Jüdische Jungennamen: Unsere Favoriten

Dem Judentum gehören weltweit zirka 15 Millionen Menschen an, die in vielen, verschiedenen Staaten leben – ein Großteil von ihnen in Israel und in den USA. Durch die Diaspora (also die Vertreibung und Verteilung der Juden und Jüdinnen über viele verschiedene Gebiete) nahmen sie die Sprachen der Länder an, in denen sie lebten, und es entstanden zahlreiche, jüdische Minderheitensprachen.

So zum Beispiel das Jiddische, das aus dem Mittelhochdeutschen entstand. Hält man sich diese Entwicklung vor Augen, wird recht schnell deutlich, wie vielfältig jüdische Jungennamen sind. Wir zeigen euch hier die schönsten unter ihnen – manche davon werden euch bekannt vorkommen, aber es sind auch seltenere Varianten darunter vertreten.

Jüdische Jungennamen haben meist hebräische Wurzeln

Die frühesten Schriften des Judentums sind in Hebräisch verfasst, und bis heute ist das die Sprache, die in jüdischen Gottesdiensten gesprochen wird. Als Umgangssprache setzte sich allerdings bereits früh das Aramäische durch – so sollen zum Beispiel Jesus und seine Jünger Aramäisch gesprochen haben.

Dennoch entwickelten sich viele jüdische Vornamen aus der hebräischen Sprache, und natürlich weisen sie oftmals einen zutiefst religiösen Bezug auf.

Aus unseren heutigen Namens-Hitlisten sind jüdische Jungennamen zudem nicht mehr wegzudenken.

Jüdische Jungennamen und ihre Bedeutung

1. Aaron

Sicherlich hast du den Vornamen Aaron, der in unterschiedlichen Sprachräumen beheimatet ist, schon einmal gehört. Unter anderem kommt Aaron aus dem Hebräischen und lässt sich mit „der große Kämpfer“ oder „der Erleuchtete“ übersetzen.

2. Amiaz

Bei Amiaz handelt es sich um einen klangvollen Jungennamen, der in Israel sehr oft vergeben wird. Er bedeutet „mein Volk ist stark“.

3. Ben

Seit geraumer Zeit findet sich Ben Jahr für Jahr in den Top 10 der beliebtesten, deutschen Jungennamen wieder. Die Kurzform von Benjamin ist leicht auszusprechen und klingt einfach zeitlos schön. Die Bedeutung des Namens ist „der kleine Sohn“ oder auch „der Gesegnete“.

4. Eliam

Zunächst haben wir bei Eliam auch den beliebten Jungennamen Elias im Kopf. Eliam klingt genauso schön und ist hierzulande nicht ganz so bekannt. Übersetzen kannst du Eliam mit „Gottes Volk“ oder „zu Gottes Familie gehörend“.

5. Elon

Zu größerer Bekanntheit kam dieser Name natürlich durch den einst reichsten Mann der Welt und (im Übrigen nicht-religiösen) Unternehmer Elon Musk. Tatsächlich ist Elon hebräischen Ursprungs und bedeutet „Eiche“ oder „Baum“.

6. Gidon

Gidon ist definitiv ein jüdischer Jungenname, den man nicht allzu oft zu hören bekommt. Falls du also einen außergewöhnlichen Vornamen suchst, liegst du damit genau richtig. Zwar ist die Deutung des Vornamens nicht eindeutig, die gängigste Interpretation lautet allerdings „Holzfäller“.

7. Isaac

Im Alten Testament ist Isaak der Sohn Abrahams. Der Name punktet vor allem durch seine schönen Bedeutungen „Er (Gott) lächelt zu“ und „Gott hat gescherzt“.

8. Isaiah

Ein weiterer, jüdischer Jungenname, der sich auf einen Propheten zurückführen lässt, lautet Isaiah. Dementsprechend religiös fallen die Deutungen „Gott ist heilig“ oder „die Rettung“ aus. Ein besonderer Vorname, der in Deutschland (noch) Seltenheitswert hat.

9. Jakoov

Falls dir der beliebte, hebräische Jungenname Jakob zusagt, könnte dir die ebenso schöne Form Jakoov gefallen. Aus der hebräischen Sprache stammend, bedeutet Jakoov „der Fersenhalter“ oder auch „Jahwe möge schützen“.

10. Josiah

Dieser jüdische Jungenname erfreut sich vor allem in englischsprachigen Ländern großer Beliebtheit. Josiah bedeutet „Gott unterstützt“ oder auch „Jahwe heilt“.

11. Levi

Der schöne Vorname Levi wird hierzulande schon seit Jahren immer beliebter. Ursprünglich stammt er aus der Bibel und lässt sich auf den Stammesvater der Leviten zurückführen. Seine gängigsten Deutungen lauten „der Anhängliche“ und „der Verbundene“.

12. Lior

Ein jüdischer Jungenname für alle, die es kurz und bündig mögen: Lior hat nur vier Buchstaben und lässt sich leicht aussprechen. Die Bedeutung „Mein Licht“ lässt ihn hell erstrahlen.

13. Liron

Dieser zauberhafte Jungenname bringt die schönen Deutungen „Meine Freude“ und „Freiheit“ mit sich.

14. Manoah

Ein hebräischer, biblischer Jungenname, der sich mit „Ruheplatz“ oder „Gabe/Geschenk“ übersetzten lässt.

15. Noah

Auch Noah gehört seit vielen Jahren zu den beliebtesten Jungennamen in Deutschland. Natürlich spielt dabei auch die schöne Bedeutung „der Tröstende“ eine Rolle. Zurückzuführen ist er auf den Arche bauenden Noah aus dem Alten Testament.

16. Raphael

Der Jungenname Raphael dürfe dir im Zusammenhang mit dem Alten Testament ein Begriff sein. Er bedeutet so viel wie „Gott heilt“.

17. Ronen

Ein wahrer „Freudengesang“ ist der Vorname Ronen, der diese wortwörtliche Deutung innehat.

18. Samuel

„Von Gott erhört“ oder „Wunschkind“: Das bedeutet der Jungenname Samuel, der eine althebräische Herkunft aufweist und sich auf einen biblischen Propheten bezieht.

19. Tiras

Den Vornamen Tiras dürfte hierzulande kaum jemand kennen. Schade eigentlich, da der Vorname mit hebräischen Wurzeln wunderschöne Bedeutungen wie „der Wunsch“ oder „das Begehren“ im Gepäck hat.

20. Tobijah

Du ahnst es sicher schon: Tobijah ist eine Abwandlung von Tobias. In der Bibel kommt der Vorname ebenfalls vor, und zwar beim frommen Sohn Tobias. Übersetzen kannst du Tobijah mit „Jahwe ist gütig“.

21. Yaron

Yaron ist ein sehr seltener Vorname mit einer Bedeutung, die deinem Sohn eine Menge Euphorie mit auf den Lebensweg gibt, denn dann ist er ein „Jubelnder“ oder auch ein „vor Freude Singender“.

Haben jüdische Jungennamen dein Herz erobert?

Oder sind sie eher nichts für dich? Möglicherweise haben wir auch einen wichtigen, jüdischen Namen in unserer Liste vergessen –

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Ilona Utzig

Ich bin Rheinländerin, lebe aber seit vielen Jahren im Hamburger Exil. Mit meiner Tochter wage ich gerade spannende Expeditionen ins Teenager-Reich, immer mit ausreichend Humor im Gepäck. Wenn mein Geduldsfaden doch mal reißt, halte ich mich am liebsten in Küstennähe auf, je weiter nördlich, desto besser.

Bei Echte Mamas bin ich Senior SEO-Redakteurin. Meine journalistische Ausbildung abolvierte ich bei einem Hamburger Verlag, um anschließend Skandinavistik, Politikwissenschaft und Germanistik zu studieren.

Nach langen Jahren als Finanz-Redakteurin liegen mir heute noch die Themen Vorsorge, Vereinbarkeit und Care-Arbeit am Herzen.

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