Haferbrei fürs Baby: Ab wann darf mein Kind ihn essen?

Haferbrei fürs Baby klingt gesund, doch sind die leckeren Getreideflocken für die Kleinen tatsächlich schon geeignet? Schließlich sind Haferflocken doch voller Mineralstoffe und Vitamine. Wir erklären dir, worauf du achten musst und wie du Haferbrei ganz easy zubereiten kannst. Viel Spaß beim Lesen und wir wünschen einen guten Appetit!

1. Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Mit dem Start der Beikost kannst du dein Baby langsam an kleine Mengen Haferbrei gewöhnen.
  • Da Hafer die nahrhafteste Getreidesorte ist, ist Haferbrei für dein Baby grundsätzlich eine gute Wahl.
  • Grundsätzlich enthalten Haferflocken viel Eisen, was der Körper für die Bildung von Blut benötigt.
  • Zudem besitzt Hafer den vergleichsweise höchsten Vitamin B1- und B6-Gehalt.
  • Haferbrei ist leicht verdaulich und bietet sich für Babys ab sechs bis acht Monaten vor allem als Abendbrei mit Vollmilch sehr gut an.
  • Haferbrei fürs Baby lässt sich vielfältig zubereiten.

2. Ab wann ist Haferbrei für mein Baby geeignet?

Sobald dein Baby die ersten Reifezeichen zeigt und bereit ist, feste Nahrung zu sich zu nehmen sowie auf Beikost umzusteigen, kannst du langsam mit der Einführung von Haferflocken im Abendbrei starten. In der Regel ist das mit etwa sechs Monaten der Fall. Achte aber darauf, dass dein Würmchen mit einem leicht stückigen Babybrei keine Probleme beim Kauen hat. Sonst steige anfangs erst einmal auf Haferschmelzflocken um. Zudem solltest du den Haferbrei idealerweise mit Muttermilch, Milchersatz, Joghurt oder Wasser anrühren. Da Hafer so ziemlich die nahrhafteste Getreidesorte ist, bietet sich Haferbrei für Babys sehr gut an.

3. Kann ich Haferbrei für mein Baby vorkochen?

Ja, grundsätzlich spricht nichts dagegen, den Haferbrei für dein Baby mittags vorzukochen und erst ein paar Stunden später anzubieten. Allerdings solltest du eventuelles Obstmus erst direkt vor dem Verzehr untermischen. Beachte: Da die Haferflocken in dem vorgekochten Babybrei länger quellen können, wird der Haferbrei oftmals etwas fester. Mit etwas Obstmus kannst du die Konsistenz leicht auflockern, wodurch der Brei in der Regel gut essbar wird.

Hinweis: Verwendest du Hafer im ganzen Korn, dann weiche diesen vor der Zubereitung nicht wie üblich in Wasser ein. Dadurch kann der Hafer seinen milden, nussigen Geschmack verlieren und sogar bitter werden. Koche den Hafer stattdessen gut durch, damit dieser von deinem Schatz leicht verdaut werden kann. Besonders easy lassen sich dagegen Haferflocken oder auch Haferschrot zubereiten.

Wie lange kann ich den fertigen Haferbrei für mein Baby aufbewahren?

Theoretisch kannst du den gekochten Haferbrei gut verpackt und abgedeckt für 24 Stunden im Kühlschrank lagern. Vielleicht kennst du das auch von den so genannten Overnight Oats, die man am Abend vorher zubereitet. Allerdings gilt auch hier natürlich: Die Haferflocken quellen weiter, und der Brei wird dementsprechend fest. Bevor du ihn deinem Baby gibst, solltest du ihn also mit etwas Obstmus oder Flüssigkeit auflockern.

Kann ich den Haferbrei auch einfrieren?

Wenn du den Haferbrei mit Milch kochst, solltest du ihn grundsätzlich lieber nicht einfrieren, weil sich beim Auftauen Keime bilden könnten. Verwendest du Muttermilch oder Wasser, ist das Einfrieren theoretisch möglich. Allerdings verändert sich beim Auftauen die Konsistenz des Breis. Dazu kommt, dass es auch nicht wesentlich schneller geht, als wenn du frischen Haferbrei zubereitest. Mit Instantflocken geht das nämlich wirklich fix.

4. Koche ich den Haferbrei für mein Baby mit Milch oder mit Wasser?

Ob du den Brei lieber mit Wasser oder Milch kochst, bleibt dir überlassen. Wenn du dich für Kuhmilch entscheidest, sollte dein Baby allerdings mit seiner Beikost schon beim Milch-Getreide-Brei angekommen sein. Meistens ist das ungefähr mit dem 6. Monat der Fall. Falls du den Haferbrei vorher anbieten möchtest, greifst du am besten zu Wasser – oder zu Muttermilch bzw. Pre-Milch.

Kann ich auch Hafermilch verwenden?

In den ersten 12 Monaten sollte dein Baby grundsätzlich keine Hafermilch trinken, weil sie nicht alle wichtigsten Nährstoffe enthält, die dein Schatz braucht. Wenn du die vegane Milch allerdings nur ab und zu verwendest, um Haferbrei zu kochen, spricht erst einmal nichts dagegen. Wichtig ist, dass du nicht zu oft bzw. nicht ausschließlich zu Hafermilch greifst.

5. Haferbrei fürs Baby – zum Frühstück oder abends?

Ob du deinem Baby Haferbrei nun morgens zum Frühstück, zwischendurch oder abends als Abendbrot servierst, ist vollkommen egal. Da Haferflocken als leicht verdaulich gelten, ist Babybrei mit Haferflocken vor allem in den Abendstunden sehr beliebt. Je nachdem wie alt dein Nachwuchs ist, kannst du mittags einen Haferbrei mit Obst anrühren und abends einen Haferbrei mit Vollmilch anbieten. Der klassische Abendbrei besteht in der Regel aus 200 ml Milch und rund 20 g Getreide, wie feine Haferflocken. Sollte dein Spatz unter einer Laktoseintoleranz oder einer Allergie leiden, verzichte auf Vollmilch und greife zum Milchersatz.

6. Haferbrei hilft deinem Baby bei Durchfall

Wusstest du, dass Haferbrei nicht nur lecker und gesund ist, sondern auch ein prima Hausmittel gegen Durchfall? Haferflocken beruhigen den Magen und den Darm und versorgen dein Baby gleichzeitig mit wichtigen Nährstoffen. Am besten nimmst du Schmelzflocken, denn die kann dein Schatz besser verdauen als Vollkornprodukte. Wenn die Brei gekocht ist, kannst du noch eine Mini-Prise Salz und eine Messerspitze Traubenzucker dazugeben.

Aber Achtung: Haferflocken können auch Blähungen und Bauchweh verursachen. Dein Baby sollte sich also langsam an den Haferbrei gewöhnen. Und falls du bemerkst, dass es Bauchschmerzen bekommt, warte lieber noch eine Weile oder sprich einmal mit deinem Kinderarzt.

Welche Tipps bzw. Hausmittel helfen deinem Baby bei Durchfall?
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7. Haferbrei fürs Baby kochen: Rezepte zum Selbermachen

Es gibt unzählige Möglichkeiten deinen Nachwuchs an Babybrei mit Hafer heranzuführen und leckeren Haferbrei zuzubereiten. Wir haben für dich drei verschiedene Rezepte herausgesucht – das Grundrezept eignet sich als Basis einfach bestens. Viel Freude beim Nachkochen!

Grundrezept für selbst gemachten Haferbrei

Gefunden haben wir das Grundrezept für den Baby-Haferbrei auf yamo.bio – danke für die schmackhafte Inspo!

Das brauchst du:

  • 250 ml Vollmilch (oder pflanzliche Alternative)
  • 50 g Haferflocken
  • zwei Teelöffel Honig
  • etwas Salz
  • etwas Zimt

Zubereitung:

  1. Koche die Haferflocken zusammen mit der Milch, dem Honig sowie etwas Salz in einem kleinen Topf auf. Beachte dabei die Anweisungen auf der Packung.
  2. Lasse den Haferbrei anschließend für etwa drei Minuten quellen.
  3. Bevor du den Haferbrei servierst, kannst du ihn noch mit einer Prise Zimt verfeinern. Fertig!

Tipp: Das Grundrezept lässt sich wunderbar an den Geschmack deines Babys anpassen. Besonders gut schmeckt er mit frischem Obst wie Erdbeeren, Birnen, Bananen oder Äpfeln.

Babybrei mit Haferflocken, Möhren und Rote Beete

In gerade einmal zehn Minuten gekocht schmeckt der Haferbrei von babybrei-kochen.de der ganzen Familie. Für Babys ist das Rezept allerdings erst ab etwa zehn Monaten geeignet.

Diese Dinge werden gebraucht:

  • 60 g Karotten
  • 40 g Rote Beete
  • 20 g Haferflocken
  • 100 ml Apfelsaft
  • 100 ml Wasser
  • etwas Öl

Kinderleichte Zubereitung:

  1. Wie immer: Zu Beginn das Gemüse waschen, schälen und anschließend fein raspeln.
  2. Gib nun die Haferflocken zusammen mit dem Wasser, den Gemüseraspeln sowie dem Apfelsaft in einen Topf.
  3. Für ein paar Minuten alle Zutaten quellen lassen.
  4. Jetzt aufkochen und für rund zehn Minuten unter ständigem Rühren auf kleinster Stufe köcheln lassen.
  5. Tipp: Sobald Apfelsaft und Wasser verdunstet sind, ist der Haferbrei fertig.
  6. Anschließend noch einen Esslöffel Rapsöl unterrühren.

Haferbrei für Babys ab 6 Monate mit Birne

Der Haferbrei für Babys ab sechs Monaten von eatsmarter.de besteht nur aus drei Zutaten und ist kinderleicht gezaubert.

Zutaten:

  • 200 ml Vollmilch
  • 20 g Haferflocken
  • eine kleine Birne

So geht’s:

  1. Erst einmal die Birne gründlich waschen, schälen, idealerweise entkernen und dann grob reiben.
  2. Setze die Milch in einem kleinen Topf auf und gebe die Haferflocken hinzu.
  3. Alles für etwa zwei Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen. Umrühren nicht vergessen!
  4. Nun kommt die geraspelte Birne dazu. Bei Bedarf anschließend mit einem Stabmixer alles zu einem feinen Baby-Haferbrei pürieren. Guten Appetit!
Habt ihr auch tolle Rezepte für Haferbrei? Dann verratet sie uns!
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Mehr zum Thema Babyernährung und viele nützliche Tipps dazu findest du hier – oder schau gerne auch mal hier:

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Wiebke Tegtmeyer

Nordisch bei nature: Als echte Hamburger Deern ist und bleibt diese Stadt für mich die schönste der Welt. Hier lebe ich zusammen mit meinem Mann und unseren beiden Kindern.

Seit 2015 sind wir Eltern einer zauberhaften Tochter. Zwei Jahre später kam ihr kleiner Bruder auf die Welt, und unsere Familie war komplett. Zusammen sind die beiden ein unschlagbares Team, das sich nur allzu gern gegen Mama und Papa verbündet.

Abgesehen von meiner Familie liebe ich den Hafen, fotografiere gern und gehe gern zu Konzerten und zum Fußball. Bei Echte Mamas kann ich meine Leidenschaft für Texte und Social Media ausleben – und darüber freue ich mich sehr.

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