Ist Sanddorn in der Schwangerschaft gesund?

Vor allem als Bald-Mama ist eine gesunde sowie ausgewogene Ernährung wichtig. Dabei greifen viele Schwangere gerne zu Obst und Gemüse mit einem besonders hohen Gehalt an Vitaminen und Mineralstoffen – wie Sanddorn. Aber zählt Sanddorn wirklich zu den Superfoods in der Schwangerschaft? Hier erfährst du alles, was du zum Thema Sanddorn in der Schwangerschaft wissen solltest.

1. Das Wichtigste auf einen Blick

Ernährungsexpertin Lydia Wilkens von essenZ Hamburg hat diesen Artikel inhaltlich geprüft.

  • Sanddorn ist besonders reich an Vitamin C und enthält zudem viele weitere Vitamine sowie Mineralstoffe.
  • In der kleinen Beere ist ebenso reichlich Vitamin B12 zu finden, wodurch Sanddorn vor allem bei einer veganen oder vegetarischen Ernährung empfohlen wird.
  • Auch in der Schwangerschaft kannst du ohne Bedenken zu Sanddorn greifen.
  • Sanddornsaft kann die Aufnahme von Eisen im Körper erhöhen
  • Neben Tee und Saft ist Sanddorn auch in Bonbons und Hautpflegeprodukten enthalten – und soll sogar Schwangerschaftsstreifen vorbeugen.

2. Was ist Sanddorn?

Da Sanddorn, übrigens ein sogenanntes Ölweidengewächs, vorwiegend an der Küste von Nord- und Ostsee wächst, wird die Beere auch als „Zitrone des Nordens“ bezeichnet. Ursprünglich stammt die fruchtige Vitaminbombe aus Nepal und kann sogar an einem sonnigen Platz im eigenen Garten angepflanzt werden. Beliebt ist Sanddorn vor allem aufgrund seiner verschiedenen Heilwirkungen, die der Powerfrucht zugesprochen werden. So soll Sanddorn das Immunsystem stärken, Erkältungen vorbeugen und (aufgetragen auf der Haut) eine entzündungshemmende Wirkung besitzen. Letzteres kann auch Neurodermitis sowie Akne positiv beeinflussen.

Warum sind Sanddornbeeren so gesund?

Wusstest du, dass in 100 Gramm Sanddorn rund 450 bis 600 Milligramm Vitamin C stecken? Die kleine Frucht enthält also zehnmal so viel Vitamin C wie eine Zitrone. Kein Wunder, dass Sanddorn (nicht nur) in der Schwangerschaft als gesund gilt. Aber nicht nur der hohe Vitamin-C-Gehalt macht die orangefarbene Beere so nahrhaft. Ebenso sind in Sanddorn zahlreiche B-Vitamine, Mineralstoffe (wie Kalzium, Kalium und Magnesium), Aminosäuren und Flavonoide zu finden.

Tipp: Neben Folsäure ist in der Schwangerschaft unter anderem auch der Eisenwert sehr wichtig. Indem du beispielsweise Sanddornsaft zu eisenhaltigen Lebensmitteln trinkst, kannst du die Eisenaufnahme deines Körpers steigern. Dafür verantwortlich ist das in Sanddorn reichlich enthaltene Vitamin C.

3. Ist Sanddorn während der Schwangerschaft erlaubt?

Ja! Grundsätzlich stellt sich Sanddorn in der Schwangerschaft als nicht problematisch dar – das gilt sowohl für den Verzehr des Superfoods als auch für Produkte zum Auftragen auf die Haut. Zudem ist die Beere reich an Vitaminen sowie Mineralstoffen und enthält ebenso zahlreiche sekundäre Pflanzenstoffe, die Mama sowie Baby guttun. Sanddorn gilt also nicht umsonst als schmackhafter Alleskönner.

Ist Sanddorn Muttersaft in der Schwangerschaft und Stillzeit geeignet?

Nicht nur Sanddorntee ist während der Schwangerschaft durchaus geeignet – auch Saft mit Sanddorn bzw. spezieller Muttersaft. Einige Expert*innen sind sogar der Meinung, dass Schwangere, die regelmäßig Sanddornsaft trinken, weitestgehend auf zusätzliche Vitaminpräparate verzichten können. Grund dafür sind die vielen Vitamine (wie Vitamin C und Vitamin B12) in den kleinen Beeren. So sollen rund 25 Milliliter Sanddornsaft pro Tag genügen, um Mama und Baby ausreichend mit Vitamin C zu versorgen.

Aber Achtung: Wichtige Omega-3-Fettsäuren sind in Sanddorn nicht enthalten – diese solltest du auf jeden Fall trotzdem einnehmen. Am besten sprichst du dazu einmal mit deinem Arzt bzw. deiner Ärztin.

Ich bin schwanger, darf ich Tee mit Sanddorn trinken?

Eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme ist gerade in der Schwangerschaft essenziell. Dafür ist vor allem Wasser geeignet, aber auch ungesüßte Teesorten sind „erlaubt“. Die bieten nicht nur einen frischen oder fruchtigen Geschmack, sondern versorgen dich und dein Baby zusätzlich mit wichtigen Vitaminen. Wenn du schwanger bist und gerne Sanddorntee trinken möchtest, dann kannst du das im Normalfall ohne Bedenken tun.

Finde hier heraus, welcher Tee (neben Sanddorn) in der Schwangerschaft generell unbedenklich ist:

Sind Sanddorn Bonbons in der Schwangerschaft unbedenklich?

Auch gegen Bonbons mit Sanddorn spricht in der Schwangerschaft erst einmal nichts. Du solltest aber darauf achten, dass diese nur wenig (oder bestenfalls gar keinen) Zucker enthalten und sie nur in Maßen genießen. Denn zu viel Zucker kann sich in der Schwangerschaft negativ auf die Gesundheit deines Babys auswirken und das Risiko für Asthma sowie Allergien erhöhen.

Darf ich Sanddorn Creme in der Schwangerschaft auf der Haut verwenden?

Selbstverständlich darfst du Sanddorn (ob als Creme oder Öl) auch in deiner Schwangerschaft als Hautpflege verwenden und deinen Körper damit verwöhnen. Tatsächlich ist sogar in vielen Pflegeprodukten Sanddorn zu finden. Denn die Beere soll nicht nur das Immunsystem stärken, sondern ebenso die Widerstandskraft der Haut.

Sanddorn ist während der Schwangerschaft also gesund – aber welche Lebensmittel sind eigentlich tabu? Unser kostenloser Ratgeber 125 Lebensmittel, die du in der Schwangerschaft meiden solltest verrät es dir.

4. Hilft Sanddorn-Öl gegen Schwangerschaftsstreifen?

Jein. Ob ein Öl mit Sanddorn tatsächlich gegen Schwangerschaftsstreifen hilft, lässt sich nicht allgemein beantworten. Hier kommt es nämlich immer auf den eigenen Körper, das Bindegewebe und auch die Genetik an. Zwar werben einige Hersteller damit, dass das jeweilige Pflegeprodukt Dehnungsstreifen entfernt oder zumindest vorbeugend wirkt, aber das muss jede (werdende) Mama für sich selbst herausfinden.

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5. Fazit: Sanddorn in der Schwangerschaft – ja oder nein?

Gegen Sanddorn in der Schwangerschaft spricht tatsächlich nichts. Von Tee über Saft bis hin zur Hautpflege: Du kannst als werdende Mama beruhigt auf Lebensmittel sowie Produkte mit Sanddorn zurückgreifen. Einzig bei den Sanddornbonbons ist auf einen niedrigen Zuckergehalt zu achten. Hast du dennoch Zweifel oder Bedenken, dann sprich doch einfach mal mit deinem Arzt oder deiner Ärztin darüber.

Unsere Expertin

Ernährungsexpertin Lydia Wilkens von essenZ Hamburg hat diesen Artikel inhaltlich geprüft.Dieser Text wurde inhaltlich geprüft von Ernährungswissenschaftlerin Lydia Wilkens. Die Diplom-Ökotrophologin hat 14 Jahre Erfahrung im Bereich der Ernährungskommunikation und -beratung. Als zweifache Mutter liegt einer ihrer Schwerpunkte im Ernährungsteam von essenZ, Dr. Heike Niemeier in Hamburg und der Schule des Essens in der Ernährungsberatung und -therapie von Familien und Kindern.

Außerdem führt sie Ernährungsprojekte für Kinder, Eltern und Multiplikator:innen in Kitas und Schulen durch. Als Expertin rund um das Thema Mütter- und Kinderernährung unterstützt sie die Redaktion von Echte Mamas mit praxisnahem Fachwissen.

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Wiebke Tegtmeyer

Nordisch bei nature: Als echte Hamburger Deern ist und bleibt diese Stadt für mich die schönste der Welt. Hier lebe ich zusammen mit meinem Mann und unseren beiden Kindern.

Seit 2015 sind wir Eltern einer zauberhaften Tochter. Zwei Jahre später kam ihr kleiner Bruder auf die Welt, und unsere Familie war komplett. Zusammen sind die beiden ein unschlagbares Team, das sich nur allzu gern gegen Mama und Papa verbündet.

Abgesehen von meiner Familie liebe ich den Hafen, fotografiere gern und gehe gern zu Konzerten und zum Fußball. Bei Echte Mamas kann ich meine Leidenschaft für SEO und Social Media ausleben – und darüber freue ich mich sehr.

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