das kann man übrigens auch wunderbar als lustiges Spiel verpacken! Für jedes Familienmitglied, das bei uns zuhause einmal von Kopf bis Fuß gründlich abgesucht wurde, gibt’s z.B. den Stempel „Zeckenfrei!“
  • Klebeband oder Fusselrolle: Um eventuell noch umherkrabbelnde Zecken zu erwischen, kann man auch Klebeband benutzen. Drückt das Klebeband über eure (dunkle) Kleidung, sodass Fussel aber auch Zecken daran klebenbleiben.
  • Zeckenschutzmittel: Es gibt zahlreiche Zecken- oder auch Kombi-Mückenschutzmittel, die für eine begrenzte Zeit vor Insekten und den Parasiten schützen. Diese gibt es in vielen verschiedenen Varianten, speziell für Kinder oder auch für sensible Haut.

Worauf kommt es bei einem guten Zeckenschutzmittel für Kinder an?

In erster Linie ist es wichtig, dass das Zecken- bzw. Insektenschutzmittel für Kinderhaut geeignet ist. Es sollte die empfindliche Haut keineswegs reizen und vorab an einer kleinen Stelle getestet werden, ob es gut verträglich ist. Zudem sollte es eine längere Schutzdauer bieten und einen angenehmen Geruch haben (Das hilft im Übrigen auch, wenn Kinder es nicht besonders mögen, sich einsprühen zu lassen.)

Der letzte Test der Stiftung Warentest fand im Jahr 2017 statt. Dieses Kombi-Produkt von Autan wurde damals Testsieger: 

Angebot
Autan Protection Plus Multi-Insektenschutz (3x100ml)
Das Pumpspray mit dem Wirkstoff Icaridin schützt für 6 Stunden vor Zecken, Mücken (auch Tigermücken) und Bremsen.

Bei den reinen Zeckenschutzmitteln schloss dieses Produkt am besten ab: 

Anti Brumm Zecken Stopp, Pumpspray (15oml)
Das Zeckenspray mit Icaridin und Citriodiol schützt bis zu 8 Stunden vor Zecken und ist für Kinder ab 2 Jahren geeignet.

Zeckenstich beim Kind: Sollte ich es dagegen impfen lassen? Und wenn ja, wann?

Auch wenn man umgangssprachlich häufig von der „Impfung gegen Zecken“ spricht, kann man sich natürlich nicht gegen Zecken impfen lassen. Spricht man von der „Zeckenimpfung“, geht es vielmehr um den FMSE-Virus, den manche Zecken bei ihrem Stich übertragen können. Auch wenn Kinder glücklicherweise in der Regel nicht so schwer an einer FSME-Infektion erkranken wie Erwachsene, kann es dennoch zu schwerwiegenden Verläufen kommen.

Die Ständige Impfkommision empfiehlt deshalb die Impfung für alle Menschen, die sich in einem Risikogebiet aufhalten und sich viel in der Natur aufhalten. Und gerade Kinder verbringen in der Regel viel Zeit draußen, weshalb die Impfung schon ab einem Jahr zugelassen ist. Tipp von Dr. Easwaran: „Am besten beginnt man im Winter mit der Impfung, damit der Schutz im Frühjahr schon vorhanden ist.“

Fast alle Krankenkassen übernehmen übrigens die Kosten für die Impfung.

Für den vollständigen Impfschutz, der dann ca. 3 Jahre anhält, sind insgesamt drei Impfdosen nötig.  Wenn du dir unsicher bist, ob die Impfung für euch sinnvoll ist, sprich unbedingt euren Haus- oder Kinderarzt darauf an!

Noch mehr Infos rund um Zecken, Impfung und den richtigen Schutz findest du auch in unserer Experten-Podcastfolge „Vorsicht Zecken, so schützt ihr euch und eure Kinder!“

Hattet ihr dieses Jahr schon einen Zeckenstich? Oder wohnt ihr in einem der Risikogebiete und möchtet mir von eurer Erfahrung erzählen? Ich freue mich über eure Kommentare! 

Jana Krest
Obwohl ich ein absolutes Landkind aus der Eifel bin, lebe ich schon seit einigen Jahren glücklich in Hamburg. Hier habe ich nach meinem Bachelor in Medien- und Kommunikationswissenschaften und Soziologie auch noch meinen Master in Journalistik und Kommunikationswissenschaften gemacht. Während meines Studiums kümmerte ich mich frühmorgens, wenn die meisten noch schliefen, bei der Deutschen Presse-Agentur darum, dass die nächtlichen Ereignisse aus ganz Norddeutschland in die Nachrichten kamen. Und ich hatte jahrelang noch den für mich besten Nebenjob der Welt: Die süßen Kinder von anderen betreuen. Nachdem ich Echte Mamas zunächst als Praktikantin kennenlernen durfte, schreibe ich nun als Redakteurin über alles, was Mamas beschäftigt: Von praktischen Ratgeber-Texten über aktuelle Trends bis hin zu wichtigen Recht- und Finanzthemen.

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