Champignons in der Stillzeit – ja oder nein?

Beim Thema Pilze herrscht bei vielen Mamas Unsicherheit: Darf ich sie essen, wenn ich schwanger bin bzw. stille, oder soll ich lieber darauf verzichten? Das kommt natürlich auch auf die Pilz-Art an! Was Champignons in der Stillzeit angeht, bringen wir hier Licht ins Dunkle und verraten dir alles, was du als stillende Mama über die leckeren Pilze wissen solltest.

1. Das Wichtigste auf einen Blick

Diplom-Ökotrophologin Pamela Koch hat diesen Artikel inhaltlich geprüft.

  • Champignons sind in der Stillzeit im Normalfall unbedenklich.
  • Du solltest allerdings am besten zu extra gezüchteten Pilzen greifen und auf Wildpilze verzichten.
  • Während der Stillzeit solltest du pro Woche nicht mehr als 200 bis 250 g Pilze essen.
  • Champignons gelten beim Stillen als besser verdaulich, wenn sie gut durchgebraten werden.

2. Darf ich Champignons in der Stillzeit essen?

Ja! Ob Pizza funghi, gebraten oder in Rahmsauce: Auf Champignons musst du auch in der Stillzeit nicht verzichten. Denn vor allem kultivierte Pilze sind im Normalfall weder für die Mama schädlich, noch für das Baby.

Allerdings empfehlen wir dir, die Menge im Blick zu haben: Pro Woche solltest du nicht mehr als 200 bis 250 g Pilze zu dir nehmen.

Wie sieht es mit frischen bzw. rohen Champignons für stillende Mütter?

Da rohe Champignons (nicht nur während der Stillzeit) eher schwer verdaulich sind, empfehlen wir dir, sie am besten zu kochen oder gut durchzubraten. Damit minimierst du das Risiko eventueller Magen-Darm-Beschwerden.

Und was ist mit Dosen-Champignons, wenn ich stille?

Grundsätzlich sind auch Champignons aus der Dose für stillende Mütter kein Problem. Wichtig ist dabei allerdings, dass du auf die jeweilige Qualitätsstufe achtest – am besten greifst du nur zu Stufe 1. Außerdem solltest du genau wie bei frischen Champignons darauf achten, dass die Dose keine Wildpilze enthält. Das Gleiche gilt übrigens auch für getrocknete Pilze.

Darf ich Pilze in der Stillzeit aufwärmen?

Dass man Pilze kein zweites Mal erwärmen darf, ist längst überholt. Du solltest aber unbedingt darauf achten, dass du das Pilzgericht bei einer ausreichend hohen Temperatur erhitzt. Zuvor solltest du die Pilze richtig lagern. Sprich: nicht länger als 24 Stunden und im Kühlschrank aufbewahren.

3. Sind Champignons in der Stillzeit gesund – oder schädlich?

Champignons schmecken lecker und sind dazu auch noch gesund, denn sie enthalten jede Menge Eisen, Folsäure, Kalium, Zink und zahlreiche B-Vitamine. So decken bereits 100 g Champignons etwa 24 Prozent des Tagesbedarfs an Vitamin B2. Deshalb darfst du auch in der Stillzeit gerne zu den beliebten Pilzen greifen.

Gleichzeitig gelten Champignons mit circa 22 kcal pro 100 g als vergleichsweise kalorienarm und eignen sich ideal für eine gesunde, fettarme sowie ausgewogene Ernährung in der Stillzeit.

Außerdem sollen Champignons den Blutcholesterinspiegel positiv beeinflussen, da sie Beta-Glucane enthalten, und das Wachstum von Brustkrebszellen hemmen.

Aber auch hier noch einmal der Hinweis: Auf wilde Champignons bitte lieber verzichten! Zum einen können sie einen erhöhten Anteil an Schwermetallen enthalten. Zum anderen ist die Verwechslungsgefahr mit dem giftigen Knollenblätterpilz relativ hoch.

4. Verursachen Champignons in der Stillzeit Blähungen?

Das Champignons Blähungen auslösen können, lässt sich nicht komplett ausschließen, kommt allerdings eher selten vor. Um Magen-Darm-Beschwerden zu vermeiden, solltest du Champignons vor dem Verzehr gut durchbraten. Dadurch minimierst du das in den Pilzen enthaltene Chitin, was als schwer verdaulich gilt.

In seltenen Fällen können Champignons zu allgemeinen Magen-Darm-Beschwerden sowie Durchfall führen. Ursächlich können dafür zum Beispiel eine Unverträglichkeit, Allergie oder schlimmstenfalls eine Pilzvergiftung sein.

Hinweis: Bist du dir unsicher, ob es sich bei dir um eine Pilzvergiftung handelt, suche unbedingt deinen Arzt bzw. deine Ärztin auf.

5. Rezept für eine schnelle One-Pot-Pilzpfanne mit Champignons

Lust auf eine schnelle Pilzpfanne mit Champignons? Dann probiere unbedingt mal das Rezept von carry-on-cooking.com aus. Das Gericht geht super fix und schmeckt richtig gut. Vielen Dank für diese tolle Inspo – und dir einen guten Appetit!

Diese Zutaten brauchst du für zwei Portionen:

  • 600 g Champignons
  • 1 Zwiebel
  • 20 g Margarine
  • 1 TL Mehl
  • 300 ml Wasser
  • 1 TL Gemüsebrühe
  • 2 EL Öl
  • 160 g Reis
  • 10 g Schnittlauch
  • etwas Salz, Pfeffer und Paprikapulver

So wird die One-Pot-Pilzpfanne zubereitet:

  1. Zunächst putzt du die Champignons und schneidest sie in Scheiben.
  2. Anschließend schälst du die Zwiebel und würfelst sie fein.
  3. Gib nun den Reis in ein Sieb und spüle ihn unter fließendem Wasser ab.
  4. Jetzt bereitest du die Gemüsebrühe mit heißem Wasser zu.
  5. Nun gibst du einen Esslöffel Pflanzenöl in eine ausreichend große Pfanne und brätst die Champignons bei mittlerer Hitze für rund fünf Minuten an.
  6. Danach nimmst du circa drei Viertel der Pilze aus der Pfanne und stellst sie zur Seite.
  7. Jetzt die gewürfelte Zwiebel ebenfalls in die Pfanne geben und für circa zwei Minuten dünsten.
  8. Im nächsten Schritt gibst du die Margarine und die Pilze zur Zwiebel in die Pfanne und streust zusätzlich Mehl dazu.
  9. Lösche die Champignons mit der Gemüsebrühe ab und gib den Reis dazu.
  10. Alles für rund 20 Minuten bei geschlossenem Deckel sanft köcheln lassen – zwischendurch Umrühren nicht vergessen!
  11. Währenddessen den Schnittlauch in feine Röllchen hacken und die fertige One-Pot-Pilzpfanne zusammen mit Salz, Pfeffer sowie Paprikapulver abschmecken. Fertig!
Was ist dein Tipp für ein leckeres Rezept mit Champignons in der Stillzeit? Schreib es uns gerne in die Kommentare!
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6. Sind alle Pilze in der Stillzeit erlaubt?

Tatsächlich solltest du während der Schwangerschaft und in der Stillzeit auf den Genuss von Wildpilzen verzichten. Dazu zählen zum Beispiel unter anderem Pfifferlinge, Trüffel, Morcheln und Steinpilze.

Wildpilzen wird nämlich nachgesagt, dass sie eine deutlich erhöhte Menge an Schwermetallen (beispielsweise Quecksilber, Blei, Cadmium oder auch Nickel) aufweisen oder sogar radioaktiv sein können. Auch Kleinkinder sollten deshalb vorsichtshalber keine Wildpilze essen.

Gegen den Verzehr von gezüchteten Pilzen (wie zum Beispiel Champignons, Austernpilze, Shiitake) spricht beim Stillen allerdings nichts:

Hier findest du noch mehr Wissenswertes rund um die Themen Ernährung in der Schwangerschaft, Stillen und Babyernährung » 

Unsere Expertin

Diplom-Ökotrophologin Pamela Koch hat diesen Artikel inhaltlich geprüft.Pamela Koch ist Diplom-Ökotrophologin und Ernährungstherapeutin. Seit 14 Jahren berät sie Familien und Multiplikator*innen wie Erzieher*innen zu den Themen Allergieprävention, Ernährung in der Schwangerschaft und Stillzeit sowie von Säuglingen und Kindern.

In Zusammenarbeit mit niedergelassenen Kinderärzten und Hebammen hat sie in Ihrer Praxis mittlerweile mehr als 2.000 Familien beraten. Als dreifache Mutter liegen ihr die gesunde Ernährung und die therapeutische Unterstützung von Familien besonders am Herzen.

Du möchtest dich mit anderen stillenden Mamas aus unserer Community über eine gesunde Ernährung in der Stillzeit austauschen? Dann komm dazu einfach in unsere geschlossene Facebook-Gruppe „Wir sind Echte Mamas – Unsere Fragen und Antworten“. Wir freuen uns auf dich!

Wiebke Tegtmeyer

Nordisch bei nature: Als echte Hamburger Deern ist und bleibt diese Stadt für mich die schönste der Welt. Hier lebe ich zusammen mit meinem Mann und unseren beiden Kindern.

Seit 2015 sind wir Eltern einer zauberhaften Tochter. Zwei Jahre später kam ihr kleiner Bruder auf die Welt, und unsere Familie war komplett. Zusammen sind die beiden ein unschlagbares Team, das sich nur allzu gern gegen Mama und Papa verbündet.

Abgesehen von meiner Familie liebe ich den Hafen, fotografiere gern und gehe gern zu Konzerten und zum Fußball. Bei Echte Mamas kann ich meine Leidenschaft für SEO und Social Media ausleben – und darüber freue ich mich sehr.

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