Was wirklich gegen Dehnungsstreifen hilft:

Ja, ich liebe es, eine Frau zu sein. Aber in manchen Momenten, ich gebe es zu, wäre ich gern ein Mann. Zum Beispiel dann, wenn ich neben meinem Freund vor dem Spiegel stehe, während wir uns die Zähne putzen, und er sich vollkommen zufrieden ansieht. Natürlich hat er, wie jeder Mensch, kleine Unvollkommenheiten. Etwa ein kleines Bäuchlein. Ob ihn das stört? Nicht im Geringsten. An seinem Blick sehe ich, dass er sich genauso mag, wie er ist. In solchen Momenten sage ich zu ihm: „Du findest dich schon ganz schön gut, oder“, und lache. Er grinst dann, sieht mich an, und sagt: „Klar. Ich bin ja auch ein verdammt cooler und attraktiver Typ.“ Dieses Szenario hatte ich tatsächlich mit all meinen Exfreunden. Und das waren alle keine Models…

Mein jetziger Freund ist nicht arrogant. Er mag sich einfach. Warum, frage ich mich in solchen Momenten, blicke ich viel kritischer auf mein Spiegelbild? Ja, ich mag mich auch! Und dennoch fallen mir vor dem Spiegel viel zu häufig meine vermeintlichen unperfekten Seiten auf. Speckröllchen, Augenringe, Dehnungsstreifen. All meinen Freundinnen geht es genauso.

Dabei wissen wir es doch viel besser

Wir wissen, was unser Körper während einer Schwangerschaft und einer Geburt leistet. Wie die Haut strapaziert wird, wenn sie sich monatelang ausdehnt, bis wir unser Baby endlich im Arm halten dürfen. Was für ein Geschenk es ist, dass wir das erleben dürfen. Dass es ganz normal ist, dass der Körper danach Zeit braucht, um wieder in die alte Form zu kommen. Dass es auch absolut ok ist, wenn er nicht wieder so wird, wie davor. Dass man sich nicht an Promi-Mamis orientieren darf, die nach einem Monat wieder mit straffen Körpern posieren.

Man muss aber auch akzeptieren, dass es nicht jeder Mama leicht fällt, ihren veränderten Körper zu lieben. Und nur weil man zugibt: „Ich vermisse meinen alten Körper,“ oder „ich würde so gern etwas gegen diese Streifen tun,“ heißt das nicht, dass man eine schlechtere Mutter oder weniger dankbar für sein Kind ist.

Bauch mit Dehnungsstreifen

Wenn die Haut sehr schnell extrem gedehnt wird, können die elastischen Fasern darin reißen – Dehnungsstreifen sind das Ergebnis.

Besonders unter den Dehnungsstreifen leiden viele Mamas. Es ist einfacher, zusätzliches Gewicht zu verlieren und sich zurückzusporteln in alte Form, wenn es das Leben und die Disziplin zulässt. Dehnungsstreifen aber sind Narben, tief im Gewebe, die verschwinden nicht wieder.

Pflege bei Dehnungsstreifen

Man kann aber trotzdem etwas tun, um sie weniger sichtbar zu machen, zum Beispiel mit Produkten wie dem Dehnungsstreifen-Minimierer von sanosan.

Der cremt die Dehnungsstreifen nicht weg, aber kann ihr Erscheinungsbild definitiv mildern. Die Risse sehen „schlimmer“ aus, je tiefer und breiter und farbintensiver sie sind. Mit der Zeit verblassen sie von allein, aber es ist gut, die Haut beim Heilen zu unterstützen, so dass die Dehnungsstreifen so hell und schmal wie möglich erscheinen. In einer klinischen Studie wurde nachgewiesen, dass mit dem Dehnungsstreifen-Minimierer die Tiefe der Streifen bis zu 72% reduziert wird, und sie bis zu 26% schmaler werden. Dabei hilft ein Komplex aus Rutin und Peptiden, der entzündungshemmend wirkt und die beschädigte Zellmatrix repariert. Wichtig: Das Produkt ist frei von Paraffinen, Silikonen, Parabenen und Farbstoffen. Auch beim Verblassen der Streifen unterstützt der Dehnungsstreifen-Minimierer, wenn ihr ihn mindestens zwei Monate morgens und abends anwendet.

Der Dehnungsstreifen-Minimierer kostet ca. 9,95€.

Der Dehnungsstreifen-Minimierer kostet ca. 9,95€. Hier könnt ihr ihn bestellen.

Das hilft schon mal sehr, denn die Breite und die anfangs noch tiefrote Farbe der Streifen lassen die Haut für viele Mamas erschreckend aussehen. Es wird auf jeden Fall besser, das dauert ohne Unterstützung allerdings ungefähr ein Jahr.

Wer sich aber auch auf lange Sicht nicht mit diesen Erinnerungen an die Schwangerschaft anfreunden kann, für den gibt es noch weitere, aber weitaus invasivere Möglichkeiten.

Welche davon im einzelnen Fall am besten helfen, kann nur ein Arzt entscheiden:

Rio-Methode: Dabei wird jeder einzelne Dehnungsstreifen behandelt. Das klingt schlimmer, als es ist: Man geht mit einer Nadel in den Streifen und „ritzt“ quasi die Kollagenfasern an. Durch diese kleine Verletzung werden sie angeregt, mehr Kollagen zu produzieren um die Verletzung zu heilen – dadurch wird der Streifen schmaler.

Needling: Dabei rollt man mit einem kleinen Roller mit winzig kleinen Spitzen über die Haut – auch hier sorgen kleine Verletzungen, diesmal von außen, für Kollagen-Aufbau und schmalere Streifen.

Vampir-Methode: Dabei wird Blut abgenommen, dann werden die Blutplättchen und Wachstumsfaktoren daraus gelöst und wieder unter die Haut gespritzt – auch dadurch werden die kollagenbildenden Bereiche stimuliert und die Streifen ziehen sich zusammen.

– Von außen kann außerdem noch eine Laser, Ulthera- oder Radiofrequenzbehandlung helfen – dabei zieht sich das ganze Gewebe etwas zusammen.

So oder so: Wir sollten stolz auf unsere Körper sein. Besonders nach einer Schwangerschaft, wenn der Körper so viel durchgemacht hat, um uns unser großes Glück zu schenken, ist es Zeit, ihn zu verwöhnen. Mit Respekt vor seiner Leistung und auch von außen mit viel Liebe, Cremes und Ölen.

Vitesse Schleinig

Aus der Münchner Verlagswelt kam ich vor rund zehn Jahren in die Hamburger Online-Welt, wo ich seither texte, was die Tastatur hergibt. Das Leben mit meinem Mann und unserem 3-Jährigen nehme ich mit Humor, Liebe – und viel Yoga. Und ich bin überzeugt, dass aus willensstarken Kindern großartige Erwachsene werden. Ganz bestimmt!

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