Cola in der Schwangerschaft: Wie viel ist okay?

Ist Cola in der Schwangerschaft erlaubt? Und wenn ja, wieviel ist okay? Gute Fragen, denn die Liste an „verbotenen Lebensmitteln“ für Schwangere ist lang und ganz schön komplex. Und ja, Getränke wie Fanta, Sprite oder Cola stehen ebenfalls auf diese Liste. Sie sind keine No-Gos, dürfen aber wirklich nur eingeschränkt getrunken werden. Sie enthalten nämlich Zucker und Koffein. Wir verraten dir in diesem Beitrag, wie viel Cola in deiner Schwangerschaft in Ordnung ist.

Cola in der Schwangerschaft: Das empfehlen Ärzte und Hebammen:

Cola gilt in der Schwangerschaft als problematisches Getränk und zwar weil Koffein und Zucker enthalten ist – und nicht zu knapp.

1. Problem von Cola in der Schwangerschaft: Koffein:

Hebammen und Ärzte raten Schwangeren, nicht mehr als 200 Milligramm Koffein pro Tag zu sich zu nehmen. Gelegentlich kannst du die empfohlene Dosis natürlich überschreiten, ohne gleich langfristige Folgen befürchten zu müssen. Dies solltest du jedoch nicht zur Gewohnheit machen, da eine höhere Dosis Koffein deinem Liebling schadet.

Bitte beachte auch, dass nicht nur Cola Koffein enthält, sondern auch Kaffee und verschiedene Sorten Tee. Es sind wirklich maximal nur 200 Milligramm Koffein pro Tag. Und je weniger Koffein du zu dir nimmst, desto besser!

2. Problem von Cola in der Schwangerschaft: Zucker:

Ein weiteres Problem von Cola in der Schwangerschaft ist der hohe Zuckergehalt. In 250 Milliliter Original Coca-Cola ist so viel Zucker wie in 9 Stücken Würfelzucker. Das ist per se zwar nicht gefährlich, kann aber bei hohem Konsum auch negative Folgen für deine Schwangerschaft haben. Und zwar in Form von zu hoher Gewichtszunahme – und folgenden Krankheiten wie Diabetes oder Gestose. Klar, eine Schwangere muss zunehmen, aber auch nicht zu viel. In der Schwangerschaft erhöht sich der Energiebedarf nämlich gar nicht so schnell, wie alle denken. Ab dem vierten Monat ist er beispielsweise „nur“ um etwa 300 Kalorien erhöht. Das ist keine zweite Mahlzeit, wie viele glauben. Und ein Glas Original Coca-Cola (250 Milliliter) zählt über 100 Kalorien.

Wie viel Cola am Tag ist in der Schwangerschaft erlaubt?

Das größte Problem ist und bleibt das Koffein: Cola enthält pro Liter in der Regel 10 Milligramm Koffein pro 100 Milliliter. Das ist beispielsweise die Angabe von einer Original Coca-Cola.

Mit einem großen Glas Cola nimmst du also umgerechnet 5 Milligramm und somit ein Viertel der empfohlenen Tagesdosis zu dir. Beachte bitte immer, dass nicht alle Cola-Sorten eine identische Dosis Koffein enthalten. Fritz-Cola oder Afri-Cola weisen einen höheren Koffeingehalt als andere Sorten auf.

Zwei oder drei Gläser Cola in der Schwangerschaft pro Tag werden also als vollkommen unbenklich eingestuft.

Doch am besten sollte es lieber eine Ausnahme, etwas Besonderes bleiben.

Warum weniger oder gar kein Koffein in der Schwangerschaft trinken?

Koffein ist ein natürliches Aufputschmittel und geht quasi ungefiltert durch die Nabelschnur zu deinem Kind über. Das Koffein gelangt ungehindert in die Blutbahn deines Babys und in kürzester Zeit hat dein Kind die gleiche Menge an Koffein im Blut wie du. Es spürt und fühlt die gleiche wachhaltende Wirkung. Und zeitgleich fehlen dem kleinen Babykörper die Enzyme, um das Koffein abzubauen.

Ist dein Koffeinkonsum erhöht, können Wachstumsstörungen oder Frühgeburten auftreten. Auch Entzündungen können sich bei Neugeborenen infolge deines Koffeinkonsums entwickeln.

Eine oft zitierte Studie aus Dänemark besagt, dass bereits kleinste Mengen Koffein das Wachstum des Neugeborenen beeinflussen. Je mehr Koffein die Schwangere trank, desto leichter fiel das spätere Geburtsgewicht des Babys aus.

Andere Studien vermuten sogar einen klaren Zusammenhang zwischen auftretenden Fehlgeburten und Koffeinkonsum. Kalifornische Wissenschaftler bestätigten anhand von Forschungsergebnissen, dass Schwangere, die mehr als 200 Milliliter Cola täglich trinken, doppelt so häufig eine Fehlgeburt erleben.

Welche Alternativen gibt es zu zucker- und koffeinhaltiger Cola?

Wie du gelesen hast, du musst während deiner Schwangerschaft nicht zwingend auf ein erfrischendes Glas Cola verzichten. Aber es sollte am besten nicht täglich vorkommen, dass du Cola trinkst. Aber vielleicht kannst du ja auch von „normaler“ Cola auf eine Alternative umsteigen? So bieten eigentlich schon fast alle Cola-Hersteller zucker- und koffeinfreie Alternativen an. Es gibt beispielsweise von Coca-Cola „Coca-Cola Zero Sugar koffeinfrei“ – ohne Zucker und ohne Koffein.

Trotzdem wissen wir alle, dass Cola – in welcher Form auch immer – nicht das gesündeste Getränk der Welt ist. Noch besser ist es als Schwangere, Wasser, Säfte oder ungesüßte Tees zu trinken.

Und ja, wir wissen, dass das gar nicht so leicht ist. Aber denk immer daran: auch diese neun Monate des Verzichts werden vergehen. Und du verzichtest für die Gesundheit deines Babys!

Wir wünschen dir noch eine schöne Kugelzeit!

Laura Dieckmann

Als waschechte Hamburgerin lebe ich mit meinem Freund und unserer fünfjährigen Tochter in der schönsten Stadt der Welt – Umzug ausgeschlossen! Bevor das Schicksal mich zu Echte Mamas gebracht hat, habe ich in verschiedenen Zeitschriften-Verlagen gearbeitet. Ich mag leckeres Essen, laute Rockmusik und ab und zu sogar ein bisschen Sport.

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