Ist Grapefruit in der Schwangerschaft erlaubt?

Gerade als werdende Mama ist es besonders wichtig, sich gesund zu ernähren. Dazu zählt natürlich auch der Verzehr von ausreichend Obst und Gemüse. Viele Schwangere bevorzugen dabei frische Zitrusfrüchte – wie Orangen, Pampelmusen oder Grapefruits. Können diese aber tatsächlich bedenkenlos gegessen werden? Wir klären, ob die Grapefruit in der Schwangerschaft wirklich gefahrlos für Mama sowie Baby ist.

1. Das Wichtigste auf einen Blick

  • Das frische Aroma der Grapefruit ist bei Schwangeren sehr beliebt und kann sogar gegen Übelkeit helfen.
  • In der Zitrusfrucht stecken zahlreiche Vitamine und Mineralstoffe, die für Mama und Baby essenziell sind (wie z. B. Folsäure).
  • Grapefruit besitzt einen geringen glykämischen Index und eignet sich somit auch für Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes.
  • Werden in der Schwangerschaft Medikamente eingenommen, wird von Grapefruit dringend abgeraten. Das gilt auch für Grapefruitsaft.
  • Angeblich soll sich Grapefruit bei Kinderwunsch sogar positiv auf die Fruchtbarkeit auswirken.

2. Darf ich Grapefruit in der Schwangerschaft essen?

Gute Nachrichten für alle schwangeren Zitrusfreunde: Solange du keine Medikamente zu dir nimmst, ist Grapefruit auch in der Schwangerschaft grundsätzlich erlaubt. Dabei kommt werdenden Mamas sowie deren ungeborenen Babys unter anderem der hohe Anteil an Vitamin C besonders zugute. Außerdem wird der Zitrusfrucht nachgesagt, dass sie bei Verstopfungen und Sodbrennen helfen soll. Ebenso stellt Grapefruit auch während der Stillzeit kein Problem dar. Allerdings solltest du schauen, wie dein Schatz auf die Zitrusfrüchte reagiert. Teilweise können Babys davon einen wunden Po bekommen.

Ist Pampelmuse auch bei Schwangerschaftsdiabetes erlaubt?

Solltest du unter Schwangerschaftsdiabetes leiden, darfst du Grapefruit auch weiterhin essen. Die Zitrusfrucht besitzt nämlich einen geringen glykämischen Index von 25 GI. Lebensmittel, die einen niedrigen GI aufweisen, werden langsamer verdaut, wodurch der Zucker ebenso langsam in den Blutkreislauf abgegeben wird und der Blutzuckerspiegel somit im Gleichgewicht bleibt.

Hinweis: Liegt die glykämische Last unter zehn, gilt das als gering und ist somit grundsätzlich für Diabetiker:innen geeignet. Ermitteln kannst du die glykämische Last für Lebensmittel auch ganz einfach selber – und zwar indem du die Kohlenhydrate (in Gramm) pro Portion mit dem jeweiligen glykämischen Index (GI) multiplizierst. Daraus ergibt sich für die Grapefruit zwei GL pro 100 Gramm.

3. Wie gesund ist Grapefruit für Schwangere?

Sehr gesund! Da die Grapefruit zur Gruppe der Zitrusfrüchte gehört, handelt es sich dabei um eine echte Vitamin-C-Bombe. Pro 100 Gramm können bis zu 40.900 µg Ascorbinsäure enthalten. Diese ist etwa für eine gesunde Entwicklung der Knochen wichtig. Aber nicht nur das! In der Grapefruit stecken zudem viele weitere Vitamine wie zum Beispiel Vitamin A, B1, B2 sowie B6 (Folsäure) und allerhand Mineralstoffe – unter anderem Kalzium, Eisen, Kalium, Magnesium und Phosphat. Übrigens: In dem roten Fruchtfleisch der Grapefruit verbirgt sich der Pflanzenfarbstoff Lycopin, der das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken soll.

Grapefruit versorgt dich mit Folsäure und Eisen

Grapefruit liefert Mama und Baby nicht nur zahlreiche Spurenelemente, sondern auch viele Vitamine – darunter auch allerhand B-Vitamine wie eben Folsäure (ebenfalls als Vitamin B9 bekannt). Folsäure ist gerade für Schwangere enorm wichtig, denn es sorgt für eine gesunde Entwicklung des ungeborenen Babys im Mutterleib.

Und auch Eisen ist ein der leckeren Zitrusfrucht enthalten. Da viele Schwangere unter Eisenmangel leiden, kannst du dem mit Hilfe der Pampelmuse entgegenwirken und deinen Eisenspeicher auffüllen.

4. Hilft Grapefruit bei Übelkeit in der Schwangerschaft?

Ein beliebter Tipp gegen Schwangerschaftsübelkeit, der vielen Bald-Mamas gerne gegeben wird, ist das Schnuppern an Zitrusdüften. So soll allein der Geruch von Grapefruit, Zitrone & Co. angeblich das unangenehme Gefühl in der Magengrube lindern. Aber auch die Bitterstoffe in der Grapefruit sollen dem Magen guttun und gegen Übelkeit helfen.

5. Ich nehme während der Schwangerschaft Medikamente, kann ich trotzdem Grapefruit essen?

Ob schwanger oder nicht: Nimmst du Medikamente ein, raten Expert*innen dringend von dem Genuss von Grapefruit und Grapefruitsaft ab. Grund dafür ist der in dem Obst enthaltene sekundäre Pflanzenstoff Naringin. Dieser soll das Leberenzym CYP3A4 hemmen, wodurch die Wirkstoffe des Medikaments nicht mehr (oder nur noch unzureichend) vom Darm aufgenommen sowie verstoffwechselt werden können. Wichtig: Naringin kann die Wirkstoffaufnahme für mindestens 24 Stunden hemmen. Nicht selten sogar für mehrere Tage. Gleichzeitig ist Vorsicht geboten, da sich durch die Hemmung die Wirkstoffe des Medikaments im Körper gefährlich hoch ansammeln können.

Du möchtest wissen, welche Lebensmittel während der Schwangerschaft komplett tabu sind? Unser kostenloser Ratgeber 125 Lebensmittel, die du in der Schwangerschaft meiden solltest klärt dich darüber auf.

6. Hemmt Grapefruit die Aufnahme von L-Thyroxin?

Durch die zeitgleiche Einnahme von Medikamenten und Grapefruit (oder auch Grapefruitsaft) kann die Aufnahme vieler Wirkstoffe beeinträchtigt sein. Dazu zählen nicht nur Medikamente wie Antibiotika, Blutdrucksenker und Schmerz- sowie Schlafmittel, sondern ebenso Hormone wie L-Thyroxin. Bei Letzterem handelt es sich um ein Schilddrüsenhormon, welches vorrangig zur Behandlung einer Schilddrüsenunterfunktion verschrieben wird. Die Hemmung dieses Hormons durch den Verzehr von Grapefruit erfolgt dabei nicht nur in der Schwangerschaft.

7. Kann sich Grapefruit beim Kinderwunsch auf die Fruchtbarkeit auswirken?

Tatsächlich ist es wissenschaftlich nicht erwiesen, dass Grapefruit bzw. Grapefruitsaft beim Kinderwunsch hilft, aber rein theoretisch ist es durchaus denkbar. Dass sich das Gerücht hartnäckig hält, liegt wahrscheinlich daran, dass in Grapefruitsaft gewisse Stoffe enthalten sind, die angeblich die Fruchtbarkeit positiv beeinflussen sollen. So sollen sich diese unter anderem auf den Zervixschleim auswirken.

Hier erfährst du noch mehr darüber, wie Grapefruitsaft beim Kinderwunsch helfen kann ➤ Kinderwunsch Grapefruitsaft: So wirkt sich Grapefruit auf deine Fruchtbarkeit aus

Du liebst exotische Früchte? Dann schau hier, was du beim Genuss in der Schwangerschaft beachten solltest:

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Wiebke Tegtmeyer

Nordisch bei nature: Als echte Hamburger Deern ist und bleibt diese Stadt für mich die schönste der Welt. Hier lebe ich zusammen mit meinem Mann und unseren beiden Kindern.

Seit 2015 sind wir Eltern einer zauberhaften Tochter. Zwei Jahre später kam ihr kleiner Bruder auf die Welt, und unsere Familie war komplett. Zusammen sind die beiden ein unschlagbares Team, das sich nur allzu gern gegen Mama und Papa verbündet.

Abgesehen von meiner Familie liebe ich den Hafen, fotografiere gern und gehe gern zu Konzerten und zum Fußball. Bei Echte Mamas kann ich meine Leidenschaft für SEO und Social Media ausleben – und darüber freue ich mich sehr.

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