Reisen mit Baby: So wird es sicher und entspannt

Sommerzeit ist Ferienzeit! Für viele Mamas und Papas steht der erste Urlaub mit Baby an. Ich weiß noch, wie aufgeregt ich vor unserer ersten Reise als Familie war. Schließlich möchte man auf Reisen mit Baby besonders sicher unterwegs sein, und vor allem längere Fahrten für alle möglichst entspannt gestalten. Wie das in Auto, Flugzeug und dem Camper gelingt, haben uns drei Expert*innen verraten.D

Die ersten Reisen mit Babys sind ein echtes Abenteuer

Das Baby ist endlich da, und nach den turbulenten ersten Wochen (oder Monaten) steht irgendwann auch der erste Urlaub als Familie an. Aufregend! Denn eins ist klar: Reisen mit Baby unterscheiden sich grundsätzlich in einigen Punkten vom Urlaub allein oder als Paar. So sind zum Beispiel nicht alle Reiseziele für die Kleinsten geeignet, statt Spontanität ist eine sorgfältige Planung wichtig, und auch bei der Wahl des passenden Verkehrsmittels gibt es einige Punkte zu bedenken. Beim letzten Punkt können wir euchdir auf jeden Fall helfen! Denn wir haben mit drei Expert*innen für die Themen Reisen mit Auto, Camper und Flugzeug gesprochen. Ihre Infos zu Sicherheit, Vor- und Nachteilen sowie wichtigen Tipps für die einzelnen Reisearten findet ihr hier:

1. Auto-Reisen mit Baby: „In der Ruhe liegt die Kraft!“

Ich gebe es zu: Die Aussicht, mit unserem Baby mehrere Stunden im Auto zu sitzen, hat bei mir lange Zeit für Schweißausbrüche gesorgt. Denn meine Tochter hat Autofahren grundsätzlich gehasst. Kaum war die Babyschale im Auto, ging das Geschrei los – und mein Stresslevel stieg merklich. Das einzige, was half: Laut singen, und zwar ein ganz bestimmtes Lied in einer ganz bestimmten (für Mitfahrer*innen nicht unbedingt angenehmen) Tonlage. Die Vorstellung, die geklaute Kokosnuss über mehrere Stunden in Dauerschleife zu trällern, trug nicht gerade zu meiner Vorfreude bei – und zu der meines Mannes komischerweise auch nicht.

Trotzdem war für uns das Auto bei den ersten Reisen mit Baby die erste Wahl. Wir wollten einfach flexibel sein und weder uns, noch unsere Tochter überfordern. Deshalb haben wir uns entschieden, erst einmal nur Urlaubsziele anzuvisieren, die nicht allzu weit entfernt waren, und zu den Schlafenszeiten unserer Tochter zu starten. Das lief tatsächlich auch soweit ganz gut.

Wenn ihr auch Auto-Reisen mit Baby bevorzugt, haben wir hier ein paar hilfreiche Tipps für euch gesammelt. Jesco Hußlein, Mobilitätsexperte der HUK Autowelt, erklärt euch, worauf es beim Thema Sicherheit im Auto ankommt, und wie die Reise für euch alle möglichst entspannt wird: 

Lieber Herr Hußlein, ab wann machen längere Reisen mit Baby im Auto Sinn?

„Hierzu möchte ich keine grundsätzliche Aussage machen, da es zu viele Einflussfaktoren gibt, die es zu berücksichtigen gilt. Im Zweifel sollte man a) auf sein Bauchgefühl hören und b) sich mit seinem Kinderarzt bzw. seiner Kinderärztin oder der Hebamme besprechen.

Was sind die Vorteile (und Nachteile) an einer Auto-Reise mit Baby im Vergleich zu anderen Verkehrsmitteln?

„Das Auto ist hier auf jeden Fall das flexibelste Verkehrsmittel. Passieren kann immer mal etwas. Mit dem Auto kann man schnell zu einem Arzt fahren oder gar im schlimmsten Fall die Reise abbrechen. Auf der anderen Seite ist der Platz in den meisten Autos natürlich sehr begrenzt.

Worauf muss ich achten, damit mein Baby sicher mitfährt?

  • Eine längere Auto-Reise mit Baby sollte möglichst sorgfältig geplant werden.
  • Der Babysitz sollte qualitativ hochwertig sein und den TÜV-Richtlinien entsprechen.
  • Wichtig: Vor dem Urlaub sollte die Babyschale bzw. der Kindersitz unbedingt noch einmal überprüft werden.
  • Der Kindersitz sollte auch nicht zu alt sein. Im Zweifel einen neuen kaufen, wenn man als Eltern unsicher ist.
  • Das Baby sollte auf jeden Fall auf der Rückbank sitzen. Wenn man zu zweit und sich nicht sicher ist, dann kann ein Elternteil hinten beim Baby sitzen.
  • Ein absolutes NoGo: Das Baby bitte NIEMALS im Sommer allein im Auto lassen! 
  • Am besten vor der ersten großen Reise das Autofahren mit Baby auf kleineren Strecken üben.
  • Damit es für alle entspannt bleibt, unbedingt ausreichend Pause einplanen.

Worauf es bei der Auswahl von Babyschale bzw. Kindersitz ankommt, wie du größere Kinder während der Fahrt beschäftigen kannst, und alle weiteren Infos zum Thema Sicherheit findest du hier: Autoreisen mit Kindern.

Wie lange darf mein Baby in der Babyschale sitzen?

„Das ist abhängig vom Alter und der Größe des Babys. Laut ADAC sollte eine Babyschale bis zum 15. Lebensmonat genutzt werden. Die meisten Kinder sind dann im Durchschnitt etwa 75 cm groß. Grundsätzlich sollte das Baby nicht länger als 2 Stunden am Stück in der Babyschale liegen. Wenn der oberste Punkt des Kopfes nur noch ca. 2 Fingerbreit vom oberen Ende der Babyschale entfernt ist, wird die Babyschale zu klein. Maxi Cosi und Cybex haben unterschiedliche Begrenzungen, was das Alter angeht.“

Was sollte ich grundsätzlich beachten, damit es für alle entspannt wird?

„In der Ruhe liegt die Kraft. Das Baby merkt sofort, wenn die Eltern nervös werden. Gut planen und sich selbst zeitlich nicht unter Druck setzen. Den Innenraum im Auto nicht zu voll “stopfen”, für ausreichend Platz sorgen…ggf. lieber auf das eine oder andere verzichten.“

Mehr Tipps für lange Autofahrten haben wir hier für dich:

Autoreisen mit Kindern – so fahren die Kleinsten sicher mit
Wie man eine lange Autofahrt mit Kindern übersteht

Welche Dokumente muss ich unbedingt dabei haben?

„Je nach Reiseziel auf jeden Fall einen Baby-Pass und ggf. ärztliche Dokumente. Bei Fahrten in europäische Ausland empfiehlt es sich, sich vorher einmal auf der Seite der Bundespolizei zu informieren, welche Bestimmungen für das jeweilige Land gelten: bundespolizei.de.“

2. Camping-Reisen mit Baby: „Extrem praktisch und super flexibel!“

Ihr wollt während des Urlaubs unabhängig sein, eure Freiheit genießen und spontan entscheiden, wo es hingeht? Dann ist vielleicht eine Camping-Reise mit Baby das Richtige für euch. Worauf ihr dabei zum Thema Sicherheit achten solltet, und welche Tipps euch zu einem entspannten Urlaub verhelfen, hat uns Sarah Dittmann von PiNCAMP, dem Campingportal des ADAC, verraten:

Liebe Frau Dittmann, ab welchem Alter macht ein Camping-Urlaub mit Baby Sinn?

„Das lässt sich nicht pauschal beantworten, weil das von ganz vielen Faktoren abhängt. Zum Beispiel davon, ob die Eltern bereits geübte Camper*innen sind, wie schnell sie sich in ihre neue Rolle einfinden, und ob das Baby viel schreit oder eher entspannt ist. Grundsätzlich kann man aber sagen, dass vor allem der dritte und vierte Monat geeignet ist, um das erste Mal mit Baby im Wohnmobil zu campen. In dieser Zeit schläft das Baby in der Regel nämlich noch viel und muss nicht so bespaßt werden, wie das später der Fall sein wird.“

Welches sind die besten Reiseziele mit Baby?

„An oberster Stelle steht natürlich, dass es sich um ein sicheres Reiseland mit einer möglichst niedrigen Kriminalitätsrate handelt. Auch auf Ziele, bei denen ein erhöhtes Risiko besteht, sich mit einer Tropenkrankheit zu infizieren, sollte man verzichten. Abgesehen davon spielt außerdem das Wetter eine entscheidende Rolle. Generell sollten Eltern bei der Auswahl des passenden Reiselandes auf jeden Fall darauf achten, dass die Temperaturen nicht zu extrem sind. Spanien mitten im Hochsommer oder Norwegen im Winter sind nicht gerade die praktischsten Reisezeiten für einen Campingurlaub mit Baby.“

Worauf muss ich achten, damit mein Baby sicher mitfährt?

„Für die Sicherheit des Kindes während der Fahrt sollte schon beim Packen gesorgt werden: Sowohl die Innenausstattung des Wohnmobils, als auch das Gepäck müssen so gesichert werden, dass während der Fahrt alles an seinem Platz bleibt. Wichtig ist dabei übrigens auch, in die Staufächer, die sich unmittelbar über dem Kind befinden, nur leichte Gegenstände unterzubringen. Denn selbst wenn die Fächer während der Fahrt eigentlich nicht von alleine aufgehen sollten, kann es nicht schaden, auf Nummer sicher zu gehen.

Und auch was die Position des Kindes anbelangt, gibt es manches, auf das man achten sollte. So zum Beispiel, ausreichend Pausen einzulegen, damit das Baby nicht zu lange in der Schale sitzt. Ansonsten kann es zu Rückenproblemen und Haltungsschäden kommen. Außerdem sollte der Beifahrer auch immer die Sonneneinstrahlung im Blick haben, die sich während der Fahrt gerne mal ändert. Um zu verhindern, dass das Kind den Sonnenstrahlen direkt ausgesetzt wird, ist es ratsam, das Seitenfenster und die Dachluke zu verdecken.“

Was sollte ich grundsätzlich beachten, damit es für alle entspannt wird?

„Damit die Fahrt für alle möglichst entspannt verläuft, sind Schlüsselbänder bzw. Lanyards besonders zu empfehlen. Mit denen lassen sich nämlich Kuscheltiere, Spielzeug, Schnuller & Co. am Sitz fixieren, sodass man während der Fahrt nicht ständig anhalten muss, um Babysachen wieder einzusammeln.“

Was sind die Vorteile bzw. Nachteile einer Camping-Reise mit Baby?

„Für all diejenigen, die auch auf begrenztem Raum gut entspannen können und kein Problem damit haben, selbst fürs Essen zu sorgen, gibt es nur Vorteile. Der wohl größte Pluspunkt ist, dass das Campen mit Baby unheimlich praktisch ist. Mal eben eine Pause einlegen, stillen, Essen warm machen oder Windel wechseln – all das ist in Nullkommanix erledigt, ohne extra einen Rastplatz aufsuchen zu müssen. Man hat dank des großen Stauraums überall und zu jeder Zeit immer alles, was man braucht, dabei.

Abgesehen davon, ist man beim Campen super flexibel. Wenn es euch mal irgendwo doch nicht so gefallen sollte, könnt ihr jederzeit den Ort wechseln und einen anderen Campingplatz aufsuchen. Und durch diese Flexibilität kommen auch die frischgebackenen Eltern auf ihre Kosten: In einem Hotel würde man sein Baby wohl kaum alleine im Hotelzimmer lassen. Beim Campen hingegen kann man sich, während das Baby schläft, ganz entspannt nach draußen setzen, ein Buch lesen oder mit dem Partner eine Runde Karten spielen.“

Welche Dokumente muss ich bei Camping-Reisen mit Baby dabei haben?

„Bei einem Campingurlaub mit Baby dürfen folgende Dokumente nicht fehlen:

  • Personalausweise oder Reisepässe: Für alle Familienmitglieder, einschließlich des Babys.
  • Krankenversicherungskarte: Für eventuelle Arztbesuche oder Notfälle.
  • Impfpass: Um den Impfstatus des Babys nachweisen zu können.
  • Kontaktinformationen des Kinderarztes: Für schnelle Rückfragen im Notfall.
  • Reiseunterlagen: Buchungsbestätigungen für Campingplätze oder sonstige Unterkünfte.

Welche Tipps haben Sie für eine längere Fahrt?

„Immer eine gut gepackte Tasche mit den wichtigsten Babyutensilien griffbereit halten und die Fahrt möglichst in den Schlafenszeiten des Babys planen, damit es so wenig wie möglich von der Anreise mitbekommt, und der Urlaub entspannt starten kann.“

Checkliste für den Camping-Urlaub mit Kleinkind: Was muss ich unbedingt mitnehmen?

  • Kleidung: Je nachdem wie wechselhaft die Wetterverhältnisse sind, solltest du unbedingt beachten, dass du sowohl Kleidung für heiße, als auch kühle Tage einpackst. Das betrifft auch die Wahl der richtigen Schuhe: Sie muss von festem Schuhwerk bis zu solchem reichen, das dein Baby oder Kleinkind auch am See tragen kann.
  • Campingdecke: Eine Picknick- oder Campingdecke mit einer wasserabweisenden Seite ist die perfekte Unterlage beim Camping mit Baby. Ob auf einer Wiese, am Strand oder als Picknickdecke während einer Wanderung: Die Decke ist ein super praktischer Begleiter.
  • Wickelunterlage für unterwegs: Die Wickelunterlage ist nicht nur beim Camping, sondern generell auf Reisen sehr nützlich. Müll und Wäsche fallen mit Sicherheit genug an – da kommt eine handliche, wiederverwendbare Unterlage zum Wickeln gerade recht.
  • Faltschüssel: Ganz besonders im Sommer ist eine faltbare Schüssel ein praktisches Zubehör. So bist du unabhängig von den Sanitäranlagen und du brauchst dich nicht mit Baby in die enge Wohnmobildusche quetschen. Eine 15 Liter Faltschüssel ist zum kurzen Baden oder Planschen sehr gut geeignet.

Eine ausführliche Packliste, nützliche Tipps und familienfreundliche Campingplätze haben wir hier für dich: Camping mit Kindern: 7 familienfreundliche Plätze, Packliste & Tipps

Wie gewährleiste ich auf dem Campingplatz die Sicherheit meines Kindes?

„Vor allem mit Kindern, die schon etwas älter und selbstständiger sind, gibt es auf dem Campingplatz einiges zu beachten, um die Sicherheit der Kleinen zu gewährleisten. So ist es zum Beispiel ratsam, nach der Ankunft gemeinsam mit den Kids eine Runde über den Platz zu spazieren. So lernt ihr die Umgebung kennen und könnt Erkennungspunkte festlegen, die bei der Orientierung helfen. Außerdem solltet ihr dann auch vereinbaren, wie weit die Kinder auf dem Campingplatz ohne eure Begleitung gehen dürfen.

Um zu verhindern, dass sich die Kleinen doch mal verlaufen und verzweifelt auf der Suche nach dem Standplatz umherirren, ist ein Notfall-Armband sinnvoll. Dieses wird mit Namen, Telefon- und Standplatznummer beschriftet. Apropos Standplatz: Bei der Auswahl eines geeigneten Platzes ist darauf zu achten, dass dieser nicht direkt an einer befahrenen Straße liegt. Außerdem sollte er über ausreichend Schatten verfügen, damit sich euer Wohnmobil tagsüber nicht so stark aufheizt.“

3. Flug-Reisen mit Baby: „Den Flug zur richtigen Tageszeit auswählen.

Wenn es euch im Urlaub weiter weg zieht, oder ihr nicht mehrere Stunden im Auto sitzen möchtet, kommt vielleicht eine Flug-Reise in Frage. Grundsätzlich ist die auch mit Baby möglich, wenn ihr dabei einige Dinge beachtet. Was dabei besonders wichtig ist, hat uns Claudia Brosche verraten. Sie ist Syndikusrechtsanwältin und Fluggastrechtsexpertin bei Flightright, einem Portal für die Durchsetzung von Fluggastrechten.

Liebe Frau Brosche, ab wann macht eine längere Flug-Reise mit Baby Sinn?

„Hier kommt es aufs Bauchgefühl an, da es keine offizielle Richtlinie gibt. Allerdings gilt es zu beachten, dass Babys im Flugzeug veränderten Druck- und Sauerstoffschwankungen, lauten Geräuschen und Stress ausgesetzt sind, was gerade bei sehr jungen Babys zu einem veränderten Schlafrhythmus und Unwohlsein beitragen kann. Zudem kann gerade der Druckausgleich zu Ohrenschmerzen führen, da der Druckausgleich über die eustachische Röhre noch nicht wie bei älteren Kindern gelingt. Hier kann man mit einem Schnuller oder durch das Trinken während des Starts und der Landung Abhilfe schaffen.“

Welches sind die besten Reiseziele für eine Flug-Reise mit Baby bzw. Kleinkind?

„Für eine Reise mit Baby eignen sich insbesondere Kurz- und Mittelstreckenflüge, mitunter aber auch Langstreckenflüge, sofern es Nachtflüge sind und Sie dem Schlafrhythmus des Babys angepasst fliegen. Prinzipiell empfehlenswert sind Reiseziele, die den klimatischen Bedingungen des Heimatortes entsprechen – das heißt, in etwa die gleichen Temperaturen und Witterungsbedingungen bieten.“

Welches Verkehrsmittel ist am sichersten und entspanntesten für die erste Reise – und warum?

„Am entspanntesten ist die erste Reise mit Baby wohl mit dem Zug, da man hier separate Abteile buchen und sich ausreichend bewegen kann. Auch Kurzstreckenflüge können anzuraten sein, da man auch hier ggf. den Gang auf und ab laufen und das Baby beruhigen kann. Autofahrten bieten zudem die Möglichkeit, mehrere Pausen einzuplanen. Dementsprechend ist die Wahl des Verkehrsmittels bei der ersten Reise mit Baby nach den individuellen Wünschen und Vorlieben zu bestimmen.“

Worauf muss ich achten, damit mein Baby sicher mitfliegt?

„Damit das Baby sicher fliegt, ist es wichtig, den vom Bordpersonal ausgehändigten Sicherheitsgurt während des gesamten Flugdauer geschlossen zu halten. Ihr Baby sitzt dann wohl behütet auf ihrem Schoß und ist mit seinem Gurt an ihrem Gurt verbunden.“

Muss ich einen eigenen Kindersitz mitbringen?

„Nein. Ein eigener Kindersitz wird nicht benötigt. Sollten Sie am Reiseziel einen Mietwagen gebucht haben, können Sie einen Kindersitz kostenlos als Gepäckstück aufgeben.“

Was sollte ich grundsätzlich beachten, damit der Flug für alle entspannt wird?

„Damit es für alle entspannt wird, bietet es sich vor allem an, den Flug zur richtigen Tageszeit auszuwählen und sich hierbei am Tagesrhythmus des Babys zu orientieren. Am entspanntesten ist es sicher für alle, wenn das Baby an Bord schlafen kann. Zudem ist es empfehlenswert, eine Tasche mit Snacks, Wickelutensilien, Spielzeug und Wechselsachen parat zu haben und als separates Handgepäckstück unter dem Sitz zu verstauen. Vom sogenannten Priority Boarding mit Kindern würden wir eher abraten – und vielmehr empfehlen, als Letztes an Bord zu gehen, um so viel Zeit wie möglich außerhalb des Flugzeuges zu verbringen und sich am besten vor dem Boarding ausreichend zu bewegen.“

Was sind die Vorteile bzw. Nachteile einer Flug-Reise mit Baby?

„Der Vorteil des Fliegens liegt sicherlich darin, in kurzer Zeit am gewünschten Reiseziel anzukommen, ohne stundenlange Auto- und Zugfahrten in Kauf zu nehmen. An Bord eines Flugzeugs gibt es in der Regel die Möglichkeit, sich zu bewegen, indem man den Gang auf und ab geht und somit für Abwechslung sorgt.

Allerdings besteht der Nachteil beim Fliegen darin, keine Privatsphäre zu haben und mit einem nicht gut gelaunten Baby auch schon einmal die Blicke der Mitreisenden auf sich zu ziehen, was zu einer großen mentalen Belastung werden kann. Mitunter kann man dann jedoch auf nette Flugbegleiter*innen zurückgreifen, die eventuell auch noch den ein oder anderen Tipp zur Verbesserung der Situation parat haben.“

Welche Dokumente muss ich im Flugzeug für mein Baby dabei haben?

„Sie benötigen bei einer Reise mit Baby einen gültigen Ausweisdokument. Die bislang in Deutschland ausgestellten Kinderreisepässe gibt es seit Anfang 2024 nicht mehr, daher brauchen auch Babys einen gültigen Reisepass oder einen Personalausweis.“

Welche Tipps haben Sie für einen Langstreckenflug?

„Es ist empfehlenswert, bei einem Langstreckenflug einen Nachtflug zu wählen, um dem Schlafrhythmus des Babys gerecht zu werden. Zudem sollten Sie bei älteren Babys genug Nahrung, Windeln, Feuchttücher, Spielzeug und Wechselsachen mitnehmen.“

Mehr Tipps für eine entspannte Flugreise mit Baby findest du hier:  Fliegen mit Baby – Tipps für eine entspannte Reise 

Noch mehr Tipps für den Urlaub als Familie findest du hier:

Wenn ihr noch nicht sicher seid, welcher Urlaub für euch am besten passt, oder vielleicht schon mitten in der Planung steckt haben wir hier noch viele weitere wichtige Infos, Spartipps und Ideen füe euch:

Günstig Familienurlaub buchen: Unsere Geheimtipps
Tipps für entspannte Familienreisen
Reiseapotheke für Kinder 
Kinderbetreuung im Urlaub 
Autoreisen mit Kinder
Camping mit Kindern
Fliegen mit Baby 

Jetzt sind wir natürlich gespannt: Habt ihr eure ersten Reisen mit Baby schon geplant? Oder seid ihr als Familie schon echte Urlaubsprofis? Habt ihr vielleicht Tipps für andere Mamas und Papas, was bei euch gut lief, und was ihr nächstes Mal anders machen würdet? Schreibt uns eure Erfahrungen in die Kommentare –

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Wiebke Tegtmeyer
Nordisch bei nature: Als echte Hamburger Deern ist und bleibt diese Stadt für mich die schönste der Welt. Hier lebe ich zusammen mit meinem Mann und unseren beiden Kindern. Nach meinem Bachelor in Medienkultur an der Uni Hamburg, einem Volontariat zur Online-Redakteurin und einigen Jahren Erfahrung als (SEO-)Texterin bin ich nach meiner zweiten Elternzeit bei Echte Mamas gelandet. Hier kann ich als SEO-Redakteurin meine Leidenschaft für Texte ausleben, und auch mein Herzensthema Social Media kommt nicht zu kurz. Dabei habe ich mich in den letzten Jahren intensiv mit dem Thema Ernährung von der Schwangerschaft über die Stillzeit bis hin zum Babybrei beschäftigt. Und wenn ihr auf der Suche nach einem Vornamen für euer Baby seid, kann ich euch garantiert passende Vorschläge liefern. Außerdem nutze ich die Bastel-Erfahrungen mit meinen beiden Kindern für einfache DIY-Anleitungen. Wenn der ganz normale Alltags-Wahnsinn als 2-fach Mama mich gerade mal nicht im Griff hat, fotografiere ich gern, gehe meiner Leidenschaft für Konzerte nach oder bin im Volksparkstadion zu finden.

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