Leben

Warum wir Mamas in Stress-Situationen die Arschkarte haben

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„Sind wir doch einmal ehrlich. Ehrlich zu uns selbst. Als Mamas müssen wir Vorbilder sein. Unschuldige Kinderaugen schauen zu uns auf und möchten nicht enttäuscht werden. Unsere Partner zählen fest auf uns, und der Konkurrenzkampf unter uns Müttern ist oft schon alles andere als klein.

Aber wir Mamas sind eben auch nur Menschen.

Und manchmal, manchmal würden wir wirklich verflixt gerne einfach ausrasten. Aber das geht eigentlich nur in schalldichten Räumen, hinter verdunkelten Fenstern und heruntergelassenen Jalousien, und am besten befinden wir uns dabei noch irgendwo in der Einöde. Und weil das eben nicht ganz so häufig der Fall ist, müssen wir in Stresssituationen einen kühlen Kopf bewahren. Selbst wenn uns die nervigsten Fragen rund ums Mamasein gestellt werden. Aber wie geht man als Mama überhaupt mit Stress richtig um?

Früher war alles einfacher

Hat uns eine Person genervt, konnten wir uns umdrehen und die Augen verdrehen. Heute würde unser „kleines Ich“ gleich einmal besonders laut fragen, warum wir das denn tun, und es natürlich sofort nachmachen. Hat uns eine Situation besonders unter Druck gesetzt, haben wir in unserem früheren Leben unsere Laufschuhe herausgeholt und uns in Bewegung gesetzt. Einfach laufen, den Kopf abschalten und Hauptsache weg. Oder einfach die Sachen packen und spontan verreisen. Geht mit Kindern natürlich auch nicht mehr ganz so leicht. Überhaupt gehen als Mama so einige dieser Stresslinderungen kaum mehr. Ganz hart trifft das frischgebackene Mamas, Mamas, die noch stillen. So zum Beispiel beim Stichwort Alkohol.

Wie gerne würden wir uns manchmal einfach eine hinter die Binde kippen.

Ganz ehrlich. Ein Glas Rotwein oder auch mal etwas Härteres. Doch, vergiss es! Klar, auch Zigaretten sind (mindestens) in der Stillzeit tabu. Während wir unsere Männer ab und an mal auf ein Bier wegschicken, sitzen wir daheim bei unseren Kindern. Oft können und wollen wir unsere kleinen (und größeren) Babys nicht allein lassen – trotz all dem Stress. Dann atmen wir einfach tief ein und aus. Ja, auch das hilft. Schmeckt aber nicht so gut wie ein Glas Montepulciano.

Habt ihr vielleicht einen mamafreundlichen Tipp für mich, wie man am besten mit Stress umgeht?

Foto: privat

Hier schreibt Kruemelina, Journalistin und Gründerin des Krümel Blogs. Woher die Namen der beiden stammen? Von dem Spitznamen ihres Sohnes! Der heißt Krümel, seitdem ihn seine Eltern das erste Mal im Ultraschall gesehen haben.