Kurkuma in der Schwangerschaft: Gesund oder gefährlich?

Während der Schwangerschaft muss man auf viele Dinge achten – auch darauf, was man isst. Bestimmt hast du schon einmal gehört, dass Schwangere lieber auf rohen Fisch und Fleisch und auf einige Käsesorten lieber verzichten sollten. Auch einige Gewürze und Kräuter stehen auf der Liste der verbotenen Lebensmitteln. Aber wie sieht es eigentlich mit Kurkuma aus? Kurkuma gilt doch als sehr gesund. Wir haben für dich herausgefunden, ob Kurkuma in der Schwangerschaft erlaubt ist – oder ob Kurkuma vielleicht sogar gefährlich wirkt.

Kurkuma: Was genau ist das eigentlich?

Kurkuma ist ein Gewürz, das aus der Kurkuma-Pflanze gewonnen wird. Die Pfanze zählt zur Ingwer-Familie. Sie wächst unter anderem auf dem chinesischen Festland, im tropischen Teil Asiens sowie in Indien. Die bis zu 1,5 Meter wachsende Pflanze trägt längliche Blätter mit gelb-trichterförmigen Blüten aus. Entscheidend ist jedoch ihre pfeffrige Wurzel, welche geschmacklich an Orange oder eben Ingwer erinnert.

Grundsätzlich gilt die Kurkumawurzel als sehr gesund. Das liegt vor allem am Inhaltsstoff Curcumin, das schmerzlindernd und entzündungshemmend wirkt. Viele Menschen setzen auf die Heilkraft von Kurkuma, um beispielsweise Krankheiten wie Diabetes, aber auch Sodbrennen, Darmbeschwerden, Kopfschmerzen, Bronchitis, Schnupfen und Fieber zu behandeln. Ein Team Forscherinnen um Professorin Alexandra Kiemer fand sogar heraus, dass Curcumin wie Cortison wirkt: „Wir konnten nachweisen, dass Curcumin nicht nur unspezifisch wirkt, sondern ganz gezielt antientzündliche Wirkung entfaltet. Anhand von Versuchsreihen an Zellmodellen können wir belegen, dass das Gewürz wie Cortison gezielt das Protein GILZ beeinflusst“, so Alexandra Kiemer.

Wie du liest, ist Kurkuma ein kleines Wundermittel.

Ist Kurkuma in der Schwangerschaft gesund oder gefährlich?

Auch wenn die Vorteile von Kurkuma auf der Hand liegen, ist das Gewürz in der Schwangerschaft nicht zu empfehlen. Es gibt zwar keine Studie, die negative Folgen bestätigt, aber in der Schwangerschaft sollte man lieber auf Nummer sicher gehen. Es ist nämlich bekannt, dass Kurkuma Nebenwirkungen wie Krämpfe und Magen-Darm-Beschwerden auslösen kann. Und diese können im schlimmsten Fall zu einem Abort oder zu einer Frühgeburt führen. Wie bei allen Lebensmitteln kommt es natürlich auf die Dosierung an. Wenn minimale Mengen Kurkuma, beispielsweise in Curry-Mischungen, gegessen werden, ist das vollkommen unkritisch. Du musst auf keinen Fall panisch werden und jedes Essen auf Kurkuma überprüfen! Aber du solltest keine „Goldene Milch“ (Milch und ein TL Kurkuma) trinken, denn ein Teelöffel Kurkuma entspricht gleich mehreren Gramm.

Kann Kurkuma Wehen auslösen?

Ja, das kann leider passieren. Und deswegen sollte man generell auf Kurkuma in der Schwangerschaft verzichten. Kurkuma kann bei einer hohen Dosierung Kontraktionen auslösen. Eben so wird durch Kurkuma die Blutgerinnung gehemmt und es können Blutung entstehen. So kann Kurkuma in einer hohen Dosierung zu Wehen und damit auch zu Fehlgeburten führen.

Vor der Schwangerschaft: Hilft Kurkuma dabei, schwanger zu werden?

Solltest du gerade nicht schwanger sein, dir aber sehnlichst ein Kind wünschen, darfst du beruhigt zu Kurkuma greifen! Studien belegen, dass sich der in der Wurzel enthaltene Bestandteil Kurkumin fruchtbarkeitsfördernd auswirkt. Dabei reguliert Kurkuma deinen körpereigenen Östrogenhaushalt. Dein Östrogen wiederum führt gemeinsam mit dem Hormon Progesteron den Eisprung herbei.

Neben dir kann dein Partner ebenfalls von Kurkuma profitieren. In geringer Dosis verabreicht, unterstützt das Gewürz die gesunde Spermienproduktion. Auch hier macht bekanntlich die Dosis das Gift. Dein Partner sollte es mit dem exotischen Gewürz nicht übertreiben. In zu großen Mengen wirkt sich Kurkuma negativ aus, da es den Testosteronspiegel senkt. Als hohe Dosis gilt dabei eine Tagesmenge von acht bis 12 Gramm. Eine unbedenkliche Dosis Kurkuma liegt bei ca. 3 Gramm – ein halber bis ganzer Teelöffel.

Was gibt es während der Stillzeit zu beachten?

Nach der Entbindung spricht grundsätzlich nichts dagegen, wieder in normalen Maßen Kurkuma zu essen. Es gibt bis dato keine wissenschaftlichen Belege dafür, dass über die Muttermilch aufgenommenes Kurkuma in irgendeiner Weise dem Säugling schadet. Bei stillenden Müttern hingegen kann ein leckerer Kurkuma-Smoothie oder eine Goldene Milch immunstärkend wirken.

Fazit zu Kurkuma in der Schwangerschaft:

Auch wenn Kurkuma für seine heilende Wirkung bekannt ist, solltest du in der Schwangerschaft so wenig Kurkuma wie möglich, zu dir nehmen. Sicher ist einfach sicher.

Wir wünschen dir noch eine wunderschöne und vor allem gesunde Kugelzeit!

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Laura Dieckmann

Als waschechte Hamburgerin lebe ich mit meinem Freund und unserer fünfjährigen Tochter in der schönsten Stadt der Welt – Umzug ausgeschlossen! Bevor das Schicksal mich zu Echte Mamas gebracht hat, habe ich in verschiedenen Zeitschriften-Verlagen gearbeitet. Ich mag leckeres Essen, laute Rockmusik und ab und zu sogar ein bisschen Sport.

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