Ist Sushi in der Schwangerschaft wirklich verboten?

Du liebst Sushi und möchtest auch während der Schwangerschaft nicht darauf verzichten? Das ist Experten und Gynäkologen zufolge keine gute Idee. Dieser Beitrag erklärt dir, warum!

Warum du während der Schwangerschaft unbedingt auf Sushi verzichten solltest

Grundsätzlich solltest du rohen Fisch und rohes Fleisch während deiner Schwangerschaft unbedingt meiden. Denn beides kann sich verheerend auf dich und dein ungeborenes Kind auswirken. Bei rohem Fisch (Sushi!) droht dir eine Infektion mit Listeriose und bei rohem Fleisch eine Infektion mit Toxoplasmose.

Außerdem kann Sushi Parasiten, wie etwa die Wurmart Nematoden übertragen.

Besonders tückisch: All diese Infektionen verlaufen oft zunächst einmal unbemerkt. Sobald sie aber in deinem Körper schlummern, können sie zu Früh- oder gar Totgeburten deines Säuglings führen. Ebenso können infizierte Kinder schwere gesundheitliche Schäden (zum Beispiel: geistige Behinderungen) bekommen. Im Gegensatz zu Nicht-Schwangeren hast du als Schwangere ein bis zu 20-faches Risiko, beispielsweise an Listeriose zu erkranken, weil dein Immunsystem herabgesetzt ist.

Ebenso kommt bei vielen Fischarten, die auch für Sushi verwendet werden, eine erhöhte Quecksilber- oder Schwermetallbelastung vor.

Was ist Listeriose und wie merkt man eine Infektion?

Listerien sind Lebensmittelkeime, die eine so genannte Listeriose auslösen. Listerien sind weltweit verbreitet und kommen an verschiedenen Orten vor. Zum Beispiel in der Erde oder auf Pflanzen. Ebenso kommen sie oft bei Tieren vor. Deswegen sind rohe Lebensmittel von Tieren für Schwangere verboten.

Für einen gesunden Erwachsenen stellt diese Krankheit keinerlei Gefahr dar und die Symptome sind eher unspezifisch. Solltest du an Listeriose erkrankt sein, macht sich dies mit Symptomen wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Muskelschmerzen oder Fieber bemerkbar. Viele Betroffene sprechen von einem grippeähnlichen Infekt.

Auch wenn du nur den Verdacht hast, solltest du schnellstmöglich einen Arzt aufsuchen! Unbehandelt schadet solch eine Infektion nicht nur deinem Baby, sondern auch dir selbst.

Am besten schützt du dich als Schwangere, indem du auf rohe Lebensmittel komplett verzichtest. Und dazu zählt leider auch dein heißgeliebtes Sushi – und übrigens auch Räucherlachs.

Gibt es eine unbedenkliche Alternative zu Sushi in der Schwangerschaft?

Endlich gute Neuigkeiten! Wir haben eine leckere Alternative für dich, die während der Schwangerschaft vollkommen unbedenklich ist: vegetarisches Sushi! Diese Art Sushi kannst du nach Belieben befüllen, beispielsweise mit einer leckeren Avocado, Omelett oder Frischkäse.

Das Grundrezept für vegetarisches Maki Sushi:

  1. Bereite den Reis vor und schneide das Gemüse deiner Wahl in dünne Streifen.
  2. Schneide die Nori-Blätter in der Mitte durch und lege ein halbes Blatt auf die darunter liegende Bambusmatte.
  3. Streiche eine dünne Schicht Wasabi drüber.
  4. Verteile mit angefeuchteten Händen den Reis, wobei du oben und unten einen Rand übriglassen solltest.
  5. Ordne den Tofu, die eingelegten Gemüsestreifen oder das Eiomelette in einer länglichen Linie auf dem Reis.
  6. Rolle den Inhalt in der Bambusmatte zusammen.
  7. Schneide nun die Sushirolle in kleine Teile. Fertig!

Falls du die schnelle Variante bevorzugst, empfehlen wir dir Nigiri-Sushi.

Hierbei handelt es sich um kleine Reisbällchen, die du wahlweise mit Avocados, Gurken, Pilzen oder Tofutaschen füllst.

Das Grundrezept für vegetarisches Nigiri Sushi:

  1. Schneide die gewünschte Beilage (Avocado, Eiomelette, Pilze etc.) in etwa 2 x 5 Zentimeter große Stückchen.
  2. Feuchte deine Hände mit Wasser an.
  3. Forme aus zwei Esslöffeln Reis mit den Händen einen etwa 4 Zentimeter langen Haufen.
  4. Verteile Wasabi darauf und lege den Belag auf den Reis. Verteile diesen gleichmäßig.
  5. Nun kannst du das vegetarische Sushi nach Lust und Laune mit Nori-Streifen umwickeln und servieren.

Wir wünschen dir einen guten Appetit und beste Gesundheit!

Laura Dieckmann

Als waschechte Hamburgerin lebe ich mit meinem Freund und unserer fünfjährigen Tochter in der schönsten Stadt der Welt – Umzug ausgeschlossen! Bevor das Schicksal mich zu Echte Mamas gebracht hat, habe ich in verschiedenen Zeitschriften-Verlagen gearbeitet. Ich mag leckeres Essen, laute Rockmusik und ab und zu sogar ein bisschen Sport.

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