Innerhalb von 15 Minuten veränderte sich Aretrias Auge
Louise und Connor verglichen ihr Kleines liebevoll mit einem Zeichentrick-Käfer, ohne sich etwas dabei zu denken. Sogar Ärzte fanden sie süß – und niemand erwähnte Risiken. Dass etwas nicht stimmt, bemerkten die Eltern leider zu spät. Luise ließ ihre Tochter bei Papa Connor, um einkaufen zu gehen, wie sie dem Mirror erzählt. Ihr Mann schickt ihr noch ein Bild, auf dem beide Augen normal aussehen, aber als die Mama 15 Minuten später zurückkommt und ihr Töchterchen wieder in die Arme schließen will, ist eines ihrer Augen plötzlich verändert. Die Eltern fahren sofort in die Notaufnahme.
Im Juni musste sich die kleine Maus dann bereits einer vierstündigen Operation unterziehen, um ihr Augenlicht zu retten und den Druck zu lindern. Doch leider haben Folgetests gezeigt, dass die OP nicht den gewünschten Erfolg erzielt hat. Im Gegenteil, ihre Werte waren sogar noch schlechter.
Im August wurde sie zum zweiten Mal operiert und ihre Eltern warten noch auf die Ergebnisse.
Mama Louise macht sich schlimme Vorwürfe, dass sie die Augen ihrer Tochter immer nur als schön empfunden hat und nie hinterfragt hat, ob etwas Ernstes dahinterstecken könnte. „Ich hätte nie erwartet, dass Aris großen, schönen Augen etwas Schlechtes sind.“ Sie möchte deswegen ihre Geschichte erzählen und andere Eltern damit warnen.
Leider ist das kleine Mädchen auf einem Auge schon fast blind: „Spezialisten mussten schreckliche Tests bei ihr durchführen, und ich erfuhr, dass sie auf beiden Augen bereits einen Teil ihrer Sehkraft verloren hatte. Nach zwei Operationen wissen wir immer noch nicht, was passieren wird – sie hat auf ihrem rechten Auge nur noch fünf Prozent Sehkraft.“
Doch nicht nur der Verlust der Sehkraft belastet das Kind: „Sie hat so starke Schmerzen und ich weiß nicht, ob sie eine weitere Operation verkraften kann. Wenn wir es geschafft hätten, das zu diagnostizieren, bevor der Druck außer Kontrolle geriet, wäre sie jetzt vielleicht nicht auf einem Auge blind.” Rückblickend wünscht die Mama sich, dass sie jemand darauf hingewiesen hätte, dass die großen Augen ihrer Tochter ein Anzeichen für den Gendefekt sein könnten.
„Wir ahnten nicht, dass Aris große Augen ein Warnzeichen waren.”
Von
Lena Krause
17. Februar 2026