Inklusion: Spielen ist der schönste Weg, um Vorurteile gar nicht erst entstehen zu lassen!

Spielplätze sind quasi die zweite Heimat (fast) aller Mamas. Hier können sich ihre kleinen Schätze austoben, dürfen so richtig laut und wild sein und können viele Freundschaften schließen. Dabei sind sie an der frischen Luft, schlafen deswegen abends meist super ein und die Mamas können ein bisschen mit den anderen Eltern plaudern. Ziemlich perfekt also!

Nicht für alle Kinder ist ein Spielplatzbesuch so unkompliziert

Dabei vergisst man aber leicht, dass es nicht für alle Kinder so selbstverständlich ist, mit Gleichaltrigen herumzutoben und neue Freunde zu finden. Kinder, die eine Behinderung haben, haben auf „herkömmlichen“ Spielplätzen häufig Probleme. Dabei ist es so wichtig, dass alle Kinder gemeinsam spielen können – ob gesund, mit geistigen oder körperlichen Einschränkungen… Denn beim Zusammentreffen im Spiel enstehen Vorurteile gar nicht erst, Kinder lernen einen ungehemmten Umgang miteinander und so wird der beste Grundstein für lebendige Inklusion gelegt.

Jennifer aus unserer Echte Mamas-Community kennt diese Thematik gut. Ihr Sohn Neo wird dieses Jahr sechs Jahre alt. Er hat eine partielle Trisomie 16 und ist aufgrund dessen körperlich und geistig auf dem Entwicklungsstand eines Dreijährigen. Dazu hat er eine Sprachstörung und muskuläre Zuckungen. Sie erzählt: „Dadurch verstehen ihn Fremde häufig nicht und er wird angestarrt.“

Viele Kinder mögen nicht mit Neo spielen, weil er nicht in ihrem Spiel mithalten kann. Zudem ist er sehr zurückhaltend. „Leider habe ich es auch schon erlebt, dass Eltern ihre Kinder von Neo weggezogen haben, aus Angst oder Unsicherheit. Sie gehen lieber woanders spielen, als uns anzusprechen und zu fragen, was Neo denn ,hat‘. Ich habe es erst zwei Mal erlebt, dass Mütter mich angesprochen haben – und diese hatten selber besondere Kinder.“

Andere Kinder fragen eher mal nach, warum Neo anders wirkt als sie selbst. Sie sind offener und trauen sich ohne Scheu, eine Erkrankung anzusprechen.

Und genau deswegen wäre ein Spielplatz auch die perfekte Umgebung für Neo, um beim Spielen mit anderen Kindern in Kontakt zu kommen. Aber geht das denn auf ganz normalen Spielplätzen? Jennifer: „Mit Hilfe kann Neo fast alles auf einem Spielplatz machen – ohne Hilfe bleibt ihm jedoch oft nur der Sandkasten. Schaukeln hängen oft zu hoch, so das er nicht alleine hochkommt. Die Stufen von Rutschen sind entweder zu weit auseinander oder aber ihre Trittfläche zu schmal.“ Ohne Mama Jennifer mit anderen Kindern auf den Spielgeräten zu toben, klappt also leider  nicht.

Die Lösung sind inklusive Spielplätze

Inklusive Spielplätze mit entsprechend gestalteten Spielgeräten erlauben es Kindern mit körperlichen Einschränkungen, mit Spaß ihre motorischen Fähigkeiten auszubauen. Der Gummiboden mit Dämpfung bietet einen Fallschutz und ermöglichen auch Kindern im Rollstuhl die Nutzung der Anlagen.

Inklusion Junge im Rollstuhl

Inklusion: Junge im Rollstuhl Foto: Bigstock

P&G hat zusammen mit Rewe und der Aktion Mensch die Charity-Aktion „Stück zum Glück“ ins Leben gerufen. Ihr Ziel: Deutschlandweit mehr von eben genau diesen wundervollen inklusive Spielplätzen zu schaffen.

Die Studie zu „Stück zum Glück“

Im Rahmen von „Stück zum Glück“ wurde von der INNOFACT AG eine Studie zum Thema durchgeführt. Befragt wurden hierfür Eltern von Kindern im Alter von zwei bis zwölf Jahren aus den sechs deutschen Metropol-Regionen: Berlin/Brandenburg, Frankfurt am Main, Köln/Bonn, Dresden, Hamburg und München.

Der Großteil der befragten Eltern stimmt dabei folgender Aussage zu: „Barrierefreie Spielplätze sind ein wichtiges Element, um Inklusion zu fördern und sind bereichernd für alle Kinder“.

Die Ergebnisse der Studie zeigen aber, dass in Sachen inklusive Spielplätze in Deutschland noch ein großer Handlungsbedarf besteht. So geben beispielsweise 65 Prozent der befragten Eltern an, dass es ihnen wichtig sei, dass ein Spielplatz auch von Kindern mit einer körperlichen Behinderung genutzt werden kann – doch nur 23 Prozent der Studienteilnehmer sagten, dass dies auf ihrem „Stammspielplatz“ auch möglich sei. 64 Prozent der Teilnehmer kennen keinen inklusiven Spielplatz in ihrer Nähe.

Studie Stück zum Glück Grafik:PR

Und so überraschen die nächsten Zahlen auch nicht: Gerade mal 21 Prozent gaben an, dass auf ihrem Spielplatz Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam spielen. Und nur 35 Prozent der Familien mit besonderen Kindern besuchen überhaupt einen inklusiv gestalteten Spielplatz – weil es ihnen möglich ist. 58 Prozent der Befragten mit Kindern, die eine Behinderung haben, sind zum Großteil unzufrieden mit der aktuellen Situation inklusiver Spielplätze in ihrer Umgebung.

Kurzum: Deutschlandweit müssen noch unglaublich viele inklusive Spielmöglichkeiten geschaffen werden. Dies zeigen nicht zuletzt die Ergebnisse der „Stück vom Glück“-Studie.

Die Aktion

Die Aktion „Stück vom Glück“ setzt genau hier an. Es werden eine Million Euro gesammelt, um deutschlandweit inklusive Spielplätze zu bauen – oder aber bestehende Spielplätze umzubauen. „Wir setzen uns für ein grenzenloses Miteinander von Kindern mit und ohne Behinderung ein und haben das Ziel mehr inklusiven Spielraum in Deutschland zu schaffen. Denn wie unsere Studienergebnisse zeigen, wird bundesweit in vielen Gegenden noch nicht genug für die Förderung von Inklusion getan“, sagt Astrid Teckentrup, Geschäftsführerin Vertrieb von P&G.

Weil es so wichtig ist, dass auch Kinder, für die das Schicksal große Herausforderungen bestimmt hat, mittendrin sind und mit anderen Kindern spielen können!

Denn wenn Inklusion von klein auf an so selbstverständlich gelebt wird, schauen Mamas wie Jennifer vielleicht ein wenig leichter in die Zukunft ihrer Kinder: „Ja, ich habe manchmal Angst, wenn ich an Neo Zukunft denke. Ich wünsche mir sehr für ihn, dass er später selbstbewusst mit seiner besonderen Art umgeht.“

Genau deswegen sollten wir alle etwas tun. Und das macht Projekte wie die „Stück zum Glück“-Aktion so wichtig. Das Allertollste: Eine Spende ist hier keine große Mühe und „passiert“ quasi nebenbei beim Einkaufen: Für jedes bei Rewe verkaufte P&G-Produkt geht ein Cent an das Spielplatz-Projekt.

Dabei handelt es sich um Produkte, die man sowieso jeden Tag braucht, z. B.:

Produkte Stück zum Glück

Produkte Stück zum Glück Fotos: PR

Mit jedem Kauf eines Produkts aus dem Sortiment von P&G, zu dem Marken wie Pampers, Ariel, Always, Oral-B und Gillette gehören, können REWE-Kunden in ganz Deutschland das Projekt unterstützen. So werden über einen Zeitraum von drei Jahren eine Million Euro gesammelt, um deutschlandweit neue inklusive Spielplätze zu schaffen und bestehende Spielplätze für alle Kinder aus- oder umzubauen.

Es ist inzwischen schon eine stolze Summe zusammengekommen. Toll, oder? Aber da geht noch viel mehr, wenn wir alle mitmachen! Seid ihr dabei?

Infos zu den bereits umgesetzten Spielplätzen und alle Studienergebnisse findet ihr unter: http://www.rewe.de/glück 

Laura Dieckmann

Als waschechte Hamburgerin lebe ich mit meinem Freund und unserer vierjährigen Tochter in der schönsten Stadt der Welt – Umzug ausgeschlossen! Bevor das Schicksal mich zu Echte Mamas gebracht hat, habe ich in verschiedenen Zeitschriften-Verlagen gearbeitet. Ich mag leckeres Essen, laute Rockmusik und ab und zu sogar ein bisschen Sport.

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