Gänsehaut-Moment ❤️: Blinde Schwangere „sieht“ Ultraschall-Bild

Ach, ich erinnere mich wirklich gerne an die Ultraschall-Untersuchungen in meiner Schwangerschaft zurück. Okay, so riiichtig viel hab ich meist gar nicht erkannt – aber das war völlig egal. Denn wow, diese Erbse, oder Erdnuss und ja, später auch gut erkennbar dieser kleine Mensch, das war mein Baby. Mein Kind, das geschützt in meinem Bauch heranwuchs. Ein wahnsinniges Gefühl.

Dieses unwirkliche, unbezahlbare Gefühl, das wäre Ashton Johnson fast verwehrt geblieben. Die Mama aus Nebraska (USA) ist blind.

Wie u.a. die New York Post berichtet, lies sich Ashton bei den Untersuchungen immer von ihrem Mann begleiten, der ihr beschrieb, was er sah. Das war wunderschön, aber die Sehnsucht danach, ihr Ungeborenes zu „sehen“, blieb.

Bis Ashtons Ärzte eine wundervolle, innovative Idee hatten:

Sie erstellten 3-D-Drucke des Ultraschallbildes von Ashtons Kind.

Daran konnte die werdende Mama mithilfe ihrer geübten, sensiblen Fingerspitzen dann beispielsweise die Gesichtszüge ihres Babys ertasten – und hatte so eine ziemlich genaue Vorstellung im Kopf und im Herzen davon, wie die winzige Nase oder der kleine Mund ihres Schatzes aussehen.

Wie emotional das Ganze war, seht ihr in diesem Video:

„Das ist so cool!“, schwärmt Ashton, während sie ehrfürchtig die Modelle berührt. „Ich kann seine kleinen Lippen und seine kleine Nase sehen. Das ist so süß. Und seine kleinen Augen. Oh mein Gott.“

Die Mama ist zu Tränen gerührt – und ich auch, wenn ich das Video sehe. Gegenüber der New York Post sagt Ashton: „Ich hätte nie gedacht, dass ich einmal fühlen würde, wie mein Baby aussieht – ich kann es kaum erwarten zu erleben, wie es dann wirklich ,aussieht`.“

Die Ärzte sehen den 3-D-Druck als Game-Changer in der Geburtshilfe

Doktor Katie Sekpe von der CHI Bergen Mercy Clinic in Omaha: „Ich dachte, es wäre wirklich schön, ihr etwas Greifbares zu besorgen, um die Konturen des Gesichts des Babys zu fühlen und sich wirklich vorstellen zu können, wie es aussieht.“ Mit Unterstützung des Gynäkologen Doktor John Coté gelang es dann, ihre Idee wahr werden zu lassen.

Dr. Coté: „Wir sind tatsächlich eine der ersten Institutionen, die damit arbeitet, auch wenn es 3-D-Druck schon seit einiger Zeit gibt.“

Der Arzt berichtet, dass alle Eltern sehr emotional auf die Modelle reagieren würden – auch, wenn sie sehen können. Es sei noch einmal etwas ganz anderes, sie auch ertasten zu können.

Übrigens: Kennt ihr schon die Idee, die eine Mama hatte, um ihrem blinden Mann das Ultraschallbild ihres Kindes „begreifbar“ zu machen? Diese rührende Geschichte lest ihr HIER.

Laura Dieckmann

Als waschechte Hamburgerin lebe ich mit meiner Familie in der schönsten Stadt der Welt – Umzug ausgeschlossen! Bevor das Schicksal mich zu Echte Mamas gebracht hat, habe ich in verschiedenen Zeitschriften-Verlagen gearbeitet. Seit 2015 bin ich Mama einer wundervollen Tochter.

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