Kurkuma: Kann es die Fruchtbarkeit fördern?

Kurkuma gilt als wahres Superfood und bringt nicht nur Würze in dein Essen, sondern ist gleichzeitig sehr gesund. Auch wenn du dir ein Baby wünscht, sollte die goldgelbe Wurzel in deinem Küchenschrank nicht fehlen. Denn Kurkuma kann sich positiv auf deine Fruchtbarkeit auswirken. Wie das funktioniert, und alles, was du dazu wissen solltest, erklären wir dir hier.

1. Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Kurkuma enthält den Wirkstoff Kurkumin, der unter anderem entzündungshemmend und antioxidativ wirkt.
  • Kurkumin hilft außerdem dabei, deinen Hormonspiegel zu regulieren und so die Östrogenwerte zu stabilisieren. Damit fördert es auch deinen Eisprung.
  • Kurkuma kann außerdem bei Endometriose, PCOS und anderen Fertilitätsstörungen helfen, die mit Entzündungen einhergehen.
  • Du kannst Kurkuma frisch kaufen, es als Gewürz einnehmen oder Nahrungsergänzungsmittel mit Kurkuma kaufen.

2. Was ist eigentlich Kurkuma?

Vielleicht kennst du Kurkuma oder auch Gelbwurz als Bestandteil von Currypulver. Die Pflanze ist mit Ingwer verwandt und sieht auch so ähnlich aus. Genau wie beim Ingwer verwendet man auch bei Kurkuma nur en Wurzelstock. Er wird entweder frisch gerieben oder getrocknet und zu einem Pulver zermahlen. Du erkennst Kurkuma an seinem gelb-orangenem Farbton und würzigen, leicht brennenden Geschmack.

Während Kurkuma bei uns gerade erst langsam bekannter wird, nutzen andere Kulturen die Pflanze und ihre gesundheitsfördernde Wirkung schon seit Jahrtausenden. In Indien gilt Kurkuma sogar als heilig und ist ein fester Bestandteil von Ayurveda, der traditionellen indischen Heilkunst.

Kurkuma enthält Kurkumin – einen Stoff, der besonders für seine entzündungshemmenden und antioxidativen Eigenschaften bekannt ist. Seine Wirkung wurde von zahlreichen wissenschaftlichen Studien belegt, deshalb kommt Kurkumin heute bei vielen verschiedenen Krankheitsbildern zum Einsatz. Kurkuma kann dir zum Beispiel schnell und natürlich gegen Schnupfen helfen.

3. Wie kann Kurkuma meine Fruchtbarkeit beeinflussen?

Da Kurkumin viele Funktionen deines beeinflusst, kann Kurkuma sich auch auf deine Fruchtbarkeit positiv auswirken. Bei unerfülltem Kinderwunsch und Fruchtbarkeitsstörungen hat es zum Beispiel folgende Vorteile:

  • Hemmt Entzündungen im Körper – unterstützt das Immunsystem bei seiner Funktion
  • Wirkt antioxidativ – bekämpft freie Radikale, erneuert das Gewebe und sorgt dafür, dass Gifte aus dem Körper transportiert werden
  • Stabilisiert den Hormonspiegel – hilft, das Hormon Östrogen zu regulieren und den Zyklus zu stabilisieren. Das unterstützt den Eisprung.
  • Unterstützt die Leberfunktion – hilft der Leber bei der Zellregeneration und beim Abtransportieren der Giftstoffe aus dem Körper. Da die Leber eine große Rolle beim Hormonhaushalt spielt, stabilisiert es gleichzeitig den Hormonspiegel.
  • Fördert die Durchblutung des Beckens – Gebärmutter und Beckenboden werden besser durchblutet, erhalten mehr Sauerstoff und Nährstoffe, was ihre Funktion verbessert.

Ein weiterer Vorteil: Kurkuma fördert nicht nur die Fruchtbarkeit von Frauen, sondern auch die von Männern. Kurkumin kann nämlich dabei helfen, dass Männer gesunde (qualitativ hochwertige) Spermien produzieren. Diese haben eine höhere Chance, zur Eizelle zu gelangen und diese erfolgreich zu befruchten.

Das alles klingt doch toll, oder? Doch Vorsicht: Sei bitte nicht zu enttäuscht, wenn Kurkuma deine Fruchtbarkeit nicht deutlich verbessert. Für den Fall, dass Hausmittel nicht helfen, sprich am besten mit deinem Arzt, um der Fruchtbarkeitsstörung auf den Grund zu gehen und eine passende Behandlung zu finden.

4. Für wen ist Kurkuma geeignet?

Kurkuma ist ein sehr gut verträgliches Gewürz, das kaum Nebenwirkungen auslöst. Wenn du es in der empfohlenen Menge (bis zu 3 Gramm täglich) einnimmst, treten im Normalfall gar keine Nebenwirkungen auf. Wird die Dosis überschritten, kann es zu Magen-Darm-Beschwerden oder Krämpfen kommen.

Übrigens verbessert Kurkumin nicht nur die Fruchtbarkeit, sondern kommt wegen seiner entzündungshemmenden Eigenschaften auch bei einigen anderen Frauen-Krankheiten zum Einsatz. Zum Beispiel bei:

  • PCOS
  • Eierstockzysten
  • Endometriose
  • Gebärmuttergeschwülsten
  • prämenstruellen Schmerzen
  • Amenorrhoe

Aber Achtung:In der Schwangerschaft und Stillzeit solltest du auf Kurkuma unbedingt komplett verzichten. Auch, wenn du Vorerkrankungen hast oder Medikamente einnimmst, ist Vorsicht geboten. Frage dann am besten einen Arzt um Rat, ob du Kurkuma zu dir nehmen darfst.

5. Wie nehme ich Kurkuma richtig ein, um meine Fruchtbarkeit zu erhöhen?

Wie du Kurkuma einnimmst, hängt davon ab, ob du es als Gewürz verwendest oder lieber auf Nahrungsergänzungsmittel setzt. Die richtige Einnahmeempfehlung für Kapseln, Tabletten, Extrakten und Co. findest du in der jeweiligen Produktbeschreibung.

Gewürzpulver eignet sich vor allem für indische oder indisch inspirierte Gerichte wie Currys sowie Reis- oder Gemüsepfannen. Damit Kurkumin seine volle Wirkung entfalten kann, kombinierst du es am besten mit schwarzem Pfeffer und fettreichen Lebensmitteln wie zum Beispiel Kokosöl.

Vorsicht: Achte unbedingt auf eine richtige Dosierung. Die WHO empfiehlt, täglich nicht mehr als 3 Gramm Kurkumapulver einzunehmen. Das entspricht etwa einem halben Teelöffel. Zu viel Kurkumin hat nämlich eine entgegengesetzte Wirkung auf deinen Körper. Wenn du die empfohlene Menge über längere Zeit überschreitest, kann Kurkumin den Testosteronspiegel senken und sogar den Eisprung hemmen.

6. Wo kann ich Kurkuma kaufen?

Frischen Kurkuma zu findest du mit etwas Glück in asiatischen Läden oder gut sortierten Supermärkten. Dort bekommst du im Normalfall auch das Gewürzpulver. Oder du kaufst es in Reformhäusern, Drogerien oder bestellt es ganz bequem online (Affiliate Link).

Besonders beliebt ist Kurkuma allerdings als Nahrungsergänzungsmittel. So gibt es zum Beispiel Kurkuma-Kapseln, –Tabletten, –Extrakt oder auch Kurkuma-Tee (Affiliate-Links)

Achte beim Kauf unbedingt auf die Qualität des Produkts. Idealerweise enthält das Produkt keine Konservierungs-, Farb-, Aroma- oder Füllstoffe.

7. Welche gesundheitlichen Vorteile hat Kurkuma noch?

Die Wirkung von Kurkuma begrenzt sich natürlich nicht nur auf die Fruchtbarkeit, sondern fördert die Gesundheit deines ganzen Körpers. Kurkuma hat unter anderem folgende weitere Vorteile:

  • Fördert die Verdauung
  • Unterstützt die Durchblutung
  • Beugt Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs vor
  • Wirkt allergischen Reaktionen entgegen
  • Stärkt das Immunsystem

Du siehst also: Kurkuma gilt nicht umsonst als ein Superfood. Es lohnt sich daher, dieses wertvolle Gewürz in deinen Speiseplan aufzunehmen, um von seiner Wirkung zu profitieren

Wir wünschen dir alles Gute auf dem Weg zu deinem Wunschkind!

Übrigens: Wusstest du, dass auch ätherische Öle, Brennesselsamen, Granatapfel oder Kinderwunsch-Yoga deine Fruchtbarkeit steigern können?

Mehr Tipps zum Schwanger werden findest du hier >>>

Wenn du dich mit anderen Frauen austauschen möchtest, die ebenfalls schwanger werden möchten, komm in unsere geschlossene Facebook-Gruppe„Echte Mamas mit Kinderwunsch“.

Wiebke Tegtmeyer

Nordisch bei nature: Als echte Hamburger Deern ist und bleibt diese Stadt für mich die schönste der Welt. Hier lebe ich zusammen mit meinem Mann und unseren beiden Kindern.

Seit 2015 sind wir Eltern einer zauberhaften Tochter. Zwei Jahre später kam ihr kleiner Bruder auf die Welt, und unsere Familie war komplett. Zusammen sind die beiden ein unschlagbares Team, das sich nur allzu gern gegen Mama und Papa verbündet.

Abgesehen von meiner Familie liebe ich den Hafen, fotografiere gern und gehe gern zu Konzerten und zum Fußball. Bei Echte Mamas kann ich meine Leidenschaft für Texte und Social Media ausleben – und darüber freue ich mich sehr.

Alle Artikel

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
0 Comments
Inline Feedbacks
Alle Kommentare ansehen
0
Tausch dich dazu mit anderen Mamas aus!x
()
x