Ab wann dürfen Babys Zitrone essen? Tipps & Hinweise

In vielen Ratgebern heißt es nach wie vor, dass Zitrusfrüchte in der Beikostphase erst später eingeführt werden sollten. Doch warum ist das so und sollten Babys wirklich keine Zitrone essen? Wir haben dir die wichtigsten Tipps und Hinweise zu diesem Thema zusammengestellt.

1. Das Wichtigste im Überblick

Diplom-Ökotrophologin Pamela Koch hat diesen Artikel inhaltlich geprüft.

  • Wenn die erste Beikost eingeführt wurde, können Babys unter Umständen schon Zitronen probieren.
  • Experten raten dazu, im Rahmen der Allergieprävention auch Zitrusfrüchte im ersten Jahr einzuführen – allerdings nur in kleinen Mengen.
  • Achtung: Durch die enthaltene Fruchtsäure kann bei übermäßigem Verzehr ein wunder Po bei Babys die Folge sein.
  • In der Zitrusfrucht ist viel Vitamin C enthalten, was das Immunsystem unterstützt.
  • Während eine heiße Zitrone bei Erkältung und Halsschmerzen helfen kann, ist Zitronensaft für Babys in größeren Mengen nicht geeignet

Dein Kind ist noch nicht auf der Welt? Dann verraten wir dir hier, was du über Zitrone in der Schwangerschaft wissen sollest.

2. Wann dürfen Babys Zitrone probieren?

Gefährlich sind Zitronen für Babys in der Regel nicht. Daher dürfen die Kleinen ab dem Beikoststart (mit etwa sechs Monaten) die Zitrusfrucht grundsätzlich probieren. Allerdings gilt die Empfehlung, Zitronen wegen der enthaltenen Säure genau wie Orange und Mandarine nur in kleinen Mengen anzubieten. Du kannst deinem Baby zum Beispiel einen Spritzer Zitrone ins Essen geben.

Achtung: Hoch konzentriert und pur solltest du deinem Kind Zitrone nicht geben. Das kann den Zahnschmelz angreifen und die Zähne schädigen. Dein Baby in eine Zitronenscheibe beißen zu lassen, ist also keine gute Idee.

Ab wann dürfen Babys heiße Zitrone trinken?

Eine heiße Zitrone wirkt gerade bei Erkältung wahre Wunder und kann auch bei den Kleinsten zu einer wohltuenden Linderung der Symptome beitragen. Achte allerdings darauf, dass du für die Zubereitung keinen Honig verwendest. Am besten bietest du die heiße Zitrone vollkommen ungesüßt an.

Tipp: Bei Halsschmerzen oder einer Erkältung ist für Babys Salbei– oder Fencheltee immer noch die deutlich bessere Variante.

Ab wann dürfen Babys Zitronensaft trinken?

Hat dein Baby Durst, ist Wasser immer der beste und gesündeste Durstlöscher. In vielen Fruchtsäften ist Säure sowie Zucker enthalten, das beides unter anderem den Zahnschmelz angreifen kann. Bei der Zitrone ist der Säuregehalt besonders hoch, was außerdem zu Verdauungsproblemen führen kann. Aus diesem Grund ist Zitronensaft für Babys nur in einer sehr kleinen Menge geeignet. Natürlich kannst du auch mal eine Ausnahme machen und deinen Liebling Wasser oder Tee mit einem Spritzer Zitrone probieren zu lassen.

3. Sorgen Zitronen bei Babys für einen wunden Po und Ausschlag?

Aufgrund der enthaltenen Fruchtsäure können Zitrone und Zitronensaft bei einigen Babys zu einem wunden Po führen. Das liegt unter anderem daran, dass der Verdauungstrakt der Säuglinge noch nicht ganz ausgereift ist. Die Fruchtsäure wird von seinem Organismus nicht vollständig abgebaut, was zu Hautreaktionen führen kann. Allerdings wird es wohl eher selten vorkommen, dass dein Nachwuchs saure Zitronen in großen Mengen verspeist. Wenn du deinem Baby Zitrone zum Probieren anbietest, solltest du dennoch darauf achten, ob es die Zitrusfrucht gut verträgt oder nicht.

4. Ist Zitrone für Babys gesund oder schädlich?

Zitronen enthalten sehr viel Vitamin C, das das Immunsystem unterstützt und sich ebenso bei der Zellteilung sowie Zellerneuerung positiv auswirkt. Außerdem stecken in der Zitrusfrucht auch Kalium und Pektin. Letzteres unterstützt eine gesunde Darmflora. Ungesund oder sogar schädlich sind Zitronen daher nicht – auch nicht für Babys. Aber die enthaltene Fruchtsäure kann unter Umständen problematisch werden.

5. Wie sieht es mit Zitronensaft im Babybrei aus?

Wenn es das Rezept hergibt, kannst du in dem Babybrei grundsätzlich auch etwas Zitronensaft verarbeiten. Verwende davon allerdings nicht zu viel, da einige Säuglinge auf die Fruchtsäure mit Ausschlag o. ä. reagieren können. Generell sind für einen Babybrei andere (Frucht-) Säfte aber deutlich besser geeignet.

6. Leckere Rezepte für Babys mit Zitrone

Sauer macht zwar lustig, dennoch solltest du deinem Baby Zitrone lieber nicht pur anbieten. Viel besser schmeckt die Zitrusfrucht doch in verschiedenen Backwaren. Wir haben dir drei easy Rezepte zum Nachmachen herausgesucht!

Babykekse mit Zitrone

Ab dem Beikostalter kannst du deinem Spatz die Babykekse mit Zitrone von fuerbabyskochen.de anbieten.

Das brauchst du zum Backen:

  • 200 g Mehl
  • 75 g Butter
  • drei Esslöffel Haferschmelzflocken
  • ein Ei
  • zwei bis fünf Esslöffel Zitronensaft

Zubereitung der Zitronenplätzchen:

  1. Bereite aus den genannten Zutaten einen klassischen Mürbeteig zu.
  2. Lasse diesen für etwa eine Stunde im Kühlschrank ruhen.
  3. Rolle den Teig anschließend und schneide diesen in relativ dünne Scheiben.
  4. Im Backofen auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech bei etwa 180 °C (Ober- und Unterhitze) für 15 Minuten backen.

Zitronenkekse ohne Zucker

Diese Kekse von chefkoch.de werden nur mit Datteln gesüßt und sind grundsätzlich für Babys sowie Kleinkinder ab dem Beikostalter geeignet.

Diese Zutaten brauchst du für die zuckerfreien Zitronenkekse:

  • 200 g Datteln
  • ein Ei
  • eine Bio-Zitrone
  • 150 g Butter

So geht die Zubereitung:

  1. Gib das Ei sowie die Datteln in einen Mixer und hacke diese möglichst fein.
  2. Jetzt kommen Mehl, Zitronenabrieb sowie die kalte Butter dazu.
  3. Alles kneten bis eine Art Klumpen entsteht – am besten funktioniert das mit einer Küchenmaschine.
  4. Nun füllst du den Teig in einen Gefrierbeutel und drückst diesen flach.
  5. Im Kühlschrank ruhen lassen.
  6. Heize den Backofen auf 160 °C (Ober- und Unterhitze) vor.
  7. Rolle den Teig etwa einen Zentimeter dick aus und steche die Kekse aus.
  8. Auf einem Backblech mit Backpapier die Kekse rund zehn Minuten backen.

Einfacher Zitronenkuchen für Babys

Der Zitronenkuchen von elfenkindberlin.de erinnert an eine unbeschwerte Kindheit und schmeckt wirklich der ganzen Familie.

Was du für den Zitronenkuchen zu Hause haben solltest:

  • 250 g Butter
  • 280 g Mehl
  • 200 g Zucker
  • vier Eier
  • zwei Teelöffel Backpulver
  • abgeriebene Schale von drei Zitronen
  • etwas Salz
  • etwas Zitronensaft
  • 100 g Puderzucker
  • etwas Wasser

Und so geht’s:

  1. Bevor es ans Backen geht: Die Kastenform mit etwas Butter einfetten.
  2. Jetzt die restliche Butter und den Zucker schaumig schlagen – nach und nach die Eier einzeln hinzufügen.
  3. Anschließend kommen Zitronensaft sowie die Zitronenschale dazu.
  4. Mische nun die trockenen Zutaten und rühre sie unter die Butter-Ei-Mischung.
  5. Den Teig in die Kastenform füllen und für 40 bis 50 Minuten backen.
  6. Danach den Zitronenkuchen abkühlen lassen und die Glasur vorbereiten.
  7. Puderzucker mit Zitronensaft vermischen bis die gewünschte Konsistenz entsteht.
  8. Die Glasur gleichmäßig auf dem Kuchen verteilen.

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Unsere Expertin

Diplom-Ökotrophologin Pamela Koch hat diesen Artikel inhaltlich geprüft.Pamela Koch ist Diplom-Ökotrophologin und Ernährungstherapeutin. Seit 14 Jahren berät sie Familien und Multiplikator*innen wie Erzieher*innen zu den Themen Allergieprävention, Ernährung in der Schwangerschaft und Stillzeit sowie von Säuglingen und Kindern.

In Zusammenarbeit mit niedergelassenen Kinderärzten und Hebammen hat sie in Ihrer Praxis mittlerweile mehr als 2.000 Familien beraten. Als dreifache Mutter liegen ihr die gesunde Ernährung und die therapeutische Unterstützung von Familien besonders am Herzen.

Hier findest du viele weitere Infos, Tipps und Rezepte zum Thema Babyernährung

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Wiebke Tegtmeyer
Nordisch bei nature: Als echte Hamburger Deern ist und bleibt diese Stadt für mich die schönste der Welt. Hier lebe ich zusammen mit meinem Mann und unseren beiden Kindern. Nach meinem Bachelor in Medienkultur, einem Volontariat und einigen Jahren Erfahrung als (SEO-)Texterin bin ich passenderweise nach meiner zweiten Elternzeit bei Echte Mamas gelandet. Hier kann ich als SEO-Redakteurin meine Leidenschaft für Texte ausleben, und auch mein Herzensthema Social Media kommt nicht zu kurz. Dabei habe ich mich in den letzten Jahren intensiv mit dem Thema Ernährung von der Schwangerschaft über die Stillzeit bis hin zum Babybrei beschäftigt. Und wenn ihr auf der Suche nach einem Vornamen für euer Baby seid, kann ich euch garantiert passende Vorschläge liefern. Außerdem nutze ich die Bastel-Erfahrungen mit meinen beiden Kindern für einfache DIY-Anleitungen. Wenn der ganz normale Alltags-Wahnsinn als 2-fach Mama mich gerade mal nicht im Griff hat, fotografiere ich gern, gehe meiner Leidenschaft für Konzerte nach oder bin im Volksparkstadion zu finden.

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