Inklusive Spielpätze: Darum sind sie mir persönlich so wichtig!

Als mein Sohn vor neun Jahren als Frühchen geboren wurde, hing sein Leben zunächst von Maschinen ab. Maschinen, die ihm halfen, Nahrung aufzunehmen. Maschinen, die ihm halfen, die Windel zu füllen. Maschinen, die ihm halfen, zu atmen. Mehrere Monate verbrachten wir im Krankenhaus und wurden schließlich mit einem Heimmonitor entlassen, der 24 Stunden Puls und Atmung überwachte. Und der uns für die ersten dreieinhalb Jahre seines Lebens begleiten sollte.

Im Winter dann, mein Sohn war ein halbes Jahr alt, begutachtete ihn der medizinische Dienst und bescheinigte ihm den Pflegegrad II. Meine Gefühle waren gemischt. Einerseits freute ich mich, dass die ganzen Anstrengungen, die die Pflege bedeuteten, anerkannt wurden. Andererseits war ich auch traurig. Denn auf dem Bewilligungsschreiben stand es Schwarz auf Weiß: Dein Kind ist nicht wie alle anderen.

Hürden auf dem Weg zum Kitaplatz

Was genau das bedeutete, merkte ich erst, als ich für ihn einen Betreuungsplatz suchte, um mein Studium wieder aufnehmen zu können. Über 50 Kitas rief ich an, in der ganzen Stadt. Aber keine dieser Kitas hatte einen Platz für einen Einjährigen mit erhöhtem Pflegebedarf frei. Einige Kitas boten mir einen Platz auf der Warteliste an. Wartezeit: bis zu 24 Monate. Ich war am Bode zerstört. Ich hatte mir so sehr gewünscht, auch als Alleinerziehende eigenständig für mein Kind sorgen zu können. Mich aus Hartz 4 heraus zu kämpfen.

Nach langem Suchen fand ich eine Tagesmutter, die eine Ausbildung als Kinderkrankenschwester gemacht hatte. Sie hatte noch zwei Kinder mit und eines ohne Behinderung, um die sie sich an fünf Tagen pro Woche kümmerte. Noch heute bin ich ihr unheimlich dankbar. Denn ohne sie und ihre Unterstützung hätte ich mein Studium nicht abschließen können. Aber, was noch viel wichtiger war: Für meinen Sohn gab es hier einen Ort, an dem er andere Kinder erleben und von ihnen lernen konnte.

Ein Ort für alle Kinder

Auch ich habe viel gelernt in dieser Zeit. Manchmal, wenn ich abends ins Kinderzimmer schaue, und meinen inzwischen gesunden Sohn dort liegen sehe, denke ich zurück an diese Zeit. Ich erinnere mich an die Blicke der anderen Eltern, die meinen Sohn streiften, wenn er mit dem Monitor neben sich im Sandkasten saß und spielte. Und an die ganzen Fragen, die mehr wie Vorwürfe klangen: Wieso kann dein Sohn noch nicht laufen? Machst du dir nicht Sorgen? Zum Glück hatte ich einen kleinen, geschützten Raum.

Einen Ort, an dem mein Sohn gemeinsam mit behinderten und nicht behinderten Kindern spielen konnte. An dem er sich ausprobieren, von den anderen lernen konnte. Und sie von ihm.

Es sollte viel mehr dieser Orte geben. Denn Inklusion, zum Beispiel auf einem Spielplatz, schafft nicht nur für Kinder mit einer Beeinträchtigung die Möglichkeit, sich zugehörig zu fühlen zu unserer Gesellschaft. Jedes Kind, egal, wie es aussieht und ob es gut klettern kann oder lieber im Sand spielt, lernt, Rücksicht zu nehmen. Auf die anderen Kinder zu achten. Sich gegenseitig zu unterstützen. Spielplätze sind der Ort, an dem Kinder diese Erfahrungen machen können. Und ich wünsche mir, dass alle Kinder das können – egal, ob mit oder ohne Behinderung.

Inklusionswoche

P&G hat zusammen mit Rewe und der Aktion Mensch die Charity-Aktion „Stück zum Glück“ ins Leben gerufen. Ihr Ziel: Deutschlandweit mehr von eben genau diesen wundervollen inklusive Spielplätzen zu schaffen.

Darum ist mir der Bau von inklusiven Spielplätzen so wichtig und so kannst du helfen:

Im Rahmen der Spendeninitiative „Stück zum Glück“ bauen Procter & Gamble (P&G) und REWE gemeinsam mit der Aktion Mensch genau solche Orte: Inklusive Spielplätze, auf denen Spielgeräte integriert sind, die für die Fähigkeiten von allen Kindern geeignet sind. Das Ziel von „Stück zum Glück“ ist es, eine Million Euro zu sammeln, um deutschlandweit inklusive Spielplätze auf- und umzubauen. Bisher wurden schon 18 Projekte erfolgreich umgesetzt und weitere sind in Planung. Und du kannst ihnen dabei helfen:

Gehe in den nächsten REWE-Markt und kaufe dort die Produkte von P&G, wie z.B. Pampers, Ariel oder Pantene Pro-V.

 

Beim Kauf dieser und weiterer P&G Produkte geht automatisch ein Cent pro Produkt an die Aktion „Stück zum Glück“

Beim Kauf dieser und weiterer P&G Produkte geht automatisch ein Cent pro Produkt an die Aktion „Stück zum Glück“

Denn mit jedem Kauf eines P&G Produkts seit Aktionsstart am 30. April 2018 unterstützen Procter & Gamble und REWE die Aktion Mensch bei der Errichtung von inklusiven Spielplätzen in Deutschland mit 0,01 Cent bis zum Erreichen der Spendensumme von einer Million Euro.

Sarah Wiedenhoeft

Hamburger Deern, Journalistin, Mutter eines Sohnes. Immer auf der Suche nach besonderen Menschen und dankbar, ihre Geschichten zu erzählen.

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